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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.07.2025

Fesseln, faszinierend, einfach großartig!

Die Bestimmung der Mondsteinkinder
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‚Die Bestimmung der Mondsteinkinder‘ ist ein absolut großartiges Buch, das nicht nur, aber ganz besonders die angegebene Zielgruppe der ab 10jährigen erreichen wird.
Die Welt in der Meelo lebt, ist wunderbar ...

‚Die Bestimmung der Mondsteinkinder‘ ist ein absolut großartiges Buch, das nicht nur, aber ganz besonders die angegebene Zielgruppe der ab 10jährigen erreichen wird.
Die Welt in der Meelo lebt, ist wunderbar liebevoll gestaltet. Um sich darin zurechtzufinden ist auf den Vorsatzblättern eine Karte abgebildet. Auch gibt es zur besseren Orientierung ein Personenverzeichnis, das ich aber im Grunde gar nicht gebraucht habe. Die Zuordnung der Charaktere fiel mir trotz deren vierschiedenem Herkünfte sehr leicht. Und auch die Sprache besticht durch eine etwas einfachere Wortwahl und kürzerer Satzlänge. Beides aber trägt nicht dazu bei dem Buch die Spannung zu nehmen. Rasch ist man im Geschehen drin, lernt Personen und Welt dank der Reise zur Königswahl kennen und beginnt zu überlegen was es in diesem Reich mit dieser ungewöhnlichen Herrscherstruktur auf sich hat, ob man selbst König oder Königin werden wollen würde, was man verändern könnte. Doch das ist nicht alles, was das Buch zu bieten hat!
Mein Kind bemängelte in letzter Zeit die Vorhersehbarkeit von Büchern für dessen Alter. Dies ist hier aber überhaupt nicht gegeben. Mich hat dieses Buch selbst als Mutter ungemein gefesselt. Ich las es in einem Rutsch, wollte einfach wissen wie es mit Meelo, Ria und den Pferden ausgeht. Und auch die Steine waren ein sehr faszinierendes Element. Besonders interessant fand ich auch die Figur Beas, die trotz ihrer Herkunft erstaunlich viel Herz bewies.

Dieses Buch spricht Jungen als auch Mädchen gleichermaßen an und fasziniert mit seinem großartigen Abenteuer. Lest es!

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Ein echtes Erlebnis

Schwimmbad
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‚Schwimmbad‘ ist wie das Gefühl, das einen überkommt, wenn die Liebe überschäumt. Das klingt pathetisch aber so fühle ich es gerade. Ich glaube ich bin vom Buch mehr angetan als die Kids. Dabei war es ...

‚Schwimmbad‘ ist wie das Gefühl, das einen überkommt, wenn die Liebe überschäumt. Das klingt pathetisch aber so fühle ich es gerade. Ich glaube ich bin vom Buch mehr angetan als die Kids. Dabei war es auch in ihren Augen Liebe auf den ersten Blick.

Das Buch besitzt ein recht außergewöhnliches Design, das es zu einem echten Blickfang macht. Für die liebevoll gestalteten Seiten wurden mehrere Stile miteinander kombiniert.
Das wirkt ungemein faszinierend, ist aber auch Kindern noch leicht zugänglich. Auf einen Fließtext wurde dagegen gänzlich verzichtet. Geschriebene Informationen enthält ‚Schwimmbad‘ nur in Form von Schildern, Benennungen und Sprechblasen und schafft es dennoch mit Leichtigkeit seine Geschichte zu erzählen. Jede Doppelseite beschäftigt sich mit einem anderen Schwerpunkt, besitzen aber dennoch eine fortlaufende Handlung. Dass es hierbei soo viel zu erzählen gibt, hat mich selbst sehr überrascht. Und ja, ich liebe es! Von Schwimmabzeichen über Schwimmstile, was man zum tauchen benötigt, der Schwimmbadtechnik bis hin zur Geschichte… es ist von allem etwas dabei!
Gleichzeitig besitzt das Buch aber auch eine Art Wimmelbild-Charakter. Die Seiten besitzen kleine Details, die den Blick immer wieder neu lenken und das Buch lange interessant machen.
Tomi kann noch nicht schwimmen, und ist eigentlich auch gar nicht so scharf auf Wasser. Doch Papa und Bruder zeigen ihm auf sehr einfühlsame Weise was ein Badebesuch so alles zu bieten hat. Und vermitteln gleichzeitig, dass es auch völlig okay ist sich etwas nicht zu trauen.
Das Buch weckt Neugier, aber es lässt kleine Nichtwasserratten auch Mut fassen.

Von mir gibt es für die Gestaltung, Inhalt und auch Message eine absolute Kaufempfehlung!

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Veröffentlicht am 28.06.2025

Überraschend gut!

Der Kaiser der Freude
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Der Kaiser der Freude war mein erstes Buch von Ocean Vuong, aber wird mit Sicherheit nicht mein letztes sein. Zu diesem Roman kam ich eher zufällig. Weder Cover noch Beschreibung sagten mir spontan zu, ...

