Bei "Aschesommer" von Benjamin Cors handelt es sich um den zweiten Fall für Jakob Krogh und Mila Weiss und ihre Sondereinheit Gruppe 4, der sogar noch fesselnder und rasanter ist als Teil 1 ! Unabhängig ...
Bei "Aschesommer" von Benjamin Cors handelt es sich um den zweiten Fall für Jakob Krogh und Mila Weiss und ihre Sondereinheit Gruppe 4, der sogar noch fesselnder und rasanter ist als Teil 1 ! Unabhängig von Band 1 lesbar.
Das ungekürzte Hörbuch ist erschienen bei Hörbuch Hamburg und hat eine Länge von 11 Stunden 11 Minuten. Gesprochen wird "Aschesommer" von Oliver Siebeck.
Eine mysteriöse Zeitungsanzeige, zwei Mordopfer in der Kühlkammer eines alten Bauernhofes und eine mit Asche geschriebene Botschaft des Mörders - das alles ist erst der Beginn zu einem rasanten Wettlauf mit der Zeit für die Gruppe 4, denn sie haben es hier mit einem brutalen und skrupellosen Killer zu tun, der äußerst gerissen ist!
Benjamin Cors schreibt dermaßen spannend und bildhaft, dass das Hören wirklich nervenzerfetzend ist. Dazu kommen zahlreiche Wendungen, unerwartete Hindernisse und einen knadenlosen Mörder, der der Polizei stets mehrere Schritte voraus ist. Perfide, clever und nach einem hochinteressanten Muster legt er seine Taten an und so ist hier nicht nur die Sommerhitze schweißtreibend!
Die Charaktere sind klasse, sehr vielschichtig angelegt und sie entwickeln sich fortwährend, haben ihre eigenen Lasten zu tragen und arbeiten dennoch sehr gut zusammen und nähern sich einander immer mehr an. Jeder gibt Alles, und so kann ein großartiges Team schließlich einer Bestie den Garaus machen...
Oliver Siebeck hat ebenfalls einen großartige Arbeit abgeliefert, er spricht so lebendig, mitreißend und die einzelnen Figuren sind bestens voneinander unterscheidbar - perfekt!
Ein absolutes Highlight, dass fesselt und bestens unterhält!
"Am Meer ist es schön" von Barbara Leciejewski ist als gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag beim List Verlag erschienen und umfasst 352 Seiten.
Susannes Mutter liegt im Sterben, und das ist eine Zeit, ...
"Am Meer ist es schön" von Barbara Leciejewski ist als gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag beim List Verlag erschienen und umfasst 352 Seiten.
Susannes Mutter liegt im Sterben, und das ist eine Zeit, in der sich Menschen vieles mitteilen, was lange unbesprochen blieb.
So erzählt Susanne ihrer Tochter Jvon ihrem traumatischen Aufenthalt, den sie als 8-jährige im Haus Morgentau an der Nordsee erlebte - und das im Beisein ihrer Mutter, die Susanne damals nicht geglaubt hat, und ihrer Geschwister.
1969 wurde Susanne von einem Arzt für unterernährt erklärt und zu einer 6-wöchigen Kur an die Nordsee geschickt. Erholung sollte es sein, ein sonniger Urlaub, Spaß mit den anderen Kindern und leckeres Essen - stattdessen wurde die Kur zu einem schlimmen Alptraum, der Susanne bis heute in ihre Träume verfolgt und da die Briefe der Kinder an ihre Familien zensiert wurden, dtanf damals auch nicht durch, wie furchtbar die Zustände im Haus Morgentau waren...
Barbara Leciejewski ist es wunderbar gelungen, diesen fiktiven Roman auf der Basis wahrer Begebenheiten zu schreiben. Die beklemmende Atmosphäre, das grausame Verhalten der "Tanten", die zahlreichen Quälereien kommen aus beklemmende Weise prägnant und eindringlich herüber und haben mich ganz weit mitgenommen in dieses Haus Morgentau, an dessen Beispiel die Autorin über die Zustände bei den Kinderverschickungen 60er/70er Jahren berichtet.
