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Veröffentlicht am 05.07.2025

Sonja Roos: Eine grenzenlose Welt – Schicksal

Eine grenzenlose Welt – Schicksal
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Man könnte meinen, das Schicksal hätte Marga genug Steine in den Weg gelegt – aber nein, es musste nochmal nachlegen. Von San Francisco, wo sie als Journalistin um Anerkennung und Brot kämpft, bis nach ...

Man könnte meinen, das Schicksal hätte Marga genug Steine in den Weg gelegt – aber nein, es musste nochmal nachlegen. Von San Francisco, wo sie als Journalistin um Anerkennung und Brot kämpft, bis nach New York, wo ein Hilferuf ihrer Cousine Rosie sie zurückholt, entfaltet sich eine Geschichte voller Dramen, Versöhnungsversuche und unvorhersehbarer Wendungen.

Der Schreibstil ist wunderbar lebendig, und ich konnte mich sofort in die Zeit zurückversetzen. Marga ist eine starke Protagonistin, die ich bewundert habe, auch wenn ich manchmal dachte: Marga, wirklich? Noch ein Problem? Besonders schön fand ich, dass historische Details über die Zeitungsbranche und das Leben um 1900 nahtlos in die Handlung eingeflochten wurden.

Natürlich gibt es auch Herzklopfmomente – vor allem dank Nando, der endlich wieder auftaucht. Aber Vorsicht, dieser Roman endet mit einem Cliffhanger, der mich laut „Wie könnt ihr nur?!“ hat rufen lassen.

Ein fesselnder zweiter Teil, der mich mitgerissen hat, auch wenn er manchmal etwas überladen wirkte. 4 von 5 Sternen für eine emotionale Reise, die Lust auf mehr macht!

Veröffentlicht am 05.07.2025

Dustin Thao: Ich warte auf dich, Haru

Ich warte auf dich, Haru
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Darf ich dir ein Buch ans Herz legen, das sich anfühlt wie ein bittersüßer Traum? Ich warte auf dich, Haru ist genau das – eine Geschichte, die dir das Herz bricht und gleichzeitig zeigt, wie man es wieder ...

Darf ich dir ein Buch ans Herz legen, das sich anfühlt wie ein bittersüßer Traum? Ich warte auf dich, Haru ist genau das – eine Geschichte, die dir das Herz bricht und gleichzeitig zeigt, wie man es wieder zusammensetzt. Na gut, vieleicht lässt sie ein paar Risse zurück, aber das gehört schließlich dazu, oder?

Eric Ly, unser Hauptprotagonist, steckt nach dem Tod seines besten Freundes Daniel in einer Dauer-Trauerblase fest. Und damit meine ich nicht die Art von Trauer, bei der man melancholisch aufs Meer schaut – nein, Eric versinkt komplett, ohne Rettungsring. Aber dann taucht Haru auf, ein Junge, den Eric letzten Sommer in Japan kennengelernt hat. Was daran seltsam ist? Haru ist nicht nur ein bisschen zu perfekt, sondern auch unsichtbar für alle anderen. Spooky, oder?

Dustin Thao zieht dich mit einem leichten, flüssigen Schreibstil direkt in Erics Kopf. Und glaub mir, dort ist es eine Mischung aus Chaos, Schmerz und gelegentlich einer Prise Humor – ganz so, wie das Leben eben spielt. Die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verwischen so geschickt, dass ich mich selbst oft gefragt habe, ob ich gerade träume. Ist Haru wirklich da, oder ist Eric einfach nur ein bisschen… sagen wir mal… kreativ in seiner Trauerbewältigung?

Die Stärke des Buches liegt definitiv in der Darstellung von Verlust und der Suche nach einem Weg zurück ins Leben. Eric ist nicht immer leicht zu mögen – ehrlich gesagt, manchmal hätte ich ihn am liebsten geschüttelt und gefragt: „Warum, Eric, warum?!“ Aber genau das macht ihn auch so realistisch. Trauer ist kein gerader Weg, sondern eine Achterbahn, und Eric nimmt uns mit auf jede Loopingfahrt.

Warum nur vier Sterne, fragst du dich? Na ja, im Mittelteil verliert die Geschichte ein wenig an Fahrt. Es gibt Momente, in denen Erics Entscheidungen und Handlungen ein bisschen zu oft auf der Stelle treten. Außerdem hätte ich mir bei den Schauplätzen – besonders bei den Rückblicken nach Japan – etwas mehr Bildhaftigkeit gewünscht. Ich wollte Haru nicht nur sehen, sondern auch die Straßen Tokios riechen und das Licht der Sommernacht fühlen.

Aber dann kommt das Ende. Ach, das Ende. Ein emotionaler Schlag in die Magengrube – aber auf die gute Art. Es hat mich mit einer Mischung aus Hoffnung und Melancholie zurückgelassen, und ich denke, das ist genau das, was ein Buch wie dieses erreichen will.

