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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.08.2025

zum dritten Mal großartig

Erebos 3
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Ich liebe Erebos und normalerweise ist es so, dass mich solche Reihen irgendwann enttäuschen und die Folgebände schwächer werden, nicht aber bei Erebos! Ursula Poznanski ist einfach eine Meisterin der ...

Ich liebe Erebos und normalerweise ist es so, dass mich solche Reihen irgendwann enttäuschen und die Folgebände schwächer werden, nicht aber bei Erebos! Ursula Poznanski ist einfach eine Meisterin der Spannung. Ich habe auch Teil 3 wieder in vollen Zügen genossen.

Wieder begleiten wir Nick Dunmore, der eigentlich nicht mehr an Erebos teilnehmen möchte, doch das Spiel bringt ihn dazu, trotzdem wieder das Spiel auf seinem Computer zum Leben zu erwecken. Ich hätte nicht erwartet, dass dies wieder am PC passieren würde, aber es ist spannend wie immer. Sarius taucht wieder in die Welt ein und auch Nicks Freund Victor ist wieder mit seinem Charakter dabei. Victor habe ich sowieso seit Teil 1 bereits ins Herz geschlossen, weil er so eine coole Sammlung an Teetassen hat. Auf was das Spiel es diesmal abgesehen hat, ist ein hochaktuelles Thema und ich habe selbst ein wenig Angst bekommen, wie realistisch das Ganze doch ist.

Ein wenig schade fand ich, dass Emily in diesem Teil nur am Rande auftaucht. Sie war immer ein richtig toller Charakter und fehlt zwar nicht in der Geschichte, aber hätte durchaus eine bedeutendere Rolle bekommen können. Das ist aber auch mein einziger winziger Kritikpunkt.

Auch mit dem Cover ist dem Loewe Verlag wieder ein richtig tolles Design gelungen. Ich liebe die Farbkombi aus schwarz und pink

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Die drei ??? im Erwachsenenalter

Die Auferstehung
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Ich liebe die drei ??? seit meiner Kindheit. Ich habe stundenlang ihre Fälle gehört und gelesen. Auch Andreas Eschbachs Bücher liebe ich sehr. Diese Mischung musste einfach wie für mich gemacht sein und ...

Ich liebe die drei ??? seit meiner Kindheit. Ich habe stundenlang ihre Fälle gehört und gelesen. Auch Andreas Eschbachs Bücher liebe ich sehr. Diese Mischung musste einfach wie für mich gemacht sein und ich habe Recht behalten.

Andreas Eschbach lässt die drei ??? im Erwachsenenalter wieder aufeinander treffen. Alle haben ihr Leben weitergelebt und sich mehr oder weniger aus den Augen verloren. Dann kommt ein interessanter Fall. Eine junge Frau ist vor vielen Jahren im brasilianischen Regenwald verschwunden und taucht plötzlich wieder auf. Eine Frau hat eine Karte der drei ??? aufbewahrt und kommt auf den Schrottplatz, um Justus Jonas mit dem Fall zu beauftragen.

Es ist sehr spannend, Andreas Eschbachs Ideen zu lesen, was aus den drei ??? im Erwachsenenalter geworden ist. Bei keinem der drei hätte ich mir das jedoch so vorgestellt. Das macht es einerseits umso interessanter, diesen Roman zu lesen, andererseits fragt man sich auch, wieso genau diese Wege eingeschlagen wurden. Der Fall war für mich hier eher nebensächlich. Ich fand das Weiterleben der drei Detektive eigentlich viel spannender, die mich die ganze Kindheit begleitet haben. Große Empfehlung!

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Veröffentlicht am 14.07.2025

toller Adoleszenzroman

Himmel ohne Ende
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"Himmel ohne Ende" ist der erste Roman der Poetry-Slammerin Julia Engelmann.

Julia Engelmann verfolge ich seit langem und mag ihre Texte sehr. Auch ihr Roman hat mir gut gefallen.
Es geht um die fünfzehnjährige ...

"Himmel ohne Ende" ist der erste Roman der Poetry-Slammerin Julia Engelmann.

Julia Engelmann verfolge ich seit langem und mag ihre Texte sehr. Auch ihr Roman hat mir gut gefallen.
Es geht um die fünfzehnjährige Charlie, die alleine mit ihrer Mutter und dem "Italiener" lebt. Ihren Vater vermisst sie sehr. Auch ihre beste Freundin ist nicht mehr für sie da und küsst den Jungen, in den eigentlich sie verliebt ist. Als dann ein neuer Junge in die Klasse kommt, findet Charlie einen neuen Freund. Pommes, wie sie Kornelius liebevoll nennt, eröffnet ihr neue Perspektiven und bietet ihr viel Raum für tiefgründige Gespräche.

Sowohl Charlie als auch Pommes sind tolle Charaktere. Charlie ist sehr verletzlich und hat die Probleme, die viele Jugendliche mitmachen. Sie lebt ohne ihren Vater und kann sich nicht so recht mit dem neuen Partner der Mutter anfreunden. Pommes hat auch viel durchgemacht in seinem Leben und vor allem das Thema Trauer ist eines, das immer wieder aufkommt. Es geht in dem Roman vor allem um Trauer und das Erwachsenwerden.

