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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.10.2025

Nicht mein Favorit der Bridgerton-Reihe

Bridgerton – Ein hinreißend verruchter Gentleman
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Francesca war bis über beide Ohren in ihren Ehemann John verliebt. Als dieser unerwartet stirbt, bricht für sie eine Welt zusammen. Auch der Vetter ihres Ehemannes Michael hat mit dem Verlust zu kämpfen. ...

Francesca war bis über beide Ohren in ihren Ehemann John verliebt. Als dieser unerwartet stirbt, bricht für sie eine Welt zusammen. Auch der Vetter ihres Ehemannes Michael hat mit dem Verlust zu kämpfen. Denn plötzlich ist er der Erbe des Titels. Was niemand weiß: Michael hat schon lange vor dem Tod seines Vetters ein Auge auf Francesca geworfen und in ihrer Nähe wird es nur noch schlimmer.

Meine Meinung:

Wie man es von Julia Quinn gewohnt ist, hat der Schreibstil seinen ganz eigenen Charme. Er ist locker, leicht und so mitreißend, dass man ihre Bücher, wenn man sie einmal angefangen hat, nicht mehr aus der Hand legen kann.

Obwohl ich gut in die Geschichte gefunden habe, hatte ich mit diesem Teil der Bridgerton-Reihe Probleme. Die sonst so humorvolle Stimmung aus den vorangegangenen Bänden hat fast komplett gefehlt und im Allgemeinen war die Geschichte eher traurig und bedrückend. Die Trauerbewältigung stand hier stark im Vordergrund, und obwohl es ein großer und wichtiger Bestandteil der Geschichte ist, hat es mir das Lesen etwas erschwert.

Die Gefühle von Francesca und Michael entwickeln sich nur langsam und bis zum letzten Drittel hat man vergeblich auf Spannung gehofft. Die Geschichte plätscherte nur so dahin und für mich war es schwierig an der Handlung dran zu bleiben.

Meine persönlichen Lichtblicke waren die Begegnungen mit alten Bekannten, allen voran natürlich den Bridgertons und anderen liebenswerten Nebencharakteren, die man über die Zeit so lieb gewonnen hat. Die Dynamik der Familie hat nicht nur sehr belebend in dieser Monotonie gewirkt, sie hat die Geschichte auch in großen Schritten vorangetrieben und mir mehr Lust auf die Handlung gemacht.

Verblüffend ist und bleibt jedoch vor allem die gelungene Ausarbeitung der Charaktere. Die Geschwister Bridgerton sind in ihrer Art so unterschiedlich, sodass man sie sehr gut voneinander unterscheiden kann.

Am Ende hat es sich für mich durch ein ewiges Hin und Her und ein zusätzlich künstlich erschaffenes Drama sehr gezogen und ich hätte mir gewünscht, dass der Roman um ein paar Seiten gekürzt worden wäre.

Zusammengefasst ist der sechste Teil der Bridgerton-Reihe nicht der stärkste Band, hat aber dennoch seine Stärken, besonders bei den Gefühlen der Protagonisten. Die Geschichte von Francesca und Michael ist trauriger und einfach anders als die anderen und vielleicht ist sie gerade dadurch etwas Besonderes.

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Veröffentlicht am 01.10.2025

Cozy Romance, aber ohne Herbstvibes

Love me in Autumn. Eine cinnamon spiced Romance
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Hazel führt den Buchladen in der Kleinstadt Dream Harbor. Als sie entdeckt, dass einige Bücher markiert wurden, hört für sie der Spaß auf. Das Gruselige dabei: die Nachrichten scheinen irgendwie zu ihrem ...

Hazel führt den Buchladen in der Kleinstadt Dream Harbor. Als sie entdeckt, dass einige Bücher markiert wurden, hört für sie der Spaß auf. Das Gruselige dabei: die Nachrichten scheinen irgendwie zu ihrem Leben zu passen. Ihre Neugier ist geweckt, nur an Abenteuerlust fehlt es ihr ein wenig. Wie gut, dass Noah genau diese Abenteuerlust mitbringt und Hazel helfen will. Weniger gut dabei sind ihre Gefühle für den attraktiven Fischer. Gefühle, die nicht unbedingt schwächer werden...

