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Veröffentlicht am 23.11.2025

Wenn das Schicksal Zeit braucht

Mate – Die unzumutbare Unmöglichkeit von Liebe
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* Ich verfasse die Rezension auf Grundlage der englischsprachigen Originalausgabe. Dabei bewerte ich alles unter Ausnahme der deutschen Übersetzung.
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Zuerst einmal: Ich liebe den Schreibstil dieser ...

* Ich verfasse die Rezension auf Grundlage der englischsprachigen Originalausgabe. Dabei bewerte ich alles unter Ausnahme der deutschen Übersetzung.
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Zuerst einmal: Ich liebe den Schreibstil dieser Autorin – und ich liebe ihren ersten Band „Bride“. Er gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern und hat mich damals nach einer langen Leseflaute wieder zum Lesen gebracht. Entsprechend hoch war meine Vorfreude auf die Fortsetzung „Mate“. Gleichzeitig blieb jedoch eine gewisse Skepsis: Serena fand ich im ersten Teil zwar okay, aber so richtig warm wurde ich mit ihr nicht. Würde mir ein ganzes Buch aus ihrer Perspektive gefallen?
Wie erwartet bin ich schnell wieder in Ali Hazelwoods Schreibstil eingetaucht. Ich mag ihre humorvollen, bildhaften und cleveren Elemente sehr – für mich hebt sie sich damit deutlich von anderen Autorinnen ab. Ihre Bücher haben für mich etwas ganz Besonderes. Doch in die Geschichte selbst habe ich zunächst überraschend schwer hineingefunden. Meine anfängliche Skepsis gegenüber Serena blieb – und das ziemlich lange. Auch Koen konnte ich anfangs nicht richtig greifen. Insgesamt war mir über die ersten 140 Seiten hinweg nicht klar, wohin die Story eigentlich steuern soll. Es wirkte ein wenig, als müsste sich die Autorin zunächst selbst sortieren und so wirklich passiert ist in diesem Abschnitt auch nicht viel.
Dann kam jedoch für mich die Wendung und ab diesem Moment war ich völlig gepackt. Plötzlich wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Serenas Art wuchs mir zunehmend ans Herz, ebenso wie Koens. Den restlichen Verlauf der Geschichte habe ich wirklich geliebt, sodass „Mate“ für mich am Ende doch noch zu einem richtig guten Leseerlebnis wurde. Besonders gefreut haben mich auch Miserys Gastauftritte. Davon hätte ich mir sogar noch mehr gemeinsame Szenen mit Serena gewünscht, denn die waren herrlich witzig.

Ich kann das Buch definitiv weiterempfehlen. Aber man sollte sich bewusst sein, dass es etwas Zeit braucht, bis die Geschichte vollständig zündet. Wer außerdem die Tropes „Fated Mates“ und „Morally Grey“ mag, wird hier auf seine Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 08.08.2025

Mysteriöse Prüfungen, junge Seelen und eine Akademie voller Rätsel

Immortal Consequences – Die Blackwood Academy Trials
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Wettkampf im Jenseits – die Idee, die im Klappentext vorgestellt wird, klang für mich von Anfang an spannend. Und die Autorin hat mich nicht enttäuscht!
Ich fand schnell in den Schreibstil hinein und habe ...

