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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.08.2025

Für mich inhaltlich nicht ganz stimmig

Huhu und Momo – Für dich trau ich mich!
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Das Bilderbuch hat ein wunderschönes auch haptisch ansprechendes Cover und Erwachsene wie Kind haben sofort große Lust auf das Buch bekommen. Die Geschichte ist die der ängstlichen, kleinen Eule Huhu, ...

Das Bilderbuch hat ein wunderschönes auch haptisch ansprechendes Cover und Erwachsene wie Kind haben sofort große Lust auf das Buch bekommen. Die Geschichte ist die der ängstlichen, kleinen Eule Huhu, die am liebsten zu Hause ist. Ihr Zuhause wird auf mehreren Doppelseiten inklusive Bett, Küche, gemütlichen Sessel wunderschön dargestellt. Ich finde es immer sehr ansprechend, wenn Tiere auf diese Art vermenschlich werden. Ihr Freund Momo, die Maus ist gerne bei Huhu, aber auch sehr gerne draußen, um etwas zu entdecken, was Huhu für sich selber ablehnt, da sie es zu gefährlich findet. Eines Tages wartet Huhu vergeblich auf Momo und beschließt dann nach ihm draußen zu suchen. Ihr gelingt es Momo vor dem Fuchs zu retten. Die "Moral" von der Geschichte ist, dass sie jetzt beide mehr draußen in der Welt unterwegs sind. Das Ende ist für mich nicht stimmig, denn Huhu hat ja recht behalten, dass die Welt draußen gefährlich ist. Diese Botschaft wollten die Autorinnen aber natürlich nicht vermitteln, sondern es ging ihnen um Freundschaft und auch Mut, seinem Freund zu helfen.
Neben den wunderschönen, großflächigen Illustrationen verfügt die Story über kurze Texte, die teilweise gereimt sind. Das Buch wurde aus dem Englischen übersetzt und eventuell kommt es deswegen zu teilweise holprigen Stellen sowie Wortwahl.
Insgesamt möchte ich jedoch drei Sterne vergeben, da die Illustrationen sehr gelungen und ansprechend sind.

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Veröffentlicht am 17.08.2025

Ziemlich verwirrende Familiengeschichte, die mich mit Fragen zurückließ

Meine Mutter
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Eigentlich mag ich Familiengeschichten, die sich mit der Zeit des Nationalsozialismus und dem Leben danach befassen, weil sie mir helfen die Menschen damals besser zu verstehen und auch, was sie an ihre ...

Eigentlich mag ich Familiengeschichten, die sich mit der Zeit des Nationalsozialismus und dem Leben danach befassen, weil sie mir helfen die Menschen damals besser zu verstehen und auch, was sie an ihre Kinder/Enkelkinder übertragen. Hier sprach mich die Information, dass es sich um einen Roman, der sich aufgrund von Briefen, Dokumenten, Erzählungen mit der Famiiengeschichte der Autorin befasst und diese ihn aus der Ich-Perspektive geschrieben hat, an. Den Einstieg in die Story fand ich ungewöhnlich, aber sehr gelungen, da auch Humor oder Zynismus trotz der Tragik durchschimmerte und ich deswegen auch einen Roman erwartet habe, der mir aufgrund der Frage nach dem Sparbuch, was auf die vor vierzig Jahren verstorbene Mutter ausgestellt war, auf sich hatte. Bettina Flitner ist nach Niederschlesien, dem Geburtsort ihrer Mutter gereist und hatte viele Unterlagen im Gepäck..
Dann wird es von Seite zu Seite für mich wirrer, denn es gibt sehr viele Personen und Ereignisse, viele Tode insbesondere auch Suizide, sowie das Familienleben zur damaligen Zeit im Sanatorium, was der Urgroßvater gegründet hat. Die Informationen überfluteteten mich und ich wusste auch nicht, was in Briefen etc gestanden hat. Sehr merkwürdig ist auch der Aufenthalt der Autorin dort, denn ihre Gastgeberin lässt sie aus privaten Gründen alleine zurück. Die vielen Puzzleteile, die ich versuchte zusammenzustecken, gaben für mich einzelne kleine Bilder, aber einen Bezug zur Ich-Erzählerin und ihrer Familie konnte ich nicht aufbauen. Mir fehlte auf jeden Fall eine Personenübersicht sowie Geburtsdaten, so dass ich während des Lesens hätte zurückblättern können, um alles besser einzuordnen. Für mich blieben viele Fragen offen und am besten hat mir noch das Cover sowie die Ausstattung des Buches mit dem Lesebändchen gefallen. Schade, aber für mich reicht es nur für drei Sterne.

