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Veröffentlicht am 26.06.2025

Ein Wohlfühlroman mit Sommerfeeling

Über den Wolken wohnen die Träume
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„Alles fühlt sich leichter an, nachdem man im Wasser war.“

Habt ihr schon einmal Urlaub in Kalifornien gemacht?

Die 17-jährige Morlen jedenfalls hat beschlossen ihr Abitur zu schmeißen und für eine Zeit ...

„Alles fühlt sich leichter an, nachdem man im Wasser war.“

Habt ihr schon einmal Urlaub in Kalifornien gemacht?

Die 17-jährige Morlen jedenfalls hat beschlossen ihr Abitur zu schmeißen und für eine Zeit zu reisen und zu arbeiten. Ihr Zuhause auf Norderney erscheint ihr mit einem Mal erdrückend, seit dem Tod ihres Opas. Daher beginnt sie ihre Erfahrung bei Heather, einer alten Freundin ihrer Mutter in in dem Küstenort südlich von Los Angeles. Heather selbst benötigt dringend Unterstützung im Haushalt und ihr Au-Pair hat abgesagt, weshalb ihr der Besuch von Morlen gerade recht erscheint.
Doch im sonnigen Kalifornien ist nicht alles so rosig, wie es erscheint und die Stimmung zwischen Heather und ihrem Mann Gary ist seit längerem nicht mehr gut.
Während Morlen versucht ihre Gefühle für den Surferboy Charlie und ihrem Gastbruder Tom zu deuten, träumt Heather also selbst nochmal davon ein kleines Abenteuer zu erleben.

Ihr seht, es ist nicht alles so rosig und locker leicht, wie es auf dem ersten Blick den Anschein erweckt.
Meike Werkmeister hat einen schönen Schreibstil, der den Leser sofort in die richtige sommerliche Stimmung versetzt. Ihre Art zu schreiben, macht es einem leicht ins Buch zu finden und die Charaktere sind einfach alle liebenswert.
Sei es nun die übervorsorgliche Heather, die nach außen hin immer fröhlich erscheint und viel in sich hineinfrisst oder auch der grummelig wirkende Gastbruder Tom. Nicht einer der Protagonisten in diesem Buch erscheint wirklich unsympathisch.
Die Story wird dabei abwechselnd aus Sicht von Morlen und Heather erzählt.
Und schnell wird deutlich, dass beide so ihre Päckchen und inneren Dämonen auszufechten haben.
Natürlich muss ich gleich vorweg sagen, handelt es sich hier um ein absolutes Wohlfühlbuch. Und dennoch werden einige ernste Themen angesprochen, wie Überforderung, Depressionen und das Gefühl nicht zu genügen und den Ansprüchen nicht gerecht zu werden.
Die Autorin schafft es wieder perfekt diese ernsten Themen in eine Wohlfühlatmosphäre zu packen und hat einen tollen Plot geschaffen.
Die Gefühle der beiden Protagonistinnen wurden für mich dabei sehr gut transportiert, so dass ich die innere Zerrissenheit von Morlen und Heather auch sehr gut nachempfinden konnte.
Auch konnte ich die sich langsam aufbauende Spannung zwischen Morlen und Tom gut nachvollziehen.
Während Heather eher ein Abenteuer zum Ausbrechen suchte

Und aufmerksamen Lesern und Fans von Meike Werkmeister wird nicht entgangen sein, dass Morlen und ihre Mutter Maria bereits im ersten Buch einen Gastauftritt hatten

Alles in allem ein absolutes Wohlfühlbuch mit einer sonnigen Urlaubsatmosphäre. Ich vergebe volle 5 Surfbretter für diesen gelungenen Roman.

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Ein spannender Thriller mit einem guten Twist

Wenn sie wüsste
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„Es gab diese Filme über unheimliche Kinder, die in Maisfeldern wohnen, Gedanken lesen können, den Teufel anbeten, usw. Dieses Mädchen würde mit Leichtigkeit eine Rolle darin bekommen. Sie müsste nicht ...

