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Regina1960

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.07.2025

Heilung beginnt im Kopf: Die Kraft der Gedanken wissenschaftlich belegt

Dein Körper glaubt dir alles
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Warum Gedanken durchaus stärker als Medizin sein können, und dabei gleichsam sowohl Positives als auch Negatives bewirken können, zeigt dieses neue Buch „Dein Körper glaubt Dir Alles“ der beiden ...

Warum Gedanken durchaus stärker als Medizin sein können, und dabei gleichsam sowohl Positives als auch Negatives bewirken können, zeigt dieses neue Buch „Dein Körper glaubt Dir Alles“ der beiden Autoren Professoren Dr. Ulrike Bingel und Prof. Dr. Sven Benson auf. Was mir sehr gut an diesem Sachbuch gefallen hat: Auf den nicht ganz 200 Seiten wird wissenschaftlich recherchiert und belegt. Dabei verzichtet das Autorenduo nahezu auf Fachtermini, der Schreibstil ist flüssig und sehr gut zu lesen, perfekt also auch für den Ottonormalverbraucher. Ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis erlaubt eine klare Sicht auf die Lektüre, die einen erwartet. Man muss das Buch auch nicht zwingend chronologisch lesen, Inhalte, die einen interessieren, können ohne Probleme gezielt einzeln nachgeschlagen werden. Ein Glossar zum Schluss des Buches erklärt einige (wenig benutzte) Fachtermini in einfachen Worten. Und auch auf benutzte oder weiterführende Literatur wird ergänzend hingewiesen, sogar Hinweise auf Selbsthilfegruppen fehlen nicht. Da ich mich bereits schon sehr lange mit dem Thema befasse, wie und ob sich Gedanken heilend oder schädigend auf den auswirken, war ich überaus neugierig auf dieses Buch. Im Endeffekt hat es mir das wissenschaftlich fundiert bestätigt, was ich im Groben bereits wusste. Die Autoren haben sich mit ihrem Buch riesige Mühe gegeben, dafür danke ich ihnen sehr. Hilfreiche, anschauliche Grafiken, übersichtliche Kästchen mit Anmerkungen, farblich in hellblau und damit farblich passend zum Cover gehalten, vereinfachen die Lesbarkeit und machen die zahlreichen Informationen angenehm überschaubar. Hier wurde keine Arbeit gescheut, das Buch qualitativ hochwertig zu machen in jeglicher Forum. Auch die vielen Fallbeispiele von Patienten, die beispielsweise an Depressionen, Migräne, Rückenschmerzen leiden, und wie sich Placebo oder Nocebo auf die einzelnen Krankheitsbilder auswirkten, fand ich sehr hilfreich, es machte Vieles verständlicher, da aus dem Alltag gegriffen. Dass der Einfluss von Erwachsenen auch auf die Ausmaße einer Erkrankung bei Kindern eine entscheidende Rolle spielt, hatte ich so gar nicht mehr auf dem Schirm, ist aber völlig logisch. Ich werde zukünftig mein Verhalten dahingehend noch einmal kritischer überprüfen, wenn ich meine Enkel betreue. Praktisch fand´ ich die Auflistung an Tipps, wie man sich optimal auf Arztbesuche vorbereiten kann. Denn auch hier spielen Kopf und Erwartungshaltung eine tragende Rolle für eine erfolgreiche Behandlung. Fazit: Das Buch war für mich eine bereichernde Erfahrung, da es akribisch und sauber recherchiert ist. Dabei ist es anschaulich gestaltet, gut zu lesen, und sehr informativ. Für den Alltag lassen sich einzelne Tipps gut anwenden. Daher gebe ich für das Buch eine klare Kaufempfehlung. Mit positiven Gedanken und einer positiven Erwartungshaltung erhöht sich die Chance auf eine Verbesserung der persönlichen Situation. Dies betrifft sowohl die körperliche als auch die geistige Gesundheit. Unsere Selbstheilungskräfte sind dabei stärker, als wir vielleicht denken. Diese können im Einklang mit der Schulmedizin, wie zahlreiche Studien hier in diesem Buch belegen, mächtige Kräfte im Körper freisetzen. Das kann sowohl in die eine als auch in die andere Richtung ausschlagen und hängt natürlich dabei auch von zahlreichen individuellen Faktoren ab.

