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Veröffentlicht am 05.09.2025

Guter Auftakt mit ganz viel Potential

Night Lake Academy – Die Magie der Nachtfalter (Night Lake Academy 1)
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Um den Umgang mit der Magie des Nachtfalters zu lernen besucht Hannah Windermeare die Nightlake Academy. Doch dann taucht eines Nachts eine junge Frau auf, mit gleich drei Arten der Magie. Eigentlich ein ...

Um den Umgang mit der Magie des Nachtfalters zu lernen besucht Hannah Windermeare die Nightlake Academy. Doch dann taucht eines Nachts eine junge Frau auf, mit gleich drei Arten der Magie. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, zumal sie noch nicht einmal registriert ist und ihr jegliche Erinnerungen fehlen. Das ruft den Princeps auf den Plan, denn Menschen mit diesen Fähigkeiten werden in der Regel eliminiert. Aber Hannah stemmt sich mit aller Macht gegen diese Grausamkeit. Allerdings ist das nicht die einzige Schwierigkeit, der sie sich stellen muss, denn da ist noch Ian, der Sohn des Princeps, der sie verwirrt und außer diesem, kommen noch weitere Gestalten an die Academy und diese haben nichts Gutes im Sinn.
Wieder einmal ein wunderschönes Buch, das nebenbei auch wunderbar zum Inhalt passt.
Der Einstieg, bei dem der Leser gleich mitten ins Geschehen geworfen wird fällt leicht, denn Autorin Bianka Behrend hat einen sehr flüssigen und einnehmenden Schreibstil. Auch wenn dieser zusätzlich auch sehr bildhaft ist, wirkte er, vor allem auf den ersten hundert Seiten, für einige Längen. Die Autorin erzählt hier vom Schulalltag, wie die Gegend um die Schule und die Schule aussehen etc. Für meinen persönlichen Geschmack war das viel zu weit ausholend und ausschweifend. Zwar gibt es immer wieder Anspielungen, was Hannah und ihre Magie betreffen, die wohl neugierig machen sollen, deren Auflösung dann aber zu spät kommt.
Erst mit dem Eintreffen der unbekannten jungen Frau und Ian bekommt die Geschichte eine ganz andere Dynamik. Die Handlung wird spannender und der Leser wird ein ums andere Mal überrascht. Ab hier war auch für mich die Geschichte deutlich fesselnder.
Das Setting ist gut beschrieben und vorstellbar, ein recht typisch gehaltenes Setting an einer Academy für magisch begabte, passte also für mich hier sehr gut.
Aus der Ich-Perspektive durch Protagonistin Hannah, später dann auch aus der Sicht von Ian erleben wir die Ereignisse. Dadurch lernt man beide recht gut mit all ihren Gefühlen und Gedanken kennen.
Hannah wirkt zu Beginn ein wenig blass und unscheinbar, macht aber eine immense Entwicklung in der Geschichte und wird zu einer starken Protagonistin. Ian hingegen wirkt von Beginn an sehr selbstsicher, als Sohn des Prinzeps ist er solch ein Auftreten aber auch gewohnt. Die Geschichte zwischen den Beiden entwickelt sich dann so nach und nach und hat mir gut gefallen.
Die hier auftretenden Nebencharaktere sind gut gezeichnet, sorgen für Dynamik in der Handlung und sind authentisch.
Da es sich hier um den ersten Band einer Dilogie handelt, bekommen wir dann am Ende noch einen Cliffhanger präsentiert, der gespannt auf den zweiten Band warten lässt.
Mein Fazit: Ein Jugend-Urban-Fantasy Buch mit ganz viel Potential, die Idee ist spannend, die Handlung hat hin und wieder Längen, hier wäre wahrscheinlich etwas weniger bildlich besser gewesen. Aber das ist ja auch einfach persönlicher Geschmack und ein anderer mag vielleicht genau das. Insgesamt mochte ich das Buch und werde auch mit Sicherheit noch den zweiten Band lesen.

Veröffentlicht am 17.07.2025

Nettes Buch für entspannte Stunden

Never Trust Your Fake Husband
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Es ist Winter, mitten in Paris als eine junge Frau mit blutender Stirn zu sich kommt. Wer sie ist und wo sie herkommt, weiß sie nicht, doch der Typ neben ihr ist heiß und gefährlich, denn plötzlich schießt ...

