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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.07.2025

Überraschend gute RomCom mit toller Botschaft

Red Flags
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Inhalt:
Poppy hat eine genau Vorstellung, was sie sich von ihrem Partner wünscht - und was nicht. Sobald sie eine Red Flag erahnt, bricht sie den Kontakt ab. Bis ihre Freundinnen eine Wette mit ihr abschließen: ...

Inhalt:
Poppy hat eine genau Vorstellung, was sie sich von ihrem Partner wünscht - und was nicht. Sobald sie eine Red Flag erahnt, bricht sie den Kontakt ab. Bis ihre Freundinnen eine Wette mit ihr abschließen: zwei Monate lang dieselbe Person daten, ungeachtet aller Red Flags.
Cam schafft es nicht eine Beziehung länger als wenige Wochen aufrecht zu erhalten. Sobald es ernst werden könnte, beendet er die Beziehung. Bis seine beste Freundin ihm das Versprechen abnimmt: in der nächsten Beziehung muss seine Partnerin Schluss machen, nicht er.
Poppy und Cam sind sich direkt beim ersten Date schon sicher, dass sie auf gar keinen Fall zueinander passen. Doch keiner will die eigene Wette verlieren. Und vielleicht ist da ja doch so etwas wie Anziehung zwischen ihnen?

Meinung:
Dieses Buch hat mich positiv überrascht. Es ist scharfsinnig, witzig und hat unglaublich sympathische Charaktere, die einem ans Herz wachsen. Zu Beginn von Red Flags war ich noch sehr skeptisch, vor allem Poppy fand ich etwas schwierig zu mögen. Doch je weiter die Geschichte voranschritt, desto mehr sind mit Poppy, Cam und die Freunde der beiden (bis auf Ciaran) ans Herz gewachsen. Sophie Jo hat ein wirklich tolles, humorvolles Buch geschrieben mit unglaublich viel Charme, Witz und authentischen Charakteren.

Anders als beworben ist dieses Buch jedoch keine Enemies-to-Lovers-RomCom, denn nach meiner Meinung sind Cam und Poppy zu keiner Zeit Enemies. Hier würde ich eher den Trope Stranges-to-Lovers annehmen, ebenso wie He falls first. Das Buchcover passt sehr gut zum Inhalt und ist toll gestaltet. Insbesondere die Einarbeitung des Titels als Red Flag finde ich sehr gelungen.

Da die Protagonisten alle noch sehr jung sind, ist dieses Buch vor allem für eine Leserschaft ab ca. 14-20 Jahren geeignet. Und wer Filme wie Wie werde ich ihn los in 10 Tagen oder 10 Dinge, die ich an dir hasse liebt, dem sei dieses Buch ebenfalls empfohlen.

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Künstlerischer NA-Roman mit Tiefgang und großen Emotionen

Allow a Sunflower to Bloom
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Inhalt:
Emmee und ihre Schwester Madita ziehen im Sommer eine Fünfer-WG in Wien. Ihre Mitbewohner sind Frieda sowie die beiden Brüder Xavier und Casimir. Ihren ursprünglichen Plan nach Frankreich zu gehen, ...

Inhalt:
Emmee und ihre Schwester Madita ziehen im Sommer eine Fünfer-WG in Wien. Ihre Mitbewohner sind Frieda sowie die beiden Brüder Xavier und Casimir. Ihren ursprünglichen Plan nach Frankreich zu gehen, dort Kunst zu studieren und nach ihren eigenen Wurzeln als Pflegekind zu suchen, musste Emmee ziehen lassen. Doch in diesem Sommer überschlagen sich die Ereignisse: Emmee erhält immer wieder künstlerische, anonyme Nachrichten, ihr leiblicher Vater möchte sie kennenlernen und dann bittet Casimir sie bei einem Treffen mit seinen Eltern als seine feste Freundin aufzutreten.

Meinung:
Allow a Sunflower to Bloom ist ein unglaublicher tiefgründiger, berührender NA-Roman von Mara Schnellbach. Die Geschichte von Emmee und Casimir sowie die Entwicklungen der anderen drei WG-Mitbewohner hat mich unglaublich berührt. Das Buch handelt von der Suche nach sich selbst, dem Finden der eigenen Stimme, dem Erwachsen werden und über sich hinauswachsen.
Mara Schnellbach schildert eindrucksvoll die Schwierigkeiten als Pflegekind aufzuwachsen, mit all den wunderschönen sowie herzzerreißenden Momenten, den behördlichen Hindernissen und der Ungewissheit, die ein solches Schicksal mit sich bringen kann. Dabei nimmt sie uns gleichzeitig mit auf eine Reise durch Wien und in die verschiedenen Aspekte der Kunst.

