Schöner Abschluss der Coming-of-age Romance
Der Sommer, der nur uns gehörteBelly hat sich für Jeremiah entschieden. Sie sind glücklich, verliebt und fest entschlossen ihre Zukunft zusammen zu planen. Als der Heiratsantrag kommt, freut sich Belly auf die Vorbereitungen und die ...
Belly hat sich für Jeremiah entschieden. Sie sind glücklich, verliebt und fest entschlossen ihre Zukunft zusammen zu planen. Als der Heiratsantrag kommt, freut sich Belly auf die Vorbereitungen und die Reaktionen von Familie und Freunden. Doch die Realität entspricht überhaupt nicht ihrer Vorstellung. Ihre Familie ist nicht überzeugt und Jeremiahs und ihre Beziehung ist kompliziert. Denn da ist immer noch Conrad, der Bellys Gefühle durcheinander bringt...
Meine Meinung:
Auch der letzte Teil der Reihe hat mich schnell gepackt. Der Schreibstil entwickelt in kurzer Zeit einen starken Sog und zusammen mit der Handlung und den kurzen Kapiteln war ich wieder in Rekordgeschwindigkeit mit dem Buch fertig.
Obwohl seit den Ereignissen des zweiten Teils zwei Jahre vergangen sind, sind die Charaktere im Großen und Ganzen nicht viel erwachsener geworden. Hauptsächlich spreche ich von Belly, aber auch das Verhalten von Jeremiah ist nicht gerade eine Glanzleistung bis hin zur eindeutigen Red Flag.
Bellys Entscheidungen waren für mich nach allem, was in vorherigen Bänden und in den ersten Kapiteln dieses Finales geschah, absolut nicht nachvollziehbar.
Einzig und allein Conrads Verhalten war für mich durch seine Perspektive auch tiefgreifend und sehr gut nachvollziehbar. Da hätte ich mir auch mehr Kapitel gewünscht, die seine Sicht auf vergangene Sommer zeigt.
Die Fehler und Schwächen machen die Charaktere zwar realistisch und menschlich, aber im Verlauf der drei Romane haben sie sich nicht sonderlich positiv weiterentwickelt und das finde ich sehr schade.
Bis zum Ende zog es sich durch ein konstruiertes dramatisches Hin und Her leider etwas in die Länge und die richtige Spannung blieb dabei aus. Der Sommer, der nur uns gehörte und die gesamte Trilogie eignet sich also im Allgemeinen eher für Zwischendurch und sorgt für entspannte Lesestunden ohne dabei viel Nachdenken zu müssen.
Für mich ist dieser Teil der schwächste der Reihe, aber als Abschluss fand ich ihn dennoch absolut in Ordnung.
Das Lesen hat mir Spaß gemacht und die Reihe an sich kann ich jedem empfehlen, der für einige entspannte Stunden in ein sommerliches Setting mit realistischen (wenn auch teils nervigen) Charakteren über das Erwachsenwerden, Familie und Freundschaft eintauchen möchte.