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Veröffentlicht am 01.07.2025

Zwischen Sylt-Atmosphäre und Fehlern!

Tod im Friesenhaus
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Ein atmosphärischer Krimi mit schönem Sylt-Flair, der sich gut weglesen lässt – trotz vermeidbarer Fehler, wenig Spannung und kaum überraschender Wendungen.


3,5/5 ⭐️

In Tod im Friesenhaus ermitteln ...

Ein atmosphärischer Krimi mit schönem Sylt-Flair, der sich gut weglesen lässt – trotz vermeidbarer Fehler, wenig Spannung und kaum überraschender Wendungen.


3,5/5 ⭐️

In Tod im Friesenhaus ermitteln Kommissar Kröger und Kristan Dennermann erneut gemeinsam auf Sylt. Der Krimi überzeugt vor allem durch sein stimmungsvolles Setting und die gelungene Einbindung kultureller sowie landschaftlicher Aspekte der Insel. Gerade dieser atmosphärische Hintergrund hat mir gut gefallen und machte das Buch zur idealen Urlaubslektüre.

Der eigentliche Kriminalfall konnte mich allerdings nicht völlig fesseln. Die Spannung blieb über weite Strecken aus, und überraschende Wendungen gab es kaum. Zudem verlor sich die Handlung immer wieder in zahlreichen Nebenthemen, was den Fokus auf die Ermittlungen schwächte.

Ein besonders störender Punkt war der wiederkehrende Tippfehler, bei dem der Name „Mina“ mehrfach fälschlich als „Nina“ auftauchte. Solche Flüchtigkeitsfehler wirken unprofessionell und hätten im Lektorat auffallen müssen.

Trotz dieser Schwächen habe ich das Buch gern gelesen. Es bietet leichte Unterhaltung mit einer angenehmen Atmosphäre – ideal für alle, die keine allzu hohe Spannung erwarten und einfach in einen norddeutschen Küstenkrimi eintauchen möchten.

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Stürmischer Neubeginn auf Sylt

Vor uns das Rauschen des Meeres
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Mit Zwischen uns das Leuchten des Meeres gelingt Janine Ukena ein atmosphärischer Reihenauftakt, der durch das gefühlvolle Setting auf Sylt, vielschichtige Figuren und einen angenehm flüssigen Schreibstil ...

Mit Zwischen uns das Leuchten des Meeres gelingt Janine Ukena ein atmosphärischer Reihenauftakt, der durch das gefühlvolle Setting auf Sylt, vielschichtige Figuren und einen angenehm flüssigen Schreibstil besticht. Die Geschichte um Sophie und Max hat mich emotional mitgenommen, auch wenn sie nicht ganz ohne Schwächen bleibt.

Sophie kehrt nach Jahren auf die Insel zurück, getrieben von der Suche nach der Wahrheit über ein traumatisches Ereignis, das ihre Familie zerstört hat. Ihr Plan ist klar, zielgerichtet und moralisch nachvollziehbar – bis sie Max wieder begegnet, den Sohn des Hotelerben, der damals eine zentrale Rolle spielte. Der Konflikt zwischen Wahrheitssuche, Moral und aufkeimender Liebe ist das Herzstück dieser Geschichte.

Sophie ist als Figur interessant, wenn auch in Teilen widersprüchlich: Anfangs sehr forsch und fast überzeichnet, wirkt sie später unerwartet ruhig und reflektiert. Max hingegen ist der „goldene Käfig“-Typ, aufgewachsen unter Erwartungsdruck, träumt er vom Kochen und einem selbstbestimmten Leben. Ihre Beziehung entwickelt sich mit vielen Höhen und Tiefen, spannungsgeladen, aber teilweise auch etwas schnell und emotional überzeichnet.

Besonders stark fand ich den inneren Konflikt beider Figuren sowie die bittersüße Annäherung, die trotz allem passiert. Ich konnte gut mit Sophie mitfühlen, wollte gemeinsam mit ihr die Wahrheit aufdecken. Gleichzeitig war der Charme von Max greifbar und nachvollziehbar. Die Handlung selbst hatte ein paar Längen, vor allem der Einstieg fiel mir etwas schwer. Doch nach einigen Kapiteln wurde es deutlich spannender. Der Schluss kam dann allerdings zu abrupt, hier hätte ich mir mehr Tiefe und weniger Tempo gewünscht.

Nebenfiguren wie Erik oder die Zwillinge waren solide, auch wenn manche, besonders Max' Eltern oder Sophies Freunde etwas blass blieben.

Fazit: Ein gelungener erster Band mit einem emotionalen Grundton, atmosphärischem Setting und einer bewegenden Grundidee. Trotz kleiner Schwächen, vor allem beim Pacing und einigen klischeehaften Elementen, hat mich das Buch überzeugt und neugierig auf Band 2 gemacht

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Veröffentlicht am 11.07.2024

Influencerbubble und dessen Gefahren

Insight – Dein Leben gehört mir
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Im diesem Roman von Antonia Wesseling geht es um die große Influencerin Valerie, die einen Sturzflug hinlegt. Es werden wirklich wichtige Themen angesprochen und geklärt.