Meine Meinung:

Bereits Meet me in Autumn habe ich beinahe an einem Stück verschlungen und daher stand für mich außer Frage, dass ich auch den Folgeband der Cozy-Romance-Reihe von Laurie Gilmore lesen muss.

Das Buch lässt sich durch einen schnellen und humorvollen Schreibstil super leicht lesen und schon im ersten Kapitel hat es sich wie Nachhausekommen angefühlt. In der heimeligen Kleinstadt kann man sich einfach nur wohlfühlen. Die Bewohner sind liebenswürdig und haben alle ihren eigenen Kopf, was sie auch gerne zeigen. Das hat sie nicht nur realistisch gemacht, sondern auch für einige Momente zum Schmunzeln gesorgt.

Auch Hazel und Noah fand ich als Charaktere sehr sympathisch und nachvollziehbar. Die Anziehung der beiden kam mir am Anfang noch ein wenig distanziert vor, aber das hat sich praktisch mit einem Schlag geändert. Ab einem gewissen Punkt war der Spice Anteil jedoch unerwartet so hoch, dass die Handlung darunter gelitten und sich an den betreffenden Stellen gezogen hat. Für mich wäre hier weniger mehr gewesen

Irritierend fand ich ebenfalls den Titel des Romans. Ich hatte mit gemütlichen Herbstvibes gerechnet, doch vom Herbst war hier deutlich wenig zu spüren. Die Handlung spielt sich nämlich im Sommer ab, daher blieben die gewünschten herbstlichen Szenen leider aus.

Die Geschichte kommt meiner Meinung nach nicht an den ersten Teil der Reihe heran, war aber dennoch eine schöne Cozy Romance, ohne viel Denken und einfach zum Genießen.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Schöner Abschluss der Coming-of-age Romance

Der Sommer, der nur uns gehörte
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Belly hat sich für Jeremiah entschieden. Sie sind glücklich, verliebt und fest entschlossen ihre Zukunft zusammen zu planen. Als der Heiratsantrag kommt, freut sich Belly auf die Vorbereitungen und die ...

Belly hat sich für Jeremiah entschieden. Sie sind glücklich, verliebt und fest entschlossen ihre Zukunft zusammen zu planen. Als der Heiratsantrag kommt, freut sich Belly auf die Vorbereitungen und die Reaktionen von Familie und Freunden. Doch die Realität entspricht überhaupt nicht ihrer Vorstellung. Ihre Familie ist nicht überzeugt und Jeremiahs und ihre Beziehung ist kompliziert. Denn da ist immer noch Conrad, der Bellys Gefühle durcheinander bringt...

Meine Meinung:

Auch der letzte Teil der Reihe hat mich schnell gepackt. Der Schreibstil entwickelt in kurzer Zeit einen starken Sog und zusammen mit der Handlung und den kurzen Kapiteln war ich wieder in Rekordgeschwindigkeit mit dem Buch fertig.

Obwohl seit den Ereignissen des zweiten Teils zwei Jahre vergangen sind, sind die Charaktere im Großen und Ganzen nicht viel erwachsener geworden. Hauptsächlich spreche ich von Belly, aber auch das Verhalten von Jeremiah ist nicht gerade eine Glanzleistung bis hin zur eindeutigen Red Flag.

Bellys Entscheidungen waren für mich nach allem, was in vorherigen Bänden und in den ersten Kapiteln dieses Finales geschah, absolut nicht nachvollziehbar.

Einzig und allein Conrads Verhalten war für mich durch seine Perspektive auch tiefgreifend und sehr gut nachvollziehbar. Da hätte ich mir auch mehr Kapitel gewünscht, die seine Sicht auf vergangene Sommer zeigt.

Die Fehler und Schwächen machen die Charaktere zwar realistisch und menschlich, aber im Verlauf der drei Romane haben sie sich nicht sonderlich positiv weiterentwickelt und das finde ich sehr schade.

