Profilbild von KarinJ

KarinJ

Lesejury Profi
offline

KarinJ ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit KarinJ über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2026

Wenig Handlung, interessiert bestimmt mehr, wenn man die spätere Geschichte bereits kennt

Der Schmetterlingsgarten – Rückkehr nach Capri
0

Ich glaube, wenn man den Roman kennt, mag man diese Vorgeschichte eher. Ich kenne ihn nicht und habe mich daher beim Lesen gewundert, wohin diese Story auf 40+ noch hin möchte und ob auf dem Weg nicht ...

Ich glaube, wenn man den Roman kennt, mag man diese Vorgeschichte eher. Ich kenne ihn nicht und habe mich daher beim Lesen gewundert, wohin diese Story auf 40+ noch hin möchte und ob auf dem Weg nicht der Platz ausgeht. Und tatsächlich ist kaum was dran an Handlung - Lucia reist nach der Trennung von ihrem Ehemann heim nach Capri, sie kommt dort nach etwa einem Viertel des Buches an. Dort wird sie von ihrer Familie erwartet und sie findet einen Job. Der Rest des Textes sind Gedanken und Erinnerungen, welche über Lucias Ehe und ihr Aufwachsen aufklären. Teils gibt es ominöse Andeutungen, welche mich nicht neugierig gemacht haben. Ich fand einiges umständlich wie den Job, den ich bereits von Weitem kommen sah. Ausserdem mochte ich nicht den Anflug von Schicksalshaftigkeit ("ich wusste, dass du die Richtige bist") und die ständige Klarstellung, dass es sich bei Lucias Familie um die Adoptivfamilie handelt. Es wiederholte sich einiges. Auch dem Essen/ den Speisen wurde sehr viel Raum gegeben, was man in einer Kurzgeschichte nicht erwarten würde. Ich kann mir nur vorstellen, dass im folgenden Roman das Kochen ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte sein wird. Das italienische Flair sollte ua. vermutlich durch Beschreibungen von Capri und auch Napoli entstehen. Da ich den beschriebenen Blick nicht kenne, wirkte auf mich die Aufzählung bekannter Gebäude eher langweilig. Mich hat diese Vorgeschichte nicht neugierig gemacht auf weitere Texte von Marie Matisek und ich vergebe 2 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.03.2026

Für mich ist das ein Groschenroman

NORDSEEKRIMI - Aenne Feddersen und der vergessene Tod: Küstenkrimi
0

Mir hat dieser Krimi nicht gefallen. Die drei Anfangskapitel befassen sich mit einem Opfer und einem Täter, so macht es den Eindruck. Mir kam bald ein Groschenroman in den Sinn, weil ich diese Szenen ominös-reisserisch ...

Mir hat dieser Krimi nicht gefallen. Die drei Anfangskapitel befassen sich mit einem Opfer und einem Täter, so macht es den Eindruck. Mir kam bald ein Groschenroman in den Sinn, weil ich diese Szenen ominös-reisserisch und aufgrund der Sprache billig ("Meer aus Blut") fand. Danach tritt die Rechtsanwältin Aenne auf. Diese Figur fand ich mehr als unglaubwürdig. Einerseits hat sie derart viele psychische Probleme, dass sie den ganzen Tag damit beschäftigt sein sollte. Andererseits soll sie genial sein z. B. durch ihr fotografisches Gedächtnis, das ihr eine Fazialisparese beschert hätte. Total lächerlich/unglaubwürdig kam bei mir ihre Fahrt/ihr Aussetzer auf dem Flugplatz an. Dieser Figur mochte ich nichts glauben. Auch die anderen Figuren konnte ich nicht leiden. "Der weisse Hai der Nordsee" z. B. wird als zwielichtiger Geschäftsmann jederzeit maximal wütend dargestellt oder Dr. Brandt hat als Erfüllungsgehilfe sowieso eine unsympathische Rolle und redet zusätzlich inhaltlichen Schwachsinn. Die Grundidee, dass sich eine Anwältin in die Ermittlung mogelt, halte ich sowieso für abwegig und lebensfern. Sie hätte doch eine Anzeige wegen Mordversuch stellen können/sollen und wäre dann ganz offiziell dabei. Irgendwann hat mich das Buch so genervt, dass ich es nur noch quer gelesen habe. Letztendlich war die Story verwickelter als gedacht, auch wenn die grobe Richtung meiner Vermutung richtig war. Ich gebe diesem Krimi 2 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.08.2025

