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Veröffentlicht am 05.07.2025

Alicia Zett: Wer, wenn nicht wir?

Wer, wenn nicht wir
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„Wer, wenn nicht wir?“ von Alicia Zett ist ein absolut fesselnder New Adult-Roman, der mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Lena, die einst mit Leo das Traumpaar ihres Abi-Jahrgangs war und seitdem ...

„Wer, wenn nicht wir?“ von Alicia Zett ist ein absolut fesselnder New Adult-Roman, der mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Lena, die einst mit Leo das Traumpaar ihres Abi-Jahrgangs war und seitdem zusammen im kleinen Heimatdorf lebt, steht plötzlich vor der großen Frage: Wer bin ich eigentlich, wenn ich nicht an Leo hänge? Während Lena in ihrem vertrauten, aber irgendwie erdrückenden Alltag gefangen ist, taucht nach fünf Jahren Funkstille ihre ehemalige beste Freundin Kate wieder auf – und zwar nicht als die alte Schulfreundin, sondern als international erfolgreiches Model, das Lena mit einer dreiwöchigen Fotoreise herausfordert.

Das Buch nimmt dich mit auf Lenas Reise zwischen altbekannten Sicherheiten und der aufregenden, unbekannten Welt, die Kate ihr eröffnet. Ich fand es super spannend, wie Lena zwischen ihrer tief verwurzelten Angst, nicht gut genug zu sein, und dem Drang, ihre eigenen Träume zu leben, hin- und hergerissen ist. Und als ob das nicht schon genug wäre, dreht sich alles auch noch um die Liebe: Zwischen Leo, dem guten, aber manchmal zu verkrusteten Partner, und Kate, die mit ihrer neuen Lebensweise Lena förmlich anzieht, entsteht ein interessantes Dreiecksverhältnis, das einen ständig rätseln lässt.

Alicia Zett schreibt mit einem leichten, lockeren Stil, der die komplexen Gefühle und Unsicherheiten der Figuren auf sympathische Weise rüberbringt. Man spürt richtig, wie Lena an sich zweifelt und gleichzeitig insgeheim hofft, dass das Abenteuer mit Kate ihr endlich den nötigen Schubs gibt, um aus ihrem Trott auszubrechen. Dabei ist es diese Mischung aus nostalgischer Sehnsucht nach der Vergangenheit und dem Drang, sich selbst neu zu entdecken, die das Buch so besonders macht.

Alles in allem ist „Wer, wenn nicht wir?“ ein wunderschöner Roman, der nicht nur romantisch ist, sondern auch viel über Selbstfindung und den Mut, Veränderungen anzunehmen, erzählt. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich gerne in Geschichten verliert, in denen die Hauptfiguren echte, menschliche Kämpfe austragen – und am Ende ein wenig Hoffnung und vielleicht sogar eine neue Liebe finden.

Veröffentlicht am 05.07.2025

L. M. Chilton: Don’t swipe right

Don’t Swipe Right
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„Don’t Swipe Right“ von L. M. Chilton ist wie eine wilde Achterbahnfahrt durchs Online-Dating – nur dass hier die Dates nicht nur peinlich enden, sondern tot. Die Protagonistin Gwen, frisch Single und ...

„Don’t Swipe Right“ von L. M. Chilton ist wie eine wilde Achterbahnfahrt durchs Online-Dating – nur dass hier die Dates nicht nur peinlich enden, sondern tot. Die Protagonistin Gwen, frisch Single und bereit, sich ins Liebesleben zu stürzen, hat ein Händchen für katastrophale Matches. Aber als ihre Verflossenen einer nach dem anderen ermordet werden, wird aus Dating-Desaster schnell ein echter Albtraum.