Der Kaiser der Freude war mein erstes Buch von Ocean Vuong, aber wird mit Sicherheit nicht mein letztes sein. Zu diesem Roman kam ich eher zufällig. Weder Cover noch Beschreibung sagten mir spontan zu, doch mich überraschte die Eindringlichkeit und Poesie darin. Ich habe mich für das Audio Book Format entschieden, das von Fabian Busch gelesen wird, und kann gleich vorweg sagen: Die Wahl war goldrichtig. Busch trifft genau den richtigen Ton – ruhig, wohlklingend und doch voller Gefühl. Seine Stimme trägt die den Charakter des Werkes wirklich wunderbar.
Die Geschichte selbst ist leise, eindringlich und eher ungewöhnlich. Sie dreht sich um Hai, einen queeren jungen Mann vietnamesischer Herkunft, der sich anfangs das Leben nehmen will und stattdessen in der Begegnung mit der dementen Grazina eine unerwartete Form von Nähe und Sinn findet. Was zunächst nach einer absurd klingt, entwickelt sich zu einer zarten, fast zerbrechlichen Verbindung zweier gebrochener Menschen– still, aber voller Wärme.
Was mir besonders gefallen hat, ist die Sprache, die bildhaft beschreibt, poetisch und doch bodenständig wirkt. Vuong schafft es, Schmerz, Verzweiflung und leise Hoffnung nebeneinander existieren zu lassen. Das Tempo ist gemächlich und auch die persönliche Entwicklung der Charaktere ist eher gering, dafür aber umso eindringlicher, wobei einige Themen nur diffus betrachtet werden und die Phantasie des Lesers, oder wie in meinem Falle des Hörers, angeregt wird.
Für mich war Der Kaiser der Freude ein eindringliches, gefühlvolles Buch über Einsamkeit, Zugehörigkeit und die kleinen, stillen Verbindungen, die unser Leben manchmal retten können. Kein Roman für nebenbei, aber einer, der nachhallt.

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Veröffentlicht am 27.06.2025

Unsichtbare Gefahr

Magisterium - Das 3. Jahr
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Auch im dritten Band der Magisterium-Reihe wird es wieder spannend und magisch. Calls, Tamaras und Aarons letztes Abenteuer liegt noch noch nicht lange zurück. Doch Zeit um Ruhe einkehren zu lassen bleibt ...

Auch im dritten Band der Magisterium-Reihe wird es wieder spannend und magisch. Calls, Tamaras und Aarons letztes Abenteuer liegt noch noch nicht lange zurück. Doch Zeit um Ruhe einkehren zu lassen bleibt ihnen nicht. Ein Angriff eines Chaosbesessenen und die Vermutung, dass ein Spion im Magisterium agiert, gefährden Calls Geheimnis und stellt die Freundschaft der drei auf eine harte Probe– vor allem, als Call beginnt, an Aaron zu zweifeln.
Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und leicht zu lesen, die Spannung bleibt über weite Strecken erhalten und wieder gelingt Holly Black und Cassandra Clare diese für die Rehe typische dunkle und geheimnisvolle Atmosphäre zu erzeugen, die Story weiterzuspinnen und zu vertiefen.
Besonders das Ende hat mich emotional sehr getroffen, es lässt aber auch viele Fragen offen, die hoffentlich im nächstens Band aufgegriffen werden.

Eines steht fest: langweilig wird es bei dieser Reihe nie! Die Twists sind äußerst raffiniert, das Konzept wirkt sehr durchdacht und bisher hatte jedes Band seine ganz eigenen überraschenden Elemente zu bieten.
Ich kann es daher kaum erwarten mit Band 4 erneut in Calls Welt einzutauchen und mehr darüber zu erfahren.

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Veröffentlicht am 26.06.2025

Abschied nehmen

Inseltage mit Rosa
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Ich glaube das ist eines der schönsten und anrührendsten Kinderbücher, das ich je las. Linnea und Rosa sind unzertrennlich. Beste Freundinnen, die sich wünschen sich immer wiederzufinden wenn sie sich ...

Ich glaube das ist eines der schönsten und anrührendsten Kinderbücher, das ich je las. Linnea und Rosa sind unzertrennlich. Beste Freundinnen, die sich wünschen sich immer wiederzufinden wenn sie sich verlieren sollten. Denn dass sie für immer zusammenbleiben werden, scheint ihnen sicher. Dann aber stirbt Rosa und Linnea wird still vor Trauer. Bis sie eines Tages mit ihrer Oma das Wochenende auf einer Schäreninsel verbringt und Rosa in den Fantasiewelten ihrer gemeinsamen Spiele wiederfindet. Aus dem Wochenende werden mehr und mehr Tage. Ein Sturm zieht auf und die Realität hält Einzug. Bis Linnea nicht nur der Insel, sondern auch Möwe Zibebe und Rosa Lebewohl sagen kann.
Ich hab mich von der ersten Sekunde an in dieses Buch verliebt. Es ist so sehnsuchtsvoll, gefühlsstark und doch leicht und fantasievoll im Spiel der Kinder. Es geht unheimlich ans Herz und lässt wunderschön mitfühlen. Rosas Tod wird dabei kaum konkreter behandelt. Viel mehr geht es im Buch um das Vermissen, um Trauer und Verbundenheit. Auch Großmutter Mu fügt sich darin sehr schön ein. Ihre Art Verbindung zu Linnea herzustellen und ihr zugleich genug Raum für sich zu lassen, macht das Heilen erst möglich. Dabei ist ihre eigene Situation der Linneas so ähnlich. Auch sie trauert und vermisst.
Ich mag das fast schon poetische dieses Buches unheimlich gern. Es enthält Gedichte, drückt Gefühle wunderschön aus und behält dabei seine Verständlichkeit. Die Phantasiereisen der Kinder- so mystisch sie erscheinen, so real sind sie auch. Sie ermöglichen Linnea Rosa wiederzusehen und Frieden für sich zu finden. Die Welt schrumpft auf die Maße der kleinen Insel, die Außenwelt scheint eine Zeit lang wie entrückt. Und erst der Sturm bringt wie ein langsames Erwachen Stück für Stück die Wirklichkeit zurück, lenkt die Gedanken wieder auf das hier und jetzt und Sorgen machen sich breit. Die Stimmung verändert sich, dieses sehnsuchtsvoll ziehende verliert die Geschichte dabei aber nie.

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