Es ist Winter, mitten in Paris als eine junge Frau mit blutender Stirn zu sich kommt. Wer sie ist und wo sie herkommt, weiß sie nicht, doch der Typ neben ihr ist heiß und gefährlich, denn plötzlich schießt er um sich und drängt sie zur Flucht. Angeblich ist er ein CIA Agent und sie seine Kollegin und sie sind auf der Flucht. Doch das ist komplizierter als gedacht und um nicht aufzufallen, geben sie sich als verheiratetes Paar aus. Doch schnell stellt sich heraus, dass sie nicht Alex sondern deren Zwillingsschwester ist, doch mehr findet sie nicht heraus, außer dass Sawyer, der Agent, ihre Gefühle ganz schön durcheinander bringt.
Eine RomCom mit Action und Spannung? Count me in!
Der Einstieg ist temporeich und spektakulär. Doch ich habe etwas gebraucht, um hier in die Story zu kommen. Der Schreibstil liest sich zwar sehr leicht, aber die Autorin nutzt die dritte Person als Erzählperspektive, die mir persönlich, gerade in diesem Genre, nicht ganz so liegt.
Nichtsdestotrotz gibt es hier Spannung, Action, Humor und witzige Dialoge zwischen Sawyer und Zoe, gespickt mit reichlich Sarkasmus. Hin und wieder gibt es Überraschungen und insgesamt bietet die Story gute Unterhaltung. Ob hier etwas realistisch ist, sei dahingestellt, tatsächlich würde mir diese Geschichte als Film wahrscheinlich sogar besser gefallen.
Aus wechselnden Perspektiven zwischen Zoe und Sawyer wird die Geschichte erzählt und während Zoe meistens freundlich ist, ist Sawyer hier der grumpy Part.
Mein Fazit: Auch wenn ich mir etwas mehr in allen Bereichen gewünscht hätte, war die Geschichte ganz nett für leichte Unterhaltung zwischendurch. Die Lovestory hab ich nicht ganz gefühlt, was aber auch mit an der Erzählperspektive lag, die für mich alles eher oberflächlich werden ließ.

Veröffentlicht am 27.06.2025

Sehr spicy Sportsromance

Body Check
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Hayden hat sich ihren Traum erfüllt und arbeitet als Dozentin für Kunstgeschichte an der Uni in Berkeley. Als Tochter eines Besitzers einer Eishockeymannschaft war sie es gewohnt, ständig umzuziehen, aber ...

Hayden hat sich ihren Traum erfüllt und arbeitet als Dozentin für Kunstgeschichte an der Uni in Berkeley. Als Tochter eines Besitzers einer Eishockeymannschaft war sie es gewohnt, ständig umzuziehen, aber auch immer an zweiter Stelle hinter der Mannschaft zu stehen. Da sie Sicherheit und Stabilität bevorzugt, hat sie nun einen Freund, der sie zwar langweilt, aber ihr genau das bietet. Doch Hayden möchte einmal aus ihrer Rolle ausbrechen und einfach mal mit einem One Night Stand über die Stränge schlagen. Genau das tut sie dann auch und zwar mit dem Stareishockeyspieler Brody, der ausgerechnet für die Mannschaft ihres Vaters spielt, um die sich auch gerade noch ein Skandal dreht. Brody, der eigentlich ein Frauenschwarm ist und bekannt dafür ist, gerne Ladys abzuschleppen, wünscht sich insgeheim ein wenig mehr Stabilität, doch ob Hayden dazu bereit ist, ihm das wirklich zu bieten.
Schon lange standen die Bücher der Autorin Elle Kennedy auf meiner Wunschliste und Body Check klang einfach nach toller Unterhaltung für zwischendurch, die man hier auch definitiv erhält. Im Nachhinein habe ich dann erfahren, dass dieses Buch sogar eins der älteren Werke der Autorin ist, was den Unterhaltungswert keinen Abbruch gibt.
Der Schreibstil liest sich leicht und ist sehr einfach gehalten, aus dem Duo POV zwischen Hayden und Brody erleben wir die Geschichte rund um dieses Paar.
Die Handlung ist im Großen und Ganzen vorhersehbar, aber auch sehr unterhaltsam. Gerade dieses brave Mädchen gone bad und Bad Boy gone lovely ist schon wirklich zum Schmunzeln. Ich muss allerdings zugeben, dass mir die Geschichte doch insgesamt viel zu spicy war, was man auch schon deutlich auf den ersten Seite mitbekommt. Wer das aber sehr gerne liest, kommt hier auf seine Kosten. Was mir dafür umso besser gefallen hat, war das Drama rund um den Familienskandal und die Darstellung der Eishockeymannschaft, allein die Vibes zwischen den Spielern fand ich gelungen. Natürlich auch das hin und her zwischen Brody und Hayden und ob sie es schaffen, mehr aus ihrer Beziehung zu machen.
Hayden mochte ich durchaus vom ersten Moment an und auch diesen Wunsch, mal aus der Rolle der braven Tochter auszubrechen fand ich gelungen. Aber auch Brody wirkt nicht nur heiß, sondern auch sehr sympathisch. Allein zu Beginn, als er regelrecht einen Korb von Hayden kassiert, bringt ihn zum Innehalten und nachdenken.
Mein Fazit: Body Check ist eine sehr spicy Sportsromance, die man locker zwischendurch lesen kann. Gut unterhalten wird man hier allemal, auch wenn es für meinen persönlichen Geschmack ein wenig zu oft um Spice dreht. Ich kann das Buch jeden, der Sportsromance mit ganz viel horizontaler Unterhaltung mag, empfehlen.