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Veröffentlicht am 03.07.2025

Feines, nachdenklich stimmendes Lesevergnügen!

Ja, nein, vielleicht
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„Ja, Nein, Vielleicht“ ist mein erstes Buch von Autorin Doris Knecht, und mit Sicherheit nicht mein letztes! Es hat mir richtig gut gefallen, was ich gelesen habe, ich bin nur so über die 238 ...


„Ja, Nein, Vielleicht“ ist mein erstes Buch von Autorin Doris Knecht, und mit Sicherheit nicht mein letztes! Es hat mir richtig gut gefallen, was ich gelesen habe, ich bin nur so über die 238 Seiten des Buches geflogen, das sich angenehm in 38 relativ kurz gehaltene Kapitel unterteilt – sehr lesefreundlich!. Bereits das farbenfrohe Cover mit kunterbunten Blumen ist sehr einladend und genauso wie der Buchtitel – passend zur Geschichte! Es geht um eine Buchautorin, Ende 50, die sich in ihrem Leben gut eingerichtet hat. Die beiden Kinder sind ausgezogen, vom Kindsvater ist sie schon lange getrennt, gemeinsam mit ihrem Hund führt sie ein eigenständiges Leben entweder im Häuschen im Grünen oder aber in der Stadtwohnung. Die sozialen Kontakte stimmen, die Protagonistin fühlt sich alleine wohl, sie hat sich innerlich von der Männerwelt verabschiedet. Ihre beiden Kinder, die beste Freundin Theresa, ihr Bekannter Johnny, ihre vier Schwestern und die Mutter, sowie die Nachbarn aus dem Dorf nahe des Sees, wo ihr Häuschen steht, sind die wichtigsten sozialen Anker. Die meisten Dinge in ihrem Leben hat sie im Griff. Wäre da nicht das Alter, mit seinen fortschreitenden. Obwohl die Protagonistin sehr gesund lebt, beginnen die Zähne zu wackeln, was sie sehr ins Nachdenken und Grübeln, stellenweise sogar in Panik versetzt. Einfach herrlich treffend, klug und lebensnah, mit einer eingestreuten Prise Selbstironie und Humor, weiß hier Knecht die Gefühlsgemengelage einer älter werdenden Single-Frau zu beschreiben. Was kann jetzt noch kommen, in einem Lebensabschnitt, den man das letzte Lebensdrittel bezeichnet? Zum Beispiel ein früherer Liebhaber, nämlich Friedrich, dem man rein zufällig nach Jahren in einem Geschäft begegnet, und der das bis dato angenehm ruhige Leben der Protagonistin in einen Unruhezustand versetzt. Soll sie ihn in ihr jetziges Leben hereinlassen, obschon sie der Männerwelt abgeschworen hatte? Sind nicht alle Männer nach einer Weile gleich und überflüssig im Leben einer autarken Frau? Doris Knecht nimmt einen hier wunderbar mit auf die Berg- und Talfahrten der Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonistin, mit einer am Schluss sehr stimmigen, für mich zufrieden stellenden, konsequenten Botschaft zum Schluß. Es ist ein unaufgeregtes, ruhiges, kluges und tiefgründiges Buch, das mich persönlich sehr angesprochen hat. Es ließ mich noch einmal reflektieren über das, was mir wirklich wichtig ist in meinem Leben und wie wichtig es doch ist, die richtigen Menschen in sein Leben hereinzulassen und die falschen loszulassen.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Spannender Lesespaß rund um Hoppelstedt

Wieso? Weshalb? Warum? Meine Vorlesegeschichten, Band 3 - Wer ist hier im Einsatz?
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Mit dem neuen Vorlese-Geschichten-Buch „Wer ist hier im Einsatz?“ aus der Reihe „Wieso? Weshalb? Warum?“ hat der Verlag Ravensburger wieder einmal ein tolles Lese-Erlebnis-Lernbuch für Kinder ...

