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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.07.2025

Spannender Auftakt

Der Trailer
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Camping ist leider so überhaupt nicht meins. Auf "Der Trailer" von Linus Geschke und Camp Donkerbloem habe ich mich aber dennoch gefreut. Denn mit "Wenn sie lügt" habe ich letztes Jahr meinen ersten Thriller ...

Camping ist leider so überhaupt nicht meins. Auf "Der Trailer" von Linus Geschke und Camp Donkerbloem habe ich mich aber dennoch gefreut. Denn mit "Wenn sie lügt" habe ich letztes Jahr meinen ersten Thriller von Geschke gelesen und war total begeistert davon.

Geschkes Schreibstil ist flüssig, einnehmend und atmosphärisch, weshalb ich ab der ersten Seite mitten im Geschehen war. Vor allem die Rückblenden zu Lisas Verschwinden haben dafür gesorgt, dass mir ein Schauer nach dem anderen den Rücken heruntergelaufen ist, und Camp Donkerbloem wird so bildhaft beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, selbst dort zu sein.

Sehr gefallen haben mir auch die toll ausgearbeiteten Charaktere, die alle recht sonderbar und auf den ersten Blick wenig sympathisch sind. Dennoch sind mir Frieda, Wout, Kathinka und Tayfun schnell ans Herz gewachsen und ich habe mit ihnen mitgefiebert.

Allerdings sind es auch die vielen verschiedenen Perspektiven, aus denen die Story erzählt wird, und die diversen Settings, die mich in der ersten Hälfte etwas gestört haben. Durch die vielen Perspektiv- und Szenenwechsel blieb die Spannung für mich etwas auf der Strecke, wodurch ich die Story an manchen Stellen als etwas langatmig empfunden habe. In der zweiten Hälfte wurde dies aber viel besser, und das Ende mit seinen Plot Twists habe ich so nicht kommen sehen. 😱

Mit "Der Trailer" liefert Linus Geschke einen spannenden Auftakt der Donkerbloem-Trilogie, der Lust auf mehr macht. Ich bin gespannt, wie es in Band 2 weitergeht – vor allem auch nach dem Hinweis im Nachwort, dass man sich nicht zu sehr an die Protagonisten gewöhnen sollte. 😱

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Veröffentlicht am 28.06.2025

Unterhaltsam, aber auch etwas anstrengend

Girl Abroad
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Mein erstes Buch von Elle Kennedy. Nachdem ich so viel Gutes über die Autorin und vor allem ihre Off Campus-Reihe gehört habe, habe ich mit "Girl Abroad" nun ihr aktuellstes Buch gelesen. Und was soll ...

Mein erstes Buch von Elle Kennedy. Nachdem ich so viel Gutes über die Autorin und vor allem ihre Off Campus-Reihe gehört habe, habe ich mit "Girl Abroad" nun ihr aktuellstes Buch gelesen. Und was soll ich sagen? Ich habe ambivalente Gefühle...

Dabei war die erste Hälfte perfekt. Schon die erste Szene in London, als Abbey feststellt, dass ihre drei Mitbewohner Männer und keine Frauen sind, fand ich so göttlich. Generell musste ich beim Lesen immer wieder schmunzeln oder sogar laut loslachen, da die Story so unterhaltsam und humorvoll geschrieben ist.

Und dann ist da noch die Dynamik zwischen Abbey und ihren Mitbewohnern, die einfach so toll ist. Abbey, Lee, Jamie und Jack sind so unterschiedlich, aber alle vier auf ihre eigene Art und Weise so sympathisch. Vor allem Lee mochte ich sehr, da er Abbey mit offenen Armen empfängt und zu ihrer engsten Kontaktperson in London wird. Ich hätte ein ganzes Buch nur über das WG-Leben der vier lesen können.

Doch nach der Hälfte ging es dann für mich leider bergab. Plötzlich stand fast ausschließlich das Liebesdreieck zwischen Abbey und ihren beiden Love Interests Jack und Nate im Vordergrund. Ich bin generell kein Fan von Love Triangles, aber hier hat mir jegliche Tiefe gefehlt und das Interesse der drei schien rein körperlich zu sein, was mir leider überhaupt nicht gefallen hat. Zudem wurden Abbey und auch Lee so anstregend und haben sich teilweise so kindisch und egoistisch benommen, dass ich irgendwann nur noch genervt war.