Wir wurden keine Freunde

Mirabella
0

Hat zwar Tempo, ich fand es aber altbacken und stereotyp und habe es bald abgebrochen.

Hat zwar Tempo, ich fand es aber altbacken und stereotyp und habe es bald abgebrochen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.07.2025

Viel Drama, wenig Überraschung, langweilig.

Inselrot
0

Zunächst muss ich sagen, dass die Inhaltsangabe nicht wirklich stimmt, weil sie nicht zum Beginn des Buches führt, sondern eher zum Ende. Der Neuanfang wegen eines beruflichen Umbruchs ergibt sich erst ...

Zunächst muss ich sagen, dass die Inhaltsangabe nicht wirklich stimmt, weil sie nicht zum Beginn des Buches führt, sondern eher zum Ende. Der Neuanfang wegen eines beruflichen Umbruchs ergibt sich erst spät im Roman, und der Aspekt mit Lars und den wankenden Hochzeitsplänen ist falsch dargestellt. So was kann ich schon einmal nicht leiden. Der Einstieg in die Geschichte war leicht verwirrend. Ich wußte, dass der Roman Teil der Inselfarben-Reihe ist. Der Inhalt und Aufbau der Reihe war mir unbekannt. Daher dachte ich zunächst, Inselrot würde eine Geschichte fortführen. Tatsächlich war es nur ein Zeitsprung hin zu einem Aufreger in der Story, der den Anfang interessanter machen sollte. Leider zieht es sich danach in die Länge. Bis die Anwältin Sandra auf Sylt ankommt, ist ein Viertel des Buches gefüllt, und es sind viele, viele, zu viele Verwicklungen in die Handlung eingebracht. Diese wirkten auf mich wegen der Fülle der Ereignisse konstruiert, überdramatisch und langatmig. Ein ausführlich dargestellter Fall der Anwältin fühlte sich für mich wie Ballast an oder eine Gelegenheit, frauenfeindlich zu werden. In diesem Roman kommen die Frauen nicht gut weg, während man mit den Männern, bei jedem Mist, den sie machen, Mitleid haben soll. Immer wieder wird die Handlung in die Länge gezogen, weil man über ein Geheimnis in diesem Moment nicht sprechen kann. Das fand ich nicht spannend, das fand ich absurd. Der Roman ließt sich flüssig. Die Sprache ist durchaus gefällig, wenn auch aufgrund der häufig verwendeten Redensarten etwas langweilig. Auch die Figuren und die Ideen für die Handlung langweilten mich. Das letzte Viertel habe ich nur noch überflogen. Es gab viel Drama, aber kaum Überraschungen bis auf eine plumpe Irreführung. Die Versuche, spicy zu werden, fand ich deplaziert. Das passte weder zu der Figur Sandra noch zur Handlung. Ich mochte auch nicht die Anknüpfung zu anderen Romanen der Autorin. Im Nachwort steht ungefähr, das sei ein Teil des Konzepts der Reihe, und dass es doch nett wäre, wenn man erfährt, was aus Nebenfiguren wird. Weil ich das nicht wusste, hat es mich eher irritiert, dass auf diese beiden Nebenfiguren so sehr eingegangen wurde. Mich haben die beiden Null angesprochen. Über Sylt wird einiges gesagt, was Orte betrifft. Wer Sylt kennt, mag das vermutlich. Da mich der Roman unterwegs verloren hat, gebe ich ihm 2 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.06.2025

Begriffsstutzige Ermittlerin, altbackene Story, Handlung zieht sich

Ohne Wenn und Aber
0

Inhalt: Es handelt sich bei diesem Roman um den Auftakt-Band zur Serie "Kati Blum ermittelt - Ein Bayreuth-Krimi". Kati Blum ist Anfang 30 und bereits Witwe. Ihr Mann Thorsten verstarb vor einem Vierteljahr ...