Julia Engelmann überzeugt nicht nur als Poetry-Slammerin, sondern auch als Romanautorin mit ihrem tollen und poetischen Schreibstil.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Jahreshighlight

Novel Haven - Levels of Love
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Ich liebe generell die Bücher der Autorin Anabelle Stehl, aber dieses hier hat mich ganz besonders packen können. "Novel Haven" liest sich, wie sich Stardew Valley spielt - einfach nur cozy und zum Wohlfühlen.

Es ...

Ich liebe generell die Bücher der Autorin Anabelle Stehl, aber dieses hier hat mich ganz besonders packen können. "Novel Haven" liest sich, wie sich Stardew Valley spielt - einfach nur cozy und zum Wohlfühlen.

Es geht in "Novel Haven" um Lara und Luca, die beide an einem Spiel arbeiten. Lara designt ein Wohlfühlspiel für Buchliebhaber:innen, während Luca ein Horrospiel entworfen hat. Beide treten sie mit ihrem Spiel an einem Wettbewerb, der Game-Changer Convention, an, bei dem sie zu Konkurrenten werden. Denn das Preisgeld brauchen sie beide dringend.

Bereits die Aufmachung des Romans ist unglaublich liebevoll gestaltet. Es wird mit Stickern geliefert, mit denen man seine eigene Buchhandlung in der Innenseite des Covers designen kann. Die Pixelarts sind einfach toll.

Beide Protagonisten fand ich toll. Lara ist ein sehr unsicherer Mensch, was sie mir gleich sehr sympathisch gemacht hat. Ihre schüchterne Art ist einfach nur süß. Auch Luca fand ich von Anfang an toll. Er verhält sich Lara gegenüber die ganze Zeit super süß.

Das Buch hat dafür gesorgt, dass ich jetzt zu Hause ein Capybara Kuscheltier sitzen habe. Das sagt wohl aus, wie toll ich es fand!

Ich liebe einfach alles an diesem Roman und freue mich schon sehr auf Band 2!

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Großartiger Roman

Himmlischer Frieden
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Mit "Himmlischer Frieden" ist Lai Wen ein wirklich großartiger Roman gelungen.
Das Cover ist zwar super unscheinbar und ich hätte den Roman im Laden wahrscheinlich auch nie angefasst, aber der ...

Mit "Himmlischer Frieden" ist Lai Wen ein wirklich großartiger Roman gelungen.
Das Cover ist zwar super unscheinbar und ich hätte den Roman im Laden wahrscheinlich auch nie angefasst, aber der Inhalt hat mich wirklich umgehauen.

Es geht um Lai, die in Peking in einem Arbeiterviertel aufwächst. Ihre Eltern sind nicht wirklich an ihr interessiert, aber zu ihrer Großmutter hat Lai eine großartige Beziehung. Sie ist die einzige, die für sie da ist. In ihrer Kindheit lernt sie Gen kennen. Bei einem Streich, der ausartet, verlieren die beiden sich aus dem Blick und begegnen sich erst an einem späteren Zeitpunkt im Leben wieder. Gen denkt ganz anders als sie, ist irgendwie rebellisch und führt sie in die Welt der Bücher und Bildung ein. So kommt es auch dazu, dass beide an der Universität studieren. Gen schließt sich einem Widerstand gegen das Regime an und Lai ist irgendwie mittendrin...

Lai war für mich ein großartiger Charakter und ich habe es geliebt, wie sie sich von den starren Ansichten ihrer Eltern entfernt. Vor allem ihre Liebe zu den Büchern fand ich großartig. Meine Lieblingsstelle im Buch ist, wenn sie 1989 von George Orwell kennenlernt. Der Buchhändler ist auch so ein toller Charakter, der den Roman wirklich bereichert. Besonders eine Aussage von ihm ist bei mir hängengeblieben:

"Meiner Meinung nach stiehlt jeder von uns, wenn er ein Buch liest, ein kleines Stück dieses Buches. Wir nehmen uns etwas davon, und was wir nehmen, wird zu einem Teil von uns. Die einzige Frage ist deshalb - was hast du dir davon genommen?" (S. 144).

Was ich aus diesem Buch "genommen" habe, ist die Liebe zu einer wundervollen Protagonistin, die sich emanzipiert und in der Welt zurechtzufinden versucht.

Gen, der andere Protagonist des Romans, ist mir hingegen etwas zu radikal gewesen. Zu Beginn des Romans fand ich großartig, wie er sich so rebellisch gegen die chinesischen Denkmuster auflehnt - Kommunismus ist eben nicht für alle eine Lösung. Gegen Ende des Romans wurde er mir jedoch immer unsympathischer. Diese ganze chinesische (bzw. generell asiatische) Kultur, wie ich sie in Facetten kennengelernt habe, fasst Gen für mich gut zusammen, wenn er über seinen Vater spricht:

"Der äußere Schein ist das, worauf es ankommt. Es ist nicht wichtig, ob du die Bücher selbst liest, solange die Menschen, die in dieses Haus kommen, glauben, dass er es tut. Das ist der äußere Schein, den er erzeugen will. Und darunter ist noch eine andere Wirklichkeit" (S. 175)

Dass das Cover also so unscheinbar gestaltet ist, passt letztlich gut zur Protagonistin Lai, da sie aus dieser Scheinwelt ausbrechen möchte.

Lai Wen ist hier ein großartiger Debütroman gelungen, den ich allen wärmstens ans Herz legen kann, die sich für asiatische Kultur generell, aber auch für die chinesische Geschichte interessieren.

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