Glücklicherweise gab es aber auch noch Abbeys Recherchen für ihr Uniprojekt, die sich durch die gesamte Story gezogen haben und die wirklich interessant und spannend waren. Ich wollte unbedingt wissen, wer die Frau auf dem Gemälde ist und wie alles zusammenhängt.

Insgesamt ist "Girl Abroad" ein unterhaltsamer Roman, bei dem weniger mehr gewesen wäre. Die Story hat so toll angefangen, aber das Love Triangle hat für mich leider vieles kaputtgemacht. Sehr schade.

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Veröffentlicht am 26.06.2025

Süße Smalltown Romance

The One I Left Behind
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In "The One I Left Behind" von Piper Rayne begleiten wir den Ex-NFL-Spieler Ben Noughton dabei, wie er nach 14 Jahren wieder zum ersten Mal in seine Heimatstadt in Nebraska zurückkehrt. Dort trifft er ...

In "The One I Left Behind" von Piper Rayne begleiten wir den Ex-NFL-Spieler Ben Noughton dabei, wie er nach 14 Jahren wieder zum ersten Mal in seine Heimatstadt in Nebraska zurückkehrt. Dort trifft er auf seine große Jugendliebe Gillian, die er damals für seine Karriere zurücklassen musste. Wenn das mal nicht nach einer spannenden und emotionsgeladenen Story klingt... 🤭

Willowbrook ist dabei eine super süße und beschauliche Kleinstadt, die sehr bildhaft beschrieben wird. Allein schon die Parade anlässlich Bens Rückkehr direkt zu Beginn der Story war so typisch für eine amerikanische Kleindstadt und hat mich sehr an Stars Hollow und die "Gilmore Girls" erinnert, dass ich beim Lesen schmunzeln musste und das Buch am liebsten gar nicht weglegen wollte. Dazu beigetragen haben auch der flüssige Schreibstil und die sympathischen (Neben-)Charaktere wie Gillians Sohn Clayton, den ich schnell in mein Herz geschlossen habe.

Erzählt wird die Story abwechselnd aus der Perspektive von Ben und Gillian, was mir gut gefallen hat. Denn dadurch lernt man die beiden Protagonisten besser kennen und erhält Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Vor allem Gillians Sicht fand ich dabei spannend, da sie vor 14 Jahren von Ben sitzen gelassen wurde und immer noch daran zu knabbern hat.

Die Gefühle von beiden sind auf jeden Fall noch da, das spürt man direkt. Mir hat die Anziehung zwischen ihnen gefallen, allerdings ging mir alles dann doch etwas zu schnell. Ben und Gillian sprechen kaum über ihre Vergangenheit und ihre Gefühle, stattdessen passiert vieles zwischen den Kapiteln. Das fand ich etwas schade, da die Beziehung zwischen den beiden dadurch recht oberflächlich und unemotional geblieben ist.

Dennoch ist "The One I Left Behind" eine schöne und kurzweilige Smalltown Romance, die Lust auf mehr macht. Ich bin schon gespannt auf Band 2 und die Geschichte von Bens Bruder Jude und dessen bester Freundin Sadie. 😍

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Schönes Buch für zwischendurch

Passion Project
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Bennet steckt in einer Sackgasse: Sie ist nach New York gezogen, um über den Verlust ihrer großen Liebe hinwegzukommen – doch seitdem vegetiert sie nur so vor sich hin. Sie meidet den Kontakt zu Familie ...

Bennet steckt in einer Sackgasse: Sie ist nach New York gezogen, um über den Verlust ihrer großen Liebe hinwegzukommen – doch seitdem vegetiert sie nur so vor sich hin. Sie meidet den Kontakt zu Familie und Freunden, hat ihre Träume aufgegeben und hält sich stattdessen mit Nebenjobs über Wasser. Bis sie auf Henry trifft und er das Passion Project ins Leben ruft.

Mir hat die Ausgangssituation von London Sperrys Roman "Passion Project" echt gut gefallen. Henrys Idee, jede Woche etwas Neues auszuprobieren, bis Bennet eine neue Leidenschaft für sich entdeckt, ist mir bisher so noch nicht begegnet und ich war gespannt, was die beiden so unternehmen.