Jedes Kapitel beginnt mit einem anderen Kunstwerk, welches das Kapitel auf seine eigene Weise einleitet, begleitet oder auch zusammenfasst. Mit ihrem kunstvollen, detaillierten und außergewöhnlichen Schreibstil schafft es Mara Schnellbach weiterhin die Lesenden auf ihre ganz eigene Art der Kunst näher zu bringen, auch jemandem, der oder die kein großes Wissens zu Kunst vorzuweisen hat. Mit ungewöhnlichen Worten wie „Tränentürme“ oder „Untergangssituation“ wurden dennoch die Emotionen sehr gut dargestellt. Ich musste mich jedoch im ersten Teil des Buches erst an den etwas künstlerischen, blumigen Schreibstil gewöhnen.

Insgesamt hat mir das Buch Allow a Sunflower to Bloom gut gefallen. Die Schicksale und Entwicklungen der einzelnen Charaktere waren sehr gut beschrieben und so geschildert, dass ich die einzelnen Gefühlsregungen gut nachempfinden konnte. Stellenweise erschienen mir manche Handlungen nicht ganz passend zum Alter der einzelnen Charaktere und dadurch weniger gut nachvollziehbar. Alles in allem ist es ein toller Roman mit viel Tiefgang und einem Thema, dass schwer wiegt und beschäftigt.

Diesen Roman würde ich allen empfehlen, die neben einer schönen Story auch eine tiefgründige Geschichte mögen und auch nicht vor schwierigeren, bewegenden Themen zurückschrecken.

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Veröffentlicht am 27.06.2025

Tolle Dark Romantasy mit Alchemie

Quicksilver - Tochter des Silbers. Gefangener der Schatten
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Mit Quicksilver hat Callie Hart eine wundervolle, magische Fantasywelt geschaffen, von der wir hoffentlich noch einiges lesen werden können.
Das Worldbuilding ist unfassbar gut gemacht, auch wenn es zu ...

Mit Quicksilver hat Callie Hart eine wundervolle, magische Fantasywelt geschaffen, von der wir hoffentlich noch einiges lesen werden können.
Das Worldbuilding ist unfassbar gut gemacht, auch wenn es zu Beginn des Buches ein wenig überfordernd ist, vor allem wenn man bislang noch kein Buch über Fae gelesen hat und nicht so ganz weiß, was einen da genau erwartet. Nach und nach wurde dies jedoch erläutert sodass ein Großteil der Fragen im Laufe des Buches beantwortet werden.
Saeris ist eine unfassbar sympathische, schlagfertige Protagonistin, die mir sehr gut gefallen hat. Kingfisher ist mir erst im Laufe des Buches ans Herz gewachsen, aber auch ihn hat Callie Hart mit wirklich tollen Charaktereigenschaften ausgestattet. Hier bekommt die Aussage „Ich tue alles für dich“ eine ganz neue Bedeutung.

Die Wendungen in Quicksilver sind nicht vorhersehbar und gerade das hat mich sehr überzeugt! Immer wieder aufs Neue überrascht zu werden und die unvorhersehbare Plotttwist machen dieses Werk von Callie Hart wahnsinnig gut und unterhaltsam. Gerade das letzte Drittel fand ich unglaublich spannend.
Auch die Thematik der Alchemie und vor allem das Quicksilver haben mir sehr gut gefallen. Neben Saeris und Kingfisher waren insbesondere die Nebencharaktere Carrion, Ren, Everlayne und vor allem Onyx fantastisch beschrieben und sind einem im Laufe des Buches wirklich ans Herz gewachsen.

Ich bin sehr gespannt wie es im zweiten Teil „Brimstone“ weitergehen wird.

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Veröffentlicht am 27.06.2025

Ein Buch über Schuldgefühle und Verzeihen

The summer that broke us (Lifeguard 1)
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Inhalt:
Sutton kehrt in ihrem dritten Jahr als Rettungsschwimmerin an den Malibu Beach zurück. Doch dieses Mal ist alles anders, denn die Ereignisse des vergangenen Jahres haben sie tief geprägt. Seitdem ...

Inhalt:
Sutton kehrt in ihrem dritten Jahr als Rettungsschwimmerin an den Malibu Beach zurück. Doch dieses Mal ist alles anders, denn die Ereignisse des vergangenen Jahres haben sie tief geprägt. Seitdem hat sie ein Geheimnis, dass sie nicht einmal ihrer besten Freundin Layla anvertrauen kann, die dieses Jahr auch als Lifeguard in Malibu ist.
Doch dann zwingt ein Wasserrohrbruch in ihrer gemeinsamen Unterkunft Sutton dazu in das Haus bei Lifeguard Ben zu ziehen. Ben, den Sutton eigentlich gar nicht leiden kann, da dieser Layla letzten Sommer gehostet hat und außerdem ein Teil von Suttons Geheimnis ist.
Beide können jedoch nicht leugnen, dass da mehr zwischen ihnen ist. Bis an den Klippen von Malibu eine Person verschwindet und sich die Frage stellt, ob es ein Unfall war oder vielleicht doch mehr dahinter steckt.