Gwen ist herrlich authentisch – chaotisch, sarkastisch und ein bisschen zu gut darin, sich in Schwierigkeiten zu bringen. Ihre unfreiwilligen Abenteuer als potenzielles Mordopfer sind gleichermaßen nervenaufreibend und urkomisch. Der Humor in diesem Buch ist wirklich on point. Trotz der düsteren Thematik schafft es die Story, immer wieder locker und witzig zu bleiben, ohne dass es erzwungen wirkt. Gwen stolpert durch Mörderrätsel, Polizeiinterviews und jede Menge unangenehme Situationen, während sie versucht, herauszufinden, wer hinter den Morden steckt – und ob sie selbst die nächste auf der Liste ist.

Der Schreibstil von Chilton ist leicht und flüssig, sodass man nur so durch die Seiten fliegt. Es gibt einige clevere Wendungen und Plottwists, die dafür sorgen, dass man bis zum Schluss mitfiebert. Zugegeben, der Fokus auf Gwens endlose Liste von schlechten Dates ist vielleicht nicht jedermanns Sache, und ein bisschen mehr Thrill hätte an manchen Stellen nicht geschadet. Aber wenn man das Buch als humorvollen, modernen Thriller betrachtet, funktioniert es super.

Die Auflösung? Überraschend! Es gibt diesen Moment, wo man denkt: „Wie hab ich das nicht kommen sehen?“ und gleichzeitig: „Na klar, das macht Sinn!“ Perfekt für Leser, die eine Mischung aus Spannung, Humor und Dating-Chaos suchen.

Fazit: „Don’t Swipe Right“ ist kein tiefgründiger Psychothriller, sondern ein leichter, unterhaltsamer Thriller für zwischendurch. Wenn du gerne mal lachst, während du versuchst, einen Mörder zu entlarven, dann swipe hier definitiv nach rechts!

Veröffentlicht am 05.07.2025

Megan Clawson: Love at first knight

Love at First Knight. Eine königliche Liebeskomödie
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„Love at First Knight“ von Megan Clawson ist ein herrlich süßer Liebesroman, der mich von Anfang bis Ende einfach gut unterhalten hat. Die Geschichte dreht sich um Daisy Hastings, eine 23-jährige, schüchterne ...

„Love at First Knight“ von Megan Clawson ist ein herrlich süßer Liebesroman, der mich von Anfang bis Ende einfach gut unterhalten hat. Die Geschichte dreht sich um Daisy Hastings, eine 23-jährige, schüchterne Träumerin, die sich lieber in ihre LARP-Welt als Lady Alenthaea flüchtet, als sich mit der Realität auseinanderzusetzen. Doch dann nimmt sie – mit ziemlich gemischten Gefühlen – einen Job im Tower of London an, wo sie Kindern das Leben im Mittelalter näherbringen soll. Klingt nach einem Traum, oder? Wäre da nicht ihr Kollege Theodore, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Daisy mit seinen Sprüchen und seiner Art das Leben schwer zu machen. Anfangs jedenfalls.

Daisy ist so eine Protagonistin, die man einfach ins Herz schließen muss. Sie ist herlich liebenswert, ein bisschen unbeholfen und kämpft sich trotz ihrer Ängste durch. Ihre Entwicklung im Laufe des Buches war für mich echt schön zu verfolgen. Und ja, ich gebe zu, ich habe ein paar Mal gedacht: „Mädchen, du packst das schon!“ Ihre LARP-Passion ist auch ein super spannendes Element in der Geschichte – wer hätte gedacht, dass Rollenspiel in einem Liebesroman so gut funktioniert?

Dann gibt es da natürlich Teddy. Am Anfang dachte ich nur: „Uff, was für ein arroganter Typ.“ Aber – Überraschung! – der Mann hat eine ganz andere Seite, die man nach und nach entdeckt. Seine neckischen Kommentare und die Art, wie er Daisy herausfordert, sorgen für einige Lacher, und ich konnte es nicht verhindern: Auch Teddy hat sich in mein Herz geschlichen.

Die Nebencharaktere? Herrlich! Daisys Familie ist eine schräge, nerdige Truppe, die ich total geliebt habe. Besonders ihr Vater und ihre Mitbewohnerin Bobble waren echte Highlights. Die haben so viel Charme und Wärme in die Geschichte gebracht, dass ich am liebsten selbst Teil dieser Truppe wäre.