Ich war ab der ersten Seite mitten im Geschehen und ich habe so mit Bennet mitgefühlt. Das Gefühl, daten zu müssen, die immer noch sehr präsente Trauer um ihre große Liebe Sam und generell ihre Orientierungslosigkeit im Leben machen sie anfangs zu so einer greifbaren und auch sympathischen Protagonistin.

Und Henry ist einfach so eine Green Flag und bemüht sich so sehr um eine Freundschaft mit Bennet, dass man ihn gern haben muss. Etwas schade fand ich, dass die komplette Story nur aus Bennets Sicht erzählt wird. Ich hätte mir Einblicke in Henrys Gedanken gewünscht, um ihn besser zu verstehen – insbesondere in Bezug auf seine Motivation, unbedingt Zeit mit Bennet verbringen zu wollen.

Denn Bennet macht es ihm von Anfang an alles andere als leicht. Und auch wenn ich es nachvollziehbar fand, dass sie Henry anfangs auf Abstand hält, war es schön zu sehen, wie sie sich im Laufe der Story und des gemeinsamen Passion Projects weiterentwickelt und öffnet. Umso wütender war ich, als sie Henry gegen Ende des Buchs wiederholt einfach so schlecht behandelt. Das hat er einfach nicht verdient, und auch ihre Trauer rechtfertigt meiner Meinung nach so ein Verhalten nicht. 🥲

Insgesamt ist "Passion Project" aber ein schönes Buch für zwischendurch, das toll geschrieben ist und wichtige Themen anspricht. Und ich fand die Idee des Passion Projects einfach total süß und erfrischend. 🙂

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Schönes Buch für zwischendurch

Passion Project
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Bennet steckt in einer Sackgasse: Sie ist nach New York gezogen, um über den Verlust ihrer großen Liebe hinwegzukommen – doch seitdem vegetiert sie nur so vor sich hin. Sie meidet den Kontakt zu Familie ...

Bennet steckt in einer Sackgasse: Sie ist nach New York gezogen, um über den Verlust ihrer großen Liebe hinwegzukommen – doch seitdem vegetiert sie nur so vor sich hin. Sie meidet den Kontakt zu Familie und Freunden, hat ihre Träume aufgegeben und hält sich stattdessen mit Nebenjobs über Wasser. Bis sie auf Henry trifft und er das Passion Project ins Leben ruft.

Mir hat die Ausgangssituation von London Sperrys Roman "Passion Project" echt gut gefallen. Henrys Idee, jede Woche etwas Neues auszuprobieren, bis Bennet eine neue Leidenschaft für sich entdeckt, ist mir bisher so noch nicht begegnet und ich war gespannt, was die beiden so unternehmen.

Ich war ab der ersten Seite mitten im Geschehen und ich habe so mit Bennet mitgefühlt. Das Gefühl, daten zu müssen, die immer noch sehr präsente Trauer um ihre große Liebe Sam und generell ihre Orientierungslosigkeit im Leben machen sie anfangs zu so einer greifbaren und auch sympathischen Protagonistin.

Und Henry ist einfach so eine Green Flag und bemüht sich so sehr um eine Freundschaft mit Bennet, dass man ihn gern haben muss. Etwas schade fand ich, dass die komplette Story nur aus Bennets Sicht erzählt wird. Ich hätte mir Einblicke in Henrys Gedanken gewünscht, um ihn besser zu verstehen – insbesondere in Bezug auf seine Motivation, unbedingt Zeit mit Bennet verbringen zu wollen.

Denn Bennet macht es ihm von Anfang an alles andere als leicht. Und auch wenn ich es nachvollziehbar fand, dass sie Henry anfangs auf Abstand hält, war es schön zu sehen, wie sie sich im Laufe der Story und des gemeinsamen Passion Projects weiterentwickelt und öffnet. Umso wütender war ich, als sie Henry gegen Ende des Buchs wiederholt einfach so schlecht behandelt. Das hat er einfach nicht verdient, und auch ihre Trauer rechtfertigt meiner Meinung nach so ein Verhalten nicht. 🥲

Insgesamt ist "Passion Project" aber ein schönes Buch für zwischendurch, das toll geschrieben ist und wichtige Themen anspricht. Und ich fand die Idee des Passion Projects einfach total süß und erfrischend. 🙂

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