Profilbild von Lujoma

Lujoma

Lesejury Star
offline

Lujoma ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lujoma über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.07.2025

Unterhaltsamer Roman

Eine unmögliche Braut
0

St. Louis, 1849: Finola Shanahan ist eine junge Frau aus „guten Hause“, deren Herz für die Bedürftigen schlägt. Am liebsten würde Finola ins Kloster eintreten, um sich ganz dieser Aufgabe widmen zu können. ...

St. Louis, 1849: Finola Shanahan ist eine junge Frau aus „guten Hause“, deren Herz für die Bedürftigen schlägt. Am liebsten würde Finola ins Kloster eintreten, um sich ganz dieser Aufgabe widmen zu können. Doch ihre Familie möchte, dass sie heiratet und bittet einen Heiratsvermittler um Hilfe. Der junge Bellamy McKenna soll diese Aufgabe über nehmen und er präsentiert auch recht schnell einen geeigneten Kandidaten. Riley Rafferty gehört zwar nicht zur selben Gesellschaftsschicht wie Finola, doch der junge Mann besitzt neben Tatkraft und Mut auch einen Dickschädel, der dem von Finola ebenbürtig ist. Beim Kennenlernen entdecken Riley und Finola manche Gemeinsamkeit, doch kann er ihr Herz gewinnen?

Ich mag die Romane von Jody Hedlund und habe mich sehr gefreut, dass auch in diesem Sommer ein neues Buch von ihr gibt. Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut, es verspricht eine romantische Geschichte. Der Roman lässt sich gut lesen. Er beginnt spannend, so dass ich schnell mittendrin war in der Geschichte. Finola und Riley sind interessante, sympathische Charaktere. Sie hat eigentlich einen genauen Plan für ihr Leben und setzt alles daran um ihn umzusetzen. Doch Riley bringt sie durcheinander und so geht es immer hin und her zwischen „ich liebe ihn“ und „ich möchte ins Kloster eintreten“. Er ist ein Superheld, immer zur Stelle, wenn jemand gerettet werden muss. Finola verzaubert ihn und er tut alles um ihre Liebe zu gewinnen, aber sie soll ihm von ganzen Herzen ihr Ja geben… Und so geht es hin und her und immer mal wieder ist das Eingreifen von Bellamy gefragt…

„Eine unmögliche Braut“ hat mich gut unterhalten und mich zum Lachen gebracht, konnte mich aber nicht ganz überzeugen. Ich vermisste den Tiefgang, der sonst in Jody Hedlunds Romanen zu finden ist. Themen wie Schuld und Vergangenheitsbewältigung wurden nur am Rande erwähnt, auch der christliche Glaube spielt kaum eine Rolle. Dennoch ist es ein unterhaltsamer, kurzweiliger Roman, den ich gern gelesen habe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.07.2025

Tiefgehende Erzählung über eine besondere Reise

Bin am Meer
0

Daniel möchte einfach nur eine kurze Auszeit und endlich seine 1. Meerforelle angeln. Damit die Reise ein Erfolg wird, bucht er einen ortskundigen Guide. Doch Leif zeigt ihm nicht nur die besten Angelplätze, ...

Daniel möchte einfach nur eine kurze Auszeit und endlich seine 1. Meerforelle angeln. Damit die Reise ein Erfolg wird, bucht er einen ortskundigen Guide. Doch Leif zeigt ihm nicht nur die besten Angelplätze, sondern lehrt ihn sehr viel mehr über das Leben und die Jagd. So wird die Woche Auszeit auf einer Insel in der Ostsee zu einer ganz besonderen Reise.

