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Veröffentlicht am 16.07.2025

Düstere Atmosphäre

Phantasma – Spiel um dein Leben, fürchte die Liebe
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Ophelias Leben steht Kopf. Ihre Mutter, eine Nekromantin, stirbt plötzlich auf mysteriöse Weise. Ihre ganze Magie geht nun auf Ophelia über. Doch nicht nur das, sie erbt nun auch die hohen Schulden, die ...

Ophelias Leben steht Kopf. Ihre Mutter, eine Nekromantin, stirbt plötzlich auf mysteriöse Weise. Ihre ganze Magie geht nun auf Ophelia über. Doch nicht nur das, sie erbt nun auch die hohen Schulden, die auf dem Haus lassen. Ihre jüngere Schwester Genevieve beschließt kurzerhand bei den Phantasma-Spielen mitzumachen. Dem Gewinner der Spiele wird ein Wunsch gewährt. Der Weg zum Sieg ist jedoch gefährlich und viele bezahlen mit dem Tod. Um ihre Schwester zu retten, nimmt auch Ophelia an den Spielen teil. Sie begibt sich in ein verfluchtes Haus mit verwinkelten Gängen und prunkvollen Ballsälen, in denen die Herausforderungen und Dämonen warten. In neun Leveln müssen sie sich den Herausforderungen stellen. Dabei kämpft Ophelia auch gegen ihre eigenen Dämonen und Ängste an. Dann tritt auch noch der mysteriöse Blackwell ans Licht und Ophelia fühlt sich auf gefährliche Art zu ihm hingezogen.

"Phantasma" ist der erste Teil der Dilogie.

Vorweg gesagt, es war mein erstes Buch aus dem Genre "Fantasy". Ich wollte das Genre mal ausprobieren und habe dann aber festgestellt, dass es doch nicht so meins ist. Dennoch fand ich "Phantasma" ein faszinierendes Buch. Die Welt mit der Nekromantin war komplett neu für mich und daher äußerst interessant. Die Story selbst hat mich auch sofort durch die besondere, düstere Atmosphäre in den Bann gezogen.

Die Handlung ist teilweise spannend und auch brutal, was die Geschichte noch intensiver macht. Die Seiten flogen nur so dahin, weil man unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Die Autorin verwendet hier auch eine bildgewaltige Sprache, wodurch die Szenen sehr lebendig werden und vor dem inneren Auge entstehen. Besonders das Setting des verfluchten Hauses mit seinen verwinkelten Gängen fand ich hervorragend beschrieben. Es war unheimlich und geheimnisvoll. Das hat der Spannung einen zusätzlichen Reiz gegeben.

Neben der düsteren Stimmung gibt es auch humorvolle Elemente, die für eine angenehme Abwechslung sorgen. Die deutlichen Liebeszenen zwischen den Protagonisten sind vielleicht nicht unbedingt jedermans Sache, aber sie sind schön ausgearbeitet und bringt nochmal zusätzliche Spannung ins Spiel.

Die Hauptfigur Ophelia ist äußerst gelungen gestaltet. Ich fand sie sehr vielschichtig: sie ist mutig, aber auch verletzlich und ängstlich. Ophelia beerbt ihre Mutter Nekromantin uns sie hat immer eine gefährliche Stimmer im Ohr. Man spürt ihre Ängste und Gefühle hier sehr deutlich.

Mein Fazit:
Auch wenn es nicht unbedingt mein bevorzugtes Genre ist, fand ich die Story sehr spannend und mit einer düsteren Atmosphäre. Ich konnte mich sehr schnell in das Buch einfinden und der Story gebannt folgen. Daher finde ich das Buch trotzdem für alle, die dieses Genre mögen sehr lesenswert.

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Veröffentlicht am 13.07.2025

Wo ist Isabell?

Ihr werdet sie nicht finden
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Vor sieben Jahren verschwand Jonas' Tochter nach einer Party. Früher war er Polizist bis er für das Verschwinden seiner Tochter Selbstjustiz begang. Franca istt Privatermittlerin und wird beauftragt nach ...

Vor sieben Jahren verschwand Jonas' Tochter nach einer Party. Früher war er Polizist bis er für das Verschwinden seiner Tochter Selbstjustiz begang. Franca istt Privatermittlerin und wird beauftragt nach einer Vermissten zu suchen. Sie hat ein Talent für digitale Spuren und bei ihren Ermittlungen deckt sie schnell die Verbindungen zu dem alten Fall auf - dem Verschwinden von Jonas' Tochter, die nie gefunden werden konnte. Als Erstes verdächtigt sie Jonas selbst mit dem Verschwinden etwas zu tun zu haben, doch schnell ermitteln die beiden zusammen. Die Vermisste, die Franca eigentlich sucht, scheint etwas über den alten Fall zu wissen.

