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Veröffentlicht am 25.06.2025

Eine magische Welt, die fesselt und ein Ende, das begeistert.

The Wind Weaver (Wind Weaver 1)
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The Wind Weaver hat mich absolut überrascht, im besten Sinne. Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen und wurde mit einem packenden, atmosphärischen Auftakt einer Fantasy-Trilogie belohnt, ...

The Wind Weaver hat mich absolut überrascht, im besten Sinne. Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen und wurde mit einem packenden, atmosphärischen Auftakt einer Fantasy-Trilogie belohnt, der mich von Anfang an in seinen Bann gezogen hat.

Ein gelungener Einstieg in eine faszinierende Welt

Schon die ersten Seiten haben mich komplett abgeholt. Die Geschichte beginnt ohne große Umwege, was es mir leicht gemacht hat, sofort in die Handlung und die fremde, aber fesselnde Welt einzutauchen. Besonders schön fand ich die vielen kleinen, unerwarteten Wendungen, die für Spannung sorgten, ohne dabei konstruiert zu wirken. Die Story entfaltet sich dabei sehr angenehm, kein rasanter Höhenflug, aber auch nie langweilig. Besonders das letzte Drittel glänzt mit einem großartigen Finale, das mich begeistert und emotional mitgerissen hat.

Erzählt aus Rhyas Perspektive

Die Handlung wird durchgehend aus der Ich-Perspektive von Ryha erzählt, was ich als sehr gelungen empfand. So bekommt man einen intensiven Einblick in ihr Innenleben, etwas, das vor allem für das Verständnis des Magiesystems und der persönlichen Entwicklungen entscheidend ist. Durch diese Perspektive war mir Ryha als Figur sehr nahbar, ihre Gedanken und Gefühle wirkten authentisch und glaubwürdig.

Magie, Weltbau und Atmosphäre

Der ausschmückende Schreibstil hat mir persönlich sehr gut gefallen. Die Welt wirkt lebendig und gut durchdacht, man kann sich vieles bildlich vorstellen. Zwar nimmt die Einführung in diese Welt einen großen Teil des Buches ein, doch wird das nie langweilig, da immer wieder kleinere, spannende Ereignisse eingestreut sind. Das Magiesystem fand ich besonders interessant und mit viel Potenzial für die Fortsetzungen.

Figuren und Charakterdynamiken

Die Dynamik zwischen den Charakteren, insbesondere zwischen Ryha und General Scythe war ein weiterer starker Punkt des Buches, wenngleich ich hier auch kleinere Kritikpunkte habe. Zwar gibt es einige humorvolle, intensive und auch tragische Momente, doch hätte ich mir gerade in der ersten Hälfte des Buches eine stärkere Präsenz und Beschreibung der Hauptfiguren gewünscht. Ich hatte Schwierigkeiten, mir Ryha und General Scythe optisch vorzustellen, ihre äußere Beschreibung blieb mir zu vage, sodass ich erst durch Illustrationen ein klareres Bild bekam.

Während einige Nebenfiguren sehr lebendig beschrieben wurden (z. B. mit auffälligen Haarfarben oder besonderen Merkmalen), blieben andere eher blass. Auch hatte ich Mühe, mir die Namen der vielen Nebencharaktere zu merken, vermutlich auch, weil sie zwar da waren, aber nicht stark genug hervorstachen, um dauerhaft im Gedächtnis zu bleiben.

Beziehungsdynamiken von Ryha

Was die Beziehungsdynamiken von Ryha betrifft, so blieb für mich einiges auf der Strecke, egal ob die freundschaftlichen oder die romantischen. Zwar ist es spannend, alles aus Rhyas Sicht zu erleben aber gleichzeitig hätte ich mir an manchen Stellen auch die andere Perspektive gewünscht, um sein Verhalten oder seine Gefühle besser nachvollziehen zu können. Besonders in emotional aufgeladenen Momenten fehlte mir die Tiefe oder das »Warum« hinter seinen Handlungen. Die Anziehung zwischen den beiden wurde beschrieben, doch sie blieb für mich stellenweise zu abstrakt, ich konnte sie nicht immer wirklich »fühlen«.