Wenn du bereit bist, dich auf eine gefühlvolle, teils surreale Reise einzulassen, bei der es weniger um große Action als um die kleinen, zerbrechlichen Momente des Lebens geht, dann schnapp dir Ich warte auf dich, Haru. Es ist eine zarte Erinnerung daran, dass es okay ist, loszulassen – auch wenn es wehtut. Und hey, wer weiß? Vielleicht findest du dabei etwas von dir selbst wieder.

Veröffentlicht am 05.07.2025

Dustin Thao: Ich warte auf dich, Haru

Ich warte auf dich, Haru
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Darf ich dir ein Buch ans Herz legen, das sich anfühlt wie ein bittersüßer Traum? Ich warte auf dich, Haru ist genau das – eine Geschichte, die dir das Herz bricht und gleichzeitig zeigt, wie man es wieder ...

Darf ich dir ein Buch ans Herz legen, das sich anfühlt wie ein bittersüßer Traum? Ich warte auf dich, Haru ist genau das – eine Geschichte, die dir das Herz bricht und gleichzeitig zeigt, wie man es wieder zusammensetzt. Na gut, vieleicht lässt sie ein paar Risse zurück, aber das gehört schließlich dazu, oder?

Eric Ly, unser Hauptprotagonist, steckt nach dem Tod seines besten Freundes Daniel in einer Dauer-Trauerblase fest. Und damit meine ich nicht die Art von Trauer, bei der man melancholisch aufs Meer schaut – nein, Eric versinkt komplett, ohne Rettungsring. Aber dann taucht Haru auf, ein Junge, den Eric letzten Sommer in Japan kennengelernt hat. Was daran seltsam ist? Haru ist nicht nur ein bisschen zu perfekt, sondern auch unsichtbar für alle anderen. Spooky, oder?

Dustin Thao zieht dich mit einem leichten, flüssigen Schreibstil direkt in Erics Kopf. Und glaub mir, dort ist es eine Mischung aus Chaos, Schmerz und gelegentlich einer Prise Humor – ganz so, wie das Leben eben spielt. Die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verwischen so geschickt, dass ich mich selbst oft gefragt habe, ob ich gerade träume. Ist Haru wirklich da, oder ist Eric einfach nur ein bisschen… sagen wir mal… kreativ in seiner Trauerbewältigung?

Die Stärke des Buches liegt definitiv in der Darstellung von Verlust und der Suche nach einem Weg zurück ins Leben. Eric ist nicht immer leicht zu mögen – ehrlich gesagt, manchmal hätte ich ihn am liebsten geschüttelt und gefragt: „Warum, Eric, warum?!“ Aber genau das macht ihn auch so realistisch. Trauer ist kein gerader Weg, sondern eine Achterbahn, und Eric nimmt uns mit auf jede Loopingfahrt.

Warum nur vier Sterne, fragst du dich? Na ja, im Mittelteil verliert die Geschichte ein wenig an Fahrt. Es gibt Momente, in denen Erics Entscheidungen und Handlungen ein bisschen zu oft auf der Stelle treten. Außerdem hätte ich mir bei den Schauplätzen – besonders bei den Rückblicken nach Japan – etwas mehr Bildhaftigkeit gewünscht. Ich wollte Haru nicht nur sehen, sondern auch die Straßen Tokios riechen und das Licht der Sommernacht fühlen.

Aber dann kommt das Ende. Ach, das Ende. Ein emotionaler Schlag in die Magengrube – aber auf die gute Art. Es hat mich mit einer Mischung aus Hoffnung und Melancholie zurückgelassen, und ich denke, das ist genau das, was ein Buch wie dieses erreichen will.

Wenn du bereit bist, dich auf eine gefühlvolle, teils surreale Reise einzulassen, bei der es weniger um große Action als um die kleinen, zerbrechlichen Momente des Lebens geht, dann schnapp dir Ich warte auf dich, Haru. Es ist eine zarte Erinnerung daran, dass es okay ist, loszulassen – auch wenn es wehtut. Und hey, wer weiß? Vielleicht findest du dabei etwas von dir selbst wieder.

Veröffentlicht am 05.07.2025

Dustin Thao: Ich warte auf dich, Haru

Ich warte auf dich, Haru
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Darf ich dir ein Buch ans Herz legen, das sich anfühlt wie ein bittersüßer Traum? Ich warte auf dich, Haru ist genau das – eine Geschichte, die dir das Herz bricht und gleichzeitig zeigt, wie man es wieder ...

Darf ich dir ein Buch ans Herz legen, das sich anfühlt wie ein bittersüßer Traum? Ich warte auf dich, Haru ist genau das – eine Geschichte, die dir das Herz bricht und gleichzeitig zeigt, wie man es wieder zusammensetzt. Na gut, vieleicht lässt sie ein paar Risse zurück, aber das gehört schließlich dazu, oder?

Eric Ly, unser Hauptprotagonist, steckt nach dem Tod seines besten Freundes Daniel in einer Dauer-Trauerblase fest. Und damit meine ich nicht die Art von Trauer, bei der man melancholisch aufs Meer schaut – nein, Eric versinkt komplett, ohne Rettungsring. Aber dann taucht Haru auf, ein Junge, den Eric letzten Sommer in Japan kennengelernt hat. Was daran seltsam ist? Haru ist nicht nur ein bisschen zu perfekt, sondern auch unsichtbar für alle anderen. Spooky, oder?