Das Setting im Tower of London ist übrigens ein echtes Highlight. Megan Clawson beschreibt die Atmosphäre so lebendig, dass ich manchmal das Gefühl hatte, selbst durch die alten Mauern zu schlendern. Der Tower wird fast zu einem eigenen Charakter in der Geschichte, was einfach mega cool ist.

Was ich nicht so gefeiert habe? Das Liebesdreieck mit Ellis. Das hätte ich echt nicht gebraucht. Es hat die Story nicht wirklich vorangebracht und wirkte für mich eher wie ein unnötiger Umweg. Außerdem hatte die Geschichte ein paar kleine Längen, aber nichts, was den Lesespaß wirklich getrübt hat.

Am Ende hatte ich das Buch mit einem fetten Lächeln im Gesicht zugeschlagen. „Love at First Knight“ ist eine süße, witzige und herzerwärmende Romanze mit liebenswerten Charakteren und einem tollen Setting. Perfekt für alle, die Lust auf eine locker-leichte Liebesgeschichte haben, die auch noch ein bisschen Nerd-Charme versprüht. Megan Clawson hat mich mit diesem Buch echt abgeholt – absolute Empfehlung!

Veröffentlicht am 05.07.2025

Megan Clawson: Love at first knight

Love at First Knight. Eine königliche Liebeskomödie
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„Love at First Knight“ von Megan Clawson ist ein herrlich süßer Liebesroman, der mich von Anfang bis Ende einfach gut unterhalten hat. Die Geschichte dreht sich um Daisy Hastings, eine 23-jährige, schüchterne ...

„Love at First Knight“ von Megan Clawson ist ein herrlich süßer Liebesroman, der mich von Anfang bis Ende einfach gut unterhalten hat. Die Geschichte dreht sich um Daisy Hastings, eine 23-jährige, schüchterne Träumerin, die sich lieber in ihre LARP-Welt als Lady Alenthaea flüchtet, als sich mit der Realität auseinanderzusetzen. Doch dann nimmt sie – mit ziemlich gemischten Gefühlen – einen Job im Tower of London an, wo sie Kindern das Leben im Mittelalter näherbringen soll. Klingt nach einem Traum, oder? Wäre da nicht ihr Kollege Theodore, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Daisy mit seinen Sprüchen und seiner Art das Leben schwer zu machen. Anfangs jedenfalls.

Daisy ist so eine Protagonistin, die man einfach ins Herz schließen muss. Sie ist herlich liebenswert, ein bisschen unbeholfen und kämpft sich trotz ihrer Ängste durch. Ihre Entwicklung im Laufe des Buches war für mich echt schön zu verfolgen. Und ja, ich gebe zu, ich habe ein paar Mal gedacht: „Mädchen, du packst das schon!“ Ihre LARP-Passion ist auch ein super spannendes Element in der Geschichte – wer hätte gedacht, dass Rollenspiel in einem Liebesroman so gut funktioniert?

Dann gibt es da natürlich Teddy. Am Anfang dachte ich nur: „Uff, was für ein arroganter Typ.“ Aber – Überraschung! – der Mann hat eine ganz andere Seite, die man nach und nach entdeckt. Seine neckischen Kommentare und die Art, wie er Daisy herausfordert, sorgen für einige Lacher, und ich konnte es nicht verhindern: Auch Teddy hat sich in mein Herz geschlichen.

Die Nebencharaktere? Herrlich! Daisys Familie ist eine schräge, nerdige Truppe, die ich total geliebt habe. Besonders ihr Vater und ihre Mitbewohnerin Bobble waren echte Highlights. Die haben so viel Charme und Wärme in die Geschichte gebracht, dass ich am liebsten selbst Teil dieser Truppe wäre.