Fazit

Trotz kleiner Schwächen hat mich The Wind Weaver begeistert. Es ist ein spannender, atmosphärisch dichter Auftakt einer Trilogie, der Lust auf mehr macht. Die Welt, das Magiesystem und die Hauptfigur Ryha haben mich überzeugt, und das spektakuläre Finale hat mir nochmal deutlich gezeigt, wie viel Potenzial in dieser Geschichte steckt. Mit etwas klareren Figurenzeichnungen und mehr Tiefe in den Beziehungsdynamiken hätte das Buch für mich beinahe makellos sein können.

Dennoch: Ganz klare 5 von 5 Sternen und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.06.2025

Eine magische Welt, die fesselt und ein Ende, das begeistert.

The Wind Weaver (The Wind Weaver 1)
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Eine magische Welt, die fesselt und ein Ende, das begeistert.
The Wind Weaver hat mich absolut überrascht, im besten Sinne. Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen und wurde mit einem ...

Eine magische Welt, die fesselt und ein Ende, das begeistert.
The Wind Weaver hat mich absolut überrascht, im besten Sinne. Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen und wurde mit einem packenden, atmosphärischen Auftakt einer Fantasy-Trilogie belohnt, der mich von Anfang an in seinen Bann gezogen hat.

Zum Hörbuch:

positiv hervorheben möchte ich die Hörbuchversion, die mir ebenfalls sehr gut gefallen hat. Die Sprecherin hat eine tolle Leistung abgeliefert und es geschafft, die verschiedensten Emotionen, von Humor über Frustration bis hin zu Erschütterung, authentisch und spürbar zu transportieren. Ein kleiner Nachteil des Mediums Hörbuch zeigt sich jedoch gerade im Fantasy-Genre: Die vielen eigens erfundenen Namen, Völker und Begriffe lassen sich beim bloßen Hören schwieriger einordnen und behalten, da man sie nicht visuell erfassen kann. Beim Lesen wäre es vermutlich leichter gewesen, diese komplexen Bezeichnungen zu verinnerlichen. Trotzdem hat das Hörbuch insgesamt einen sehr stimmigen Eindruck hinterlassen und war für mich eine gelungene Art, in diese faszinierende Welt einzutauchen.

Ein gelungener Einstieg in eine faszinierende Welt

Schon die ersten Seiten haben mich komplett abgeholt. Die Geschichte beginnt ohne große Umwege, was es mir leicht gemacht hat, sofort in die Handlung und die fremde, aber fesselnde Welt einzutauchen. Besonders schön fand ich die vielen kleinen, unerwarteten Wendungen, die für Spannung sorgten, ohne dabei konstruiert zu wirken. Die Story entfaltet sich dabei sehr angenehm, kein rasanter Höhenflug, aber auch nie langweilig. Besonders das letzte Drittel glänzt mit einem großartigen Finale, das mich begeistert und emotional mitgerissen hat.

Erzählt aus Rhyas Perspektive

Die Handlung wird durchgehend aus der Ich-Perspektive von Ryha erzählt, was ich als sehr gelungen empfand. So bekommt man einen intensiven Einblick in ihr Innenleben, etwas, das vor allem für das Verständnis des Magiesystems und der persönlichen Entwicklungen entscheidend ist. Durch diese Perspektive war mir Ryha als Figur sehr nahbar, ihre Gedanken und Gefühle wirkten authentisch und glaubwürdig.

Magie, Welt und Atmosphäre

Der ausschmückende Schreibstil hat mir persönlich sehr gut gefallen. Die Welt wirkt lebendig und gut durchdacht, man kann sich vieles bildlich vorstellen. Zwar nimmt die Einführung in diese Welt einen großen Teil des Buches ein, doch wird das nie langweilig, da immer wieder kleinere, spannende Ereignisse eingestreut sind. Das Magiesystem fand ich besonders interessant und mit viel Potenzial für die Fortsetzungen.