Der Schreibstil und das Geschehen haben mich sehr bewegt und es war zumindest tröstlich, dass die Kinder hier stark zusammengehalten haben und versuchten, sich gemeinsam zu wehren und den Schikanen tapfer entgegenzustehen - hier mit schlimmen Folgen!
Ein Roman,der mich mitgenommen, schockiert und bewegt hat, denn bislang wussze ich nur sehr oberflächlich von den damaligen Ereignissen. Ich sollte tatsächlich selbst zu so einer Kur geschickt werden, da ich sehr schmächtig war, aber ich wollte partout nicht und glücklicherweise haben meine Eltern mich zu Hause bleiben lassen!
Sehr empfehlenswert, unbedingt lesen!
"Am Meer ist es schön" von Barbara Leciejewski ist als gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag beim List Verlag erschienen und umfasst 352 Seiten.
Susannes Mutter liegt im Sterben, und das ist eine Zeit, in der sich Menschen vieles mitteilen, was lange unbesprochen blieb.
So erzählt Susanne ihrer Tochter Jvon ihrem traumatischen Aufenthalt, den sie als 8-jährige im Haus Morgentau an der Nordsee erlebte - und das im Beisein ihrer Mutter, die Susanne damals nicht geglaubt hat, und ihrer Geschwister.
1969 wurde Susanne von einem Arzt für unterernährt erklärt und zu einer 6-wöchigen Kur an die Nordsee geschickt. Erholung sollte es sein, ein sonniger Urlaub, Spaß mit den anderen Kindern und leckeres Essen - stattdessen wurde die Kur zu einem schlimmen Alptraum, der Susanne bis heute in ihre Träume verfolgt und da die Briefe der Kinder an ihre Familien zensiert wurden, dtanf damals auch nicht durch, wie furchtbar die Zustände im Haus Morgentau waren...
Barbara Leciejewski ist es wunderbar gelungen, diesen fiktiven Roman auf der Basis wahrer Begebenheiten zu schreiben. Die beklemmende Atmosphäre, das grausame Verhalten der "Tanten", die zahlreichen Quälereien kommen aus beklemmende Weise prägnant und eindringlich herüber und haben mich ganz weit mitgenommen in dieses Haus Morgentau, an dessen Beispiel die Autorin über die Zustände bei den Kinderverschickungen 60er/70er Jahren berichtet.
Der Schreibstil und das Geschehen haben mich sehr bewegt und es war zumindest tröstlich, dass die Kinder hier stark zusammengehalten haben und versuchten, sich gemeinsam zu wehren und den Schikanen tapfer entgegenzustehen - hier mit schlimmen Folgen!
Ein Roman,der mich mitgenommen, schockiert und bewegt hat, denn bislang wussze ich nur sehr oberflächlich von den damaligen Ereignissen. Ich sollte tatsächlich selbst zu so einer Kur geschickt werden, da ich sehr schmächtig war, aber ich wollte partout nicht und glücklicherweise haben meine Eltern mich zu Hause bleiben lassen!
"Lauter kleine Lügen" von Kate Kemp ist als Paperback mit 496 Seiten bei Lübbe erschienen.
1979, Warrah Place, Australien. Eine Hausfrau schrubbt mitten in der Nacht Blut von den Fliesen in ihrem Haus, ...
"Lauter kleine Lügen" von Kate Kemp ist als Paperback mit 496 Seiten bei Lübbe erschienen.
1979, Warrah Place, Australien. Eine Hausfrau schrubbt mitten in der Nacht Blut von den Fliesen in ihrem Haus, und am nächsten Morgen findet man einen abgetrennten Fuß - den des 19-jährigen Antonio Marietti. Somit kann die Polizei wohl von Mord ausgehen.
Bei den Befragungen stossen die Ermittler zunächst auf eine Mauer des Schweigens, die Leute aus der Siedlung wollen ihre Geheimnisse nicht preisgeben. Allerdings haben sie nicht mit Tammy gerechnet, einem Mädchen, dem es in den Sommerferien sehr langweilig ist und das damit beginnt, die Menschen um sich herum nach allen Regeln der Kunst auszuspionieren...!