Inhalt: Es handelt sich bei diesem Roman um den Auftakt-Band zur Serie "Kati Blum ermittelt - Ein Bayreuth-Krimi". Kati Blum ist Anfang 30 und bereits Witwe. Ihr Mann Thorsten verstarb vor einem Vierteljahr überraschend an einem Herzinfarkt. Sie lebt noch in der gemeinsamen Wohnung auf dem Grundstück der wohlhabenden Schwiegereltern. Eines abends kurz vor Weihnachten wird sie dort von zwei Männern in Bärenkostümen überfallen. Sie wollen "die Klunker" von Thorsten zurückhaben, sonst... Kati hat keine Ahnung von "den Klunkern". Aber sie findet eine Spur nach Bad Bentheim. Unterwegs gabelt sie Lars auf, der eine Motorpanne hat.

Bewertung: Auf den ersten Seiten dachte ich noch, dass es etwas werden könnte mit Kati Blum/Birgit Gruber und mir. Aber bald störte ich mich an Katis Aschenputtel-Situation und der Demut, die sie der entgegen bringt. Im weiteren Verlauf fühlte ich mich immer stärker an einen Doris-Day-Film der 1960er erinnert. Allerdings überwiegt das Altbackene den Charme deutlich. Jemand „verhält sich schwul“, Kati Blum „ist eben eine Frau – unberechenbar und manchmal zickig“, Lars reißt sein Pflaster ab, weil er „ist doch kein Mädchen“ und so weiter. Alte Klischees. Abgegriffene Bildsprache. Sich wiederholende Phrasen. Handlungsabschnitte, die sich langatmig hinziehen, weil es musste ja unbedingt der Krimi um eine Liebesgeschichte erweitert werden. Diese konnte ich nicht ansatzweise nachvollziehen und es hat für mich Null geknistert. Die Zufälle, die Doris Day/Kati Blum zu etwas Erotik verhelfen, und die Anzüglichkeiten fand ich eher peinlich, da einfallslos und plump. Ich verstand, dass die Beziehung auf dem Was-sich-liebt-das-neckt-sich-Klischee beruht. Jedoch ist mir unverständlich, wie man einen Mann toll finden kann, vor dem man Angst hat und von dem man denkt, dass er ein Idiot sei. Für mich total unplausibel. Unplausibel war aber noch viel mehr an der Story. Beispielsweise, dass man aus einem Muffin mit Kirsche oben drauf eine Nase für einen Schneemann machen kann. Auch an anderer Stelle hatte ich den Eindruck, dass der Effekt vorging und es egal war, ob etwas bei genauerem Nachdenken an sich unrealistisch ist. Kati Blums Verhalten war ebenso unplausibel. Z. B. wird sie überfallen, aber die Polizei ruft sie nicht. Sie stellt auch Zusammenhänge nicht/erst sehr viel später her, die für den Leser auf der Hand liegen. Dabei hatte ich leider kein Gefühl des Triumphs, die Story zu durchschauen, sondern ich fühlte Unmut über diese dumme Ermittlerin. Zudem spielt dieser Bayreuth-Krimi überwiegend nicht in Bayreuth und dem Lektorat sind etliche Grammatikfehler durchgegangen. Weil ich mich zum Ende hin kaum noch motivieren konnte und die letzten 20 Seiten nur noch quer gelesen habe, gebe ich dem Roman 2 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere