Wenig Handlung, interessiert bestimmt mehr, wenn man die spätere Geschichte bereits kennt
Der Schmetterlingsgarten – Rückkehr nach CapriIch glaube, wenn man den Roman kennt, mag man diese Vorgeschichte eher. Ich kenne ihn nicht und habe mich daher beim Lesen gewundert, wohin diese Story auf 40+ noch hin möchte und ob auf dem Weg nicht ...
Ich glaube, wenn man den Roman kennt, mag man diese Vorgeschichte eher. Ich kenne ihn nicht und habe mich daher beim Lesen gewundert, wohin diese Story auf 40+ noch hin möchte und ob auf dem Weg nicht der Platz ausgeht. Und tatsächlich ist kaum was dran an Handlung - Lucia reist nach der Trennung von ihrem Ehemann heim nach Capri, sie kommt dort nach etwa einem Viertel des Buches an. Dort wird sie von ihrer Familie erwartet und sie findet einen Job. Der Rest des Textes sind Gedanken und Erinnerungen, welche über Lucias Ehe und ihr Aufwachsen aufklären. Teils gibt es ominöse Andeutungen, welche mich nicht neugierig gemacht haben. Ich fand einiges umständlich wie den Job, den ich bereits von Weitem kommen sah. Ausserdem mochte ich nicht den Anflug von Schicksalshaftigkeit ("ich wusste, dass du die Richtige bist") und die ständige Klarstellung, dass es sich bei Lucias Familie um die Adoptivfamilie handelt. Es wiederholte sich einiges. Auch dem Essen/ den Speisen wurde sehr viel Raum gegeben, was man in einer Kurzgeschichte nicht erwarten würde. Ich kann mir nur vorstellen, dass im folgenden Roman das Kochen ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte sein wird. Das italienische Flair sollte ua. vermutlich durch Beschreibungen von Capri und auch Napoli entstehen. Da ich den beschriebenen Blick nicht kenne, wirkte auf mich die Aufzählung bekannter Gebäude eher langweilig. Mich hat diese Vorgeschichte nicht neugierig gemacht auf weitere Texte von Marie Matisek und ich vergebe 2 Sterne.