Meinung:
Lucia Sterling hat eine wundervolle Suspense-Romance an den Stränden von Malibu geschrieben. Sie nimmt uns mit an den Strand und das Lifeguard-Leben. Sutton und Ben waren mir unglaublich sympathisch. Man merkt jedoch von Beginn an, dass die beiden jeweils Erlebnisse in der Vergangenheit bewältigen müssen, die sie bis heute tief geprägt haben. Schicht für Schicht erläutert uns Lucia Sterling Suttons (und auch Bens) Geheimnis, genauso wie Ben und Layla nach und nach mehr von Suttons letztem Sommer erfahren. In jeder Zeile des Buches kann man die Schuldgefühle erahnen, die Sutton belasten. Und auch Ben hat mit einer zerrissenen Familie und Schuldgefühlen zu kämpfen.
Neben den aufkeimenden Gefühlen zwischen Sutton und Ben bringt uns Lucia Sterling auch den Weg des Verzeihens näher, das Verzeihen von Fehlern sich selbst und anderen.

Vor allem folgendes Zitat hat mich auch nach dem Beenden des Buches immer wieder aufs Neue berührt: „Jetzt denke ich, wahre Stärke zeigt sich nicht, indem man immer gewinnt, sondern indem man weiß, dass man weiterleben kann, wenn man scheitert. Darin, zu wissen, dass niemand perfekt ist und dass das Wahre und Echte, das, wonach wir alle stehen, im Unperfekten liegt. […] Dass es okay ist, zu sein, wie und wer wir sind. Mit all unseren Fehlern und Schwächen.“

Ich habe in jeder Zeile mitgefiebert. Sutton und Ben habe ich ins Herz geschlossen sowie auch einige der Nebencharaktere und vor allem Jackson, der seinen großen Auftritt im zweiten Teil dieser Dilogie haben wird. Layla wurde mir erst auf den letzten Seiten des Buches sympathisch, zuvor konnte ich ihre Beweggründe und auch ihr Verhalten nicht wirklich nachvollziehen. Hier bin ich auf die weiteren Einblicke in ihre Gefühls- und Gedankenwelt im zweiten Band gespannt.

Dieses Buch sei jeder/m empfohlen, der neben einer Romance auch mit tieferen Gefühlen und dem Bewältigen der Vergangenheit umgehen kann und sich auch nicht davon abschrecken lässt, dass es sich um eine Dilogie handelt. Nebenbei wird mit einem weiteren Vorfall neue Spannung eingebracht, die jedoch in diesem ersten Teil noch nicht aufgeklärt wird, hier müssen wir auf den zweiten Teil dieser Dilogie warten.

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Veröffentlicht am 10.06.2025

Ein Thriller, der durchaus überzeugt und mit unerwarteten Wendungen aufwartet

Sieben letzte Tage
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Inhalt:
Alice, die seit Jahren keinen Kontakt zu ihrem Vater hat, erfährt, dass dieser im Todestrakt sitzt und in sieben Tagen hingerichtet werden soll. Ihr Vater beteuert seine Unschuld. Dann tauchen ...

Inhalt:
Alice, die seit Jahren keinen Kontakt zu ihrem Vater hat, erfährt, dass dieser im Todestrakt sitzt und in sieben Tagen hingerichtet werden soll. Ihr Vater beteuert seine Unschuld. Dann tauchen Hinweise auf, dass es tatsächlich einen anderen Täter gibt und Alice beginnt nachzuforschen.
Doch ist sie dem wirklich gewachsen, was sie beginnt aufzudecken? Ihr bleiben sieben Tage, um die Unschuld ihres Vaters zu beweisen.

Meinung:
„Sieben letzte Tage“ ist ein Debüt-Thriller, der es in sich hat. Die Spannung baut sich zu Beginn erst langsam auf, doch dann jagt eine Wendung die nächste und es geschehen unvorhersehbare Entwicklungen. Die Charaktere haben alle Ecken und Kanten, was sie sehr sympathisch und menschlich erscheinen lassen.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, er war sehr nüchtern, präzise und klar, damit sehr passend zum Thriller und der Handlung. Emotionale oder ausufernde Beschreibungen sind nicht enthalten.
Die Story ist aus der personalen Erzähler-Perspekive geschrieben. Neben Alice Perspektive wird der Thriller im Laufe des Buches von einer weiteren Perspektive eines Protagonisten ergänzt, der in dieser Rezension jedoch nicht gespoilert wird. Dies rundet die Erzählung sehr schön ab und ermöglicht es die verschiedenen Handlungsstränge gut nachzuverfolgen.
Stellenweise haben mich manche Entscheidungen der weiblichen Hauptprotagonistin gestört, dies mindert jedoch nicht die Spannung des Thrillers.
Insgesamt hat mir der Thriller sehr gut gefallen, auch wenn manche Entwicklungen teilweise etwas sehr konstruiert wirkten. Insbesondere im letzten Drittel des Buches jagte eine Enthüllung und rasante Entwicklung die nächste.

Sieben letzte Tage sei jeder/m empfohlen, die/der auf eine spannungsgeladene Story mit unerwarteten Wendungen hofft und bei dem das Ende zwar vorhersehbar ist, die Entwicklung bis dahin jedoch keineswegs.

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