Veröffentlicht am 27.06.2025

Anders als erwartet

Blood of Hercules
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Die Welt, wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr, denn es nun sind es die Götter die herrschen. In dieser Welt leben Alexis und ihr Bruder, die bei brutalen Pflegeeltern aufwachsen. Als diese getötet bzw ...

Die Welt, wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr, denn es nun sind es die Götter die herrschen. In dieser Welt leben Alexis und ihr Bruder, die bei brutalen Pflegeeltern aufwachsen. Als diese getötet bzw verhaftet werden, sind die Geschwister obdachlos, lediglich ein paar Kartons dienen ihnen zum Schutz. Nun ist Alexis 19 Jahre alt, fasziniert von Mathematik und Gauß und beendet endlich die Schule. Doch bei der Prüfung kommt heraus, dass sie von einem der Götter abstammt. Sie muss am großen Massaker teilnehmen. Wenn sie dies überlebt, muss sie an der spartanischen Kriegsakademie ausgebildet werden. Zum Glück kommt ihr dabei ihre für andere unsichtbare Schlange Nyx zur Hilfe. Ihr gelingt die Aufnahme an der Akademie und ausgerechnet das grausame Crimson Duo Achilles und Patro werden ihre Tutoren.

Das Wort Hercules sprang mich förmlich an und das Cover, die gesamte Gestaltung und auch der Klappentext sprachen mich unheimlich an.

Der Einstieg war gleich grausam und brutal und an den Schreibstil, der all das eher nüchtern erzählt, musste ich mich erst gewöhnen. Gefallen hat mir aber der Sarkasmus, der hier durch Gedanken der Protagonistin zum Schmunzeln brachte.

Gleich vorweg, wer hier griechische Mythologie erwartet, ist so ziemlich auf dem Holzweg, denn es sind in erster Linie die Namen der Mythologie, die zum Tragen kommen. Altgriechisch wird gegen Latein getauscht und auch sonst ist hier nichts wie erwartet.

Das Worldbuilding ist nur angedeutet, die Welt ist brutal und grausam, die an der Akademie steht dieser in nichts nach. Also in der Menschenwelt eher dystopisch, an der Akademie einfach nur wenig vorhanden.

Die Handlung beginnt schon äußerst grausam, doch schnell kommt die Prüfung und das noch schrecklichsten Massaker zur Aufnahme an die Akademie beginnt. Hier fand ich es schon merkwürdig, wozu das gut sein sollte, denn angeblich haben Götter nur wenige Nachkommen und diese opfern sie, für mich ziemlich grundlos. Die Zeit an der Akademie ist geprägt vom Rennen bis zur Erschöpfung und weiteren Prüfungen, die auch nicht alle überlebten. Ansonsten zog sich das ganze ein wenig.

Protagonistin und Ich-Erzählerin Alexis hat mir richtig gut gefallen, wie bereits erwähnt, triefen ihre Gedanken nur so vor Sarkasmus und auch die Dialoge mit der Schlange Nyx waren großartig. Diese Momente haben mich bestens unterhalten und sorgten für Auflockerung.

Auch von den diversen Männern, die für mich alle einfach nur toxisch waren, gibt es kleinere Kapitel mit ihren Gedanken. Hier muss ich betonen, dass Why choose und Reverse Harem als Trope angegeben waren, was mir wohl entgangen ist, denn allein das hätte mich vom Lesen abgehalten. Ich konnte zu keinem der Männer irgendetwas empfinden und auch die Tension fehlte mir irgendwie.

