Eine dystopische Welt voller Götter, Spannung und großartigen Charakteren - Ein richtiges Highlight
To Tempt a GodMir wurde das Buch als Rezi Exemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung allerdings nicht beeinflusst hat.
Es war mein erstes Buch der Autorin (ich weiß, Schande über mich, da ich schon wirklich ...
Mir wurde das Buch als Rezi Exemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung allerdings nicht beeinflusst hat.
Es war mein erstes Buch der Autorin (ich weiß, Schande über mich, da ich schon wirklich viel Gutes über ihre Bücher gehört habe🫣😅). Und dem kann ich mich nun auch nur anschließen. Ich habe schnell in die Geschichte hineingefunden, der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Auch das Worldbuilding ist wirklich sehr gut gelungen, es ist flüssig in die Geschichte integriert und sehr komplex, aber ohne zu Beginn lange Einführungen zu geben, die sich ziehen. Zudem ist es sehr bildhaft, so dass man schnell in die Geschichte gezogen wird.
Aber worum geht es überhaupt.
Aurora lebt mit ihrem Bruder bei ihrem Ziehvater, nachdem ihre Eltern verstorben sind. Als ihr Bruder nach einem Unfall nun auch noch ins Koma fällt, will Aurora alles daran setzen, ihn zu retten, doch dann wird sie als Valet an den göttlichen Hof berufen, was ein Weggang ohne Wiederkehr bedeutet. Menschen sind dabei im Gegensatz zu den Göttern nichts wert und als Colden (der Sohn des Herrschers) sie nun als seine Dienerin nimmt, denkt Aurora, dass ihr Schicksal besiegelt ist. Doch Colden erweist sich als weniger grausam als erwartet und dann entwickelt sich mehr zwischen ihnen, als irgendjemand dachte und mehr, als jemals sein darf.
Aurora mochte ich von Beginn an gerne, sie sorgt sich sehr um ihren Bruder und ist eine sympathische junge Frau, die immer das Beste aus allem versucht zu machen. Sie ist sehr tapfer, nimmt ihr Schicksal an, doch gleichzeitig ruht sie sich nicht darauf aus und resigniert nicht. Sie ist eine Kämpferin, die aber auch mal ihre schwachen Momente hat, was sie menschlich gemacht hat. Ich mochte es auch, dass sie alles andere als naiv war, aber gleichzeitig auch ihre Sichtweisen angepasst hat und reflektieren kann.
Colden mochte ich auch sehr gerne, was sich aber erst im Laufe der Geschichte gefestigt hat. Zu Beginn war er noch etwas schwer zu greifen, man bekommt nicht so viel von ihm mit, aber dennoch merkt man, dass er nicht so grausam ist, wie Aurora zunächst befürchtet hat. Gleichzeitig lässt er sich nicht gerne in die Karten schauen und hat seine Geheimnisse. Ich bin mir sicher, dass es alles andere als langweilig mit ihm wird.
Die beiden zusammen haben mir auch wirklich gut gefallen. Trotz ihrer anfänglichen Abneigung ist die Chemie zwischen ihnen unbestreitbar und ich bin wahnsinnig gespannt, wie sich alles weiterhin zwischen ihnen entwickelt.
Zudem mochte ich die Nebencharaktere ebenso wie den konstant aufrechterhaltenden Spannungsbogen wirklich richtig gerne. Dazu dann noch die komplexen Machtverhältnisse, die politischen Strukturen und auch die Missstände im System…. Ja, ich kann denke ich schon jetzt sagen, dass das Buch ein Highlight ist.
Insgesamt hat mir der Auftakt der Reihe wahnsinnig gut gefallen. Alleine das komplexe und dystopische Worldbuilding ist einfach großartig, aber auch Aurora und Calden konnten mich voll überzeugen.