Je weiter, desto schwerer fiel es mir, dran zu bleiben (Achtung Spoiler!)
Morgen, morgen und wieder morgenDieses Werk wurde mir von einer Freundin empfohlen und da ich selbst beruflich ein klein wenig mit dieser Branche zu tun habe, war ich wirklich sehr neugierig auf die Story. Zudem sind die Figuren in etwa ...
Dieses Werk wurde mir von einer Freundin empfohlen und da ich selbst beruflich ein klein wenig mit dieser Branche zu tun habe, war ich wirklich sehr neugierig auf die Story. Zudem sind die Figuren in etwa genauso alt, wie ich war, als sie sich in den 80ern zum ersten Mal trafen. Den Auftakt fand ich auch wirklich noch genial, ich mochte es sehr, wie sich Sam und Sadie im Krankenhaus kennengelernt haben. Auch der Schreibstil war ganz nach meinem Geschmack und anfangs war der Roman für mich ein richtiger Pageturner. Je weiter ich kam, desto mehr hat sich das leider geändert und letztendlich habe ich mich nur noch durchgequält. Als sich Sam und Sadie nach Jahren wieder trafen und zusammengearbeitet haben, mochte ich Sadie immer weniger. Schade, wieviel Egoismus und Selbstgerechtigkeit in diese Protagonistin gesteckt wurde. Und was bitte war mit Dov?! Ich fand seinen Charakter unglaublich unangenehm gezeichnet und für mich war es eine komplett überflüssige Person, die absolut keinen Mehrwert für die Geschichte gebracht hat. Auch Sam war farblos und ohne eigene Persönlichkeit dargestellt, was es für mich sehr schwer machte, mit ihm mitzufühlen oder überhaupt eine wirkliche Meinung über ihn gestalten zu können. Marx war mir bei Weitem am sympathischsten und durch ihn hat mich die Story (ab Seite 400!!) dann auch das erste Mal berührt. Das kam natürlich aber viel zu spät und konnte es für mich nicht mehr retten. Für mich war dieses Buch ein Flop und ich kann leider nicht nachvollziehen, warum es in den Medien so stark hervorgehoben wird.