Zu Beginn lässt die Autorin ihre Leserschaft die Protagonisten ihres Buches genau kennenlernen. Sehr vielfältig, facettenreich und nach außen hin die netten Nachbarn, das sind sie alle. Aber alle haben sie auch ihre kleinen und größeren Geheimnisse, die sie verbergen - was allerdings niemanden daran hindert, gegenüber den Anderen extrem neugierig zu sein, und auch an Klatsch, Tratsch und einer brodelnden Gerüchteküche mangelt es keineswegs.
Auf spektakulär subtile Weise schafft es Kate Kemp, unzählige feine Verknüpfungen zu weben, kleinere "Verfehlungen" aufzudecken und die Bewohner von Warrah Place so darzustellen, wie sie eben sind. Voller Vorurteile, und da wird auch wenig an gesellschaftlichen Themen ausgelassen: Religion, Rassismus, Frauenfeindlichkeit, Homosexualität und auc hausliche Gewalt werden hier thematisiert.
Tammy ist fest entschlossen, nicht nur ihre Studien über Ameisen den Sommer über fortzuführen, sondern erst recht, Antonios Mörder zu finden - was letztendlich nicht zum Erfolg führt, jedoch entblättern sich (mal mit, mal ohne ihre Einmischung) nach und nach teils schockierende, teils erheiternde Erkenntnisse, die die zwischenmenschlichen Strukturen und die Durchschnittsgesellschaft der Endsiebziger vortrefflich charakterisieren.
Und das aus einer besonders interessanten Perspektive, denn die Ansichten einer 12-jährigen sind nun einmal viel ehrlicher und reiner als die eines Erwachsenen, und bisweilen war es zudem höchst amüsant, wie Tammy Erlebnisse und belauschte Gespräche, deren Inhalt sie nicht verstanden hat, betrachtet und schildert.
Lügen Intrigen, Geheimnisse und Tabuthemen werden von Kate Kremp faszinierend erzählt, schonungslos auseinandergenommen, ihre Figuren sind sehr nahbar und der gesamte Erzählstil mit einem feinen, ironischen Humor unterlegt.
Mein Fazit: einfach herrlich, großartig und unbedingt lesenwert!
"Zwei Leben. Hinter dem Schweigen" von Astrid Korten ist ein historischer Roman, der die Geschichte von Nora Weiß und ihrer Großmutter Hannah auf zwei Zeitebenen erzählt. Basis sind die Erinnerungen der ...
"Zwei Leben. Hinter dem Schweigen" von Astrid Korten ist ein historischer Roman, der die Geschichte von Nora Weiß und ihrer Großmutter Hannah auf zwei Zeitebenen erzählt. Basis sind die Erinnerungen der Großeltern der Autorin und wahre Begebenheiten aus der Zeit des zweiten Weltkriegs.
2013 zerbricht die Ehe von Nora und Thomas, außerdem stirbt ihre Großmutter. Nora ist am Boden zerstört und innerlich leer, aber als sie beim Ausräumen des Hauses auf dem Dachboden ihrer Großmutter Xanna eine Holzschatulle mit rätselhaftem Inhalt findet (Wem gehört der fremde Ausweis, wieso enthält die Kiste einen Davidstern und was hat es mit dem Ring auf sich?) , begibt sie sich auf die Suche nach ihren Wurzeln.
Xanna war zu Lebzeiten stets etwas distanziert und kühl, aber bei ihren Recherchen, die Nora zusammen mit dem Journalisten Andreas nach Belarus führen , findet sie heraus, was ihrer Großmutter und deren Familie im zweiten Weltkrieg tatsächlich widerfuhr - und das erschüttert sie immens, lässt sie aber zugleich Vieles verstehen und ändert letztendlich auch ihre eigene Sicht auf das Leben...
Astrid Korten hat einen detaillierten, bildhaften und fesselnden Schreibstil, den ich bislang nur aus ihren Thrillern kannte und schätzte. Hier ist dieser noch viel persönlicher, dadurch intensiver und aufgrund der unfassbar furchtbaren Ereignisse so prägnant und absolut authentisch.
