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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2026

Oberflächlich und Lückenhaft

Books & Coffee - An Wunder muss man glauben
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Emilia will eigentlich Schauspielerin werden. Nach dem überraschen frühen Tod ihrer Serienfigur macht jedoch nicht nur ihr Freund mit ihr Schluss, sondern sie wird auch noch aus ihrem WG-Zimmer geschmissen. ...

Emilia will eigentlich Schauspielerin werden. Nach dem überraschen frühen Tod ihrer Serienfigur macht jedoch nicht nur ihr Freund mit ihr Schluss, sondern sie wird auch noch aus ihrem WG-Zimmer geschmissen. Überfordert und planlos zieht sie zurück zu ihren Eltern nach Nürnberg wo sie unter anderem auf Lucy trifft, die das Café Zuckerzeit übernommen hat. Ein Ort, der Emilia und ihrer verstorbenen Oma viel bedeutet hat und zu dessen Erfolg Emilia beitragen möchte.

Die Idee fand ich super schön und vom Klappentext her versprach die Geschichte ein richtiges Wohlfühlbuch zu werden. Leider konnte es mich jedoch zu keinem Zeitpunkt wirklich begeistern. Direkt im ersten Kapitel wird man mit haufenweise unsympathischen Charakteren konfrontiert. Ja, das ist eine wichtige Einleitung für die Geschichte, trotzdem ist es mir dann doch etwas schwer gefallen, interessiert und motiviert weiterzulesen.
Mit Emilia bin ich leider das ganze Buch über nicht wirklich warm geworden. Die Momente, in denen sie von der allgemeinen Situation überfordert war und nicht wusste, was sie machen soll, waren spannend und extrem nachvollziehbar. Insgesamt war sie für mich aber leider ein doch sehr flacher und wenig nachvollziehbarer Charakter. Anstatt zu überlegen, was sie machen möchte, springt sie von einem Mann zum nächsten. Freundschaften sind auf einmal da und irgendwie ist sie dann doch Expertin für alles. Außerdem wird gefühlt alle zwei Seiten erwähnt, dass sie wunderschön ist und dass sie darunter leidet, damit das bloß niemand vergisst. Dafür waren die meisten Nebencharaktere zu nett, dass ich sie schnell ins Herz geschlossen habe.

Auf dem ersten Seiten hatte ich meine Problemen mit dem Schreibstil, habe mich dann aber zum Glück relativ bald einfinden können. Allerdings hatte ich weiterhin mit der Entwicklung der Geschichte meine Probleme. Vieles wirkte doch sehr konstruiert und ich hatte bei manchen Entwicklungen das Gefühl, dass mir ein Kapitel fehlt. Vieles war für mich leider weder emotional, noch logisch nachvollziehbar. Egal ob familiäre Themen, der Buchclub, das Café oder Emilias anfänglicher Job im Secondhandshop, alles wird sehr oberflächlich behandelt und wie durch ein Wunder kollidiert natürlich nichts wirklich miteinander.

Ich habe mich wirklich sehr auf das Buch gefreut, weil die Idee sich wirklich gut angehört hat. Leider konnte es mich jedoch gar nicht abholen, sowohl der Geschichte selbst, als auch den Charakteren fehlte es an Tiefe und eine wirkliche (nachvollziehbare) Entwicklung gab es leider nicht. Auch bezüglich der Lovestory ist bei mir der Funke so gar nicht übergesprungen.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Langweilig und langatmig

Loki − Her Twisted Heart
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Auf „Loki – Her Twisted Heart“ habe ich mich sehr gefreut. Alle, die sich ein bisschen für nordische Mythologie interessieren sind schon mal über den Gott des Chaos gestolpert und haben bestimmt schon ...

Auf „Loki – Her Twisted Heart“ habe ich mich sehr gefreut. Alle, die sich ein bisschen für nordische Mythologie interessieren sind schon mal über den Gott des Chaos gestolpert und haben bestimmt schon mal in ein oder anderer Form ihr Herz an ihn verloren. Leider konnte mich die Geschichte jedoch gar nicht überzeugen.