In meinen Augen war es nicht unbedingt ein Thriller sondern mehr ein Krimi mit einem recht großen Cold Case-Anteil. Trotzdem fand ich die Handlung sehr gut konstruiert und wendungsreich. Es war ein ständiges Hin und Her zwischen all den vielen Verdächtigungen. So konnte man sehr gut miträtsel wo sich Isabell befinden könnte und wer hinter ihrem Verschwinden steckt und warum.

Die Handlung wird abwechselnd aus unterschiedlichen Perspektiven der einzelnen Protagonisten, aber man bekommt auch Einblicke in die Vergangenheit, was damals geschehen ist. Die wechselnden Perspektiven sorgen für verschiedene Einblicke bei den Protagonisten. Allerdings gab es auch einige Längen in der Handlung, insbesondere wenn die Ermittlungen ins Stocken gerieten, was die Spannung etwas minderte. Ansonsten hielt sich die Spannung aber konstant. Der übliche Nervenkitzel fehlte aber leider.

Jonas fand ich auf Anhieb unsympathisch. Auf der einen Seite konnte ich es gut nachvollziehen warum er so reagiert und er hatte auch mein Mitgefühl über das Verschwinden seiner Tochter, doch auf der anderen Seite fand ich, dass er sehr viel überreagiert hat, was ihn schwer zugänglich macht. Wahrscheinlich wurde das aber bewusst so gestaltet, damit es jetzt eine Grundlage zu den privaten Ermittlungen von Franca gab. Franca fand ich ein wenig blass. Viel hat man über sie nicht erfahren.

Der Schreibstil ist flüssig und bildgewaltig. Szenen und Handlungsorte wurden so beschreiben, dass sie lebendig vorstellbar sind. Das macht das Lesen angenehm und sorgt für eine gute Atmosphäre.

Mein Fazit:
Kein typischer Thriller mit Nervenkitzel, wie man ihn vielleicht vom Autor gewohnt ist, aber dennoch eine spannende und gut konstruierte Handlung. Die Handlung ist mehr eine tiefgründige Geschichte, bei der man miträtseln und die Handlung Stück für Stück entschlüsseln kann. Für mich trotzdem eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Wo ist Emily?

Vermisst - Der Fall Emily
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Die Ex-Polizistin Malou Löwenberg hat sich selbst zur Privatdetektivin ernannt und hat sich auf Cold Cases spezialisiert. Sie will Menschen finden, die schon länger vermisst werden. Ihren ersten Fall bekommt ...

Die Ex-Polizistin Malou Löwenberg hat sich selbst zur Privatdetektivin ernannt und hat sich auf Cold Cases spezialisiert. Sie will Menschen finden, die schon länger vermisst werden. Ihren ersten Fall bekommt sie von Vera König. Sie vermisst schon seit vier Jahren ihre Tochter Emily. Emily wäre heute sieben Jahre alt und Vera ist überzeugt davon, dass ihre Tochter noch lebt. Malou nimmt sich den Fall an und stößt bei ihren Ermittlungen auf die Spur eines internationalen Kinderhändlerrings. Doch auch Emilys Vater verhält sich sehr verdächtig. Dann macht Malou eine schockierende Entdeckung.

"Vermisst - Der Fall Emily" ist der zweite Band mit der Ex-Polizistin Malou Löwenberg, wo sie auf eigene Faust ermittelt. Es ist nicht zwingend notwendig den Vorgängerband zu kennen. Der Fall selbst ist in sich abgeschlossen und die private Story von Malou nimmt hier auch nicht allzu viel Raum ein. Dennoch ist es empfehlenswert den Vorgänger zu kennen, wenn man auch Malous persönliche Story weiterverfolgen möchte.