„Es gab diese Filme über unheimliche Kinder, die in Maisfeldern wohnen, Gedanken lesen können, den Teufel anbeten, usw. Dieses Mädchen würde mit Leichtigkeit eine Rolle darin bekommen. Sie müsste nicht mal dafür vorsprechen.“

Millie, eine der Hauptprotagonistinnen in diesem Buch, sucht dringend einen Job und hat ein Bewerbungsgespräch als Hausmädchen bei einer gut situierten Familie.
Die Familie bestehend aus der Ehefrau Nina, ihrem Ehemann Andrew und der Tochter Cecelia wohnen in Long Island und Millie scheint zunächst den Jackpot mit dem Job gezogen zu haben. Denn für sie ist es tatsächlich ein Neuanfang, weil scheinbar niemand ihre Vergangenheit kennt.
Doch schon kurz darauf macht Nina ihr das Leben zu Hölle und es scheint, als hätte diese zwei Gesichter.
Doch das ist noch längst nicht alles…

Der Thriller beginnt mit einem kurzen Einstieg in der Gegenwart. Wir begleiten einen unbekannten Protagonisten im besagten Haus der Familie Winchester und dem Fund einer Leiche. Die Polizei ist quasi gerade vor Ort.
Und dann beginnt die Story 3 Monate zuvor aus Sicht der Protagonistin Millie. Erzählt wird hierbei aus der Ich- Perspektive in einem flotten Schreibstil.
Millie, die eine unschöne Vergangenheit aufweist und dringend auf einen Job angewiesen ist, war mir direkt sympathisch. Ich mochte diese leicht sarkastische Art, mit der sie begonnen hat die Story aus ihrer Sicht zu erzählen

Die Autorin hat insgesamt einen schönen Schreibstil, der sich gut lesen lässt. Durch kurze Kapitel und die Erzählung, zunächst aus Millies Perspektive, baut sich ein schöner Spannungsbogen auf, der auch eine gute Zeit sehr hoch gehalten wird.
Lange Zeit wusste ich auch wirklich nicht, was mit dieser Familie nicht stimmt und konnte die Verwirrung des Hausmädchens gut nachvollziehen.
Irgendwann hatte ich dann jedoch so eine Vorahnung, die sich mit dem Twist dann auch bestätigte.
Dennoch war die Spannung für mich weiterhin hoch.
Das Ende war dann für mich tatsächlich nochmal ein Highlight. Wobei ich sagen muss, dass das natürlich auch Geschmackssache ist

Mich hat das Buch auf jeden Fall sehr gut unterhalten und es war direkt zum Start im Jahr 2025 bereits ein Highlight im Bereich Thriller.
Daher vergebe ich 5 Eimer für diesen gelungenen Thriller

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Ein perfekter Reihenabschluss der Cherry Hill Farm

A Place to Shine
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„Ich glaube, ich habe die letzten Monate gebraucht, um zu begreifen, dass ich die Vergangenheit loslassen muss, wenn ich mich vorwärts bewegen will.“

Liebt ihr die Bücher von Lilly Lucas genauso sehr ...

„Ich glaube, ich habe die letzten Monate gebraucht, um zu begreifen, dass ich die Vergangenheit loslassen muss, wenn ich mich vorwärts bewegen will.“

Liebt ihr die Bücher von Lilly Lucas genauso sehr wie ich?