Mit dem neuen Vorlese-Geschichten-Buch „Wer ist hier im Einsatz?“ aus der Reihe „Wieso? Weshalb? Warum?“ hat der Verlag Ravensburger wieder einmal ein tolles Lese-Erlebnis-Lernbuch für Kinder im Alter von 4-7 Jahren herausgegeben. Meine drei Enkel lieben diese Buchreihe, ich ebenso, bieten die Bücher immer eine wundervolle Gelegenheit, Kindern das Lesen, Entdecken und gleichzeitig Lernen schmackhaft zu machen. Besonders am Nachmittag oder abends vor dem Zu-Bett-Gehen hat sich das Lesen von 1 oder 2 Geschichten zu einem innigen Ritual entwickelt bei uns. Das neue Buch umfasst 134 Seiten mit 15 aufregende Geschichten rund um das vielschichtige Arbeitsfeld von Einsatzkräften. Das wunderschöne, farbenfrohe Cover ist bereits ein Hingucker und verheißt mit vier fröhlich lachenden Kindern, einer Katze im Baum, und einem Feuerwehrmann auf einer Drehleiter, dass es hier mächtig interessant zugehen wird! Die Texte hat Inka Friese kindgerecht verfasst und dabei auch beispielsweise auf die Vielfalt unserer Gesellschaft geachtet was unterschiedliche Kulturen, Familienformen, Berufe oder Wohnungsorte geht – sie fließen selbstverständlich in die einzelnen Geschichten ein. Die Schrift ist dabei sehr lesefreundlich. Die schönen Illustrationen von Joachim Krause machen das Buch erst so richtig lebendig, wie ich befinde, mein kleiner Enkel blättert immer schon ganz aufgeregt weiter, wenn es zuviel Text für ihn wird ,und sucht nach weiteren Bildern. Rund um Hoppelstedt und seine Bewohner drehen sich alle Ereignisse. Sei es ein Unfall auf der Autobahn, ein unglücklicher Sturz auf der Skaterbahn, die brennende Lichterkette auf dem Weihnachtsmarkt, ein Rettungseinsatz am Badesee oder aber die mauzende, hilflose Katze auf dem Kastanienbaum – überall ist die Hoppelstedter Feuerwehr zur Stelle und hilft! Die Kinder Toni, Abena, Kojo und Lenny sind hautnah dabei, wenn die Wehr eine brennende Mülltonne löscht, Tonis Katze aus einem Baum rettet oder aber ein Hornissennest aus der Kita umsiedelt. Als Hobby-Detektive helfen die Kinder sogar bei einer Suchaktion der Polizei. Jede der 15 Geschichten ist in sich abgeschlossen und enthält auch immer Sachwissen kombiniert mit Strategien zur Lösungsfindung. Da sie aus dem Leben gegriffen sind – Kita, Badesee, … eignen sie sich gut, um in den Gesprächsaustausch zu kommen. Ich liebe einfach diese tolle Buchreihe von Ravensburger und freue mich über jedes neue Exemplar, das auf den Markt kommt. Dass in diesem Buch noch einmal ein tieferer Einblick in das Arbeitsfeld der Einsatzkräfte, wie beispielsweise Feuerwehr oder Polizei, gegeben wird, halte ich in der heutigen Zeit für ein wichtiges Signal. Denn diese Menschen, die Tag für Tag in vielen Bereichen des Lebens unter Umständen sogar ihr Leben aufs Spiel setzen, werden heutzutage nicht mehr so gewertschätzt, wie es ihnen eigentlich gebührt. Häufig werden sie sogar in ihrer Arbeit behindert. Auch das wird in dem Buch angesprochen. Bei der Erziehung der Kleinsten fängt ja Alles an, und eine gewisse Vermittlung von Werten kann durch das gemeinsame Lesen und Sprechen sehr gefördert werden. Ich stelle immer wieder fest, das gute Bücher einen wertvoll durch das gesamte Leben tragen können. Eine klare Kaufempfehlung für das neue Vorlese-Geschichten-Buch von Ravensburger.