Figuren und Charakterdynamiken

Die Dynamik zwischen den Charakteren, insbesondere zwischen Ryha und General Scythe war ein weiterer starker Punkt des Buches, wenngleich ich hier auch kleinere Kritikpunkte habe. Zwar gibt es einige humorvolle, intensive und auch tragische Momente, doch hätte ich mir gerade in der ersten Hälfte des Buches eine stärkere Präsenz und Beschreibung der Hauptfiguren gewünscht. Ich hatte Schwierigkeiten, mir Ryha und General Scythe optisch vorzustellen, ihre äußere Beschreibung blieb mir zu vage, sodass ich erst durch Illustrationen ein klareres Bild bekam.

Während einige Nebenfiguren sehr lebendig beschrieben wurden (z. B. mit auffälligen Haarfarben oder besonderen Merkmalen), blieben andere eher blass. Auch hatte ich Mühe, mir die Namen der vielen Nebencharaktere zu merken, vermutlich auch, weil sie zwar da waren, aber nicht stark genug hervorstachen, um dauerhaft im Gedächtnis zu bleiben.

Beziehungsdynamiken von Ryha

Was die Beziehungsdynamiken von Ryha betrifft, so blieb für mich einiges auf der Strecke, egal ob die freundschaftlichen oder die romantischen. Zwar ist es spannend, alles aus Rhyas Sicht zu erleben aber gleichzeitig hätte ich mir an manchen Stellen auch die andere Perspektive gewünscht, um sein Verhalten oder seine Gefühle besser nachvollziehen zu können. Besonders in emotional aufgeladenen Momenten fehlte mir die Tiefe oder das »Warum« hinter seinen Handlungen. Die Anziehung zwischen den beiden wurde beschrieben, doch sie blieb für mich stellenweise zu abstrakt, ich konnte sie nicht immer wirklich »fühlen«.

Fazit

Trotz kleiner Schwächen hat mich The Wind Weaver begeistert. Es ist ein spannender, atmosphärisch dichter Auftakt einer Trilogie, der Lust auf mehr macht. Die Welt, das Magiesystem und die Hauptfigur Ryha haben mich überzeugt, und das spektakuläre Finale hat mir nochmal deutlich gezeigt, wie viel Potenzial in dieser Geschichte steckt. Mit etwas klareren Figurenzeichnungen und mehr Tiefe in den Beziehungsdynamiken hätte das Buch für mich beinahe makellos sein können.

Dennoch: Ganz klare 5 von 5 Sternen und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.06.2025

Ein liebevolles Journal für mehr Achtsamkeit und Wohlbefinden

Herz & Seele Journal
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Das Herz und Seele Journal ist mehr als nur ein klassisches Tagebuch, es ist eine liebevoll gestaltete Begleitung für alle, die mehr Achtsamkeit, Selbstfürsorge und persönliches Wachstum in ihren Alltag ...

Das Herz und Seele Journal ist mehr als nur ein klassisches Tagebuch, es ist eine liebevoll gestaltete Begleitung für alle, die mehr Achtsamkeit, Selbstfürsorge und persönliches Wachstum in ihren Alltag integrieren möchten.

Bereits auf den ersten Blick überzeugt das Journal durch seine ästhetische Gestaltung. Die beige Farbgebung verleiht ihm eine schlichte Eleganz, während die sanfte, leicht strukturierte Oberfläche sich besonders angenehm in den Händen anfühlt. Es ist weder zu groß noch zu klein, die perfekte Größe für den täglichen Gebrauch.

Inhaltlich bietet das Journal eine wunderbare Mischung aus Reflexion und Inspiration. Neben dem täglichen Eintrag gibt es wöchentliche und monatliche Reflexionsseiten, die helfen, eigene Fortschritte und Entwicklungen nachzuvollziehen. Darüber hinaus finden sich zahlreiche zusätzliche Impulse: Achtsamkeits-Challenges, Tipps zur Stressbewältigung, Anregungen zur Meditation und viele weitere Übungen, die dabei unterstützen, Körper und Geist in Einklang zu bringen.