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Veröffentlicht am 04.07.2025

Bei mir kam kein Sommerfeeling auf

Noch fünfzig Sommer mehr
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Ich habe, wie vom Klappentext versprochen, einen Roman über die Sommer unserer Kindheit, zweite Chancen und die Kraft der Natur erwartet. Leider nimmt der Klappentext schon einiges vorweg, was mir im Roman ...

Ich habe, wie vom Klappentext versprochen, einen Roman über die Sommer unserer Kindheit, zweite Chancen und die Kraft der Natur erwartet. Leider nimmt der Klappentext schon einiges vorweg, was mir im Roman dann zu ausschweifend erzählt wurde und mich eher gelangweilt hat. Die erwähnte große Liebe entpuppte sich zwar als intensiv und berührend, aber ziemlich kurz. Ich bekam auch so kaum Zugang zu Eleni und hatte Schwierigkeit sie zu verstehen. Die Auflösung, was es mit den Blumen auf sich hatte, fand ich zwar schön, aber für mich wirkte die Story trotzdem eher ein wenig künstlich. Die Leichtigkeit, die ich mir durch die Liebe, auch wenn sie tragisch endet, versprochen hatte, kam für mich nicht auf. Ich mag auch die Natur sehr, aber ich hätte gerne viel mehr über die Schönheit derselbigen gelesen, sie gespürt, doch lag auch hier ein riesiger Schatten wegen des Kummers, den die Naturgewalten heraufbeschworen hatten. Mir war der Roman zu traurig und ich hätte gerne mehr Glück gespürt und über die zweite Chance erfahren.Wer jedoch gerne Romane liest, bei denen traurige Stimmungen überwiegen, dem könnte dieser Roman gut gefallen.Drei Sterne

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Ein wenig schleppend erzählte Story

The summer we kissed
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Natalia und Ethan stehen kurz vor ihrem letzten Schuljahr und hier ist es der Senior Sunrise Tradition, d h.die Abschlussklasse versammelt sich am letzten Ferienwochenende, um den Sonnenaufgang zusammen ...

Natalia und Ethan stehen kurz vor ihrem letzten Schuljahr und hier ist es der Senior Sunrise Tradition, d h.die Abschlussklasse versammelt sich am letzten Ferienwochenende, um den Sonnenaufgang zusammen zu erleben und die berüchtigten Lion-Letters zu verfassen. Die SchülerInnen sollen aufschreiben, was sie bewegt und was sie tun würden, wenn sie mutig wären. Diese sollen bei Sonnenaufgang verbrannt werden. Natalia als Präsidentin hat es dieses Mal zum ersten Mal als einen Campingtag mit Übernachtung organisiert. Ethan und Natalia sind beste Freunde und wer sie so sieht, merkt gleich, dass sie eigentlich viel mehr füreinander empfinden. Doch bis jetzt haben sie sich immer noch nicht getraut sich gegenseitig ihre Gefühle zugestehen bzw. kommt immer etwas dazwischen.Während alle Schüler ihre Lionletters verfassen und sie in eine Flasche gesteckt haben,kommt es zu einem unbeabsichtigten Zwischenfall und einige der Briefe mit sehr privaten Informationen werden mit dem Wind am Strand verstreut. Was passiert, wenn diese Briefe in falsche Hände geraten?

