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Veröffentlicht am 03.08.2025

Die Kannibalen von Candyland

Die Kannibalen von Candyland
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„Die Kannibalen von Candyland“ war mein allererstes Buch aus dem Festa Verlag – und dementsprechend groß war meine Neugier. Ich hatte schon einiges über die teils extremen, schrägen und kompromisslosen ...

„Die Kannibalen von Candyland“ war mein allererstes Buch aus dem Festa Verlag – und dementsprechend groß war meine Neugier. Ich hatte schon einiges über die teils extremen, schrägen und kompromisslosen Geschichten aus dem Verlag gehört und war gespannt, ob mich das Buch so richtig umhauen würde.

Die Story selbst ist herrlich absurd, bizarr und trotzdem überraschend stimmig: Franklin Pierce hat als Kind miterlebt, wie seine Geschwister von einer Frau mit rosa Zuckerhaar – einer sogenannten Candyfrau – verschleppt und gefressen wurden. Niemand glaubte ihm, doch Franklin schwor sich, die Existenz dieser „Zuckermenschen“ zu beweisen. Jahrzehnte später findet er tatsächlich den Zugang ins unterirdische Candyland – und was er dort erlebt, ist so schräg, bunt, brutal und verrückt, dass man es kaum in Worte fassen kann.

Carlton Mellick III erschafft mit Candyland eine quietschbunte, zuckersüße, aber zugleich brutale und groteske Welt, die mich sofort gepackt hat. Das Setting wirkt wie eine abgedrehte Albtraumversion von „Charlie und die Schokoladenfabrik“ – nur eben mit Kannibalismus, bizarrer Erotik und jeder Menge schwarzem Humor. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil einfach jede Seite eine neue schräge Überraschung bereithielt.

Trotz der Kürze (rund 160 Seiten) baut die Geschichte eine eigene, sehr plastische Welt auf, in der man sich sofort zurechtfindet – und in der man irgendwie gern noch länger verweilen würde. Der Schreibstil ist einfach, aber bildhaft, was perfekt zu diesem abgedrehten Trip passt.

Mein erstes Festa-Buch – und definitiv nicht mein letztes. „Die Kannibalen von Candyland“ ist bizarr, bunt, grotesk und völlig eigen. Wer Lust auf etwas komplett Abgefahrenes hat und sich auf eine verrückte Mischung aus Horror, Satire und schwarzem Humor einlassen kann, wird hier bestens unterhalten. Ich hatte meinen Zuckerschock – im besten Sinne.

Veröffentlicht am 03.08.2025

Die Kannibalen von Candyland

Die Kannibalen von Candyland
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„Die Kannibalen von Candyland“ war mein allererstes Buch aus dem Festa Verlag – und dementsprechend groß war meine Neugier. Ich hatte schon einiges über die teils extremen, schrägen und kompromisslosen ...

„Die Kannibalen von Candyland“ war mein allererstes Buch aus dem Festa Verlag – und dementsprechend groß war meine Neugier. Ich hatte schon einiges über die teils extremen, schrägen und kompromisslosen Geschichten aus dem Verlag gehört und war gespannt, ob mich das Buch so richtig umhauen würde.

Die Story selbst ist herrlich absurd, bizarr und trotzdem überraschend stimmig: Franklin Pierce hat als Kind miterlebt, wie seine Geschwister von einer Frau mit rosa Zuckerhaar – einer sogenannten Candyfrau – verschleppt und gefressen wurden. Niemand glaubte ihm, doch Franklin schwor sich, die Existenz dieser „Zuckermenschen“ zu beweisen. Jahrzehnte später findet er tatsächlich den Zugang ins unterirdische Candyland – und was er dort erlebt, ist so schräg, bunt, brutal und verrückt, dass man es kaum in Worte fassen kann.

Carlton Mellick III erschafft mit Candyland eine quietschbunte, zuckersüße, aber zugleich brutale und groteske Welt, die mich sofort gepackt hat. Das Setting wirkt wie eine abgedrehte Albtraumversion von „Charlie und die Schokoladenfabrik“ – nur eben mit Kannibalismus, bizarrer Erotik und jeder Menge schwarzem Humor. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil einfach jede Seite eine neue schräge Überraschung bereithielt.

Trotz der Kürze (rund 160 Seiten) baut die Geschichte eine eigene, sehr plastische Welt auf, in der man sich sofort zurechtfindet – und in der man irgendwie gern noch länger verweilen würde. Der Schreibstil ist einfach, aber bildhaft, was perfekt zu diesem abgedrehten Trip passt.