Besonders beeindruckend ist die durchdachte Gestaltung des Buches. Das dicke, hochwertige Papier macht das Schreiben zu einem Vergnügen, während stimmungsvolle Bilder als Hintergründe das Gesamtbild abrunden. Immer wieder begegnen einem inspirierende Gedanken und Themen rund um Gefühle, Reflexion und persönliche Weiterentwicklung.

Insgesamt ist Herz und Seele ein rundum gelungenes Journal, das nicht nur Platz für tägliche Einträge bietet, sondern auch wertvolle Impulse für mehr Achtsamkeit und Wohlbefinden liefert. Eine klare Empfehlung für alle, die sich selbst etwas Gutes tun möchten.

  • Einzelne Kategorien
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Veröffentlicht am 07.06.2025

Eine fesselnde Geschichte voller Magie, Macht und unerwarteter Überraschungen

Faebound
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Eindruck und Einstieg

Faybound hat mich auf ganzer Linie begeistert. Selten hat mich ein Fantasybuch so sehr mitgerissen, überrascht und emotional eingebunden wie dieses. Sarah El-Arifi entwirft in Faybound ...

Eindruck und Einstieg

Faybound hat mich auf ganzer Linie begeistert. Selten hat mich ein Fantasybuch so sehr mitgerissen, überrascht und emotional eingebunden wie dieses. Sarah El-Arifi entwirft in Faybound eine vielschichtige Welt voller Magie, Geheimnisse und facettenreicher Figuren, die durch ihre Diversität und Tiefe herausstechen.

Inhalt und Handlung

Im Zentrum der Geschichte stehen zwei Schwestern, Yeeran und Lettle , deren persönliche Entwicklungen wir parallel verfolgen. Gemeinsam begeben sie sich auf eine Reise, die sie nicht nur an die Grenzen ihrer Welt, sondern auch zu einem lange ausgestorben geglaubten Volk führt.

Die Handlung entfaltet sich dabei in einem stetigen Wechsel zwischen den Perspektiven der beiden Schwestern, jedoch nicht in der Ich-Form, sondern über einen personalen Erzähler. Diese Struktur bringt Abwechslung, Tiefe und ermöglicht es, beide Hauptfiguren gleichwertig zu erleben, ohne sich auf eine zentrale Protagonistin festzulegen. Besonders angenehm fand ich, dass Faybound keine klassische Liebesgeschichte erzählt, sondern vielmehr ein komplexes Geflecht aus Freundschaft, schwesterlicher Verbundenheit, familiären Konflikten, Machtstrukturen, Politik, Krieg und Tod, all diese Themen sind perfekt miteinander verwoben und erhalten jeweils ihren Raum, ohne dass eines davon vernachlässigt wird. So entsteht ein vielschichtiges und glaubwürdiges Bild, das die Geschichte enorm bereichert und tiefgründig macht.

Welt & Magiesystem

Die von El-Arifi geschaffene Welt ist faszinierend und neuartig. Die Kombination aus Elfen, Fae und uralten Mythen ist frisch, komplex und überzeugt durch kreative Details. Auch das Magiesystem ist originell, wenn auch anfangs etwas undurchsichtig. Erst im späteren Verlauf wurde vieles klarer. ein Glossar im Buch hilft hier enorm weiter.

Diversität und Repräsentation

Ein besonders starkes Element von Faybound ist die diverse Repräsentation: queere, nichtbinäre, Schwarze Charaktere sind integraler Bestandteil der Welt, nicht als Randfiguren, sondern selbstverständlich und respektvoll eingebunden. Auch der Umgang mit Geschlechteridentitäten ist in der Welt selbst verankert und wird nicht problematisiert, sondern als Teil der kulturellen Normalität dargestellt. Das hat mich sehr beeindruckt und macht das Buch zu einem wichtigen Beitrag innerhalb des Fantasygenres.