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Veröffentlicht am 12.06.2025

Wenn ein geheimnisvolles Kästchen ein ganzes Leben erzählt...

Die verschwundene Tochter
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Es war mein erstes Buch von Soraya Lane, und ich muss sagen, ich war von der ersten Seite an nahezu gefesselt von „Die verschwundene Tochter“. Bereits das wunderschöne farbenfrohe Cover ist eine wahre ...

Es war mein erstes Buch von Soraya Lane, und ich muss sagen, ich war von der ersten Seite an nahezu gefesselt von „Die verschwundene Tochter“. Bereits das wunderschöne farbenfrohe Cover ist eine wahre Einladung und mutet fast schon edel an. Obschon die Autorin bereits mehrere Bände dieser Familiensaga in Form einer Buchreihe verfasst hat, war es absolut problemlos für mich , sofort in diese Geschichte einzutauchen, man muss vorher kein anderes Buch gelesen haben. Dieser Roman hat mich von der ersten Zeile an fasziniert, ich wollte unbedingt immer weiterlesen, so dass ich ihn komplett an einem Wochenende verschlungen habe. Geheimnisse sind ja immer etwas Faszinierendes, denn man möchte diese ja gerne lüften. So geht es hier um ein rätselhaftes Erbstück aus einem ehemaligen Londoner Frauenhaus, das die Journalistin Blake als Nachlass ihrer Großmutter erhält: Eine winzige Schachtel mit einer Modeskizze eines Kleides, an die ein Stück kostbarer Samt geheftet ist. Voller Fragen und gleichzeitig fasziniert geht Blake fortan auf die Suche nach Wahrheiten, und der Weg der Recherche führt sie in die Stadt der Liebe nach Paris - die Metropole, in der sich die glamouröse Modewelt rund um Dior und Vogue tummeln. Spannend und abwechslungsreich erzählt die Buchautorin parallel die wahrlich dazu dann die herzzerreißende und von Tragödien geprägte Geschichte von Evelina, die, wie sich herausstellt, Blakes Urgroßmutter ist. Die verlässt Anfang der zwanziger Jahre als blutjunge und fast mittellose Frau gegen den Willen ihrer Familie das Elternhaus Ihr Lebenstraum ist es, als Modeschöpferin in Paris berühmt zu werden. Ihr Weg ist hart und steinig, doch Evelina ist von Kindesbeinen harte Arbeit gewöhnt und selbst die schlimmsten Rückschläge übersteht sie auf mutigste und tapferste Weise, was nahezu revolutionär zur damaligen Zeit anmutete. Schlussendlich kommt Blake dem Geheimnis des mysteriösen kleinen Kästchens und seiner Geschichte und damit auch den Wurzeln ihrer Familie auf die Spur, was auch für sie einen nachhaltigen Einfluss auf ihr weiteres eigenes Leben hat. Fazit: Dieses Buch hat alles, was es für wunderschöne Lesestunden braucht. Eine außergewöhnliche, wendungsreiche, spannende und auch romantische Geschichte, die auf zwei Zeitebenen spielt, ein angenehmer, detailgenauer, flüssiger Schreibstil, der klug und präzise Charaktere zu beschreiben vermag, zugleich Tiefgang. Ein wenig „Kitsch“ ist auch dabei, hat mich aber nicht weiter gestört, denn das Buch bietet ansonsten genug Tiefgang und hat mich ins Reflektieren gebracht über das Verfolgen meiner eigenen Lebensziele und deren Ernsthaftigkeit.

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Veröffentlicht am 25.05.2025

Ein Buch der Extraklasse! Poetisch unfassbar gut!