Mein Fazit: Ich hatte durch die vielen positiven Stimmen sehr große Erwartungen an das Buch. Spannende Charaktere und unterhaltsame Prüfungen an der Akademie und ein paar spannende Nebencharaktere waren meine Hoffnung. Doch leider waren es lediglich Alexis und ihre Schlange Nyx, die ich mochte und die mich bei der Stange gehalten haben. Das Worldbuilding war mir zu wenig vorhanden und die Männer einfach eine Schar an muskelbepackter, toxischer Männlichkeit. Das Buch hatte ein paar gute Plottwists, aber insgesamt war es leider nicht meine Geschichte.

Veröffentlicht am 07.06.2025

Nett für zwischendurch

Magnolia Falls 1: Loving Romeo
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Romeo Knight kann es nicht fassen, ausgerechnet Demi Crawford, mit deren Vater und Bruder er auf dem Kriegsfuß steht, macht neben seinem Boxclub ein Café auf. Das er ihr dann auch noch ständig begegnen ...

Romeo Knight kann es nicht fassen, ausgerechnet Demi Crawford, mit deren Vater und Bruder er auf dem Kriegsfuß steht, macht neben seinem Boxclub ein Café auf. Das er ihr dann auch noch ständig begegnen muss, weil seine Mutter ihn zu Demi schickt, macht sein Vorhaben, ihr aus dem Weg zu gehen, nicht gerade leichter. Demi hingegen ahnt nichts davon, was Romeo gegen sie haben könnte und wundert sich über dessen unhöfliche Art. Doch kurz darauf gerät Demi in Bedrängnis und Romeo eilt ihr zur Hilfe. Während er einsehen muss, dass nicht alle Crawfords gleich sind, muss auch Demi einsehen, dass hinter Romeos mürrischer Art mehr steckt.
Ich liebe schön gestaltete Bücher, die erwecken einfach immer meine Aufmerksamkeit und so war es auch hier bei Loving Romeo von Autorin Laura Pavlov. Mit diesem Buch erschien somit der erste Band der Magnolia Falls Reihe, die insgesamt fünf Bände umfassen wird.
Der Einstieg fällt dank des wirklich sehr einfachen Schreibstils leicht und die Geschichte liest sich locker und flüssig. Die Handlung ist insgesamt gut nachvollziehbar und spannend, auch wenn mir hier so manch eine Problemlösung doch zu schnell und einfach abgehandelt wurde. Jahrelange Konflikte sind meiner Meinung nach nicht so schnell vergessen.
Was mich ein wenig gestört hat, ist, dass das Kleinstadtfeeling hier so gar nicht aufkommen wollte, denn von Magnolia Falls, dass der Reihe immerhin den Namen gibt, bleibt ohne nähere Beschreibungen, ebenso die meisten Charaktere. So blieben hier die Vibes der Kleinstadt aus und auch die Charaktere, bis auf die ein oder andere körperliche Beschreibung der beiden Protagonisten fern. Hier hätte ich mir deutlich mehr gewünscht, um wirklich abtauchen zu können.
Romeo ist Boxer und wird zu einem wirklich harten Kampf herausgefordert. Hier dürfen wir ein kleines bisschen mehr über das Training und auch den eigentlichen Kampf erfahren, was mir bei einer Sportsromance sehr gut gefiel.
Demi ist eine unheimlich liebe, nette, aber auch sehr naive junge Frau, die man zwar gernhaben muss, aber auch hin und wieder schütteln möchte. Gerade in Bezug zu ihrem Bruder ist sie doch sehr blauäugig.
Romeo wird gerade zu Beginn ein wenig Bad Boy mäßig dargestellt, doch das ist er ganz und gar nicht, eher eine Green Flag.
Die Vibes zwischen Romeo und seinen Freunden haben mir gut gefallen, wenn sie auch ein kleines bisschen überzogen wirkten. Trotzdem ist die innige Freundschaft hier deutlich spürbar.
Mein Fazit: Insgesamt ist Loving Romeo eine nette Geschichte für zwischendurch, die abschalten lässt und leicht lesbar ist. Große Überraschungen findet der Leser hier aber nicht und auch die typischen Smalltownvibes bleiben leider aus. Dafür passt die Chemie zwischen den einzelnen Charaktere absolut.