Charaktere

Die Charaktere sind vielseitig und interessant geschrieben, insbesondere die Gegensätzlichkeit von Yeeran und Lettle hat mir sehr gefallen. Ihre unterschiedlichen Sichtweisen, Entscheidungen und Persönlichkeiten ergänzen sich gut und tragen zur Spannung der Geschichte bei. Leider fehlte es mir an einigen Stellen an ausführlicheren Beschreibungen, besonders im äußeren Erscheinungsbild. Ich hatte teilweise Mühe, mir Figuren konkret vorzustellen, was schade ist, bei so lebendigen Figuren.

Sprachstil & Verständlichkeit

Der Stil der Autorin ist insgesamt sehr gelungen, atmosphärisch und mitreißend. Jedoch gab es vereinzelt Stellen, die schwer verständlich waren. Begriffe, Verwandtschaftsverhältnisse oder magische Konzepte blieben anfangs unklar oder verwirrten mich durch widersprüchlich wirkende Angaben (z. B. bei Familienbeziehungen).

Fazit

Faybound ist ein mutiges, frisches und tiefgründiges Fantasyerlebnis, das vor allem durch seine Welt, Diversität und unvorhersehbare Handlung überzeugt. Die parallelen Erzählstränge zweier Schwesternfiguren sind ein Highlight und bieten neue erzählerische Perspektiven abseits bekannter Muster. Trotz kleinerer Schwächen in der Verständlichkeit und Figurenbeschreibung hat mich die Geschichte vollkommen gepackt, und ich kann es kaum erwarten, mehr aus dieser Welt zu lesen.

Anmerkungen

Faybound ist spannend, aber durch viele ähnlich klingende Namen und komplexe Verbindungen ist es manchmal schwer den Überblick zu behalten. Im Buch gibt es in manchen Ausgaben eine Charakterkarte, ein Page-Overlay und Special Innendesign, die das Verständnis der Figuren erleichtern. Außerdem bietet das Buch eine Art "Glossar" welches wichtige Begriffe erklärt, ein großer Pluspunkt, den das Hörbuch leider nicht hat.

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Zwischen Schmerz und Hoffnung

The Lesbiana's Guide to Catholic School
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Ein echtes Herzensbuch, dass mein Herz berührt hat, wie es nur ganz wenige Bücher schaffen.

Sonora Reyes "The Lesbiana’s Guide to Catholic School" ist ein Werk, das einen mit voller Wucht trifft, auf ...

Ein echtes Herzensbuch, dass mein Herz berührt hat, wie es nur ganz wenige Bücher schaffen.

Sonora Reyes "The Lesbiana’s Guide to Catholic School" ist ein Werk, das einen mit voller Wucht trifft, auf die schönste und schlimmste Art zugleich.
Die Geschichte begleitet Yamilet, eine mexikanisch-amerikanische Jugendliche, etwa ein Jahr lang durch eine streng katholische Schule.
Ich habe gelacht, geweint, mitgefiebert und war einfach mittendrin, in Yamilets Welt, in ihren Gedanken, ihrer Angst, ihrer Sehnsucht, ihrer Wut, ihrer Hoffnung.
Ihre Erfahrungen mit ihrer Familie, ihren Freundinnen und ihrer eigenen Identität sind intensiv, ehrlich und bewegend.

Der Schreibstil, einfach, lebendig, echt

Der Schreibstil war für mich eine der größten Stärken. Ich bin sofort reingekommen, musste mich an nichts gewöhnen, sondern konnte einfach direkt loslesen.
Die Sprache war klar, sehr zugänglich und gleichzeitig voller Gefühl. Besonders gut gefallen haben mir die wörtlichen Reden, sie haben sich nie künstlich oder gestellt angefühlt, sondern echt und direkt.
Die spanischen Wörter, die immer wieder auftauchen und kursiv hervorgehoben sind, gaben Yamilets Charakter zusätzlich Tiefe und dadurch wurde ihre kulturelle Identität lebendig.