Die Kapitel werden aus Hannahs Sichtweise in der Zeit zwischen 1941 und 1945 sowie aus Noras Perspektive 2013 erzählt, was den Plot noch eindringlicher macht. Besonders die Schilderungen der Zeit in den Wäldern, bei den Widerstandskämpfern, haben mich nachhaltig erschüttert und sprachlos zurückgelassen.
Ich bin so tief in das Geschehen hineingezogen worden, dass ich teilweise innehalten musste, um mich nicht in den furchtbaren Zeiten zu verlieren.
Beeindruckend, wie Hannah ihr erstes Leben, insbesondere die zahlreichen Verluste und Schicksalsschläge, gemeistert hat und sich trotzdem ein zweites Leben mit eigener Familie aufbauen konnte!
Astrid Korten hat mit der persönlichen Geschichte ihrer eigenen Familie einen fesselnden, wichtigen , bewegenden und aufwühlenden historischen Roman geschrieben, den man unbedingt lesen sollte!
"Der dunkle Sommer" von Vera Buck ist als ungekürztes Hörbuch mit einer Laufzeit von 10 Stunden, 26 Minuten bei Argon Hörbuch erschienen und wird ganz ...
- Meine Rezension bezieht sich auf das Hörbuch! -
"Der dunkle Sommer" von Vera Buck ist als ungekürztes Hörbuch mit einer Laufzeit von 10 Stunden, 26 Minuten bei Argon Hörbuch erschienen und wird ganz hervorragend gesprochen von Leonie Landa, Laura Maire, Uve Teschner, Julian Mehne, Jeremias Koschorz und Lydia Herms.
Die Architektin Tilda braucht dringend eine Auszeit und will Deutschland entfliehen - da ist es mehr als willkommen, dass in dem kleinen, abgelegenen und verlassenen Bergdorf Botigalli auf Sardinien Häuser zum Verkauf stehen. Und das für den unglaublichen Preis von nur einem Euro...Tilda kauft ein wunderschönes Haus ganz am Ende des Dorfes und beginnt mit der Renovierung - doch die malerische Idylle trügt und es passieren immer mehr merkwürdige und unheimliche Dinge.
Der einzige andere Dorfbewohner, ein alter Griesgram namens Silvio, kann nicht verantwortlich sein für die mysteriösen Vorgänge, denn er ist bettlägerig. Über ihn lernt Tilda den Journalisten Enzo kennen und beide beginnen zusammen, die Geheimnisse des Dorfes zu ergründen - und was sie herausfinden, lässt einem die Haare zu Berge stehen...
Ein perfekt erdachtes, absolut überzeugendes Szenario, das nach und nach die unvorstellbarsten Vorgänge in einer kleinen Dorfgemeinschaft zutage fördert, verborgen vor der Allgemeinheit, eisern gewahrt durch kollektives Schweigen.
Vera Buck hat zwei Handlungsstränge erschaffen, einen in der Vergangenheit und einen in der Gegenwart, die sich aus unterschiedlichen Erzählperspektiven aufeinander zubewegen - hierdurch wird eine heftige Spannung erzeugt, die Autorin lässt die Nervenenden ihere Leser- bzw. Hörerschaft vibrieren und der Clou dabei ist, dass alles auf wahren Begebenheiten basiert und durchaus so oder ähnlich passiert sein könnte...
Förmlich fassungslos gemacht haben mich die Skrupellosigkeit, Sardiniens Entführungsindustrie sowie die bedrückende Überlegenheit des Patriarchats, das hier in dem (fiktiven) Dorf Botigalli fast noch steinzeitlich anmutet.
Ihre Charaktere hat die Autorin facettenreich und sehr nahbar angelegt, so dass ich mich bestens überall hineindenken und alles nachvollziehen konnte- so steckte ich bis über beide Ohren selbst mitten im Geschehen und hatte quasi permanent Gänsehaut! Besonders mitgefiebert habe ich mit Franca und natürlich mit Tilda, aber auch Enzo hat mir sehr gefallen.
Die Sprecherinnen und Sprecher machen ihren Job perfekt und diesen grandiosen Thriller, wenn überhaupt möglich, noch authentischer und schlüssiger !