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Veröffentlicht am 16.08.2025

Krimi mit Spannung und Humor

Kommissar Aiwanger - Prost, du Sack
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Als auf einem Volksfest ein Mann tot zusammenbricht, geht man von einer natürlichen Ursache aus. Kriminal- hauptkommissar Hubert Aiwanger , der sich noch im Krankheitsstand befindet, juckt es hinter dem ...

Als auf einem Volksfest ein Mann tot zusammenbricht, geht man von einer natürlichen Ursache aus. Kriminal- hauptkommissar Hubert Aiwanger , der sich noch im Krankheitsstand befindet, juckt es hinter dem Ohr, und das bedeutet nichts gutes. Seine Kollegin Frida Karlsson-Konrad stößt bei Recherchen auf eine Reihe mysteriöse Todesfälle auf Volksfesten. Aiwanger und seine Kollegin stürzen sich sofort an die Arbeit.
Den in der Oberpfalz stirbt man nicht ohne Grund.

Der Autor Martin Ehrensberger hat hier einen Regionalkrimi geschrieben, für alle Liebhaber des bayrischen Lebensgefühl, und für alle die es werden wollen.
Die Geschichte hat Spannung und Humor.
Aiwanger ist ein schrulliger Kommissar, mit einer Vorliebe für bayrische Speisen.
Die Charaktere des Ermittlerduos hat Ecken und Kanten, und sind liebevoll und sympathisch dargestellt. Auch die Nebenfiguren zeigen auf bayrische Lebensart hin.
Der Schreibstiel ist flüssig und gut zu lesen.

Prost, du Sack ist der Auftakt einer Krimiserie um Kriminalhauptkommissar Aiwanger.
Dieser 1. Teil hat Spaß gemacht und Lust auf weitere Kriminalromane aus der Oberpfalz, auch für Leser die nicht aus Bayern kommen

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Veröffentlicht am 17.07.2025

Klassiker der Science-Fiction Literatur

Picknick am Wegesrand
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Einst besuchten Außerirdischen die Erde. In Picknick am Wegesrand ist es anders. Hier wollten sie keine Menschen ausbeuten, keine töten und nicht alles vernichten. Nein, sie waren hier zu Besuch, und ...

Einst besuchten Außerirdischen die Erde. In Picknick am Wegesrand ist es anders. Hier wollten sie keine Menschen ausbeuten, keine töten und nicht alles vernichten. Nein, sie waren hier zu Besuch, und sind danach auch unbemerkt wieder verschwunden.

Die Strugatzki-Brüder beschreiben in diesem Klassiker von 1972, der von der Büchergilde Gutenberg neu aufgelegt wurde und von Jörg Hülsmann Illustriert wurde, eine Begegnung der anderen Art.
Bemerkt wurde ihr Besuch nur dadurch, daß sie Gegenstände, Artefakt hinterlassen hatten, die in Zonen lagern, die nur schwer von Menschen betreten werden können. Warum waren sie auf der Erde? Weshalb haben sie diese Gegenstände zurück gelassen? Wurden sie nicht mehr gebraucht oder wollten sie die Menschen auf eine Probe stellen.
Die Hauptfigur Roderic Schuchart versucht einige der Artefakte unter Einsatz seines Lebens aus der Zone zu holen, und sie auf dem Schwazmarkt zu verkaufen.

Picknick am Wegesrand ein ein Klassiker der Science-Fiction Literatur und es macht Lust diese Neuauflage zu lesen, und somit ein völlig anderes Science-Fiction Lesevergnügen zu haben.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Spannend und außergewöhnlich

Alex Brandt
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Alex Brandt steht vor einem rätselhaften Fall. Fünf Opfer brutal ermordet und jedem das Herz entnommen. Doch das merkwürdigste ist, dass alle ein seliges Lächeln haben. Keine Spur von Qualen und Gegenwehr. ...

Alex Brandt steht vor einem rätselhaften Fall. Fünf Opfer brutal ermordet und jedem das Herz entnommen. Doch das merkwürdigste ist, dass alle ein seliges Lächeln haben. Keine Spur von Qualen und Gegenwehr. Alex und sein Team tauchen ein, und findenden die Spur eines Serienmörders. Zurückliegenden Fälle zeigen, daß sich dies alle zwölf Jahre wiederholt, und die Spur geht Jahrhundete zurück. Doch Alex glaubt das dies alles sich mit Logik aufklären lässt. Aber bald ist er selbst der Gejagte. 12 Herzen alle 12 Jahre.

Ralph Llewellyn hat hier einen Krimi geschrieben, der viel mehr ist. Er führt den Leser in eine Welt voller Mystik und unerklärlichen Vorfällen. Lange tappt Alex im Dunkeln, doch als er die Geschichte verinnerlicht kann er seinen Gedanken nicht trauen.