Die Schrecken der anderen
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Dieser gut 330 Seiten umfassende, neue Roman von Martina Clavadetscher „Die Schrecken der Anderen“ , ist ein ganz besonderer, und verdient in meinen Augen die Bewertung „Extraklasse“. Ich wußte ...

Dieser gut 330 Seiten umfassende, neue Roman von Martina Clavadetscher „Die Schrecken der Anderen“ , ist ein ganz besonderer, und verdient in meinen Augen die Bewertung „Extraklasse“. Ich wußte nicht, was mich erwartet, kannte die Buchautorin nicht, war aber aufgerüttelt durch das grausam anmutende Buchcover mit einer Katze, die mit ihrer gewaltigen Pranke nach einem toten Huhn schlägt. Vor Beginn der Lektüre stellte ich mir die Frage, was die Autorin damit wohl bezweckt haben möge, im Nachhinein hat sie das dann an einer Stelle des Buches für mich beantwortet … ich hatte sozusagen das „Aha-Erlebnis“. Den Schreibstil von Martina Clavadetscher empfand ich als besonders, mitreißend, präzise, raffiniert, und dermaßen ausdrucksstark, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen mochte. Sie beschreibt ungemein detailgetreu und treffsicher, gleichzeitig poetisch und für die Botschaft des Buches mit der nötigen Kühle und Finesse. Dabei bedient sie sich zahlreicher Zeilenumbrüche und Abstände, die für mich das Lesen sehr angenehm gestalteten. Clavadetscher verknüpft geschickt die vielschichtig verwobene Geschichte mit den einzelnen Charakteren und jeweiligen Ereignissen, die zunächst noch völlig zusammenhanglos erscheinen. Unterschwellig brodelt jedoch von Anfang an immer etwas Düsteres und Unheilvolles mit – „alles“ beginnt ja auch mit einem Toten unter einer gefrorenen Eisschicht eines Sees. Ein zurückgezogen lebender Archivar, der unter einer Angststörung leidet, kommt dann hinzu, der gemeinsam mit einer geheimnisvollen „Alte“ in der Sache Nachforschungen anstellt…und so kommen häppchenweise immer weitere Akteure mit ihren Einzelschicksalen hinzu. Alle haben erstmal nichts miteinander zu tun. Doch die Fragmente fügen sich – wie Puzzleteile – immer mehr zusammen, die Botschaft dieses Romans erfährt immer mehr an Klarheit, und am Ende wird sie in einem dramatisch aufgeladenen Finale dann für den Leser unmißverständlich sichtbar. Hier geht es um einen barbarischen Teil der Geschichte, der Gesellschaft, eine Wahrheit, die jeder kennt, unter dem Mantel der Verschwiegenheit lodert, bis sie Stückchen für Stückchen ans Tageslicht geholt wird. Im Roman geht es um die Zeit des Nationalsozialismus, versteckte, geraubte Reichtümer der Nazis in der Schweiz, schweigende Mitwisser, scheinheilige Bewohner, Mitläufer. Ich fand´ das Buch faszinierend und besonders. Einzig zum Schluss hin war es mir einen Touch zu melodramatisch, für mich hätte es das Ableben zweier Protagonisten nicht unbedingt gebraucht, aber das ist ja Geschmacksache. Kleiner Kritikpunkt, aber dafür kann die Autorin nichts, sind doch einige Rechtschreib- und Satzfehler, die beim Lektorat wohl übersehen wurden. Das Buch kann ich dennoch uneingeschränkt weiterempfehlen, sprachlich wie stilistisch ist es schon etwas ganz Besonders, dieser Schreibstil von Martina Clavadetscher hat hohen Wiedererkennungswert. Gleichzeitig war es für mich eine Mahnung, über das „Schrecken der Anderen“ nicht zu hinwegzusehen, denn was in der Vergangenheit war, schlummert auch ebenso verborgen in der Gegenwart.

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