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Veröffentlicht am 03.07.2025

Da wäre mehr drin gewesen

Die Schwestern
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Da ich bislang nur Gutes über Daisy Johnson gehört habe und die Autorin sogar mit dem Meister schlechthin Stephen King verglichen wurde, wurde ich direkt neugierig und habe ihrer Gothic Novel "Die Schwestern" ...

Da ich bislang nur Gutes über Daisy Johnson gehört habe und die Autorin sogar mit dem Meister schlechthin Stephen King verglichen wurde, wurde ich direkt neugierig und habe ihrer Gothic Novel "Die Schwestern" eine Chance gegeben.
Nun, die Geschichte ist sicherlich nicht schlecht, konnte aber meine doch recht hohen Erwartungen nicht gerecht werden, sodass ich doch ein klein wenig enttäuscht bin.

Mein wohl größtes Problem an "Die Schwestern" ist der Schreibstil, denn dieser wirkt oft abgehackt und blumig. Das kann sicherlich gut sein, aber hier war es mir zu viel des Guten, denn so kam für mich nie wirklich ein guter Lesefluss zustande. Die Dialoge wirken zu insziniert und dadurch gehen viele Emotionen flöten, die die Geschichte meiner Meinung nach gebraucht hätte.
Zum Inhalt selbst kann man nicht viel sagen, ohne die Geschichte zu spoilern. Es geht um die Schwestern Juli und September, die zunächst sehr harmonisch und wie ein Herz und eine Seele zusammen wirken. Sie teilen sich praktisch alles und wirken wie das perfekte Schwestern-Duo. Dies ändert sich jedoch, als die beiden gemeinsam mit ihrer Mutter in ein alltes, fast zerfallenes Haus ziehen. Ihre Mutter wirkt sehr distanziert und scheint sich in der Nähe ihrer Töchter unwohl zu fühlen. Erst nach und nach erfährt man dabei, wieso die Mutter sich so ihren Töchtern gegenüber verhält und auch das Verhältnis zwischen Juli und September wird genauer durchleuchtet.

Dies ist an sich super interessant, allerdings muss man sagen, dass die knapp 200 Seiten schon fast zu lang sind, denn phasenweise passiert einfach wenig bis nichts. Das hätte locker 20-30 Seiten kürzer sein können und man hätte vermutlich nichts verpasst.
Dennoch ist "Die Schwestern" bei Weitem nicht so schlecht, wie es jetzt auf den ersten Blick wirkt. Ich bin mir sicher, dass viele andere Leser*innen großen Spaß am Plot und Schreibstil haben werden. Es war nur leider nicht das, was ich mir erhofft habe.

Kurz gesagt: "Die Schwestern" fing stark an, entpuppte sich für mich jedoch nach und nach leider zu einer kleinen Enttäuschung. Die Grundidee ist sicherlich nicht schlecht, allerdings konnte mich leider weder die Umsetzung, noch der oftmals abgehackte Schreibstil überzeugen, um wirklich begeistert zu sein.

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Veröffentlicht am 29.06.2022

Okay - mehr aber auch nicht

Katze hasst Welt
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Ich muss gestehen, dass ich mehr der Hunde-Freund bin und Katzen zwar mag, aber kein großer Fan von ihnen bin. Somit bin ich auch ein wenig skeptisch gewesen, als ich "Katze hasst Welt" von Kathrin Klingner ...

Ich muss gestehen, dass ich mehr der Hunde-Freund bin und Katzen zwar mag, aber kein großer Fan von ihnen bin. Somit bin ich auch ein wenig skeptisch gewesen, als ich "Katze hasst Welt" von Kathrin Klingner in einem offenen Bücherschrank entdeckt und spontan mitgenommen habe. Letztendlich konnte mich die Kurzbeschreibung dann doch überzeugen, sodass ich der Geschichte zumindest eine Chance geben wollte.

In dem Comic geht es um eine Katze in den Zwanzigern, die in Hamburg lebt und an einer Kunsthochschule studiert. Katze ist grundsätzlich unzufrieden und unglücklich mit sich und der Welt und tritt dementsprechend auf, indem sie den meisten Menschen, aber auch Tieren gegenüber gleichgültig wirkt. Die Kunsthochschule fällt ihr zunehmends schwer und sie lässt nur wenige Menschen in ihr Leben hinein, wie z.B. Panda. Panda ist das Gegenteil von Katze: Aufgeschlossen, freundlich und herzlich. Dass dabei zwei vollkommen andere Welten aufeinandertreffen, ist schnell klar und somit lässt sich schnell erahnen, wie die Beziehung zwischen den beiden endet.

