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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.08.2025

Zwei Sommer, ein Herzchaos

Meine Sommer mit Marx
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„Meine Sommer mit Marx“ hat mir gut gefallen. Fee Taut entführt uns ins idyllische Lavnitz, wo die impulsive Marketingmanagerin Sessy nach zehn Jahren unerwartet zurückkehrt und direkt wieder auf Marx ...

„Meine Sommer mit Marx“ hat mir gut gefallen. Fee Taut entführt uns ins idyllische Lavnitz, wo die impulsive Marketingmanagerin Sessy nach zehn Jahren unerwartet zurückkehrt und direkt wieder auf Marx trifft, den zurückhaltenden Fantasyautor, mit dem sie einst einen intensiven, aber komplizierten Sommer in der Villa Wittlow verbracht hat. Für Marx steht fest, dass er sich kein zweites Mal auf sie einlassen will, doch alte Erinnerungen und Gefühle machen es ihm schwer, standhaft zu bleiben.

Ich mochte besonders, wie die Autorin auf zwei Zeitebenen erzählt. Die Rückblenden sind atmosphärisch und lassen einen verstehen, warum ihre Vergangenheit so viel Gewicht hat. Gleichzeitig ist die Gegenwart voller kleiner Momente, die zeigen, dass alte Gefühle nicht einfach verschwinden und dass beide im Laufe der Geschichte wachsen, aneinander und an ihren eigenen Fehlern.

Sessy sprüht vor Energie, trifft oft schnelle Entscheidungen und scheut sich nicht vor klaren Worten. Marx dagegen ist bedacht, in sich gekehrt und lässt nur langsam Nähe zu. Diese Gegensätze sorgen für funkelnde Dialoge, aber auch für leise, nachdenkliche Szenen.

Das Cover hat mich sofort angesprochen: sommerlich, leicht und trotzdem ein Hauch Melancholie, genau wie die Geschichte. Fee Tauts Schreibstil ist bildhaft, lebendig und so angenehm, dass ich das Buch in kurzer Zeit gelesen habe.

Fazit: Ein Roman über zweite Chancen, der mich zum Schmunzeln, Seufzen und Mitfühlen gebracht hat, perfekt für einen sonnigen Lesetag.

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Veröffentlicht am 07.08.2025

Hochzeitstrubel trifft Lebenskrise

Wedding People (deutsche Ausgabe)
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„Wedding People“ von Alison Espach hat mich sofort durch seinen ungewöhnlichen Einstieg gepackt: Phoebe, Anfang 40, reist in ein Luxushotel, nicht um zu feiern, sondern um ihrem Leben ein Ende zu setzen. ...

„Wedding People“ von Alison Espach hat mich sofort durch seinen ungewöhnlichen Einstieg gepackt: Phoebe, Anfang 40, reist in ein Luxushotel, nicht um zu feiern, sondern um ihrem Leben ein Ende zu setzen. Doch statt in Ruhe Abschied zu nehmen, stolpert sie mitten in eine Hochzeitsgesellschaft und in Begegnungen, die alles verändern.

Anfangs war ich von Phoebes Gedankenwelt überfordert: sprunghaft, melancholisch, manchmal fast zu viel. Doch genau diese Überforderung spiegelt ihren inneren Zustand auf eindrucksvolle Weise wider. Je länger ich gelesen habe, desto näher kam sie mir, mit ihrer klugen, verletzlichen Art. Die Begegnungen mit der Braut Lila, die nach außen alles im Griff hat, aber im Inneren kämpft, waren voller Spannung und leiser Tiefe.

Espach schreibt mit einem feinen Gespür für Zwischentöne – mal ironisch, mal traurig, aber immer ehrlich. Besonders gelungen fand ich, wie trotz der Hochzeitskulisse kein oberflächlicher Kitsch entsteht, sondern eine Geschichte über echte Menschen mit echten Abgründen erzählt wird. Das Setting im Cornwall Inn verleiht dem Roman eine gewisse Leichtigkeit, ohne seine Schwere zu überdecken.

Fazit:
„Wedding People“ ist kein klassischer Wohlfühlroman, sondern eine feinfühlige, teils witzige, teils bittere Geschichte über Zufälle, Begegnungen und die Frage, wie man weitermacht, wenn alles verloren scheint. Berührend, klug – und überraschend lebendig.