Das Cover ist ansprechend gestaltet ...

Im diesem Roman von Antonia Wesseling geht es um die große Influencerin Valerie, die einen Sturzflug hinlegt. Es werden wirklich wichtige Themen angesprochen und geklärt.

Das Cover ist ansprechend gestaltet und passt von der Farbwelt gut zur weiblichen Influencerwelt wie sie hier dargestellt wird. Jedoch haben die Farben innerhalb des Buches etwas gefehlt, da es dort für mich eigentlich nur um Beige, Orange und gerade um die Farbe Rot.

Die Charaktere sind unterschiedlich, aber dennoch sehr eng vergleichbar.
Valerie war ein bisschen überstürzt dargestellt und sehr auf "Aktion" fixiert und dadurch manchmal schon ein bisschen nervig. Ich glaube aber, dass die Autotin "nervig" sehr mag (aufgrund anderer Darstellungen, die nichts mit diesem Roman zutun haben).

Der Erzählstil war am Anfang für mich neu, da ich Antonia Wesseling bisher auch nur vom Namen und vom Hype um andere Bücher kannte.
Es ist einfach gehalten und gut zu lesen.
Es gibt einen konstanten Spannungsbogen, der sich auch immer weiter aufbaut. Gerade als man denkt jetzt könnte es abfallen und langweilig werden, da platzt die nächste Szenerie.
Gerade das Ende zeigt die weitere Ausarbeitung der Charaktere, die man im Roman selbst vielleicht gar nicht so wahrnehmen möchte.
Allem in einem ist die Handlung dennoch etwas flach gehalten und teils auch vorhersehbar. ("Man kann das Rad nunmal nicht neuerfinden..." - R)


Lesenswert ist dieser Roman alle mal, für alle die auf Instagram rumhängen, oder sich im entfernteren damit beschäftigen. ABER bitte erst ab 16!! Jahren.

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Veröffentlicht am 05.09.2023

Universität Kurzgeschichten- spannend

Fantastische LMU
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Die "Fantastische LMU" entführt die Leser in eine Welt der Universität, die weit über die akademischen Herausforderungen hinausgeht. Die Kurzgeschichten von Julia Dörner, Natascha Druschba, Zsófia Meggyesi, ...

Die "Fantastische LMU" entführt die Leser in eine Welt der Universität, die weit über die akademischen Herausforderungen hinausgeht. Die Kurzgeschichten von Julia Dörner, Natascha Druschba, Zsófia Meggyesi, Xenia Taufertshöfer, Petra Teichert und Nikodem Skrobisz sind ein fesselnder Mix aus Fantasie und Realität. Während ich persönlich nicht das Format bevorzuge, haben die Autoren mit ihren Geschichten definitiv mein Interesse geweckt. Die Art und Weise, wie sie die LMU mit bissigen Krokodilen, dichtem Nebel, Geistern, Gnome und sprechenden Statuen zum Leben erwecken, ist beeindruckend. Obwohl ich persönlich keine Verbindung zur LMU habe, konnte ich mich dennoch in die Geschichten hineinversetzen und die Spannung genießen, die sie bieten. "Fantastische LMU" ist eine gelungene Sammlung von Geschichten, die die Grenzen der Realität auf kreative Weise erweitern.

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Veröffentlicht am 11.03.2024

Ein herrlich syltiger Roman voller Charme und Leichtigkeit

Sylt oder Süßes
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Claudia Thesenfitz entführt ihre Leser mit "Sylt oder süßes" in eine Welt voller Strand, Geheimnisse und unerwarteter Wendungen. Die Geschichte um Hotelchefin Doreen Grüning, die einen abgerockten Zeltplatz ...

Claudia Thesenfitz entführt ihre Leser mit "Sylt oder süßes" in eine Welt voller Strand, Geheimnisse und unerwarteter Wendungen. Die Geschichte um Hotelchefin Doreen Grüning, die einen abgerockten Zeltplatz in ein Luxus-Glamping-Resort verwandeln soll, ist ein erfrischender Mix aus Romantik, Humor und Spannung.

Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und entwickeln sich im Laufe der Geschichte auf wunderbare Weise. Besonders die eigenwillige Rezeptionistin Stine und der ur-syltige Hinnerk sorgen für unterhaltsame Momente und bringen frischen Wind in Doreens Welt.

Die Beschreibung der Sylter Landschaft und Atmosphäre ist einfach zauberhaft und lädt den Leser dazu ein, sich direkt an den malerischen Stränden und in den gemütlichen Cafés der Insel wiederzufinden.

Allerdings hätte ich mir an einigen Stellen gewünscht, dass die Handlung noch etwas mehr ausgeschmückt und vertieft worden wäre. Trotzdem konnte mich "Sylt oder süßes" von der ersten bis zur letzten Seite begeistern und ist definitiv eine Leseempfehlung für alle, die sich nach einer Auszeit am Meer sehnen und von einer charmanten Liebesgeschichte unter der Sylter Sonne träumen möchten.

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