This Stupid Thing Called Love
This stupid Thing called Love"This Stupid Thing Called Love", der erste Band der Cambridge Dreams-Dilogie, konnte mich leider nicht überzeugen und hinterlässt einen eher schwachen Eindruck.
Mangelnde Tiefe und Unglaubwürdigkeit
Der ...
"This Stupid Thing Called Love", der erste Band der Cambridge Dreams-Dilogie, konnte mich leider nicht überzeugen und hinterlässt einen eher schwachen Eindruck.
Mangelnde Tiefe und Unglaubwürdigkeit
Der Schreibstil von J. Gerhardt wirkte auf mich wenig tiefgründig und nicht ausgereift, was das Eintauchen in die Geschichte erschwerte. Besonders störend war das Fehlen von inneren Monologen oder tiefgehenden Gedanken der Protagonistin Clara. Dadurch konnte ich keinerlei Bezug zu ihrem Charakter aufbauen oder sie wirklich kennenlernen. Auch ihr Alter empfand ich als nicht authentisch: Mit 19 Jahren wirkte sie eher wie eine Person in ihren Dreißigern, und es fehlte ihr an der erwarteten jugendlichen Sprache und Ausstrahlung. Hier wurde viel Potenzial verschenkt.
Ein Plot mit Tücken
Die Grundidee des Rollentauschs war an sich eine großartige Prämisse und der Hauptgrund für meinen Kauf. Doch die Umsetzung haperte erheblich. Vieles wirkte nicht stimmig genug. Clara war vor dem Rollentausch kaum über Stellas Freundeskreis informiert und spielte ihre Rolle erstaunlich unglaubwürdig. Es grenzte an ein Wunder, dass sie nicht aufflog, so ungeschickt, wie sie sich anstellte. Man fragt sich, worauf Stella sie in den zwei Tagen Vorbereitung überhaupt vorbereitet hat, außer auf das Tragen von Kontaktlinsen. Ein weiterer Kritikpunkt war Clara selbst: Sie war naiv und voreingenommen gegenüber den "reichen Kids".
Lichtblick und Paradoxon
Der einzige Lichtblick für mich war Alex, der es mir wirklich angetan hat. Dass Clara ihm hoffnungslos verfallen ist, konnte ich absolut nachvollziehen.
Die Erwähnung von Claras früheren Beziehungen empfand ich als paradox: Einerseits wird betont, dass sie vor Alex nie verliebt oder an anderen Typen interessiert war, andererseits hatte sie bereits intime Beziehungen. Das wirkte zu erzwungen und passte nicht zu ihrer sonst so tollpatschigen Persönlichkeit, bei der eine Jungfräulichkeit authentischer gewirkt hätte.
Fazit und offene Fragen
Fazit: Der Roman leidet unter einem schwachen Schreibstil, einem unausgewogenen Plot und einer fehlenden Charaktertiefe. Das Ende offenbart einen Cliffhanger: Alex wusste von Claras wahrer Identität. Hat er das Rollenspiel die ganze Zeit mitgespielt? Und was ist mit seinem Geständnis, seit fünf Jahren in Stella verliebt zu sein? Ich hoffe, letzteres ist eine Lüge. "This Stupid Thing Called Love" reiht sich für mich in die Romane ein, bei denen ich Band 2 nur des Cliffhangers wegen lesen würde.