Das Setting im Tower of London ist übrigens ein echtes Highlight. Megan Clawson beschreibt die Atmosphäre so lebendig, dass ich manchmal das Gefühl hatte, selbst durch die alten Mauern zu schlendern. Der Tower wird fast zu einem eigenen Charakter in der Geschichte, was einfach mega cool ist.

Was ich nicht so gefeiert habe? Das Liebesdreieck mit Ellis. Das hätte ich echt nicht gebraucht. Es hat die Story nicht wirklich vorangebracht und wirkte für mich eher wie ein unnötiger Umweg. Außerdem hatte die Geschichte ein paar kleine Längen, aber nichts, was den Lesespaß wirklich getrübt hat.

Am Ende hatte ich das Buch mit einem fetten Lächeln im Gesicht zugeschlagen. „Love at First Knight“ ist eine süße, witzige und herzerwärmende Romanze mit liebenswerten Charakteren und einem tollen Setting. Perfekt für alle, die Lust auf eine locker-leichte Liebesgeschichte haben, die auch noch ein bisschen Nerd-Charme versprüht. Megan Clawson hat mich mit diesem Buch echt abgeholt – absolute Empfehlung!

Veröffentlicht am 05.07.2025

Wolfgang Armin Strauch: Scribent Sapere aude

Scribent
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Was für ein wilder Ritt durch die Geschichte! „Scribent: Sapere aude“ ist so viel mehr als ein Thriller – es ist ein cleverer Mix aus historischen Rätseln, politischen Intrigen und einer ganzen Menge Spannung. ...

Was für ein wilder Ritt durch die Geschichte! „Scribent: Sapere aude“ ist so viel mehr als ein Thriller – es ist ein cleverer Mix aus historischen Rätseln, politischen Intrigen und einer ganzen Menge Spannung. Das Buch packt einen direkt am Anfang, und ehe man sich’s versieht, steckt man mitten in einer Geschichte, die sich von Belgien bis nach Argentinien und durch 2000 Jahre Geschichte erstreckt.

Die Handlung startet mit dem deutschen Studenten Friedrich Stein, der in einem Bücherversteck einen Brief entdeckt – und dieser eine Moment setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, die das Leben seiner belgischen Freunde und deren Nachkommen komplett auf den Kopf stellt. Es geht um Freimaurer, den Vatikan, Nationalsozialisten und jede Menge versteckte Geheimnisse. Klingt kompliziert? Ist es auch ein bisschen, aber das macht den Reiz aus!

Was ich besonders mochte:

Die Mischung aus Fakten und Fiktion: Es ist fast unmöglich zu sagen, was real und was erfunden ist – genau das macht das Buch so spannend. Die akribische Recherche des Autors ist deutlich spürbar.
Die Rätsel und Hinweise: Symbole, Kunstwerke, Sternbilder – die ganze Schnitzeljagd fühlt sich super clever an. Man rätselt selbst mit und wird immer tiefer in die Geschichte gezogen.
Die Charaktere: Friedrich ist ein moralisch ambivalenter Protagonist, und die Familie Gaspard sorgt für den emotionalen Kern der Geschichte. Die Figuren sind nicht perfekt, und das macht sie umso interessanter.
Die Schauplätze: Von der Uni-Bibliothek über argentinische Verstecke bis hin zu Jerusalems Straßen – das Kopfkino läuft auf Hochtouren.
Kleine Kritik: An manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Tempo gewünscht. Der Detailreichtum ist beeindruckend, kann aber gelegentlich die Spannung ein bisschen bremsen. Ein Personenregister oder ein Glossar wäre bei den vielen Namen und Fakten hilfreich gewesen – vor allem, wenn man die echten historischen Persönlichkeiten googeln will (und das will man definitiv!).

Fazit: „Scribent: Sapere aude“ ist ein intelligenter Thriller, der Geschichte, Religion und Geheimnisse meisterhaft miteinander verbindet. Wenn du auf Bücher stehst, die dich fordern und gleichzeitig unterhalten, bist du hier genau richtig. Ein Muss für Fans von Dan Brown, Umberto Eco oder für alle, die einfach gerne rätseln!