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Veröffentlicht am 01.08.2024

Ein One-Way-Ticket an die Côte d’Azur

Wo die Sonne die Wellen berührt
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Ein gutes Buch ist wie ein Flugticket in eine andere Welt. Lene Hansen liefert mit „Wo die Sonne die Wellen berührt“ genau das: Ein One-Way-Ticket an die Côte d’Azur, wo Sonne, Meer und menschliche Dramen ...

Ein gutes Buch ist wie ein Flugticket in eine andere Welt. Lene Hansen liefert mit „Wo die Sonne die Wellen berührt“ genau das: Ein One-Way-Ticket an die Côte d’Azur, wo Sonne, Meer und menschliche Dramen aufeinandertreffen. Oder wie man an der französischen Riviera sagen würde: C’est magnifique!

Die Protagonisten:

Das Ensemble aus Annie, Hannah und Henrik könnte unterschiedlicher nicht sein. Annie, die Workaholic-Anwältin aus Berlin, Hannah, die Innenarchitektin, die gegen Leukämie kämpft, und Henrik, der Unternehmer aus Hamburg, der sein eigenes Startup zu verlieren droht. Sie könnten das moderne Äquivalent zu den drei Musketieren sein, wenn diese mit Burnout, medizinischen Diagnosen und Betrug zu kämpfen hätten.

Die Handlung:

Oh là là, was für eine Handlung! Man könnte denken, der französische Wein wäre das einzige, was hier fließt, aber nein: Emotionen, Leidenschaften und Selbstfindungen fließen genauso. Hansen schafft es, die individuellen Geschichten so geschickt zu verweben, dass man sich fragt, ob es ein französisches Wort für „Binge-Reading“ gibt. (Spoiler: Nein, gibt es nicht, aber man würde es wünschen!)

Der Schreibstil:

Hansen nimmt uns mit auf eine Reise durch traumhafte Landschaften und tiefgründige menschliche Emotionen. Ihre Worte sind wie die leichte Meeresbrise der Côte d’Azur: wohltuend und dennoch in der Lage, einen Sturm der Gefühle auszulösen.

Das Cover:

Selbst das Cover scheint aus einem französischen Gemälde entsprungen zu sein. Es wirkt wie ein Fenster zum Mittelmeer, das uns einlädt, die Vorhänge beiseitezuziehen und einzutreten.

Kritikpunkte:

Der einzige Knackpunkt? Man wünscht sich vielleicht ein bisschen weniger Geschwindigkeit in der Charakterentwicklung. So als würde man einen perfekten französischen Käse zu schnell verschlingen und dann bereuen, dass man nicht langsamer gegessen hat.

Fazit:

„Wo die Sonne die Wellen berührt“ ist ein Muss für jeden, der sich nach einem literarischen Kurzurlaub sehnt. Wenn Bücher Reiseziele wären, wäre dieses ein 5-Sterne-Resort. Oder wie die Franzosen sagen würden: Chapeau!

Veröffentlicht am 05.07.2025

Anna Claire: Die Glücksfrauen – Das Geheimnis der Rosen

Die Glücksfrauen – Das Geheimnis der Rosen
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Die Glücksfrauen – Das Geheimnis der Rosen von Anna Claire bringt die Trilogie rund um die drei Freundinnen Anni, Luise und Maria zu einem emotionalen Abschluss. Und was für ein Finale! Die Geschichte ...

Die Glücksfrauen – Das Geheimnis der Rosen von Anna Claire bringt die Trilogie rund um die drei Freundinnen Anni, Luise und Maria zu einem emotionalen Abschluss. Und was für ein Finale! Die Geschichte springt erneut zwischen Vergangenheit und Gegenwart – diesmal von Deutschland 1938 nach Tansania 2024 – und verwebt Geheimnisse, Tragödien und eine ordentliche Portion Familiengeschichte zu einem fesselnden Leseerlebnis.

