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Veröffentlicht am 05.07.2025

Daniel Wolf: Im Bann des Adlers

Im Bann des Adlers
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Im Bann des Adlers von Daniel Wolf hat mich direkt ins Friesland des 14. Jahrhunderts katapultiert – mit einer packenden Geschichte voller Intrigen, Schicksalsschläge und einer ordentlichen Portion Piratenromantik. ...

Im Bann des Adlers von Daniel Wolf hat mich direkt ins Friesland des 14. Jahrhunderts katapultiert – mit einer packenden Geschichte voller Intrigen, Schicksalsschläge und einer ordentlichen Portion Piratenromantik. Folkmar Osinga, ein talentierter Schiffszimmermann, steht im Zentrum dieses historischen Romans. Sein Leben scheint perfekt, bis er Opfer einer Intrige wird, die ihn zwingt, seine Heimat zu verlassen. Von da an nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf, besonders als er den berüchtigten Vitalienbrüdern begegnet.

Daniel Wolf versteht es, historische Details lebendig zu machen. Die Beschreibungen von Friesland, den politischen Machtkämpfen und den Fehden der Häuptlinge sind so anschaulich, dass man das Gefühl hat, mitten im Geschehen zu sein. Besonders spannend fand ich den Einblick in die Welt der Vitalienbrüder und die Darstellung der damaligen Schifffahrt. Die historischen Hintergründe wurden gut recherchiert und geschickt in die Handlung eingebaut, was dem Buch eine authentische Note verleiht.

Die Charaktere sind gut gezeichnet, auch wenn sie manchmal ein wenig vorhersehbar handeln. Folkmar selbst ist ein sympathischer Held, der trotz aller Widrigkeiten versucht, seine Prinzipien zu wahren. Seine Entwicklung ist glaubwürdig und sorgt dafür, dass man mit ihm mitfiebert. Almuth, die ebenfalls einen wichtigen Part in der Geschichte spielt, bringt emotionale Tiefe und zeigt, wie schwierig das Leben für Frauen in dieser Zeit war. Abbe Osinga, Folkmars Onkel, sticht besonders hervor – er hat sich mit seinem Mut und seiner Stärke trotz körperlicher Beeinträchtigungen in mein Herz geschlichen.

Der Roman ist lang, keine Frage, aber für Fans von ausführlichen historischen Geschichten ist das genau richtig. Klar, an einigen Stellen hätte man vielleicht etwas kürzen können, da sich manche Handlungsstränge ein wenig ziehen. Aber insgesamt fand ich das Buch trotzdem spannend und unterhaltsam. Die politischen und persönlichen Intrigen sorgen für genug Drama, um die über 1.000 Seiten zu rechtfertigen.

Fazit: Im Bann des Adlers ist ein gelungener historischer Roman mit viel Herz, einer Prise Abenteuer und jeder Menge friesischer Atmosphäre. Wer Lust auf eine spannende Zeitreise hat, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen – aber ein bisschen Sitzfleisch braucht man schon. Ich habe die Lesereise jedenfalls genossen und freue mich auf mehr von der Familie Osinga!

Veröffentlicht am 05.07.2025

Daniel Wolf: Im Bann des Adlers

Im Bann des Adlers
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Im Bann des Adlers von Daniel Wolf hat mich direkt ins Friesland des 14. Jahrhunderts katapultiert – mit einer packenden Geschichte voller Intrigen, Schicksalsschläge und einer ordentlichen Portion Piratenromantik. ...

Im Bann des Adlers von Daniel Wolf hat mich direkt ins Friesland des 14. Jahrhunderts katapultiert – mit einer packenden Geschichte voller Intrigen, Schicksalsschläge und einer ordentlichen Portion Piratenromantik. Folkmar Osinga, ein talentierter Schiffszimmermann, steht im Zentrum dieses historischen Romans. Sein Leben scheint perfekt, bis er Opfer einer Intrige wird, die ihn zwingt, seine Heimat zu verlassen. Von da an nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf, besonders als er den berüchtigten Vitalienbrüdern begegnet.

Daniel Wolf versteht es, historische Details lebendig zu machen. Die Beschreibungen von Friesland, den politischen Machtkämpfen und den Fehden der Häuptlinge sind so anschaulich, dass man das Gefühl hat, mitten im Geschehen zu sein. Besonders spannend fand ich den Einblick in die Welt der Vitalienbrüder und die Darstellung der damaligen Schifffahrt. Die historischen Hintergründe wurden gut recherchiert und geschickt in die Handlung eingebaut, was dem Buch eine authentische Note verleiht.

