Wenn das Schicksal Zeit braucht
Mate – Die unzumutbare Unmöglichkeit von Liebe* Ich verfasse die Rezension auf Grundlage der englischsprachigen Originalausgabe. Dabei bewerte ich alles unter Ausnahme der deutschen Übersetzung.
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Zuerst einmal: Ich liebe den Schreibstil dieser ...
* Ich verfasse die Rezension auf Grundlage der englischsprachigen Originalausgabe. Dabei bewerte ich alles unter Ausnahme der deutschen Übersetzung.
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Zuerst einmal: Ich liebe den Schreibstil dieser Autorin – und ich liebe ihren ersten Band „Bride“. Er gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern und hat mich damals nach einer langen Leseflaute wieder zum Lesen gebracht. Entsprechend hoch war meine Vorfreude auf die Fortsetzung „Mate“. Gleichzeitig blieb jedoch eine gewisse Skepsis: Serena fand ich im ersten Teil zwar okay, aber so richtig warm wurde ich mit ihr nicht. Würde mir ein ganzes Buch aus ihrer Perspektive gefallen?
Wie erwartet bin ich schnell wieder in Ali Hazelwoods Schreibstil eingetaucht. Ich mag ihre humorvollen, bildhaften und cleveren Elemente sehr – für mich hebt sie sich damit deutlich von anderen Autorinnen ab. Ihre Bücher haben für mich etwas ganz Besonderes. Doch in die Geschichte selbst habe ich zunächst überraschend schwer hineingefunden. Meine anfängliche Skepsis gegenüber Serena blieb – und das ziemlich lange. Auch Koen konnte ich anfangs nicht richtig greifen. Insgesamt war mir über die ersten 140 Seiten hinweg nicht klar, wohin die Story eigentlich steuern soll. Es wirkte ein wenig, als müsste sich die Autorin zunächst selbst sortieren und so wirklich passiert ist in diesem Abschnitt auch nicht viel.
Dann kam jedoch für mich die Wendung und ab diesem Moment war ich völlig gepackt. Plötzlich wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Serenas Art wuchs mir zunehmend ans Herz, ebenso wie Koens. Den restlichen Verlauf der Geschichte habe ich wirklich geliebt, sodass „Mate“ für mich am Ende doch noch zu einem richtig guten Leseerlebnis wurde. Besonders gefreut haben mich auch Miserys Gastauftritte. Davon hätte ich mir sogar noch mehr gemeinsame Szenen mit Serena gewünscht, denn die waren herrlich witzig.
Ich kann das Buch definitiv weiterempfehlen. Aber man sollte sich bewusst sein, dass es etwas Zeit braucht, bis die Geschichte vollständig zündet. Wer außerdem die Tropes „Fated Mates“ und „Morally Grey“ mag, wird hier auf seine Kosten kommen.