Mein erstes Festa-Buch – und definitiv nicht mein letztes. „Die Kannibalen von Candyland“ ist bizarr, bunt, grotesk und völlig eigen. Wer Lust auf etwas komplett Abgefahrenes hat und sich auf eine verrückte Mischung aus Horror, Satire und schwarzem Humor einlassen kann, wird hier bestens unterhalten. Ich hatte meinen Zuckerschock – im besten Sinne.

Veröffentlicht am 05.07.2025

Stephen King: Kein Zurück

Kein Zurück
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„Kein Zurück“ ist ein weiterer Ausflug in die Welt von Holly Gibney – und was soll ich sagen? Ich war sofort wieder mittendrin. Wer Holly kennt, weiß ja, dass sie alles andere als eine 08/15-Ermittlerin ...

„Kein Zurück“ ist ein weiterer Ausflug in die Welt von Holly Gibney – und was soll ich sagen? Ich war sofort wieder mittendrin. Wer Holly kennt, weiß ja, dass sie alles andere als eine 08/15-Ermittlerin ist. Scharfsinnig, ein bisschen schrullig, sozial manchmal überfordert, aber mit dem Herz am rechten Fleck – und genau das macht sie für mich so sympathisch.

In ihrem neuesten Fall wird Holly von der Polizei zu Rate gezogen, nachdem ein anonymer Hinweis auf eine geplante Mordserie eingeht. Kurz darauf gibt’s tatsächlich das erste Opfer – in der Hand ein Zettel mit dem Namen einer Geschworenen, die damals an der Verurteilung eines Unschuldigen beteiligt war. Der Clou: Der Täter bringt nicht die Geschworenen selbst um, sondern irgendwelche „Ersatzopfer“. Ziemlich verdrehte Racheaktion, oder?

Parallel dazu übernimmt Holly auch noch einen ziemlich heiklen Auftrag als Bodyguard – nicht gerade ihr Spezialgebiet, aber na ja, sie wächst ja bekanntlich gern mal über sich hinaus. Die Frau, die sie beschützen soll, hat mächtige Feinde, und die Spannung zieht an, weil sich alles immer mehr miteinander verwebt.

Was ich an dem Buch mochte: King schafft es mal wieder, tief in die Psyche seiner Figuren einzutauchen. Holly entwickelt sich weiter, bekommt neue Facetten, und man merkt, wie sehr King sie ins Herz geschlossen hat – ich übrigens auch. Auch das Politische kommt in „Kein Zurück“ nicht zu kurz: Themen wie Frauenhass, religiöser Fanatismus und toxische Ideologien ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Und ja, das ist stellenweise sehr direkt – aber ich finde, es passt in die Zeit und verleiht dem Ganzen ordentlich Gewicht.

Allerdings muss ich sagen: Der Roman hat auch seine Längen. Gerade zum Ende hin zieht’s sich stellenweise ein bisschen, und manchmal wäre weniger mehr gewesen. King liebt es ja, auszuholen und Nebenstränge zu erkunden – das ist Geschmackssache. Ich persönlich hätte mir hier und da ein bisschen mehr Drive gewünscht.

Unterm Strich war „Kein Zurück“ für mich trotzdem ein gelungener Mix aus Spannung, Gesellschaftskritik und Charakterentwicklung. Kein Horror-Schocker, sondern eher ein düsterer, kluger Thriller mit Nachhall. Wer Holly kennt und mag, wird definitiv auf seine Kosten kommen. Und wer sie noch nicht kennt – spätestens jetzt wird’s Zeit!

Veröffentlicht am 05.07.2025

Stephen King: Kein Zurück

Kein Zurück
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„Kein Zurück“ ist ein weiterer Ausflug in die Welt von Holly Gibney – und was soll ich sagen? Ich war sofort wieder mittendrin. Wer Holly kennt, weiß ja, dass sie alles andere als eine 08/15-Ermittlerin ...

„Kein Zurück“ ist ein weiterer Ausflug in die Welt von Holly Gibney – und was soll ich sagen? Ich war sofort wieder mittendrin. Wer Holly kennt, weiß ja, dass sie alles andere als eine 08/15-Ermittlerin ist. Scharfsinnig, ein bisschen schrullig, sozial manchmal überfordert, aber mit dem Herz am rechten Fleck – und genau das macht sie für mich so sympathisch.

In ihrem neuesten Fall wird Holly von der Polizei zu Rate gezogen, nachdem ein anonymer Hinweis auf eine geplante Mordserie eingeht. Kurz darauf gibt’s tatsächlich das erste Opfer – in der Hand ein Zettel mit dem Namen einer Geschworenen, die damals an der Verurteilung eines Unschuldigen beteiligt war. Der Clou: Der Täter bringt nicht die Geschworenen selbst um, sondern irgendwelche „Ersatzopfer“. Ziemlich verdrehte Racheaktion, oder?

