Extremes Ungleichgewicht zwischen Relevantem und Unrelevantem, dazu ein unsympathischer Protagonist und fehlende Tiefe.
Der DunkelläuferEric Solberg ist Radiomoderator, geschieden und lebt sehr gut an der dänischen Grenze an der Küste. Während einer Sendung erhält er einen seltsamen Anruf von einem Unbekannten. Zeitgleich geht in dem idyllischen ...
Eric Solberg ist Radiomoderator, geschieden und lebt sehr gut an der dänischen Grenze an der Küste. Während einer Sendung erhält er einen seltsamen Anruf von einem Unbekannten. Zeitgleich geht in dem idyllischen Küstenort wohl mehr als ein Mörder um. Einer wird "Der Schlitzer" genannt, wohl ein anderer nimmt ebenfalls Kontakt zu Solberg auf. Handelt es sich um die gleiche Person wie in der Sendung?
Diese Lektüre einen Psychothriller zu nennen empfinde ich als absolute Frechheit und als Beleidigung "echten" Psychothrillern gegenüber!
Der Schreibstil ist eine zähe Qual, Nebensächlichkeiten werden ausufernd beschrieben, Essentielles komplett ausgespart. Man wartet somit vergeblich auf Spannung. Auch seltsam finde ich Passagen, in denen Solbergs Ex-Frau zusammengesunken neben ihm sitzt und es wird nichts dazu gesagt. Ebenso wie Katharina sagt sie sei schwanger, woraufhin nur folgt, ob sie sicher sei. Da fehlt überall Tiefe, gehort aber auch nicht zu einem Psychothriller. Der Fokus ist ausschließlich auf Solberg gerichtet, somit nie auf den Opfern oder gar dem Täter.
Kann das Buch nicht empfehlen.