Die Geschichte beginnt sehr schön, da ich sofort bei Ethan und Natalia ganz privat bin und gerade als ich denke, dass sie nun ihre erste Liebesnacht verbringen, endet sie abrupt und ich befinde mich am Tag des Senior Sunrise. Ich lerne einige der Protagonisten ein wenig kennen, während der Fokus auf den Briefen liegt. Die Atmosphäre ist für mich nicht spürbar, da immer nur einzelne Infos eingestreut werden und ich die Erzählung als ein wenig schleppend empfinde. Ich vermisse Musik, Gerede, Essen, Trinken, das Miteinander etc. Was das ganze auflockert ist, dass Natalia und Ethan abwechselnd erzählen, wobei ich Ethan hier sympathisch finde und Natalia zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist. Ziemnlich gut kann ich mir vorstellen, wie dieser Tag durch das Finden der Briefe eine neue Wendung nimmt. Hierfür bzw. für den Mut einiger SchülerInnen sehe ich sehr positiv. Das Ende an sich finde ich ein wenig zu "übertrieben".

Drei Sterne für die Botschaft bezüglich des Mutes und die schön gestalteten Innenseiten des Pappeinbandes, der zudem noch per Klappe einen farbigen Buchschnitt "vorspielt", was ich persönlich sehr gelungen finde.

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Veröffentlicht am 22.04.2025

Keine "sympathische" Familie

Wo wir uns treffen
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Auf dem Cover des Buches sieht man ein großes, altes Anwesen, was mitten in einem großen Park zu liegen scheint. Ein großer Familienbesitz sowie viel Land genau dies ist es, worum es in dem Erbe einer ...

Auf dem Cover des Buches sieht man ein großes, altes Anwesen, was mitten in einem großen Park zu liegen scheint. Ein großer Familienbesitz sowie viel Land genau dies ist es, worum es in dem Erbe einer Familie geht. Das Familienoberhaupt Philip Brooke verstirbt und ich lerne die einzelnen Familienmitglieder kennen, sowieso einige andere Personen. Interessant ist es es, dass dabei immer wieder der Fokus sprunghaft wechselnd auf eine Person gelegt wird und aus dessen Sichtweise erzählt wird. Außerdem findet das eigentliche Geschehen in der Gegenwart in fünf Tagen statt. Was ich gut finde, ist, dass auch die siebenjährige Enkelin viel Raum im Roman bekommt. Sie hat mein größtes Mitgefühl, weil sie nicht für diese Situation verantwortlich ist oder sie verändern kann. Bei ihr spüre ich auch Trauer, den Verlust, was sie mit intensiver Beschäftigung, was mit dem Menschen bzw. dessen Körper nach dem Tod "verarbeitet". Ansonsten habe ich das Gefühl, während ich die Schönheit der fragilen Natur spüre, das die Familienmitglieder, die Witwe und die drei erwachsenen Kinder alle sehr mit sich selbst beschäftigt sind, ebenso wie andere Protagonisten. Was ist mit dem Erbe? Wer "will" was? Es kommen nun ganz viele unangenehme Wahrheiten zu Tage. Viele Fragen bleiben am Ende offen, da es viele Entwicklungen in kurzer Zeit gegeben hat. Sympathisch oder wirklich nah sind mir die wenigsten der Menschen gekommen und ich bin froh nicht Teil dieser Familie oder des Umfeldes zu sein. Ein sehr vielschichtiger Roman, der sich mit Beziehungen der Menschen, der Natur und dem historischen Hintergrund des Erbes befasst. Vielleicht liegt es an der Distanz zu den Figuren oder aber auch an manchen kleinen sehr detaillierten Schilderungen, dass die Geschichte sich für mich beim Lesen zog. Von mir drei Sterne

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