Wettkampf im Jenseits – die Idee, die im Klappentext vorgestellt wird, klang für mich von Anfang an spannend. Und die Autorin hat mich nicht enttäuscht!
Ich fand schnell in den Schreibstil hinein und habe nach und nach das Worldbuilding sowie das interessante Magiesystem regelrecht aufgesogen. Die Erzählweise ist interessant: Hierbei lernt man schrittweise sechs Figuren durch ihre individuellen Perspektiven kennen. Alle unterscheiden sich voneinander und tragen eigene Geheimnisse mit sich herum.
Aber: Die Perspektiven wechselten für meinen Geschmack etwas zu schnell und zu häufig. Dadurch hatte ich das Gefühl, dass viele Charaktere lange Zeit recht oberflächlich bleiben. Bis zum Ende des Buches erfährt man z. B. bei einigen gar nicht, wie sie eigentlich gestorben sind, obwohl es immer wieder zu Andeutungen kommt. Zusätzlich tauchten immer mehr Namen auf, von denen einige kaum relevant waren. Diese Fülle an Personen hat mich stellenweise überfordert.
Auch zur Institution Blackwood blieben viele Fragen offen, wobei für mich manche bereits im ersten Band hätten geklärt werden sollen. Trotz dieser Kritikpunkte habe ich mich aber durchgehend gut unterhalten gefühlt und einige Twists haben mich wirklich überrascht. Dennoch sehe ich in der Geschichte noch viel ungenutztes Potenzial, besonders was die Tiefe der Figuren und die Klärung offener Fragen angeht.
Ich bin daher sehr gespannt, wie es mit der Gruppe rund um die sechs Studierenden weitergeht – in der Hoffnung, dass die Charaktere im nächsten Band noch mehr Profil bekommen und die bisherigen Unklarheiten aufgegriffen werden.

Meiner Meinung nach ist „Immortal Consequences“ also ein empfehlenswerter Auftakt für alle Fans von Dark Academia. Die düstere Welt, durchzogen von geheimnisvollen Wettkämpfen und Intrigen, bietet viele spannende Ansätze. Man sollte allerdings beachten, dass die Protagonist:innen noch relativ jung (17/18 Jahre alt) sind und sich auch so verhalten. Wer außerdem auf der Suche nach Spice ist, wird hier nicht fündig werden. Wer aber Lust auf ein mysteriöses Setting mit viel Potenzial hat, sollte definitiv einen Blick wagen.

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Veröffentlicht am 05.07.2025

Kleinstadt-Atmosphäre mit Romance und einem dunklen Geheimnis

Indigo Ridge | Die Edens 1 |
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Die Mischung aus Romance und Suspense, die im Klappentext versprochen wurde, hat mich – zusammen mit dem wunderschönen Cover und dem Farbschnitt – sofort angesprochen und zum Kauf bewegt. Und ich wurde ...

Die Mischung aus Romance und Suspense, die im Klappentext versprochen wurde, hat mich – zusammen mit dem wunderschönen Cover und dem Farbschnitt – sofort angesprochen und zum Kauf bewegt. Und ich wurde angenehm überrascht.
Ich bin schnell in den Schreibstil hineingekommen und konnte direkt einen Zugang zu den beiden Hauptfiguren, Winslow und Griffin, finden. Der Wechsel zwischen ihren beiden Perspektiven unterstützte dies. Wobei mir Griffin anfangs etwas greifbarer war als Winslow. Hier habe ich länger gebraucht, um sie genauer einschätzen zu können. Ständig machte sie auch einen bestimmten Wortwitz mit ihrem Namen, der zuerst noch lustig, aber mit der Häufigkeit schließlich eher cringe wirkte. Dennoch wuchs meine Sympathie für sie mit der Zeit und ich konnte sie zunehmend besser verstehen.
Die Atmosphäre der Geschichte wird durch die eindrucksvolle Beschreibung der Landschaft wunderbar unterstützt, denn sie lädt zum Träumen ein und macht die Kleinstadt-Idylle greifbar.

Das Ende war spannend und hat mich nochmal richtig gepackt. Allerdings wirkte der Abschluss etwas überhastet, so als müsse die Geschichte nun schnell zu Ende gebracht werden. Ich denke, dies hätte ein bisschen eleganter gestaltet werden können, denn die Idee für das Ende selbst gefiel mir und war überraschend.

Insgesamt hat mich die Geschichte gut unterhalten. Der Mix aus Suspense und Small-Town-Romance funktioniert hervorragend und überzeugt sicher auch andere Lesende, die diese Kombination lieben. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen.