Interessant ist dabei, dass die Geschichte rückwärts erzählt wird, sodass man die Beziehung der beiden, aber auch Katzes Leben an der Kunsthochschule noch intensiver wahrnimmt. Gleichzeitig ist in "Katze hasst Welt" eine deutliche Melancholie und phasenweise auch Gleichgültigkeit spürbar, die sich teilweise auch auf die Leser*innen überträgt, was dazu geführt hat, dass ich trotz der Unnahbarkeit der Katze mit ihr mitfühlen konnte.

Somit ist "Katze hasst Welt" ein Comic, der zwar im Großen und Ganzen in Ordnung, mich allerdings bei Weitem nicht so begeistern konnte, wie ich es mir aufgrund der Kurzbeschreibung erhofft habe. Für Zwischendurch ist der Comic sicherlich einen Blick wert, aber mehr auch nicht. Katzen-Fans könnte der Comic allerdings deutlich besser gefallen.

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Veröffentlicht am 15.07.2021

Teilweise sehr unkreativ und wenig unterhaltsam

Fertig ist die Laube (Die Online-Omi 15)
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Da ich bereits einige Bücher von dem Online-Phänomen Renate Bergmann gelesen habe und von den Büchern auch häufig gut unterhalten wurde, war ich schon sehr gespannt auf "Fertig ist die Laube", bei dem ...

Da ich bereits einige Bücher von dem Online-Phänomen Renate Bergmann gelesen habe und von den Büchern auch häufig gut unterhalten wurde, war ich schon sehr gespannt auf "Fertig ist die Laube", bei dem die rüstige Renterin sich im Schrebergarten nützlich macht und sich um den Garten eines Freundes kümmert, der aufgrund einer Operation verhindert ist. Leider empfand ich das Buch jedoch nicht so gelungen, wie die anderen Werke, sodass ich letztendlich ein wenig enttäuscht bin.

Renate Bergmann ist das Pseudonym von Torsten Rohde, der regelmäßig die neuesten Abenteuer von der Rentnerin auf Papier bringt. "Fertig ist die Laube" liest sich dabei leicht und flüssig, ist an sich auch unterhaltsam, allerdings hat mir dieses Mal das gewisse Etwas gefehlt, um vollends begeistert zu sein. Manche Anekdoten empfand ich leider als sehr flach und wenig kreativ, sodass ich insgesamt schon bessere Bücher von der Online-Omi gelesen habe.

Das Thema Gärtnern an sich ist interessant und es gibt tatsächlich den ein oder anderen guten Tipp, allerdings empfand ich alle weiteren kleinen Anekdoten, wie z.B. das Verhalten auf Hochzeiten oder auch, wie man sein Gewürzregal sortiert, als sehr uninspiriert und erschreckend unlustig, teilweise sogar unsympathisch, was man bislang von der Online-Omi nicht gewohnt war. Beim Lesen fühlte es sich teilweise sogar so an, als sei bei Renate Bergmann die Luft raus, was doch sehr schade ist.

Dennoch ist hier nicht alles so schlecht, wie es auf dem ersten Blick klingt, denn mit "Fertig ist die Laube" hat man die richtige Jahreszeit zur Veröffentlichung gewählt, sodass man hier tatsächlich gute Einblicke in das Thema Garten und Gemüseanbau erhält und manche Tipps direkt umsetzen kann. Man kann also durchaus auch gute Dinge aus dem Buch mitnehmen, nur leider hat es mich nicht so sehr begeistert, wie die Werke zuvor.

Kurz gesagt: "Fertig ist die Laube" bietet zwar hin und wieder einige humorvolle Momente und interessante Tipps, allerdings wollte der Funke bei mir nicht komplett überspringen, da mir die Geschichte oft zu flach und unkreativ war. Somit ist es für mich das bislang schlechteste Buch über die Online-Omi, da ich mir mehr erhofft habe.

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Veröffentlicht am 12.11.2020

Leider nur Mittelmaß

Nächstes Jahr in Havanna
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Auf „Nächstes Jahr in Havanna“ war ich sehr gespannt, da mich nicht nur das Cover sehr angesprochen hat, sondern ich Kuba im Allgemeinen immer sehr interessant finde. Somit hatte ich auch recht hohe Erwartungen ...

Auf „Nächstes Jahr in Havanna“ war ich sehr gespannt, da mich nicht nur das Cover sehr angesprochen hat, sondern ich Kuba im Allgemeinen immer sehr interessant finde. Somit hatte ich auch recht hohe Erwartungen an den Auftakt der Kuba-Saga und muss leider sagen, dass ich doch ein wenig enttäuscht bin.