Charaktere, die mir ans Herz gewachsen sind

Alle Figuren sind vielschichtig, mit so viel Tiefe und Echtheit geschrieben, dass sie mir lange im Kopf geblieben sind. Yamilet ist so eine starke, kluge, verletzliche und liebenswerte Figur sodass ich sie sofort in mein Herz geschlossen habe.
Besonders gefallen haben mir die familiären Interaktionen wie etwa zu ihrem Bruder César oder ihrer Mutter María. Die Dynamiken in der Familie sind emotional intensiv, ehrlich und oft schmerzhaft.
Auch die Nebencharaktere haben eigene Geschichten und tragen zum Gesamtbild bei, das Buch verliert nie an Spannung, weil ständig etwas passiert und jede Figur ein Teil des großen Ganzen ist.

Zeitliche Entwicklung – Raum für Echtheit

Was ich auch ganz besonders hervorheben möchte: Die Geschichte lässt sich Zeit. Wir begleiten Yamilet fast ein ganzes Schuljahr vom Sommer über Weihnachten, Neujahr und Ostern bis hin zum Prom.
Das gibt den Charakteren Raum, um sich zu entfalten, Beziehungen aufzubauen, Vertrauen zu entwickeln, Gefühle zuzulassen oder auch zu hinterfragen.
Diese langsame, natürliche Entwicklung hat sich unglaublich authentisch angefühlt. Nichts wirkte überhastet oder künstlich, alles hatte seine Zeit. Gerade das macht die Emotionen und die zwischenmenschlichen Verbindungen so stark und glaubwürdig.

Handlung und Themen, so vielschichtig und wichtig

Die Handlung greift viele bedeutende Themen auf: Homophobie, queere Identität, Religion, kulturelle Herkunft, psychische Gesundheit und schafft es dabei, nie überladen oder erdrückend zu wirken. Jeder Charakter trägt seine eigene Geschichte, Vergangenheit und Last mit sich. Es entstehen viele kleine Nebenstränge, die am Ende ein großes, berührendes Gesamtbild ergeben. Das Leben steht nie still und genauso ist es auch in diesem Buch. Es passiert immer etwas, aber nie zu viel. Genau richtig.

Emotionales Erleben, ein echtes Wechselbad der Gefühle

Ich kann nicht mal genau sagen, wie oft ich beim Lesen gelächelt habe, traurig oder wütend war. Es gab so viele Momente, die sich in mein Herz eingebrannt haben.
Die Liebesgeschichte ist leise, schön und stark. Manche Dialoge sind so präzise und berührend, dass ich sie zweimal lesen musste. Dieses Buch hat mich wirklich viel fühlen lassen. Es hat mir auch geholfen, neue Perspektiven zu verstehen, gerade wenn es um das Erleben queerer und BIPoC-Jugendlicher geht.

Ein Ende, das nachwirkt

Was ich an diesem Buch besonders geliebt habe: Es hetzt nicht zum Schluss.
Auch nachdem ein zentrale Handlung gelöst ist, nimmt sich die Geschichte nochmal die Zeit für die Protagonisten. Gerade die letzten Seiten waren für mich emotional mit die stärksten. Manche Sätze haben mich mitten ins Herz getroffen sodass ich weinen musste, nicht, weil es traurig war, sondern weil es so ehrlich, so berührend, so auf den Punkt war.

Fazit:

The Lesbiana’s Guide to Catholic School ist viel mehr als nur eine Geschichte, es ist ein kraftvoller Roman, der verschiedenste Perspektiven miteinander verbindet, große Themen mit Feingefühl behandelt und seinen Figuren den Raum gibt, sich echt und greifbar zu entfalten.
Für mich war es ein echtes emotionales Erlebnis.
Ich habe Yamilet durch Höhen und Tiefen begleitet, mit ihr gehofft, gelitten, geliebt.
Dieses Buch ist intensiv und aufrichtig, manchmal tieftraurig, dann wieder wunderbar leicht und zart.
Es vereint Schmerz, Liebe, Hoffnung und auch Humor auf eine so feinfühlige Art, dass es mich wirklich berührt hat. Dafür bekommt es von mir ganz klar fünf von fünf Sternen.

Ein Buch, das bleibt und ein echtes Herzensbuch.

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