Ich liebe es am Meer zu sein und so hat mich das Cover sofort angesprochen. Auch im Buch findet man immer wieder passende Schwarz-Weiß-Fotos vom Meer, die jeweils am Beginn der acht Kapitel zu finden sind. Die Erzählung lässt sich sehr gut lesen und ich habe Daniel und Leif gern an den Strand begleitet. In Daniel kann man sich gut wiederfinden, seine Gedanken und sein Verhalten sind typisch für viele Menschen in der heutigen Zeit. Leif ruht dagegen in sich selbst und lebt im Einklang mit der Natur. Sein Verhalten und seine Beispiele und Geschichten haben mich berührt und zum Nachdenken angeregt. Ich habe die Erzählung langsam, Kapitel für Kapitel gelesen und mit immer wieder die Zeit genommen über das Gelesene nach zu sinnen. Auch wenn das Buch vorrangig „Eine Erzählung für Männer“ sein soll, so habe ich als Leserin doch so manche Anregung für mein Leben gefunden und vieles klingt in mir nach. Gern empfehle ich das Buch weiter.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.07.2025

Wo ist Brigitte?

Ich verspreche, dich zu finden
0

Moseltal, 1940: Der 13-jährige Dietmar und die 10-jährige Brigitte spielen Ritter und Prinzessin als sie aus der Ferne mitansehen müssen, dass ihre Eltern von der Gestapo abgeholt werden. Gemeinsam fliehen ...

Moseltal, 1940: Der 13-jährige Dietmar und die 10-jährige Brigitte spielen Ritter und Prinzessin als sie aus der Ferne mitansehen müssen, dass ihre Eltern von der Gestapo abgeholt werden. Gemeinsam fliehen die Kinder über Belgien nach England, wo Dietmar eine Tante hat. Doch dann werden die Kinder kurz nach der Ankunft in England getrennt. Seitdem ist Dietmar auf der Suche nach Brigitte...
London, 2017: Eines Tages erhält die Journalistin Quenby Vaughn einen ungewöhnlichen Anruf von Lucas Hough. Der Anwalt eines reichen Amerikaners, bittet sie, für seinen Mandanten eine seit 75 Jahren vermisste Person zu finden. Quenby lässt sich nur zögernd darauf ein, denn eigentlich recherchiert sie gerade einen spannenden Spionagefall aus dem 2. Weltkrieg. Doch dann ergeben sich unerwartet Verbindungen zwischen Brigitte und dem Spionagefall und Quenby ist mittendrin in der Suche und findet auch Teile ihrer eigenen Vergangenheit.

„Ich verspreche, dich zu finden“ ist der 2. Roman von Melanie Dobson, den ich las und er gefiel mir gut. Die Erzählung ist von Beginn an spannend. Besonders die Geschichte von Brigitte und Dietmar hat mich gefesselt und ich habe mit den Kindern gehofft, dass die Flucht gelingt. Was Brigitte danach durchlebt ist schon beim Lesen schwer zu ertragen und ich habe mitgelitten. Dietmars Geschichte kommt daneben fast zu kurz. Mit Quenby musste ich erst „warm“ werden. Im Laufe des Romans konnte ich mich aber immer besser in die hinein versetzen. Lucas war mir recht sympathisch. Er und Quenby wurden mit der Zeit ein sehr gutes Team.
Die Geschichte wird abwechselnd in zwei Zeitsträngen erzählt und wie bei einem Puzzle fügen sich die Teile erst nach und nach aneinander. So bleibt der Spannungsbogen hoch.
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen und die einzelnen Charaktere wirken sehr authentisch. Mir gefällt gut, dass den Protagonisten ihr Glauben an Gott wichtig ist und sie daraus Kraft schöpfen.
Ich habe „Ich verspreche, dich zu finden“ sehr gern gelesen und kann den Roman weiterempfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.06.2025

Zwei Schwestern und der Apfelgarten am Meer

Der alte Apfelgarten
0

Auf einer kleinen Farm an Schottlands Küste sind Bette und Nina aufgewachsen. Doch sie trennt nicht nur ein großer Altersunterschied, sondern auch eine gegensätzliche Lebensplanung. Während Bette als Anwältin ...