Die Handlung wird in wechselnden Perspektiven der einzelnen Protagonisten erzählt. Man begleitet Malou sowohl bei ihrer Suche nach der vermissten Emily aber auch in ihrem ganz persönlichen Fall, nämlich der Suche nach ihren eigenen leiblichen Eltern. Hauptaugenmerk liegt aber bei ihren Privatermittler-Fällen und nicht bei ihrem persönlichen. Dann bekommt man noch Einblicke in die Gedankenwelt der Mutter der Tochter. Es ist äußerst abwechslungsreich und die Handlung zeigt eine Vielzahl von unerwarteten Wendungen. Geschickt wird man auch ständig auf falsche Fährten gelockt, sodass man immer wieder am zweifeln ist. Besonders spannend ist, wie die verschiedenen Handlungsstränge miteinander verwoben werden und sich nach und nach ein gut konstruiertes Bild ergibt. An einigen Stellen war es mir aber etwas zu lang. Man hatte das Gefühl, als wenn es nicht richtig weitergehen würde und Malou nur auf der Stelle tritt.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Mit ihrem bildgewaltigen Schreibstil konnte hier lebendige Atmosphären geschaffen werden, die auch immer passend zur Szene waren. Die Stimmung der Szenen wurden immer perfekt eingefangen.

Malou ist eine starke Persönlichkeit. Sie ist sehr eigenwillig und was sie sich in den Kopf gesetzt hat, zieht sie dann auch durch. Darum geht sie auch mit Biss an den Fall heran und gibt nicht auf. Unterstützung holt sie sich bei ihren ehemaligen Kollegen der Berner Polizei, die mir bereits aus der anderen Buchreihe der Autorin bekannt sind.

Mein Fazit:
Ein sehr gut gestrickter Cold Case mit vielen falschen Fährten, die einen immer wieder zweifeln lassen. Bis zum Schluss wurde die Spannung gehalten, dass man wissen wollte, was tatsächlich mit Emily passiert ist. Ich bin sehr gespannt auf eine Fortsetzung der Reihe, da Malous Vergangenheit ja immer noch offen ist. Ich kann dieses Buch sehr empfehlen zu lesen.

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Veröffentlicht am 05.07.2025

Schachmörder

Blindspiel
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Ein junger Mann stiehlt einem Serienmörder eine Aktentasche aus dem Auto. Nur kurze Zeit später ist der Dieb tot. Kurz darauf gibt es ein weiteres Mordopfer, eine junge Frau. Ihr Körper wurde komplett ...

Ein junger Mann stiehlt einem Serienmörder eine Aktentasche aus dem Auto. Nur kurze Zeit später ist der Dieb tot. Kurz darauf gibt es ein weiteres Mordopfer, eine junge Frau. Ihr Körper wurde komplett mit weißer Farbe bemalt. Doch warum hat der Mörder ihre Leiche so inszeniert? Profiler Milo wird von der Kripo Helsinki hinzugebeten. Milo bekommt eine anonyme Nachricht als Schachnotation aufgebaut. Er ahnt, dass er sich mitten in einem tödlichen Schachspiel befindet. Um den Mörder zu finden, muss er sich seinen eigenen Dämonen stellen und kontaktiert den Ex-Partner seiner Mutter, der ein versierter Schachspieler ist. Eigentlich wollte er ihm nie mehr begegnen, doch nun braucht er seine Hilfe.

"Blindspiel" ist der Auftakt in eine neue Reihe mit dem Profiler Milo.

Milo ist ein ehemaliger Ermittler und hat sich aus privaten Gründen aus dem Polizeidienst herausgezogen. Er ist eine eigensinnige Figur, die durch ihre eigenartige Art, das Leben zu sehen, auffällt. Sein Trauma aus der Jugendzeit wird hier mit reinspielen. Anfangs wirkt er etwas unsympathisch, ist aber dennoch authentisch gestaltet. Seine persönliche Geschichte nimmt allerdings teilweise zu viel Raum ein, was die Spannung etwas mindert und dadurch auch die Handlung an Tempo verliert.

Die anderen Charaktere sind sehr verschieden und ebenfallls gut ausgearbeitet. Jeder hat so seine eigenen Macken, was die Geschichte lebendig macht. Die finnischen Straßennamen und Ortsangaben sind teilweise schwer zu lesen. Teilweise sind sie recht nah beieinander gereiht, wodurch man etwas die Orientierung verlieren kann. Ich hätte mir hier eine Karte für einen besseren Überblick gewünscht.

Die Handlung wird in verschiedenen Perspektiven der Charaktere im Wechsel erzählt. Das sorgt für eine abwechslungsreiche und vielschichtige Handlung. Man bekommt dadurch aber auch Einblicke in die Gedankenwelt der Charaktere und wird geschickt auf falsche Fährten gelockt. Die falschen Fährten und unerwarteten Wendungen wurden geschickt platziert, um die Spannung aufrechtzuerhalten. Doch der erhoffte besondere Nervenkitzel im Showdown blieb für mich leider aus.