Die Charaktere sind gut gezeichnet, auch wenn sie manchmal ein wenig vorhersehbar handeln. Folkmar selbst ist ein sympathischer Held, der trotz aller Widrigkeiten versucht, seine Prinzipien zu wahren. Seine Entwicklung ist glaubwürdig und sorgt dafür, dass man mit ihm mitfiebert. Almuth, die ebenfalls einen wichtigen Part in der Geschichte spielt, bringt emotionale Tiefe und zeigt, wie schwierig das Leben für Frauen in dieser Zeit war. Abbe Osinga, Folkmars Onkel, sticht besonders hervor – er hat sich mit seinem Mut und seiner Stärke trotz körperlicher Beeinträchtigungen in mein Herz geschlichen.

Der Roman ist lang, keine Frage, aber für Fans von ausführlichen historischen Geschichten ist das genau richtig. Klar, an einigen Stellen hätte man vielleicht etwas kürzen können, da sich manche Handlungsstränge ein wenig ziehen. Aber insgesamt fand ich das Buch trotzdem spannend und unterhaltsam. Die politischen und persönlichen Intrigen sorgen für genug Drama, um die über 1.000 Seiten zu rechtfertigen.

Fazit: Im Bann des Adlers ist ein gelungener historischer Roman mit viel Herz, einer Prise Abenteuer und jeder Menge friesischer Atmosphäre. Wer Lust auf eine spannende Zeitreise hat, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen – aber ein bisschen Sitzfleisch braucht man schon. Ich habe die Lesereise jedenfalls genossen und freue mich auf mehr von der Familie Osinga!

Veröffentlicht am 05.07.2025

Regina Meissner: Die Duellantin

Die Duellantin. Kein Herz ist unbesiegbar
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Die Duellantin hat mich mit seinem einzigartigen Konzept sofort begeistert. Eine Frau im Mailand des Jahres 1850, die sich lieber dem Fechten widmet, als in ein Korsett geschnürt zu werden – das klingt ...

Die Duellantin hat mich mit seinem einzigartigen Konzept sofort begeistert. Eine Frau im Mailand des Jahres 1850, die sich lieber dem Fechten widmet, als in ein Korsett geschnürt zu werden – das klingt nicht nur spannend, sondern ist es auch! Elena ist eine unglaublich starke Protagonistin, die in einer von Männern dominierten Welt ihren eigenen Weg geht. Ihre Leidenschaft für das Fechten und ihr Mut, sich den Konventionen zu widersetzen, haben mich total mitgerissen.

Der Schreibstil von Regina Meissner ist angenehm flüssig und schafft es, das historische Setting lebendig werden zu lassen. Die prächtigen Villen, die Bälle und die spannenden Fechtszenen fühlten sich so real an, dass ich das Gefühl hatte, selbst dabei zu sein. Besonders beeindruckt hat mich, wie die Autorin die gesellschaftlichen Zwänge der damaligen Zeit thematisiert und gleichzeitig eine Geschichte über Selbstbestimmung und Emanzipation erzählt.

Die Beziehung zwischen Elena und Valentino ist aufregend und intensiv, ohne ins Klischeehafte abzurutschen. Valentino ist charmant und mysteriös, aber ohne toxische Eigenschaften, was ich erfrischend fand. Auch Elenas Freundschaft zu Matteo war ein Highlight für mich – ihre Unterstützung und Loyalität sind einfach herzerwärmend.

Ein kleiner Kritikpunkt für mich war, dass die emotionalen Höhepunkte manchmal nicht die Tiefe erreicht haben, die ich mir gewünscht hätte. Einige Momente hätten noch mehr berühren können. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau, denn die Geschichte hat mich trotzdem gefesselt und mir auch einige Tränen abverlangt. Eine Stelle im Buch hat wahrlich mein Herz gebrochen.

Für alle, die historische Romane mit starken Frauenfiguren und einem Hauch Romantik mögen, ist Die Duellantin ein absoluter Lesetipp. Es ist eine spannende Mischung aus Drama, Liebe und der Suche nach Selbstverwirklichung, die ich nur empfehlen kann.

Veröffentlicht am 05.07.2025

Regina Meissner: Die Duellantin

Die Duellantin. Kein Herz ist unbesiegbar
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Die Duellantin hat mich mit seinem einzigartigen Konzept sofort begeistert. Eine Frau im Mailand des Jahres 1850, die sich lieber dem Fechten widmet, als in ein Korsett geschnürt zu werden – das klingt ...