Parallel dazu übernimmt Holly auch noch einen ziemlich heiklen Auftrag als Bodyguard – nicht gerade ihr Spezialgebiet, aber na ja, sie wächst ja bekanntlich gern mal über sich hinaus. Die Frau, die sie beschützen soll, hat mächtige Feinde, und die Spannung zieht an, weil sich alles immer mehr miteinander verwebt.

Was ich an dem Buch mochte: King schafft es mal wieder, tief in die Psyche seiner Figuren einzutauchen. Holly entwickelt sich weiter, bekommt neue Facetten, und man merkt, wie sehr King sie ins Herz geschlossen hat – ich übrigens auch. Auch das Politische kommt in „Kein Zurück“ nicht zu kurz: Themen wie Frauenhass, religiöser Fanatismus und toxische Ideologien ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Und ja, das ist stellenweise sehr direkt – aber ich finde, es passt in die Zeit und verleiht dem Ganzen ordentlich Gewicht.

Allerdings muss ich sagen: Der Roman hat auch seine Längen. Gerade zum Ende hin zieht’s sich stellenweise ein bisschen, und manchmal wäre weniger mehr gewesen. King liebt es ja, auszuholen und Nebenstränge zu erkunden – das ist Geschmackssache. Ich persönlich hätte mir hier und da ein bisschen mehr Drive gewünscht.

Unterm Strich war „Kein Zurück“ für mich trotzdem ein gelungener Mix aus Spannung, Gesellschaftskritik und Charakterentwicklung. Kein Horror-Schocker, sondern eher ein düsterer, kluger Thriller mit Nachhall. Wer Holly kennt und mag, wird definitiv auf seine Kosten kommen. Und wer sie noch nicht kennt – spätestens jetzt wird’s Zeit!

Veröffentlicht am 05.07.2025

Stephen King: Kein Zurück

Kein Zurück
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„Kein Zurück“ ist ein weiterer Ausflug in die Welt von Holly Gibney – und was soll ich sagen? Ich war sofort wieder mittendrin. Wer Holly kennt, weiß ja, dass sie alles andere als eine 08/15-Ermittlerin ...

„Kein Zurück“ ist ein weiterer Ausflug in die Welt von Holly Gibney – und was soll ich sagen? Ich war sofort wieder mittendrin. Wer Holly kennt, weiß ja, dass sie alles andere als eine 08/15-Ermittlerin ist. Scharfsinnig, ein bisschen schrullig, sozial manchmal überfordert, aber mit dem Herz am rechten Fleck – und genau das macht sie für mich so sympathisch.

In ihrem neuesten Fall wird Holly von der Polizei zu Rate gezogen, nachdem ein anonymer Hinweis auf eine geplante Mordserie eingeht. Kurz darauf gibt’s tatsächlich das erste Opfer – in der Hand ein Zettel mit dem Namen einer Geschworenen, die damals an der Verurteilung eines Unschuldigen beteiligt war. Der Clou: Der Täter bringt nicht die Geschworenen selbst um, sondern irgendwelche „Ersatzopfer“. Ziemlich verdrehte Racheaktion, oder?

Parallel dazu übernimmt Holly auch noch einen ziemlich heiklen Auftrag als Bodyguard – nicht gerade ihr Spezialgebiet, aber na ja, sie wächst ja bekanntlich gern mal über sich hinaus. Die Frau, die sie beschützen soll, hat mächtige Feinde, und die Spannung zieht an, weil sich alles immer mehr miteinander verwebt.

Was ich an dem Buch mochte: King schafft es mal wieder, tief in die Psyche seiner Figuren einzutauchen. Holly entwickelt sich weiter, bekommt neue Facetten, und man merkt, wie sehr King sie ins Herz geschlossen hat – ich übrigens auch. Auch das Politische kommt in „Kein Zurück“ nicht zu kurz: Themen wie Frauenhass, religiöser Fanatismus und toxische Ideologien ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Und ja, das ist stellenweise sehr direkt – aber ich finde, es passt in die Zeit und verleiht dem Ganzen ordentlich Gewicht.

Allerdings muss ich sagen: Der Roman hat auch seine Längen. Gerade zum Ende hin zieht’s sich stellenweise ein bisschen, und manchmal wäre weniger mehr gewesen. King liebt es ja, auszuholen und Nebenstränge zu erkunden – das ist Geschmackssache. Ich persönlich hätte mir hier und da ein bisschen mehr Drive gewünscht.

Unterm Strich war „Kein Zurück“ für mich trotzdem ein gelungener Mix aus Spannung, Gesellschaftskritik und Charakterentwicklung. Kein Horror-Schocker, sondern eher ein düsterer, kluger Thriller mit Nachhall. Wer Holly kennt und mag, wird definitiv auf seine Kosten kommen. Und wer sie noch nicht kennt – spätestens jetzt wird’s Zeit!