Anni muss sich in Nazi-Deutschland ihrer naiven Sichtweise stellen, als sie merkt, dass ihr Verlobter Siegfried vielleicht doch nicht der Gutmensch ist, den sie in ihm sehen wollte. Ein Betrug zwingt sie zur Flucht, und ihre Reise führt sie letztlich nach Tansania, wo sie sich ein neues Leben aufbaut. In der Gegenwart folgen ihre Enkelin Wendy sowie June und Sandra, die Nachkommen von Luise und Maria, den Spuren der Vergangenheit. Während sie das Rätsel um Luises vermeintliche Schuld zu lösen versuchen, stehen sie gleichzeitig vor ihren eigenen Herausforderungen.

Was Die Glücksfrauen besonders macht, ist die Art, wie Claire historische Details mit einer warmherzigen Familiengeschichte verbindet. Der Schauplatz Tansania verleiht dem Buch eine besondere Atmosphäre – man kann die Rosenfelder fast riechen! Auch wenn die Geschichte manchmal etwas ausschweifend erzählt wird und das Tempo an manchen Stellen nachlässt, bleibt der Roman insgesamt fesselnd. Die Charaktere, insbesondere Anni, machen eine beeindruckende Entwicklung durch, und der Erzählstil sorgt dafür, dass man bis zur letzten Seite mitfiebert.

Natürlich darf auch die Liebe nicht fehlen – und ja, es gibt hier und da ein paar kitschige Momente, aber genau das macht die Geschichte so charmant. Wer dramatische Familiengeheimnisse, historische Hintergründe und starke Frauenfiguren mag, wird mit Das Geheimnis der Rosen seine Freude haben. Ein gelungener Abschluss einer berührenden Trilogie, die sich perfekt für gemütliche Lesestunden eignet!

Veröffentlicht am 05.02.2025

Die Glücksfrauen – Das Geheimnis der Rosen

Die Glücksfrauen – Das Geheimnis der Rosen
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Die Glücksfrauen – Das Geheimnis der Rosen von Anna Claire bringt die Trilogie rund um die drei Freundinnen Anni, Luise und Maria zu einem emotionalen Abschluss. Und was für ein Finale! Die Geschichte ...

Die Glücksfrauen – Das Geheimnis der Rosen von Anna Claire bringt die Trilogie rund um die drei Freundinnen Anni, Luise und Maria zu einem emotionalen Abschluss. Und was für ein Finale! Die Geschichte springt erneut zwischen Vergangenheit und Gegenwart – diesmal von Deutschland 1938 nach Tansania 2024 – und verwebt Geheimnisse, Tragödien und eine ordentliche Portion Familiengeschichte zu einem fesselnden Leseerlebnis.

Anni muss sich in Nazi-Deutschland ihrer naiven Sichtweise stellen, als sie merkt, dass ihr Verlobter Siegfried vielleicht doch nicht der Gutmensch ist, den sie in ihm sehen wollte. Ein Betrug zwingt sie zur Flucht, und ihre Reise führt sie letztlich nach Tansania, wo sie sich ein neues Leben aufbaut. In der Gegenwart folgen ihre Enkelin Wendy sowie June und Sandra, die Nachkommen von Luise und Maria, den Spuren der Vergangenheit. Während sie das Rätsel um Luises vermeintliche Schuld zu lösen versuchen, stehen sie gleichzeitig vor ihren eigenen Herausforderungen.

Was Die Glücksfrauen besonders macht, ist die Art, wie Claire historische Details mit einer warmherzigen Familiengeschichte verbindet. Der Schauplatz Tansania verleiht dem Buch eine besondere Atmosphäre – man kann die Rosenfelder fast riechen! Auch wenn die Geschichte manchmal etwas ausschweifend erzählt wird und das Tempo an manchen Stellen nachlässt, bleibt der Roman insgesamt fesselnd. Die Charaktere, insbesondere Anni, machen eine beeindruckende Entwicklung durch, und der Erzählstil sorgt dafür, dass man bis zur letzten Seite mitfiebert.