Bis zum Ende zog es sich durch ein konstruiertes dramatisches Hin und Her leider etwas in die Länge und die richtige Spannung blieb dabei aus. Der Sommer, der nur uns gehörte und die gesamte Trilogie eignet sich also im Allgemeinen eher für Zwischendurch und sorgt für entspannte Lesestunden ohne dabei viel Nachdenken zu müssen.

Für mich ist dieser Teil der schwächste der Reihe, aber als Abschluss fand ich ihn dennoch absolut in Ordnung.

Das Lesen hat mir Spaß gemacht und die Reihe an sich kann ich jedem empfehlen, der für einige entspannte Stunden in ein sommerliches Setting mit realistischen (wenn auch teils nervigen) Charakteren über das Erwachsenwerden, Familie und Freundschaft eintauchen möchte.

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Veröffentlicht am 02.07.2025

Romantasy mit Intrigen und Geheimnissen

WiccaCreed | Zeichen & Omen
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Valea führt ein ruhiges Leben unter den Menschen. Als Wicca muss sie unbedingt unerkannt bleiben, denn in der Menschenwelt ist das ein Todesurteil. Als ein Zufall sie zur Rückkehr in ihre Heimat zwingt, ...

Valea führt ein ruhiges Leben unter den Menschen. Als Wicca muss sie unbedingt unerkannt bleiben, denn in der Menschenwelt ist das ein Todesurteil. Als ein Zufall sie zur Rückkehr in ihre Heimat zwingt, freut sie sich zunächst - denn nachdem sie vor 12 Jahren ihre Familie verloren hat, war sie nicht mehr in Ardeal. Schnell stellt sie fest, dass sie mit ihrer Rückkehr mitten in einem Wespennest gelandet ist. Geheimnisse und Intrigen erwarten Valea und ausgerechnet sie soll den Mord an einer Wicca aufklären. Dafür reist sie nach Caraiman. Dort treffen sich jährlich Wicca, Hexen und Strigoi, um Freundschaften aufzubauen und die Beziehungen der Völker zu vertiefen. Der geheimnisvolle Strigoi Nikolai lässt Valea dabei nicht kalt...

Meine Meinung:

Bei dem ersten Teil von WiccaCreed bin ich etwas zwiegespalten. Valeas Geschichte ist sehr spannend und der Romance-Teil war gut gemacht. Andererseits gab es viele kleine Stellen, die mich gestört haben.

Am Anfang wurde man förmlich ins Geschehen hinein geworfen, es ging alles sehr schnell, was den Einstieg in die Geschichte erschwert hat. Die Welt an sich, die Wicca, Hexen und Strigoi, fand ich spannend und wollte mehr über sie erfahren. Tatsächlich hätte ich mir hier gewünscht, dass das Buch mehr erklärt hätte, denn es gab Stellen, an denen ich die Welt einfach nicht richtig fassen konnte.

Die Handlung wird zügig spannender und nimmt an Fahrt auf, sodass Langeweile zu Beginn gar nicht erst aufkommen konnte. Die schnelle Erzählweise hat mich dabei jedoch oft verwirrt und einige Fragen aufgeworfen, die oftmals auch im weiteren Verlauf nicht geklärt werden konnten. Ganz oft hatte ich so das Gefühl nicht hinterher zu kommen.

Die Grundidee, dass Valea den Mord an der Wicca aufklären soll, ist interessant, der rote Faden hierzu verliert sich allerdings und der Hauptgrund für Valeas Reise rückt zunehmend in den Hintergrund. Das fand ich sehr schade, denn der Mittelteil wirkte dadurch teilweise unzusammenhängend und die Geschichte kam nur schwer voran.

Besonders mit Valeas Ankunft in Caraiman, kamen einige neue Charaktere hinzu, wodurch ich irgendwann einfach den Überblick verloren habe. Das Personenverzeichnis am Ende des Buches habe ich viel zu spät entdeckt und es hätte mir sehr geholfen. Die Nebencharaktere, die man im Verlauf näher kennenlernt, kann man schnell ins Herz schließen, obwohl es mir bei ihnen oft an Tiefe gefehlt hat. Nikolai und Valea sind sympathisch, wenn auch geheimnisvoll.