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Veröffentlicht am 07.08.2025

Ein unterhaltsamer Antiquitätenkrimi

Mord am Schätztag
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Da ich Waldi Lehnertz vor allem aus „Bares für Rares“ kenne, hat mich sein zweiter Krimi „Mord am Schätztag“ sofort neugierig gemacht. Die Handlung rund um Siggi Malichs Antiquitätenladen ist spannend ...

Da ich Waldi Lehnertz vor allem aus „Bares für Rares“ kenne, hat mich sein zweiter Krimi „Mord am Schätztag“ sofort neugierig gemacht. Die Handlung rund um Siggi Malichs Antiquitätenladen ist spannend und witzig zugleich, perfekt zum Miträtseln. Besonders gut gefallen haben mir die sympathischen Figuren und der lockere, humorvolle Schreibstil, der das Buch sehr flüssig lesbar macht.

Für alle Fans von Cosy Crime und Antiquitäten eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 13.07.2025

Ein ehrlicher Blick aufs Landleben

Die Frau des Farmers
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Das Buch hat mich durch seine authentische und ruhige Erzählweise beeindruckt. Die Autorin nimmt uns mit in ihren Alltag auf dem Bauernhof im Lake District, der geprägt ist von harter Arbeit, aber auch ...

Das Buch hat mich durch seine authentische und ruhige Erzählweise beeindruckt. Die Autorin nimmt uns mit in ihren Alltag auf dem Bauernhof im Lake District, der geprägt ist von harter Arbeit, aber auch von kleinen, wertvollen Momenten der Ruhe. Besonders gelungen finde ich, wie Helen Rebanks offen beschreibt, dass sie ursprünglich nie Bäuerin werden wollte und trotzdem ihren Platz auf dem Hof gefunden hat – zwischen Familie, Tieren und Natur.

Das pastellfarbene Cover vermittelt direkt eine ländliche, friedliche Stimmung und passt wunderbar zum Inhalt. Die Rückblenden auf ihre Kindheit und die Geschichten ihrer Mutter und Großmutter machen das Buch sehr persönlich. Der Schreibstil ist klar, ruhig und einfühlsam, was das Lesen angenehm macht. Besonders schön fand ich die eingestreuten Rezepte und Illustrationen, die dem Buch eine besondere, persönliche Note geben.

Für mich ist dieses Buch eine gelungene Mischung aus Familiengeschichte, ehrlichem Einblick ins Landleben und praktischen Tipps. Es ist kein dramatisches Buch, sondern überzeugt durch seine stille Ehrlichkeit und die Wertschätzung für das oft Unsichtbare im Alltag. Eine klare Empfehlung für alle, die authentische Geschichten vom Leben auf dem Land mögen.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Paris, Genuss und Neuanfänge

Zweite Chancen à la carte
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Schon auf den ersten Seiten hat mich die Geschichte rund um Gabi, Kate und Sylvie in ihren Bann gezogen. Die Autorin versteht es, das Pariser Flair so lebendig zu schildern, dass ich beim Lesen förmlich ...

Schon auf den ersten Seiten hat mich die Geschichte rund um Gabi, Kate und Sylvie in ihren Bann gezogen. Die Autorin versteht es, das Pariser Flair so lebendig zu schildern, dass ich beim Lesen förmlich durch die Straßen der Stadt spaziert bin. Besonders gefallen hat mir die Dynamik zwischen den drei Frauen, deren Lebenswege sich in der Kochschule kreuzen und die alle auf ihre eigene Weise nach einer zweiten Chance suchen. Alle drei Frauen waren mir auf ihre eigene Art sympathisch, auch wenn manche Entwicklungen etwas klischeehaft wirkten. Die Beschreibungen der Gerichte machen richtig Appetit, allerdings habe ich die Rezepte dazu vermisst. Das Cover passt perfekt zur Stimmung des Buches. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Auch wenn das Ende etwas vorhersehbar war, habe ich die Lektüre als leichte, unterhaltsame Auszeit genossen.

Für alle, die Paris und kulinarische Romane lieben, eine klare Empfehlung!

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