Den Plot mit den Morden, aufgebaut nach einem Schachspiel, finde eine interessante und ungewöhnliche Idee. Der Schreibstil lässt sich angenehm flüssig lesen und ist bildhaft dargestellt, sodass sich auch eine düstere Atmosphäre erzeugt hat. Besonders die Dunkelheit, die Nässe und die Kälte im finnischen November trägt hier besonders zur Atmosphäre bei und passt auch zu dem düsteren Cover.

Mein Fazit:
Mit Milos Art bin ich noch nicht so ganz warm geworden, aber trotzdem fand ich den Thriller super spannend. Besonders gut gefallen haben mir hier die vielen falschen Fährten und unerwarteten Wendungen. So konnte man beim Lesen auch sehr gut miträtseln und wurde am Ende doch sehr überrascht. Bin gespannt wie es weitergeht und gebe für das Buch eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 28.06.2025

Lebensträume

Montmartre - Licht und Schatten
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Paris, 1866: Am selben Tag werden in Paris zwei Mädchen geboren, Elise Lambert und Valérie Dumas. Ansonsten haben sie keine Gemeinsamkeiten, außer dass Beide in einer Zeit, wo Frauen kaum Möglichkeiten ...

Paris, 1866: Am selben Tag werden in Paris zwei Mädchen geboren, Elise Lambert und Valérie Dumas. Ansonsten haben sie keine Gemeinsamkeiten, außer dass Beide in einer Zeit, wo Frauen kaum Möglichkeiten haben, große Träume haben. Elise ist die Tochter einer Wäscherin und wächst in ärmlichen Verhältnissen auf dem Hügel von Montmartre auf. Sie möchte als Tänzerin in den Varietés von Montmartre berühmt werden. Wohingegen Valérie aus einer wohlhabenden Familie stammt. Ihr Vater ist ein Kunsthändlers vom Boulevard de Clichy. Valérie ist eine Malerin, die es an die berühmte Kunstakademie schaffen möchte, wo auch Toulouse-Lautrec und van Gogh studieren. Beide jungen Frauen kämpfen für ihr Glück und müssen sich ungeahnten Herausforderungen stellen und erleiden Schicksalsschläge.

"Montmartre - Licht und Schatten" ist der erste Teil der Dilogie.

Die Geschichte der beiden jungen Frauen wird in wechselnden Perspektiven erzählt. Man begleitet Elise und Valérie immer abwechselnd auf ihrem Lebensweg. So ist es abwechslungsreich und erlebt die Geschichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Dadurch bekommt man ein umfassendes Bild der Ereignisse und der beiden Protagonisten.

Im Prinzip sind es zweierlei Geschichten in einem Roman. Die beiden jungen Frauen haben während des Handlungsfortganges nur wenig Berührungspunkte zueinander. Sie treffen sich im Leben gelegentlich, aber haben sonst nichts weiter miteinander zu tun. Das fand ich ein wenig schade, denn ich habe erwartet, dass ihr Lebensweg zu öfters kreuzen wird und die Handlung dadurch spannender wird. Aber vielleicht kommt das noch in dem zweiten Band.

Die beiden Hauptprotagonisten wurden sehr gut ausgearbeitet. Sie wurden lebendig und authentisch gestaltet, was sie deutlich sympathisch macht. Ihr Lebensweg ist mitreißend gestaltet worden.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Es wird sehr viel detailgetreu beschrieben, sodass man sich das damalige Paris wirklich sehr bildlich vorstellen kann. Die Gegensätze zwischen Licht und Schatten, Armut und Wohlstand, wurden hier authentisch dargestellt. Man kann sich die Szenen gut vorstellen und fühlt sich in die damalige Zeit versetzt. Die aufwendige Recherche, die in den Roman eingeflossen ist, zeigt sich in den authentischen Begebenheiten und der Atmosphäre. Einige Stellen waren mir allerdings etwas zu detailliert beschrieben, sodass es einige Passagen in der Handlung gegeben hat, die mir zu sehr in die Länge gezogen wirkten. Weniger wäre hier vielleicht mehr gewesen.

Mein Fazit:
Ich finde den Roman wirklich sehr gelungen. Der Roman zeichnet sich durch seine lebendigen Figuren, die realistische Schilderung von Paris zur damaligen und die wechselnden Blickwinkel aus. Für mich ist es eine Leseempfehlung für alle, die solche historischen Romane mögen.

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