Schnell wird deutlich, dass jeder sein eigenes Spiel spielt. Wer nutzt wen aus? Wer lügt? Wer will die Geschehnisse nur für sich und seine Ziele nutzen? Die Intrigen und Geheimnisse haben die Spannung hoch gehalten und ich konnte das Buch an den Stellen schwer beiseite legen.

Die Geschichte ist irgendwann an einem Punkt angelangt, an dem alles den Bach heruntergeht. Der Übergang war mir persönlich zu abrupt - in dem einen Moment war alles noch okay und im nächsten Augenblick war plötzlich Weltuntergangsstimmung. Das konnte ich nur schwer nachvollziehen, hat auf der anderen Seite jedoch auch gut Spannung aufgebaut. Es ging nämlich umso rasanter weiter.
Viele Wendungen und Überraschungen folgten und das Ende macht Lust auf den zweiten Band.

Insgesamt eine gute Romantasy, die für einige spannende Lesestunden gesorgt hat, am Ende dennoch einige Fragen offen gelassen hat. Vielleicht werden diese dann in Band 2 aufgelöst.

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Na ja ... ich hatte mehr erwartet

Obsidian 5: Opposition. Schattenblitz
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Das große Finale der Alieninvasion ist da und Katy und Daemon stehen erneut vor Entscheidungen, die alles verändern können. Können sie trotz aller Widrigkeiten wieder zueinander finden oder verlieren sie ...

Das große Finale der Alieninvasion ist da und Katy und Daemon stehen erneut vor Entscheidungen, die alles verändern können. Können sie trotz aller Widrigkeiten wieder zueinander finden oder verlieren sie alles?

Meine Gedanken:

Nach dem Cliffhanger von Band 4 stand es außer Frage, dass ich auch Band 5, das große Finale, hören muss. Leider hatte ich so meine Probleme mit dem Roman.

Die Spannung habe ich am Anfang vergeblich gesucht und auch im Verlauf konnte mich Opposition nicht ganz packen, dabei gab es durchaus spannende Elemente. Der Funke wollte einfach nicht überspringen.

Der Schreibstil hat mir dabei wieder sehr gut gefallen, auch die Sprecher haben die Emotionen fantastisch rübergebracht, sodass ich gut mitfühlen konnte, nur mit der Handlung bin ich nicht warm geworden, was das Hören manchmal sehr frustrierend gemacht hat. Abbrechen wollte ich die Geschichte aber nicht.

Ich hatte mir von allem allgemein mehr gewünscht: mehr Spannung, mehr Action, mehr Herzklopfen, doch am Ende waren alle Konflikte ziemlich schnell und vergleichsweise einfach gelöst. Viele Elemente aus vorherigen Teilen wiederholen sich und irgendwann wurde es schwer die Konzentration, aber auch die Motivation zum Weiterhören aufzubringen.

Sehr schade, denn die ersten Bände mochte ich sehr und habe sie gerne gehört. Für das große Finale hatte ich mir etwas anderes erhofft und die Reihe hat mit jedem Band ein wenig mehr abgenommen, jedenfalls für mich.

Das Ende war für die Zielgruppe passend, wenn es auch sehr rosig aussah. Die Charaktere sind mir teilweise etwas auf die Nerven gegangen, das kann aber auch einfach an ihrem Alter liegen.

Spannende Ideen, die Umsetzung hier leider eher Mittelmaß. Ich hätte es so gerne mehr gemocht. Überrascht hat mich außerdem, dass zu großen Teilen des Buchs nichts wirklich Spannendes passiert ist. Nach den rasanten Vorgängern war hier irgendwie die Luft raus. Ein ruhiges Ende ohne viel Action und überraschende Wendungen. Lässt mich leider etwas enttäuscht zurück.

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