Natürlich darf auch die Liebe nicht fehlen – und ja, es gibt hier und da ein paar kitschige Momente, aber genau das macht die Geschichte so charmant. Wer dramatische Familiengeheimnisse, historische Hintergründe und starke Frauenfiguren mag, wird mit Das Geheimnis der Rosen seine Freude haben. Ein gelungener Abschluss einer berührenden Trilogie, die sich perfekt für gemütliche Lesestunden eignet!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 03.08.2025

Sweet Home

Sweet Home
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„Sweet Home„ ist ein klug konstruierter Krimi, der weit über den klassischen Mordfall hinausgeht. Was zunächst wie ein gelöster Fall wirkt, entpuppt sich schnell als tief verwobenes Geflecht aus Selbstjustiz, ...

„Sweet Home„ ist ein klug konstruierter Krimi, der weit über den klassischen Mordfall hinausgeht. Was zunächst wie ein gelöster Fall wirkt, entpuppt sich schnell als tief verwobenes Geflecht aus Selbstjustiz, sexueller Gewalt und digitalem Verbrechen. Kommissar Deniz Müller, Staatsanwältin Camilla Lopez und Journalist Alex Rahn geraten dabei an persönliche und moralische Grenzen.

Besonders beeindruckt hat mich die realistische Darstellung der Ermittlungsarbeit – kein Hochglanzkrimi, sondern mühsame, glaubwürdige Polizeiarbeit, wie sie im echten Leben wohl eher abläuft. Norbert Horst, selbst Ex-Kriminalhauptkommissar, bringt eine Tiefe und Authentizität in die Geschichte, die man selten findet.

Ja, es gibt kleinere Längen und ein paar holprige Übergänge – aber inhaltlich hat mich der Fall absolut gepackt. Ein ernstes, bedrückendes Thema, das unter die Haut geht und lange nachwirkt.

Vielschichtig, realistisch, gesellschaftlich relevant – „Sweet Home“ ist ein leiser, aber eindringlicher Krimi, der ohne große Effekthascherei auskommt und genau deshalb so stark ist.

Veröffentlicht am 03.08.2025

Sweet Home

Sweet Home
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„Sweet Home„ ist ein klug konstruierter Krimi, der weit über den klassischen Mordfall hinausgeht. Was zunächst wie ein gelöster Fall wirkt, entpuppt sich schnell als tief verwobenes Geflecht aus Selbstjustiz, ...

„Sweet Home„ ist ein klug konstruierter Krimi, der weit über den klassischen Mordfall hinausgeht. Was zunächst wie ein gelöster Fall wirkt, entpuppt sich schnell als tief verwobenes Geflecht aus Selbstjustiz, sexueller Gewalt und digitalem Verbrechen. Kommissar Deniz Müller, Staatsanwältin Camilla Lopez und Journalist Alex Rahn geraten dabei an persönliche und moralische Grenzen.

Besonders beeindruckt hat mich die realistische Darstellung der Ermittlungsarbeit – kein Hochglanzkrimi, sondern mühsame, glaubwürdige Polizeiarbeit, wie sie im echten Leben wohl eher abläuft. Norbert Horst, selbst Ex-Kriminalhauptkommissar, bringt eine Tiefe und Authentizität in die Geschichte, die man selten findet.

Ja, es gibt kleinere Längen und ein paar holprige Übergänge – aber inhaltlich hat mich der Fall absolut gepackt. Ein ernstes, bedrückendes Thema, das unter die Haut geht und lange nachwirkt.

Vielschichtig, realistisch, gesellschaftlich relevant – „Sweet Home“ ist ein leiser, aber eindringlicher Krimi, der ohne große Effekthascherei auskommt und genau deshalb so stark ist.