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Veröffentlicht am 26.06.2025

Nichts ist, wie es scheint – Millie ist zurück

Sie kann dich hören
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* Ich verfasse die Rezension auf Grundlage der englischsprachigen Originalausgabe. Dabei bewerte ich alles unter Ausnahme der deutschen Übersetzung.
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Der zweite Band von Freida McFadden ist in meinen ...

* Ich verfasse die Rezension auf Grundlage der englischsprachigen Originalausgabe. Dabei bewerte ich alles unter Ausnahme der deutschen Übersetzung.
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Der zweite Band von Freida McFadden ist in meinen Augen eine gelungene Fortsetzung des ersten Teils. Besonders hilfreich war, dass mir die Hauptfigur Millie bereits vertraut war – so fiel mir der Einstieg in die Handlung leicht. Millie bleibt eine sympathische Protagonistin, hat sich jedoch seit „The Housemaid“ deutlich weiterentwickelt: Sie wirkt reifer und überlegter, was ihrer Figur sehr gut steht.
Wie schon im ersten Band versteht es die Autorin meisterhaft, Spannung aufzubauen und den Lesenden immer wieder mit Wendungen zu überraschen – bis zur letzten Seite. Zwar empfand ich den Plottwist diesmal nicht ganz so überraschend wie im ersten Teil, dennoch war er stimmig, glaubwürdig und hat mich gut unterhalten.
Ich bin nun sehr gespannt auf den dritten Band der Reihe und spreche eine klare Leseempfehlung aus. Millie führte aus, was in Band 1 geschah – nur ist plötzlich alles anders…

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Veröffentlicht am 10.06.2025

Mehr Familiengeschichte als Liebesroman

Great Big Beautiful Life
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Das Buch war mein erster Roman der Autorin. Ich hatte in der Vergangenheit schon viel Gutes gehört und demzufolge waren meine Erwartungen hoch. Diesen ist Emily Henry nur teilweise gerecht geworden.
Die ...

Das Buch war mein erster Roman der Autorin. Ich hatte in der Vergangenheit schon viel Gutes gehört und demzufolge waren meine Erwartungen hoch. Diesen ist Emily Henry nur teilweise gerecht geworden.
Die Grundidee der Story fand ich super interessant und der Schreibstil lässt einen schnell in das Geschehen eintauchen. Die Protagonistin Alice ist eine liebe, offene Person – einfach eine richtige Frohnatur. Hayden dagegen wirkt zunächst distanziert und kühl, entwickelt sich aber im Laufe der Handlung zu einem greifbaren, sympathischen Charakter. Margaret bleibt jedoch leider lange sehr mysteriös und man fragt sich, warum es überhaupt zu dieser Biographiearbeit kommt. Besonders in Bezug auf ihre Familiengeschichte war ich stellenweise verwirrt – es tauchen so viele Personen auf, dass ich irgendwann den Überblick verloren habe. Eine Art Stammbaum oder Personenverzeichnis hätte mir hier sehr geholfen.
Die Liebesgeschichte zwischen Alice und Hayden konnte mich anfangs nicht ganz abholen. Sie wirkte etwas konstruiert und wenig glaubwürdig. Erst zum Ende hin erreichten mich die Emotionen, auch wenn manche Entwicklungen für meinen Geschmack zu plötzlich kamen.
Trotzdem: Die Auflösung rund um Margarets Geschichte hat mich berührt. Wie sich am Ende alles zusammenfügt, verleiht dem eher schleppenden Einstieg noch ein emotionales und spannendes Gewicht. Den Titel des Buches finde ich im Nachhinein betrachtet allerdings nicht dem Inhalt entsprechend.

Insgesamt ist der Roman okay – besonders geeignet für diejenigen, die eine eher ruhige Liebesgeschichte mit einem familiären Geheimnis im Hintergrund mögen. Wer also eine seichte Romance-Story lesen möchte mit ein paar verborgenen Wahrheiten, die aufgedeckt werden, der fiebert sicher mit.

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