Im letzten Teil der Reihe rund um die Cherry Hill Farm begleiten wir Poppy, die jüngste der Schwestern.
Und natürlich wird in diesem Teil das Geheimnis um den Musiker Trace gelüftet.
Durch einen Zufall trifft Poppy Trace wieder, der gerade einen Unfall hatte. Poppy hilft ihm und begleitet ihn ins Krankenhaus.
Durch diverse Missverständnisse denken nun jedoch die Medien, dass die beiden eine Affäre hätten. Um seinen guten Ruf in der Country Szene nicht zu ruinieren, inszenieren die beiden eine Fake- Beziehung.
Ihr könnt euch vorstellen, dass dies natürlich nicht so leicht ist und nicht folgenlos bleibt

Das Setting rund um die Cherry Hill Farm ist, wie immer, einfach schön und es fühlte sich irgendwie an wie nach Hause kommen
Über die ganzen Bände wurde um die Story von Trace und Poppy ein Geheimnis gemacht und endlich wird dieses gelüftet.
Durch einen Rückblick erfährt man natürlich, wie es dazu kam, dass Trace ein Lied von Poppy geschrieben hat und auch, wieso sie sauer und enttäuscht ist seitdem.

Die beiden Protagonisten haben mir sehr gefallen und wirkten authentisch auf mich.
Auch die Entwicklung der Gefühle der beiden konnte ich gut nachvollziehen.
Ich habe mitgelitten, mitgefiebert und mich mitgefreut.
Vor allem die Entwicklung von Poppy und die Hintergründe wurden durch Lilly Lucas gut dargestellt.
Denn Poppy muss sich nicht nur ihrer Gefühle klar werden, sondern gleichzeitig auch eine Position in der Familie und auf der Farm finden.
Sie versucht alles, um nicht nur als die jüngste, sondern auch als Erwachsene angesehen zu werden.

Für mich ein perfekter Reihenabschluss, deshalb vergebe ich volle 5 Noten für diese cozy Liebesgeschichte.

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Veröffentlicht am 28.01.2025

Ein überraschend spannender YA-Krimi mit tollen True-Crime Elementen

Hotel Ambrosia - Du. Entkommst. Nicht.
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„Das Ambrosia verdaut seine Opfer und spuckt ihre Reste zu den Knochen der Jungen, auf denen es erbaut wurde.“


Kennt ihr so richtige Horror Hotels?

Robyn, die Protagonistin dieses YA- Krimis, wohnt ...

„Das Ambrosia verdaut seine Opfer und spuckt ihre Reste zu den Knochen der Jungen, auf denen es erbaut wurde.“


Kennt ihr so richtige Horror Hotels?

Robyn, die Protagonistin dieses YA- Krimis, wohnt jedenfalls gegenüber eines solchen Hotels- dem Ambrosia.
Robyn leidet unter einer körperlichen Beeinträchtigung und kann daher die Wohnung nur schwer verlassen.
Sie ist fasziniert von True-Crime Podcasts und dem düsteren Hotel gegenüber und beobachtet dort täglich deren Langzeitgäste.
Sie träumt selbst davon eines Tages mal einen Cold Case zu knacken, bis sie Zeugin einer Entführung wird.
Doch wie soll Robyn helfen und gar ermitteln, wenn sie die Wohnung doch nicht verlassen kann?
Zufällig lernt sie den Straßenjungen A.J.kennen, der für sie im Verlauf im Hotel ermittelt. Beide ahnen nicht, was noch alles auf sie zukommen wird…

Vorab will ich gleich sagen, dass der Krimi aus dem Young Adult Bereich mich von Anfang an gefesselt hat und ich nicht gedacht hätte, dass der Spannungsbogen so hoch sein wird.
Katie Kento hat einen flüssigen Schreibstil, der den Leser sofort im Plot ankommen lässt.

Zunächst nimmt sich die Autorin Zeit Robyns körperliche Beeinträchtigungen und Hintergrund zu beschreiben.
So konnte ich mir gut vorstellen, wie die 17-jährige täglich an ihrem Fenster sitzt und das
Hotel mit ihrem Opernglas beobachtet, bis sie eines Tages glaubt ein Verbrechen beobachtet zu haben.
Und wer jetzt dabei Hitchcock Vibes a la „das Fenster zum Hof“ verspürt, der liegt genau richtig.
Es gibt genügend Anspielungen in diesem Krimi zu diesem Filme Klassiker und die Protagonistin selbst betitelt diesen als ihren Lieblingsfilm

Sehr gut gefallen haben mir auch die True-Crime Elemente in Form von Gedächtnisprotokollen, Chatverläufen und E-Mails. Diese wurden durch Katie Kento so gut eingebaut, dass sie sich wie selbstverständlich in den Plot eingefügt haben und sich so rundum ein guter Spannungsbogen aufbauen konnte.