Harlow ist Teil der Agrai, einer Gemeinschaft rein weiblicher Kriegerinnen, die die Welt der Menschen beschützen sollen. Loki, den Gott des Chaos, kennen vermutlich alle. Keiner der beiden Hauptcharaktere konnte mich im laufe der Geschichte so richtig überzeugen. Bei Loki wurde sich für meinen Geschmack zu sehr auf das verlassen, was man eh über ihn weiß. Er hatte relativ wenig Raum, um sich abseits der bekannten Vorurteile als Charakter zu entwickeln. Harlow hat sich im Laufe der Geschichte leider hauptsächlich durch ihr ständiges hin und her, zwischen Hass, Vertrauen und Liebe, ausgezeichnet. Dafür, dass sie offiziell eine Elite-Kriegerin ist, war sie mir häufig zu naiv.

Die Geschichte rund um Harlow und Loki konnte mich leider gar nicht überzeugen. Ihre Reise durch die Welt der Götter war gespickt von Romantasy-Klischees und somit leider sehr vorhersehbar. Ich war zu keinem Zeitpunkt wirklich gebannt von den Geschehnissen, sondern musste mich leider eher durchkämpfen. Außerdem hatte ich das Gefühl, die gleiche Situation wieder und wieder zu lesen, nur an einem anderen Ort. Charakterlich oder in ihrem Umgang miteinander haben sich die beiden Charaktere leider nicht wirklich entwickelt.

Am meisten enttäuscht hat mich vermutlich, dass so viel Potential verschenkt wurde. Das Setting wäre da gewesen, es wurden einige Mystische Wesen vorgestellt und die Grundidee der Geschichte war spannend. Leider ging es aber hauptsächlich um die nicht allzu spannenden Charaktere. Auch das Ende war so vorhersehbar, dass ich mir verkneifen musste, mit den Augen zu rollen. Insgesamt konnte mich die Geschichte leider gar nicht abholen, weshalb ich die Fortsetzung nicht lesen werde.

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Veröffentlicht am 07.01.2026

Spannender Auftakt, dann stark nachgelassen

Die versteckte Apotheke
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Mit "Die versteckte Apotheke" hatte ich einen guten Lesestart, im Verlauf des Buches dann aber leider auch immer mehr Probleme.

Zunächst hat mir gut gefallen, dass zwei Geschichten aus der Sicht von drei ...

Mit "Die versteckte Apotheke" hatte ich einen guten Lesestart, im Verlauf des Buches dann aber leider auch immer mehr Probleme.

Zunächst hat mir gut gefallen, dass zwei Geschichten aus der Sicht von drei Frauen in zwei unterschiedlichen Epochen erzählt wurden. Die von Eliza und Nella im 18. Jahrhundert, sowie die von Caroline in der heutigen Zeit, welche über die Vergangenheit stolpert. Leider konnte ich mit keinem der drei Charaktere so richtig warm werden.

Generell lese ich nicht wirklich gerne historische Romane. Vielleicht habe ich deshalb keinen wirklichen Zugang zu der Geschichte von Eliza und Nella gefunden, auch wenn sie grundsätzlich durchaus interessant war. Die Geschichte von Caroline fand ich zu Beginn noch interessant, je mehr ich gelesen habe, desto furchtbarer fand ich sie allerdings. Die Erzählung strotzte nur so vor Logiklücken und Widersprüchen. Sie hatte teilweise ordentliche Längen, nur um dann sehr abrupt zu enden. In vielen Bereichen des Buchs habe ich mich ziemlich verloren gefühlt wobei ich nicht weiß, ob es am holprigen Schreibstil oder an der Übersetzung lag. Auf jeden Fall habe ich mich durch die letzten 100 Seiten ziemlich durch gequält. Auch, wenn ein spannendes Thema behandelt wird, kann ich das Buch leider nicht weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Viel verschenktes Potential

The Nightmare Before Kissmas
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Der Schreibstil ist größtenteils angenehm. Allerdings gibt es auch immer wieder Stellen, an denen er sehr holprig wirkt. Ob das ein generelles Problem ist oder an der Übersetzung liegt, kann ich leider ...

Der Schreibstil ist größtenteils angenehm. Allerdings gibt es auch immer wieder Stellen, an denen er sehr holprig wirkt. Ob das ein generelles Problem ist oder an der Übersetzung liegt, kann ich leider nicht sagen. Ein Problem im Zusammenhang mit der Übersetzung sind aber definitiv die Witze. Diese wurden leider nicht wirklich auf die deutsche Sprache angepasst, sodass sie entweder einfach nicht lustig sind oder auch irritieren.
Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Die Dynamik zwischen dem Trio Coal, Kris und Iris war sehr unterhaltsam und auch Hex hat mich regelmäßig zum Schmunzeln gebracht.