Dustin Thao zieht dich mit einem leichten, flüssigen Schreibstil direkt in Erics Kopf. Und glaub mir, dort ist es eine Mischung aus Chaos, Schmerz und gelegentlich einer Prise Humor – ganz so, wie das Leben eben spielt. Die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verwischen so geschickt, dass ich mich selbst oft gefragt habe, ob ich gerade träume. Ist Haru wirklich da, oder ist Eric einfach nur ein bisschen… sagen wir mal… kreativ in seiner Trauerbewältigung?

Die Stärke des Buches liegt definitiv in der Darstellung von Verlust und der Suche nach einem Weg zurück ins Leben. Eric ist nicht immer leicht zu mögen – ehrlich gesagt, manchmal hätte ich ihn am liebsten geschüttelt und gefragt: „Warum, Eric, warum?!“ Aber genau das macht ihn auch so realistisch. Trauer ist kein gerader Weg, sondern eine Achterbahn, und Eric nimmt uns mit auf jede Loopingfahrt.

Warum nur vier Sterne, fragst du dich? Na ja, im Mittelteil verliert die Geschichte ein wenig an Fahrt. Es gibt Momente, in denen Erics Entscheidungen und Handlungen ein bisschen zu oft auf der Stelle treten. Außerdem hätte ich mir bei den Schauplätzen – besonders bei den Rückblicken nach Japan – etwas mehr Bildhaftigkeit gewünscht. Ich wollte Haru nicht nur sehen, sondern auch die Straßen Tokios riechen und das Licht der Sommernacht fühlen.

Aber dann kommt das Ende. Ach, das Ende. Ein emotionaler Schlag in die Magengrube – aber auf die gute Art. Es hat mich mit einer Mischung aus Hoffnung und Melancholie zurückgelassen, und ich denke, das ist genau das, was ein Buch wie dieses erreichen will.

Wenn du bereit bist, dich auf eine gefühlvolle, teils surreale Reise einzulassen, bei der es weniger um große Action als um die kleinen, zerbrechlichen Momente des Lebens geht, dann schnapp dir Ich warte auf dich, Haru. Es ist eine zarte Erinnerung daran, dass es okay ist, loszulassen – auch wenn es wehtut. Und hey, wer weiß? Vielleicht findest du dabei etwas von dir selbst wieder.

Veröffentlicht am 05.07.2025

Mac P. Lorne: Captain Nelson – Unter der Flagge des Königs

Captain Nelson – Unter der Flagge des Königs
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Als Geschichtsfan und Liebhaber von Abenteuern auf hoher See hat mich Captain Nelson – Unter der Flagge des Königs von Mac P. Lorne richtig begeistert. Wer hätte gedacht, dass das Leben des berühmten Horatio ...

Als Geschichtsfan und Liebhaber von Abenteuern auf hoher See hat mich Captain Nelson – Unter der Flagge des Königs von Mac P. Lorne richtig begeistert. Wer hätte gedacht, dass das Leben des berühmten Horatio Nelson so spannend, dramatisch und manchmal auch ein wenig chaotisch war? Ganz ehrlich, der Mann hatte es echt nicht leicht: Feinde in der Karibik, Rivalen in England und dann noch die Französische Revolution – als hätte er nicht schon genug am Hals!

Der Einstieg in die Geschichte ist sofort fesselnd. Nelson, jung, ehrgeizig und unglaublich pflichtbewusst, bekommt den undankbaren Job, das Handelsverbot in den englischen Kolonien zu überwachen. Natürlich läuft nichts nach Plan, denn der Gouverneur von Antigua drückt beide Augen zu, wenn es um Schmuggel geht. Nelson? Nicht so sehr. Das führt natürlich zu Spannungen und macht ihm ordentlich Feinde. Aber genau das macht den Reiz aus – Nelson bleibt standhaft und zieht sein Ding durch, auch wenn er dabei auf die eine oder andere Nase stößt.

Was mir besonders gefallen hat, ist, wie Mac P. Lorne die historische Genauigkeit mit einem angenehmen Erzählstil verknüpft. Es ist eine fesselnde Mischung aus Abenteuer, politischen Intrigen und persönlichen Schicksalen.

Warum keine vollen 5 Sterne? Nun, ab und zu hat sich die Handlung für meinen Geschmack ein wenig in zu vielen Details verloren – besonders, wenn es um die taktischen Beschreibungen der Seeschlachten ging. Das war zwar gut recherchiert, aber an einigen Stellen hätte ich mir ein bisschen mehr Tempo gewünscht. Trotzdem, das ist meckern auf hohem Niveau.

Alles in allem: Captain Nelson – Unter der Flagge des Königs ist eine packende Lektüre für alle, die historische Romane und Abenteuer auf hoher See lieben. Mit viel Herz und Spannung führt Mac P. Lorne den Leser durch Nelsons turbulentes Leben. Ich bin schon gespannt auf den nächsten Band!