Guter Auftakt mit ganz viel Potential
Night Lake Academy – Die Magie der Nachtfalter (Night Lake Academy 1)Um den Umgang mit der Magie des Nachtfalters zu lernen besucht Hannah Windermeare die Nightlake Academy. Doch dann taucht eines Nachts eine junge Frau auf, mit gleich drei Arten der Magie. Eigentlich ein ...
Um den Umgang mit der Magie des Nachtfalters zu lernen besucht Hannah Windermeare die Nightlake Academy. Doch dann taucht eines Nachts eine junge Frau auf, mit gleich drei Arten der Magie. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, zumal sie noch nicht einmal registriert ist und ihr jegliche Erinnerungen fehlen. Das ruft den Princeps auf den Plan, denn Menschen mit diesen Fähigkeiten werden in der Regel eliminiert. Aber Hannah stemmt sich mit aller Macht gegen diese Grausamkeit. Allerdings ist das nicht die einzige Schwierigkeit, der sie sich stellen muss, denn da ist noch Ian, der Sohn des Princeps, der sie verwirrt und außer diesem, kommen noch weitere Gestalten an die Academy und diese haben nichts Gutes im Sinn.
Wieder einmal ein wunderschönes Buch, das nebenbei auch wunderbar zum Inhalt passt.
Der Einstieg, bei dem der Leser gleich mitten ins Geschehen geworfen wird fällt leicht, denn Autorin Bianka Behrend hat einen sehr flüssigen und einnehmenden Schreibstil. Auch wenn dieser zusätzlich auch sehr bildhaft ist, wirkte er, vor allem auf den ersten hundert Seiten, für einige Längen. Die Autorin erzählt hier vom Schulalltag, wie die Gegend um die Schule und die Schule aussehen etc. Für meinen persönlichen Geschmack war das viel zu weit ausholend und ausschweifend. Zwar gibt es immer wieder Anspielungen, was Hannah und ihre Magie betreffen, die wohl neugierig machen sollen, deren Auflösung dann aber zu spät kommt.
Erst mit dem Eintreffen der unbekannten jungen Frau und Ian bekommt die Geschichte eine ganz andere Dynamik. Die Handlung wird spannender und der Leser wird ein ums andere Mal überrascht. Ab hier war auch für mich die Geschichte deutlich fesselnder.
Das Setting ist gut beschrieben und vorstellbar, ein recht typisch gehaltenes Setting an einer Academy für magisch begabte, passte also für mich hier sehr gut.
Aus der Ich-Perspektive durch Protagonistin Hannah, später dann auch aus der Sicht von Ian erleben wir die Ereignisse. Dadurch lernt man beide recht gut mit all ihren Gefühlen und Gedanken kennen.
Hannah wirkt zu Beginn ein wenig blass und unscheinbar, macht aber eine immense Entwicklung in der Geschichte und wird zu einer starken Protagonistin. Ian hingegen wirkt von Beginn an sehr selbstsicher, als Sohn des Prinzeps ist er solch ein Auftreten aber auch gewohnt. Die Geschichte zwischen den Beiden entwickelt sich dann so nach und nach und hat mir gut gefallen.
Die hier auftretenden Nebencharaktere sind gut gezeichnet, sorgen für Dynamik in der Handlung und sind authentisch.
Da es sich hier um den ersten Band einer Dilogie handelt, bekommen wir dann am Ende noch einen Cliffhanger präsentiert, der gespannt auf den zweiten Band warten lässt.
Mein Fazit: Ein Jugend-Urban-Fantasy Buch mit ganz viel Potential, die Idee ist spannend, die Handlung hat hin und wieder Längen, hier wäre wahrscheinlich etwas weniger bildlich besser gewesen. Aber das ist ja auch einfach persönlicher Geschmack und ein anderer mag vielleicht genau das. Insgesamt mochte ich das Buch und werde auch mit Sicherheit noch den zweiten Band lesen.