Von der Geschichte selbst habe ich dann ganz klar mehr erwartet. Die Idee, dass es Königshäuser zu den einzelnen Feiertagen gibt, fand ich total genial. Etwas in die Richtung habe ich noch nie gelesen und war dem entsprechend gespannt, was sich die Autorin ausgedacht hat. Leider wirkte die Geschichte auf mich an den meisten Stellen allerdings leider nicht ausgereift. Das generelle Setting ist die reale Welt, wie genau die Königshäuser funktionieren, Allianzen und allgemeine Informationen gibt es fast gar nicht. Das hat mich doch sehr enttäuscht, da die Idee so vielversprechend war. Zudem wäre kein ausführliches Worldbuilding notwendig gewesen, lediglich ein paar zusätzliche Erklärungen. In „The Nightmare Before Kissmas“ wurde sich dann jedoch fast ausschließlich auf die RomCom-Elemente verlassen, das Setting war anscheinend nur dazu da, auch Fantasy Lesende abzuholen.
Allgemein hat das Buch zwar einige Seiten und war unterhaltsam, es ist jedoch eher wenig passiert. Es gab verschiedene, potentiell spannende Aspekte, wie den Wettkampf um die Hand der Osterprinzessin, die Verpflichtungen sowie Ausbildungen der Feiertags-Prinzen oder auch Coals Pläne. Leider werden all diese Themen aber nur immer mal wieder angerissen und nie richtig aus erzählt. So blieb leider viel Spannendes auf der Strecke und am Ende habe ich mich gefragt, was inhaltlich eigentlich passiert ist.
Das Ende kam dann sehr plötzlich und wirkte somit ziemlich abgehackt und unfertig. Vermutlich sollte somit die Spannung für die Fortsetzung hochgehalten werden, auf mich wirkte es aber leider ziemlich unpassend. Auch, wenn ich an sich gerne wüsste wie es weitergeht, kann ich mir nicht vorstellen, dass Band zwei so viel besser wird und werde ihn daher nicht lesen. Für alle, die ausschließlich eine nette Weihnachts/Halloween RomCom suchen, mag das Buch das richtige sein. Denjenigen, denen Worldbuilding und aus erzählte Geschichten wichtig sind, kann ich „The Nightmare before Kissmas“ leider nicht empfehlen.

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Veröffentlicht am 05.07.2025

Spannende Idee, aus der leider nichts gemacht wurde

Problematic Summer Romance – Die hitzige Unzulässigkeit der Liebe
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Maya ist auf dem Weg nach Sizilien, um die Hochzeit ihres Bruders zu feiern. Aber auch Conor ist da, der beste Freund ihres Bruders, in den sie seit 3 Jahren verliebt ist, der eine Beziehung aber wegen ...

Maya ist auf dem Weg nach Sizilien, um die Hochzeit ihres Bruders zu feiern. Aber auch Conor ist da, der beste Freund ihres Bruders, in den sie seit 3 Jahren verliebt ist, der eine Beziehung aber wegen ihrer 15 Jahre Altersunterschied nicht will.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, mit dem Inhalt habe ich mich allerdings schwer getan. Das Buch ist relativ lang, hat dafür aber wenig Inhalt. Die meiste Zeit plätschert die Geschichte vor sich hin. Ideen, die der Story etwas Pfiff hätten verleihen können, wurden begonnen, leider aber auch schnell und unfertig abgebrochen.

Conor und Maya als Hauptcharaktere konnten mich leider gar nicht überzeugen. Maya war zu Beginn sympathisch, irgendwann aber leider nur noch flach. Conor hatte seine netten Momente, war aber eigentlich von Anfang an ein extrem unsympathischer und selbstgerechter Zeitgenosse. Auch die zahlreichen Nebencharaktere blieben blass.
Leider hat sich das ganze Buch um das gleiche, vermeintliche Problem gedreht, ohne wirklich weiterzukommen, Argumente vorzubringen oder Lösungen aufzuzeigen.

Insgesamt wirkte die Geschichte auf mich sehr konstruiert und erschreckend inhaltslos. Selbst für ein entspanntes Sommerbuch war es mir leider zu wenig.

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