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Veröffentlicht am 19.08.2025

Wir wurden keine Freunde

Mirabella
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Hat zwar Tempo, ich fand es aber altbacken und stereotyp und habe es bald abgebrochen.

Hat zwar Tempo, ich fand es aber altbacken und stereotyp und habe es bald abgebrochen.

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Veröffentlicht am 03.07.2025

Viel Drama, wenig Überraschung, langweilig.

Inselrot
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Zunächst muss ich sagen, dass die Inhaltsangabe nicht wirklich stimmt, weil sie nicht zum Beginn des Buches führt, sondern eher zum Ende. Der Neuanfang wegen eines beruflichen Umbruchs ergibt sich erst ...

Zunächst muss ich sagen, dass die Inhaltsangabe nicht wirklich stimmt, weil sie nicht zum Beginn des Buches führt, sondern eher zum Ende. Der Neuanfang wegen eines beruflichen Umbruchs ergibt sich erst spät im Roman, und der Aspekt mit Lars und den wankenden Hochzeitsplänen ist falsch dargestellt. So was kann ich schon einmal nicht leiden. Der Einstieg in die Geschichte war leicht verwirrend. Ich wußte, dass der Roman Teil der Inselfarben-Reihe ist. Der Inhalt und Aufbau der Reihe war mir unbekannt. Daher dachte ich zunächst, Inselrot würde eine Geschichte fortführen. Tatsächlich war es nur ein Zeitsprung hin zu einem Aufreger in der Story, der den Anfang interessanter machen sollte. Leider zieht es sich danach in die Länge. Bis die Anwältin Sandra auf Sylt ankommt, ist ein Viertel des Buches gefüllt, und es sind viele, viele, zu viele Verwicklungen in die Handlung eingebracht. Diese wirkten auf mich wegen der Fülle der Ereignisse konstruiert, überdramatisch und langatmig. Ein ausführlich dargestellter Fall der Anwältin fühlte sich für mich wie Ballast an oder eine Gelegenheit, frauenfeindlich zu werden. In diesem Roman kommen die Frauen nicht gut weg, während man mit den Männern, bei jedem Mist, den sie machen, Mitleid haben soll. Immer wieder wird die Handlung in die Länge gezogen, weil man über ein Geheimnis in diesem Moment nicht sprechen kann. Das fand ich nicht spannend, das fand ich absurd. Der Roman ließt sich flüssig. Die Sprache ist durchaus gefällig, wenn auch aufgrund der häufig verwendeten Redensarten etwas langweilig. Auch die Figuren und die Ideen für die Handlung langweilten mich. Das letzte Viertel habe ich nur noch überflogen. Es gab viel Drama, aber kaum Überraschungen bis auf eine plumpe Irreführung. Die Versuche, spicy zu werden, fand ich deplaziert. Das passte weder zu der Figur Sandra noch zur Handlung. Ich mochte auch nicht die Anknüpfung zu anderen Romanen der Autorin. Im Nachwort steht ungefähr, das sei ein Teil des Konzepts der Reihe, und dass es doch nett wäre, wenn man erfährt, was aus Nebenfiguren wird. Weil ich das nicht wusste, hat es mich eher irritiert, dass auf diese beiden Nebenfiguren so sehr eingegangen wurde. Mich haben die beiden Null angesprochen. Über Sylt wird einiges gesagt, was Orte betrifft. Wer Sylt kennt, mag das vermutlich. Da mich der Roman unterwegs verloren hat, gebe ich ihm 2 Sterne.

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Veröffentlicht am 20.06.2025

Begriffsstutzige Ermittlerin, altbackene Story, Handlung zieht sich

Ohne Wenn und Aber
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Inhalt: Es handelt sich bei diesem Roman um den Auftakt-Band zur Serie "Kati Blum ermittelt - Ein Bayreuth-Krimi". Kati Blum ist Anfang 30 und bereits Witwe. Ihr Mann Thorsten verstarb vor einem Vierteljahr ...

Inhalt: Es handelt sich bei diesem Roman um den Auftakt-Band zur Serie "Kati Blum ermittelt - Ein Bayreuth-Krimi". Kati Blum ist Anfang 30 und bereits Witwe. Ihr Mann Thorsten verstarb vor einem Vierteljahr überraschend an einem Herzinfarkt. Sie lebt noch in der gemeinsamen Wohnung auf dem Grundstück der wohlhabenden Schwiegereltern. Eines abends kurz vor Weihnachten wird sie dort von zwei Männern in Bärenkostümen überfallen. Sie wollen "die Klunker" von Thorsten zurückhaben, sonst... Kati hat keine Ahnung von "den Klunkern". Aber sie findet eine Spur nach Bad Bentheim. Unterwegs gabelt sie Lars auf, der eine Motorpanne hat.