Alex Brandt ist ein selbstgefälliger, arroganter Ermittler, ein Einzelgänger, der seine eigenen Entschlüsse trifft. Llewellyn hat mit ihm eine Person geschaffen, die nicht einfach ist, doch den Leser ans Herz wächst. Der Schreibstiel ist flüssig und hochspannend zugleich. Die Chraktere sind facettenreich dargestellt und authentisch. Die Wendungen am Ende bringen noch einmal extreme Spannung und ein Ende , das nichts für schwache Nerven ist.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, und ich konnte es nicht aus den Händen legen. Deshalb kann ich es sehr empfehlen.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Ein Reiseerlebnis

Ein Pyrenäenbuch
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Kurt Tucholsky geboren 1890, war einer der bedeutendsten Schriftsteller in der Weimarer Republik. Als politisch engagierter Gesellschaftskritiker, Sozialist und Pazifist warnte er vor den politischen ...

Kurt Tucholsky geboren 1890, war einer der bedeutendsten Schriftsteller in der Weimarer Republik. Als politisch engagierter Gesellschaftskritiker, Sozialist und Pazifist warnte er vor den politischen Rechten und dem Nationalsozialismus.

1925, also genau vor 100 Jahren, reiste er in den Süden Frankreichs. Aus seinen Reiseerlebnissen entstand dieses hier vorgestellte "Ein Pyrenäenbuch".
Eine Neuauflage der @buechergilde . Herausgegeben von @juliafinkernagel .

Um seine Reise antreten zu können, musste er , zu damaliger Zeit notwendig, Genehmigung von Deutschland, Frankreich und Spanien einholen. Mit diesem "Beichtzettel" wie er ihn nannte, begab er sich auf seine Reise.

In Frankreich eigentlich schon verboten, besuchte er einen Stierkampf mit all seiner Brutalität. Und doch zieht es die Menschen an. Der Matador, von allen bewundert, doch Tucholsky hatte Mitleid mit den Stieren. Eine Barbarei findet er.
In Biarritz beobachtet er die Reichen. Volle Ironie berichtet er von ihnen. Seine Liebe gehört den einfachen Leuten, den Bauern, den Schwachen.
Ein ganzes Kapitel widmet er dem Wallfahrtsort Lourdes. Auch hier gilt sein Mitgefühl den Kranken. Seine Kritik gilt dem Kommerz und den angeblichen Wunderheilungen und den Priestern.

Das Buch ist ein Reisebericht über Frankreich und Spanien, wie es vor 100 Jahren war. Es schildert interessante Beschreibungen über Menschen, Landschaften und die Kultur in den Pyrenäen und dem Baskenland. Aber der Leser erfährt auch vieles über den Menschen Tucholsky. Seine Gefühle, seine Gedanken, und sein Humor .

"Ein Pyrenäenbuch "ist auch heute noch ein schöne Lektüre, und weckt die Reiselust des Lesers. Mir hat es sehr gut gefallen und ich kann nur empfehlen, mal ein Buch von Kurt Tucholsky zu lesen.

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Veröffentlicht am 20.06.2025

Eine literarische Reise

Reise nach Laredo
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Karl V , Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und König von Spanien, hat aus gesundheitlichen Gründen abgedankt und lebt jetzt in einem Kloster in Spanien, und wartet auf sein Ende.

Im Roman von ...

Karl V , Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und König von Spanien, hat aus gesundheitlichen Gründen abgedankt und lebt jetzt in einem Kloster in Spanien, und wartet auf sein Ende.

Im Roman von Arno Geiger begegnet Karl dem elfjährigen Geronimo ( wahrscheinlich Karls unehelicher Sohn).

"Karl wollte sich von seinem Amt zurückziehen um endlich die Person zu sein, die er nie sein durfte.
Aber die Person war nicht mitgekommen "

Karl und Geronimo beschließen heimlich davon zureiten, nach Laredo, um ein letztes Abenteuer zu erleben. Unterwegs finden sie Gefährten, und lernen Freundschaft, Liebe und Freiheit kennen.

Der Schreibstiel von Arno Geiger ist sprachgewaltig. Die Geschichte handelt vom Sterben und Losslassen.

"Was bleibt, wenn man nicht mehr ist, was man ein Leben lang war "

Der Plot ist ruhig angelegt. Der Geschichte fehlt Spannung. Es beschreibt die letzten Tage von Karl, mit Geronimo und den Geschwistern Angelita und Honza.
Das Ende ist überraschend.
Wer Arno Geiger mag, wird auch dieses Buch lieben.

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