Die Duellantin hat mich mit seinem einzigartigen Konzept sofort begeistert. Eine Frau im Mailand des Jahres 1850, die sich lieber dem Fechten widmet, als in ein Korsett geschnürt zu werden – das klingt nicht nur spannend, sondern ist es auch! Elena ist eine unglaublich starke Protagonistin, die in einer von Männern dominierten Welt ihren eigenen Weg geht. Ihre Leidenschaft für das Fechten und ihr Mut, sich den Konventionen zu widersetzen, haben mich total mitgerissen.

Der Schreibstil von Regina Meissner ist angenehm flüssig und schafft es, das historische Setting lebendig werden zu lassen. Die prächtigen Villen, die Bälle und die spannenden Fechtszenen fühlten sich so real an, dass ich das Gefühl hatte, selbst dabei zu sein. Besonders beeindruckt hat mich, wie die Autorin die gesellschaftlichen Zwänge der damaligen Zeit thematisiert und gleichzeitig eine Geschichte über Selbstbestimmung und Emanzipation erzählt.

Die Beziehung zwischen Elena und Valentino ist aufregend und intensiv, ohne ins Klischeehafte abzurutschen. Valentino ist charmant und mysteriös, aber ohne toxische Eigenschaften, was ich erfrischend fand. Auch Elenas Freundschaft zu Matteo war ein Highlight für mich – ihre Unterstützung und Loyalität sind einfach herzerwärmend.

Ein kleiner Kritikpunkt für mich war, dass die emotionalen Höhepunkte manchmal nicht die Tiefe erreicht haben, die ich mir gewünscht hätte. Einige Momente hätten noch mehr berühren können. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau, denn die Geschichte hat mich trotzdem gefesselt und mir auch einige Tränen abverlangt. Eine Stelle im Buch hat wahrlich mein Herz gebrochen.

Für alle, die historische Romane mit starken Frauenfiguren und einem Hauch Romantik mögen, ist Die Duellantin ein absoluter Lesetipp. Es ist eine spannende Mischung aus Drama, Liebe und der Suche nach Selbstverwirklichung, die ich nur empfehlen kann.

Veröffentlicht am 05.07.2025

Kerstin Lange: Die Sehnsucht, die bleibt

Die Sehnsucht, die bleibt
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Die Sehnsucht, die bleibt hat mich von der ersten Seite an gepackt. Es ist eine unglaublich bewegende Geschichte, die nicht nur die Herausforderungen eines Nachkriegskindes, sondern auch den Zauber und ...

Die Sehnsucht, die bleibt hat mich von der ersten Seite an gepackt. Es ist eine unglaublich bewegende Geschichte, die nicht nur die Herausforderungen eines Nachkriegskindes, sondern auch den Zauber und die Härten eines Lebens zwischen zwei Welten einfängt. Reni ist eine Protagonistin, die man einfach ins Herz schließen muss – ihre Stärke, ihre Verletzlichkeit und ihr nie endender Kampf, ihren Platz im Leben zu finden, sind so authentisch und berührend beschrieben, dass ich oft mit ihr mitgelitten habe.

Was mich besonders fasziniert hat, ist die Darstellung der Kontraste: das ärmliche, kalte Leben in Wien, geprägt von Hunger, einer überforderten Mutter und gleichgültigen Brüdern, und das sonnige, herzliche Portugal, das für Reni wie eine zweite Heimat wird. Die Autorin schafft es, diese Welten so lebendig zu schildern, dass ich die Orangenbäume fast riechen konnte. Auch der historische Kontext – von den Nachkriegsjahren in Österreich bis hin zu den politischen Verhältnissen unter Salazar in Portugal – ist dezent, aber wirkungsvoll eingebunden.

Die Höhen und Tiefen in Renis Leben haben mich nicht losgelassen. Ihre Rückkehr nach Wien, die Krankheit, die Schicksalsschläge – alles wirkt glaubhaft und menschlich. Gleichzeitig gibt es so viele kleine Lichtblicke, die Hoffnung geben. Besonders die Beziehungen, sei es zu ihrer Ziehschwester Marissa oder ihrer Pflegefamilie in Portugal, sind wunderschön beschrieben.

Der Schreibstil von Kerstin Lange ist angenehm und flüssig, was das Lesen zu einem Genuss macht, selbst in den melancholischen Momenten. Der Roman hat mich zum Nachdenken gebracht – über Familie, über Sehnsucht und über die Entscheidungen, die unser Leben prägen.

Für mich ist Die Sehnsucht, die bleibt ein emotionales Highlight. Es erzählt nicht nur die Geschichte von Reni, sondern lässt uns auch über unsere eigene Suche nach Heimat und Glück nachdenken. Absolute Leseempfehlung!