Bewertung: Auf den ersten Seiten dachte ich noch, dass es etwas werden könnte mit Kati Blum/Birgit Gruber und mir. Aber bald störte ich mich an Katis Aschenputtel-Situation und der Demut, die sie der entgegen bringt. Im weiteren Verlauf fühlte ich mich immer stärker an einen Doris-Day-Film der 1960er erinnert. Allerdings überwiegt das Altbackene den Charme deutlich. Jemand „verhält sich schwul“, Kati Blum „ist eben eine Frau – unberechenbar und manchmal zickig“, Lars reißt sein Pflaster ab, weil er „ist doch kein Mädchen“ und so weiter. Alte Klischees. Abgegriffene Bildsprache. Sich wiederholende Phrasen. Handlungsabschnitte, die sich langatmig hinziehen, weil es musste ja unbedingt der Krimi um eine Liebesgeschichte erweitert werden. Diese konnte ich nicht ansatzweise nachvollziehen und es hat für mich Null geknistert. Die Zufälle, die Doris Day/Kati Blum zu etwas Erotik verhelfen, und die Anzüglichkeiten fand ich eher peinlich, da einfallslos und plump. Ich verstand, dass die Beziehung auf dem Was-sich-liebt-das-neckt-sich-Klischee beruht. Jedoch ist mir unverständlich, wie man einen Mann toll finden kann, vor dem man Angst hat und von dem man denkt, dass er ein Idiot sei. Für mich total unplausibel. Unplausibel war aber noch viel mehr an der Story. Beispielsweise, dass man aus einem Muffin mit Kirsche oben drauf eine Nase für einen Schneemann machen kann. Auch an anderer Stelle hatte ich den Eindruck, dass der Effekt vorging und es egal war, ob etwas bei genauerem Nachdenken an sich unrealistisch ist. Kati Blums Verhalten war ebenso unplausibel. Z. B. wird sie überfallen, aber die Polizei ruft sie nicht. Sie stellt auch Zusammenhänge nicht/erst sehr viel später her, die für den Leser auf der Hand liegen. Dabei hatte ich leider kein Gefühl des Triumphs, die Story zu durchschauen, sondern ich fühlte Unmut über diese dumme Ermittlerin. Zudem spielt dieser Bayreuth-Krimi überwiegend nicht in Bayreuth und dem Lektorat sind etliche Grammatikfehler durchgegangen. Weil ich mich zum Ende hin kaum noch motivieren konnte und die letzten 20 Seiten nur noch quer gelesen habe, gebe ich dem Roman 2 Sterne.

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Veröffentlicht am 30.09.2024

Sehr einfacher Inhalt - nur für die ganz Kleinen spaßig, für die Älteren eine Enttäuschung

Ente oder Hase? Was siehst du hier?
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Inhalt: siehe "Buchdetails" - man muss ergänzen, dass die dortige Inhaltsangabe fälschlicherweise den Eindruck erweckt, das Thema des Buchs wäre Kippbilder im Allgemeinen. Richtig ist, dass es im Wesentlichen ...

Inhalt: siehe "Buchdetails" - man muss ergänzen, dass die dortige Inhaltsangabe fälschlicherweise den Eindruck erweckt, das Thema des Buchs wäre Kippbilder im Allgemeinen. Richtig ist, dass es im Wesentlichen nur um dieses eine Kippbild vom Einband geht. Dieses ist Gegenstand eines Streitgesprächs, wo sich zwei darum zanken, ob eine Ente oder ein Hase zu sehen ist. Dasselbe Bild wird im Folgenden in verschiedener Umgebung gezeigt (auf dem Rasen, am Wasser...) und die Parteien beschreiben, was sie sehen (zB. eine Ente, die trinkt/ein Hase, der seine Ohren im Wasser kühlt). Dann gibt es eine Doppelseite, die den Kopf mit den zwei verschiedenen Körpern zeigt und so erklärt, dass man sowohl Ente als auch Hase im Bild sehen kann. Und am Ende geht das Spiel von Neuem los mit einem Kippbild von einem Dinosaurier/Ameisenbär. Also enthält das Buch ganze zwei Kippbilder, mehr nicht.

Meine Bewertung: Ich fand den Inhalt sehr enttäuschen. Daher habe ich mir die Inhaltsangabe nochmals angesehen, um zu klären, ob ich selbst Schuld bin an meinen falschen Erwartungen. Schließlich ist der Titel lediglich "Ente oder Hase?" und der entspricht der "Story" vollkommen. In der Inhaltsangabe steht jedoch mehrmals was von Spaß mit "Bildern" und "optischen Täuschungen", also eindeutig Mehrzahl. Gelogen ist es zwar nicht. Zwei ist ja mehr als eins. Aber es ist eindeutig die Beschreibung, die in die Irre führt und falsche Lesererwartungen weckt, und für einen Fan von Kipp-/Vexierbildern wie mich sind diese zwei enttäuschend wenig an Kippbildern. Ich schätze, dass recht kleine Kinder (2-3 Jahre) durchaus ihr Vernügen haben. Aber darüber ist man rasch fertig mit diesem Buch und wie man das auf dem Einband als "das witzigste Kinderbuch, das es je zum Thema Optische Täuschungen gab" (New York Times) bezeichnen kann, ist mir ein großes Rätsel. Ich bewerte das Buch mit 2 Sternen.