Ich muss gestehen, dass meine Erwartungen bei einem YA- Krimi nicht allzu hoch gewesen sind, doch hinsichtlich der Spannung wurde ich eines besseren belehrt
Zuletzt mochte ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen.
Belohnt wird man dazu noch mit guten Plottwists, die ich zwar irgendwann im Laufe der Story erahnen konnte, die aber dem Spannungsbogen dennoch keinen Abbruch getan haben.

Von mir eine hoch spannende Empfehlung, nicht nur für Fans von True-Crime.
Ich vergebe volle 5 Rollstühle für die Story

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Veröffentlicht am 22.01.2025

Eine wunderschöne Liebesgeschichte über Sehnsucht und offene Enden

Neun Tage Wunder
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„Denn alles Perfekte brauchte schließlich einen Hauch Unperfektheit.“

Habt ihr Geheimnisse vor eurem Partner?

Annie hat in ihrem Nachmieter Lukas scheinbar die große Liebe gefunden. Da ist sie sich sicher. ...

„Denn alles Perfekte brauchte schließlich einen Hauch Unperfektheit.“

Habt ihr Geheimnisse vor eurem Partner?

Annie hat in ihrem Nachmieter Lukas scheinbar die große Liebe gefunden. Da ist sie sich sicher. Die beiden verbringen neun magische Tage zusammen, bis Annie erfährt, dass ihre Liebe keine Zukunft hat und Lukas verlässt.
Zehn Jahre später hat Annie in dem Schriftsteller Ben eine neue Liebe gefunden und beide leben glücklich zusammen mit seiner Tochter in Glücksstadt. Bis Lukas sich auf einmal wieder in Annies Leben drängt und somit auch ein Teil von ihr ans Licht kommt, den sie Ben bisher verheimlicht hat.

Die Story wird abwechselnd aus Sicht der beiden Hauptprotagonisten Annie und Ben erzählt.
Beide Charaktere werden durch die Autorin sehr authentisch dargestellt und sind charakteristisch gut gezeichnet. Unterstrichen wird dies noch durch die perfekte Wahl der beiden Hörbuchsprecher Marian Funk und Martha Kindermann.
Man hat Annies Glück in Glücksstadt regelrecht nachempfinden können und auch Bens Schreibblockade wurde sehr realistisch dargestellt.
Kristina Moninger hat jedoch nicht nur die beiden Protagonisten Ben und Annie perfekt getroffen, sondern auch die anderen Charaktere, wie das befreundete Pärchen Leyla und Markus aber auch den Hund Fieps.
Ich hatte keine Mühe, mir alle Charaktere und die Situation vor Ort in Glücksstadt vor Augen zu rufen und mich hineinzuversetzen.

Durch vereinzelte Rückblicke erfährt der Leser allmählich, was in den neun magischen Tagen vor zehn Jahren passiert ist und wie Lukas und Annie sich kennengelernt haben.
Dabei wird über den gesamten Plot ein guter Spannungsbogen aufgebaut, weil definitiv nicht zuviel verraten wird

Ganz besonders hervorheben muss ich einfach nochmal den Schreibstil der Autorin. Kristina Moninger schafft es einfach immer wieder Stimmungen perfekt abzubilden durch bestimmte Redewendungen oder Vergleiche, die mir persönlich einfach sehr gut gefallen.
Dies macht es auch leichter, sich in der Story fallen lassen zu können.

Alles in allem war dieses Buch für mich definitiv eines der Highlights in diesem Jahr und ich kann es mit gutem Gewissen weiterempfehlen und vergebe volle 5 Platanen.

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