Das liegt vor allem an dem teilweise doch recht langatmigem Schreibstil, der mich nie wirklich fesseln konnte. Die Idee, eine Liebesgeschichte mit der kubanischen Revolution zu verbinden, ist eigentlich toll, aber leider wurde meiner Meinung nach zu wenig auf die damalige Zeit eingegangen. Das ist insofern schade, weil die Geschichte in gleich zwei Zeitzonen spielt: Einmal im Jahr 1958 in Havanna und einmal im Jahr 2017 in Miami. Hier hätte ich mir so viel mehr über die Zeit damals in Havanna gewünscht, was man jedoch nur leider in kleinen Häppchen vorgesetzt bekommt.

Erzählt wird dabei die Geschichte von zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht hätten aufwachsen können. So lernen wir im Jahr 1958 wohlbehütete Elisa kennen. Dank ihres Vaters, der Plantagen besitzt, gehört sie zu den reicheren Menschen Havannas und somit weiß sie auch nur wenig über die aktuellen Geschehnisse, die sich im Land abspielen. Dies ändert sich jedoch, als sie einen Mann kennen lernt, dem die Politik des Landes wichtig ist und der sich für die Revolution einsetzt. Elisa lernt immer mehr über das Land und die Geschehnisse kennen und am Ende muss sie, wie viele andere auch, das Land in Richtung USA verlassen.

Im Jahr 2017 lernt man dagegen Elisas Enkelin Marisol kennen, die in Miami lebt und ihre Heimat Kuba nur vom Hörensagen her kennt. Dies soll sich jedoch ändern, als ihre Großmutter verstirbt und deren letzter Wunsches ist, dass ihre Asche in Havanna beigesetzt wird.

An sich ist dies zunächst ein wirklich guter Stoff, um daraus eine tolle Geschichte zu machen. Das Problem ist für mich jedoch gewesen, dass ich die Figuren zwar gut kennen lernen durfte, mich ihre jeweilige Geschichte jedoch nicht berührt haben. Dies liegt vor allem an den ständigen Wiederholungen, der langatmigen Erzählweise und dem Fakt, dass die Figuren leider immer etwas unnahbar auf mich wirkten.

Somit ist „Nächstes Jahr in Havanna“ zwar insgesamt ein netter Liebesroman, allerdings habe ich mir hier aufgrund der politischen Lage, die auch noch heute in Kuba vorherrscht, stellenweise einfach noch mehr politische und geschichtliche Hintergründe über das Land erhofft. So ist hier zwar alles nett, aber bei Weitem kein Highlight, was doch etwas bedauerlich ist.

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Veröffentlicht am 14.06.2020

Enttäuschend

Priest of Bones
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"Priest of Bones", Band 1 der "Der Kampf um den Rosenthron"-Reihe, und ich hatten es ein wenig schwer miteinander, was vermutlich daran liegt, dass ich einfach zu hohe an diese Geschichte hatte, die bereits ...

"Priest of Bones", Band 1 der "Der Kampf um den Rosenthron"-Reihe, und ich hatten es ein wenig schwer miteinander, was vermutlich daran liegt, dass ich einfach zu hohe an diese Geschichte hatte, die bereits auf sämtlichen Plattformen viele sehr gute Bewertungen erhalten hat. Die Geschichte ist zwar grundsätzlich nicht schlecht, allerdings konnte sie nicht ganz meine Erwartungen erfüllen, was sehr schade ist.

So liest sich "Priest of Bones" bei bestimmten Kampfszenen unglaublich spannend und auch detailliert, ansonsten bleibt die Geschichte jedoch oft sehr blass und wird holprig erzählt. Dies zeigt sich auch bei den Figuren, die stellenweise unfertig und sehr roh wirken, sodass sie mir nicht nur teilweise sehr unsympathisch waren, sondern auch ihr Schicksal egal ist.

Dennoch hat "Priest of Bones" auch durchaus ein paar gute Seiten an sich, denn die Kämpfe lesen sich wie gesagt erstklassig, aber auch die jeweiligen Ort werden detailverliebt und ausführlich beschrieben, was mir sehr gut gefällt, da ich vieles dadurch direkt vor Augen hatte. Die jeweiligen Gruppierungen, die aus Soldaten, Gangstern und Magiern bestehen, könnten unterschiedlicher nicht sein und bieten eine Menge Raum für interessante Geschichten, doch leider blieben diese fast alle blass, sodass es letztendlich egal ist, wer wo das Sagen hat, was sehr schade ist.

Somit bin ich von "Priest of Bones" letztendlich enttäuscht, da ich zu hohe Erwartungen an die Geschichte hatte und mich auch die Figuren nicht überzeugen konnten. Somit werde ich auch die weiteren Bände nicht weiter verfolgen.

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