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Veröffentlicht am 11.09.2024

Rosaurus kam etwas zu kurz in dieser Geschichte

Leben & Schicksale des Katers Rosaurus
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Inhalt:
Die kleine Prinzessin ist 6 Jahre alt, als sie im Kamin ein Kätzchen findet. Wie das Kätzchen Rosaurus in den Kamin kam, wie es seinen Namen erhält, und sonstige Abenteuer erzählt dieser Text aus ...

Inhalt:
Die kleine Prinzessin ist 6 Jahre alt, als sie im Kamin ein Kätzchen findet. Wie das Kätzchen Rosaurus in den Kamin kam, wie es seinen Namen erhält, und sonstige Abenteuer erzählt dieser Text aus dem 19. Jahrhundert in 13 Kapiteln oder auf ca. 68 Seiten. Dabei erfährt die Leserschaft zunächst, wie man damals als Prinzessin lebte, bevor es um Rosaurus geht. Dann wird seine Herkunft berichtet, was die Abstammung, aber auch die Landung im Kamin betrifft. Rosaurus kommt danach viel herum und dies gestattet dem Leser Einblicke in das damalige Leben: Wie das Leben zu dieser Zeit so war für Reich und Arm; wie man mit Tieren und Menschen umging; wie man Dinge bewertet hat. Wie der Titel verrät, wird fast die gesamte Lebensspanne des Katers vom Text umfasst. Zum Schluß ist Rosaurus alt und genießt seinen Lebensabend.
Meine Bewertung:
Insgesamt habe ich diese Geschichte nicht gemocht. Einerseits gefiel mir die damalige Haltung nicht, die mit Bestrafung und Schmerz erzieht. Rosaurus wird geschlagen, um ihm etwas abzugewöhnen. Einem Jungen wird, weil er etwas stehlen wollte, der Arm gebrochen. Ein dreijähriges Kind wird vom Löwen gefressen und es ist irgendwie selbst schuld daran, weil es der Schwester ausgerissen ist und auch sonst ungehorsam war. Man wirft Katzen, nur weil sie auf dem Dach sind, etwas hinterher und verletzt sie schwer. Arme Leute würden nicht aus Not stehlen, sondern weil es ihnen Freude mache. Das war mir alles zuwider. Dafür kann die Autorin nichts. Das war eben damals so. Aber für die Erzählweise kann sie etwas. Diese hat mir nicht gefallen. Die Einleitung war etwas lang. Laut Titel soll es doch um Rosaurus gehen. Fast das erste Kapitel handelt jedoch von der Prinzessin, ihren Puppen und Freundinnen. Die Charaktere bleiben dabei arg flach und erregten wenig Interesse bei mir. Im Verlauf werden viele Szenen beschrieben, die gefährlich sind. Ich fand sie aber weniger spannend und mehr aversiv, weil es darin eben oft um Misshandlung geht. Gestört haben mich zudem etliche Einschübe, die recht unverbunden daherkamen. Als es um den Zirkus geht, darf der Menageriebesitzer von seinen Tieren erzählen. Das ergibt dann mehrere Passagen wie "Der Tiger" oder "Der Leopard", in der diese Tiere und ihre Lebensweise beschrieben werden. In damaligen Zeiten, ohne die heutigen Kenntnisse, mögen solche Ausflüge interessant gewesens ein. Allerdings fügen sich diese Einschübe kaum ein, wirken auf mich wie Fremdkörper und zudem etwas langatmig. Bewertungen wie, der Tiger habe nicht die Würde des Löwen, sind mir unverständlich und ich empfinde sie als Anmaßung. Ganz genauso ging es mir mit den Geschichten, die der Polizeipräsident dem jungen Dieb erzählt, dem er den Arm gebrochen hat. Auch diese sind fast gar nicht in den Text eingebunden. Teils fehlt jedliche Überleitung. Insgesamt kommt Rosaurus, der laut Titel die Hauptrolle haben sollte, etwas kurz davon. Zum Schluß darf er ein paar Worte sprechen, was mich, nicht im positiven Sinne, verblüfft hat. Nichts hat darauf zugeführt, denn er war eher ein Accessoire im vorausgehenden Text, auch wenn er gerade einmal das Geschehen dominierte. Positiv ist vielleicht, dass man über diese Erzählung viel diskutieren könnte und sich überlegen, wie sich die Einstellung der Menschen im Lauf der Zeit geändert hat. Ich gebe diesem Text zusammengefasst 2 Sterne. Der Text ist online im Projekt Gutenberg erhältlich.

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