Auf einer kleinen Farm an Schottlands Küste sind Bette und Nina aufgewachsen. Doch sie trennt nicht nur ein großer Altersunterschied, sondern auch eine gegensätzliche Lebensplanung. Während Bette als Anwältin in London lebt und nie wieder einen Fuß auf die elterliche Farm setzen wollte, wohnt Nina mit ihrem 6-jährigen Sohn dort und hält alles am Laufen. Als der Vater stirbt vererbt er beiden Töchtern gemeinsam die Farm und einen Berg Schulden mit dazu. Bette, die eigentlich sofort zurück nach London wollte, bleibt eine Weile und versucht zu retten was möglich ist. Zufällig entdeckt sie einen alten Apfelgarten. Ist das die Rettung für die Farm?

Mit dem Roman „Der alte Apfelgarten“ habe ich eine neue Autorin für mich entdeckt. Die Geschichte hat mich schnell gefesselt. Sie wird abwechselnd aus der Sicht beider Schwestern erzählt, so dass man Bette und Nina gut kennen lernt und versteht was sie bewegt. Beide Hauptcharaktere durchlaufen im Roman eine interessante Entwicklung. Bette merkt wie sehr sie Heimat und Familie vermisst hat, Nina beginnt die große Schwester zu verstehen. Am meisten mochte ich aber Ninas kleinen Sohn Barnaby, er ist ein richtiger kleine Held.
Der Schreibstil der Autorin lässt sich gut lesen, Personen, Orte und Situationen sind bildhaft beschrieben. Mehrfach nimmt die Geschichte eine überraschende Wende, besonders kurz vor dem Ende wird es noch ein mal spannend. Ich habe so sehr mit Nina und Bette gehofft, dass sie die Farm behalten können… Und ich würde sehr gern den alten Apfelgarten besuchen an Schottlands Küste besuchen.
Mir hat der Roman entspannte Lesestunden geschenkt. Gern empfehle ich das Buch weiter.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.06.2025

Schönes Buch für Kinder zum Lesestart

Rut und ihre Geschichte mit Gott
0

Das Buch „Rut und ihre Geschichte mit Gott“ gehört zur „Brillenbär-Reihe“. Darin wird die alttestamentliche Geschichte von Rut und ihrer Schwiegermutter Noomi erzählt. Die Sätze sind kurz und gut verständlich ...

Das Buch „Rut und ihre Geschichte mit Gott“ gehört zur „Brillenbär-Reihe“. Darin wird die alttestamentliche Geschichte von Rut und ihrer Schwiegermutter Noomi erzählt. Die Sätze sind kurz und gut verständlich und ein Teil der Nomen wird durch Bilder ersetzt. So können schon relativ kleine Kinder gemeinsam mit vorlesenden Erwachsenen „lesen“ und Leseanfänger bald allein die Geschichte lesend entdecken. Die Bilder im Text sind am Ende des Buches erklärt.
Sehr ansprechend sind die farbenfrohen und großflächigen Illustrationen auf jeder Buchseite. Da könnten Kinder viele Details entdecken.

Mir gefällt die Idee mit der Brillenbär-Reihe die Leselust von Kindern zu wecken sehr gut und ich finde die Gestaltung des Buches gelungen. Die Kinder können in Wort und Bild viel entdecken, die kurzen Sätze bringen bei Leseanfängern schnell Erfolg. Gut gefällt mir auch, dass in der Buchreihe biblische Geschichten erzählt werden. Allerdings bin ich in diesem Buch gleich im 1.Kapitel über den Text „gestolpert“. Dort wird erzählt, dass in Rut’s Heimat eine Hungersnot herrscht. In der Bibel (siehe Rut 1.1-5) steht aber, dass Noomi mit ihrem Mann und ihren Söhnen ins Land Moab zieht, weil in Israel eine Hungersnot herrscht. An dieser Stelle hätte ich mir im Kinderbuch eine bibeltreuere Nacherzählung gewünscht. So vergebe ich „nur“ 4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung