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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.08.2025

Schöner Roman für gemütliche Stunden

Friesenherzen und Winterzauber
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Die Hamburgerin Ellen ist eine erfolgreiche Krimiautorin. Als ihr Verlag sie bittet einen Liebesroman zu schreiben, ist sie sehr überrascht, sagt aber zu. Doch wie soll man über die Liebe schreiben, wenn ...

Die Hamburgerin Ellen ist eine erfolgreiche Krimiautorin. Als ihr Verlag sie bittet einen Liebesroman zu schreiben, ist sie sehr überrascht, sagt aber zu. Doch wie soll man über die Liebe schreiben, wenn es gerade Streit in der eigenen Beziehung gibt? Eine kurze Auszeit in St.-Peter-Ording scheint da genau richtig. Sofort ist Ellen verzaubert von der winterlichen Landschaft, vereisten Salzwiesen, der Weite des Strandes… und im gemütlichen Teeladen von Martina findet sie nicht nur leckeren Tee und Waffeln, sondern auch ein Zimmer zum Bleiben und eine Freundin. Bei langen Spaziergängen entdeckt Ellen neben einem alten Leuchtturm einen versteckten, ungenutzen Briefkasten. Spontan fasst sie ihre Gedanken und Gefühle in Worte und legt den Brief in den Briefkasten. Wie groß ist ihr Erstaunen als sie am nächsten Tag eine Antwort darin finden. Wer ist der geheimnisvolle Leuchtturmwärter? Ellens Fantasie ist beflügelt und bald hat sie auch eine Idee für ihren Liebesroman. Was sie dabei aufs Spiel setzt, ahnt sie nicht….
Ich habe schon mehrere Romane von Tanja Janz gelesen und auch dieser hat mir sehr gut gefallen. Schon das Cover weckt Sehnsucht nach dem Meer und man möchte am liebsten den Koffer packen. Dazu tragen auch die schönen Beschreibungen der Natur an der Küste und des Ortes St. Peter-Ording bei. Die Geschichte lässt sich sehr gut lesen, die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil und die Seiten fliegen nur so dahin. Ellen war mir sympathisch, ich habe sie ebenso wie Martina und die anderen Protagonisten schnell ins Herz geschlossen. Mit Buchhändler Ayk und Martinas Bruder Tim gibt es gleich zwei Männer, die Gefühle in Ellen wecken. Und der Weihnachtswunsch von Tims Tochter Merle hat nicht nur Ellens Herz berührt, sondern auch meins…
„Friesenherz und Winterzauber“ ist ein schöner Wohlfühlroman. Mir hat das Buch entspannte Lesestunden geschenkt und ich empfehle es gern weiter.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Ein Liebesroman mit Überraschungen

Liebe und andere Hobbys
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Orthopäde Andi hat kein Glück bei den Frauen. Als mal wieder ein Date schief geht, gibt sein Kollege Klaus ihm den Rat über Freizeitaktivitäten eine passende Frau kennen zu lernen. Zuerst ist Andy überfordert ...

Orthopäde Andi hat kein Glück bei den Frauen. Als mal wieder ein Date schief geht, gibt sein Kollege Klaus ihm den Rat über Freizeitaktivitäten eine passende Frau kennen zu lernen. Zuerst ist Andy überfordert von der Vielzahl an Freizeitangeboten , doch er zögert nicht lang und antwortet auf Anzeigen. So findet er Jenny zum gemeinsamen Joggen, Leandra, die einen Partner für eine Südamerika-Reise sucht und eine buntgemischte Frauengruppe im Malkurs… Die folgenden Wochen halten für Andy jede Menge neue Erfahrungen bereit. Schon der Kauf der nötigen Materialien für Sport und Kunst zeigen ihm wie wenig Ahnung er hat. Joggen, Mountainbiken, eine Hüttenwanderung in den Alpen und ein Survivaltraining in der Eifel zeigen Andy sehr schnell seine Grenzen auf. Dabei hatte er sich für sportlich gehalten… Frauen lernt er zwar kennen, aber welche ist die Richtige? Jenny, mit der er sich wunderbar versteht, oder Leandra, die unerkannt bleibt und nur Nachrichten mit Aufgaben schickt… Und was ist mit Patientin Susanne, die immer wieder auftaucht und sehr unterschiedliche Gefühle weckt?

„Liebe und andere Hobbys“ ist ein etwas anderer Liebesroman, der mich mit widersprüchlichen Gefühlen zurücklässt. Die Geschichte hat mich zum Lachen und zum Weinen gebracht, war mir teilweise to much und hat mich dennoch gefesselt. Die Protagonisten, die Autor Gerd Schäfer zum Leben erweckt, passen in keine Schublade. Die Handlung überrascht immer wieder aufs Neue und die anfangs lustige Geschichte nimmt eine dramatische Wende. Held Andy kämpft sich durch Herausforderungen, muss über sich hinaus wachsen und manchen Muskelkater überstehen. Er erlebt Freundschaft und Liebe, muss Abschied nehmen… Ich habe ihn gern auf seinen Abenteuern begleitet. Jenny habe ich sofort ins Herz geschlossen und so habe ich zwischendrin auch Taschentücher gebraucht… Susanne und ihr wechselhaftes Verhalten blieb mir fremd…
Das Buch lässt sich gut lesen, überrascht immer wieder mit verrückten Situationen, weckt Emotionen. Von mir gibt es dafür 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 28.07.2025

Unterhaltsamer Roman

Eine unmögliche Braut
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St. Louis, 1849: Finola Shanahan ist eine junge Frau aus „guten Hause“, deren Herz für die Bedürftigen schlägt. Am liebsten würde Finola ins Kloster eintreten, um sich ganz dieser Aufgabe widmen zu können. ...

St. Louis, 1849: Finola Shanahan ist eine junge Frau aus „guten Hause“, deren Herz für die Bedürftigen schlägt. Am liebsten würde Finola ins Kloster eintreten, um sich ganz dieser Aufgabe widmen zu können. Doch ihre Familie möchte, dass sie heiratet und bittet einen Heiratsvermittler um Hilfe. Der junge Bellamy McKenna soll diese Aufgabe über nehmen und er präsentiert auch recht schnell einen geeigneten Kandidaten. Riley Rafferty gehört zwar nicht zur selben Gesellschaftsschicht wie Finola, doch der junge Mann besitzt neben Tatkraft und Mut auch einen Dickschädel, der dem von Finola ebenbürtig ist. Beim Kennenlernen entdecken Riley und Finola manche Gemeinsamkeit, doch kann er ihr Herz gewinnen?

Ich mag die Romane von Jody Hedlund und habe mich sehr gefreut, dass auch in diesem Sommer ein neues Buch von ihr gibt. Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut, es verspricht eine romantische Geschichte. Der Roman lässt sich gut lesen. Er beginnt spannend, so dass ich schnell mittendrin war in der Geschichte. Finola und Riley sind interessante, sympathische Charaktere. Sie hat eigentlich einen genauen Plan für ihr Leben und setzt alles daran um ihn umzusetzen. Doch Riley bringt sie durcheinander und so geht es immer hin und her zwischen „ich liebe ihn“ und „ich möchte ins Kloster eintreten“. Er ist ein Superheld, immer zur Stelle, wenn jemand gerettet werden muss. Finola verzaubert ihn und er tut alles um ihre Liebe zu gewinnen, aber sie soll ihm von ganzen Herzen ihr Ja geben… Und so geht es hin und her und immer mal wieder ist das Eingreifen von Bellamy gefragt…

„Eine unmögliche Braut“ hat mich gut unterhalten und mich zum Lachen gebracht, konnte mich aber nicht ganz überzeugen. Ich vermisste den Tiefgang, der sonst in Jody Hedlunds Romanen zu finden ist. Themen wie Schuld und Vergangenheitsbewältigung wurden nur am Rande erwähnt, auch der christliche Glaube spielt kaum eine Rolle. Dennoch ist es ein unterhaltsamer, kurzweiliger Roman, den ich gern gelesen habe.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Tiefgehende Erzählung über eine besondere Reise

Bin am Meer
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Daniel möchte einfach nur eine kurze Auszeit und endlich seine 1. Meerforelle angeln. Damit die Reise ein Erfolg wird, bucht er einen ortskundigen Guide. Doch Leif zeigt ihm nicht nur die besten Angelplätze, ...

Daniel möchte einfach nur eine kurze Auszeit und endlich seine 1. Meerforelle angeln. Damit die Reise ein Erfolg wird, bucht er einen ortskundigen Guide. Doch Leif zeigt ihm nicht nur die besten Angelplätze, sondern lehrt ihn sehr viel mehr über das Leben und die Jagd. So wird die Woche Auszeit auf einer Insel in der Ostsee zu einer ganz besonderen Reise.

Ich liebe es am Meer zu sein und so hat mich das Cover sofort angesprochen. Auch im Buch findet man immer wieder passende Schwarz-Weiß-Fotos vom Meer, die jeweils am Beginn der acht Kapitel zu finden sind. Die Erzählung lässt sich sehr gut lesen und ich habe Daniel und Leif gern an den Strand begleitet. In Daniel kann man sich gut wiederfinden, seine Gedanken und sein Verhalten sind typisch für viele Menschen in der heutigen Zeit. Leif ruht dagegen in sich selbst und lebt im Einklang mit der Natur. Sein Verhalten und seine Beispiele und Geschichten haben mich berührt und zum Nachdenken angeregt. Ich habe die Erzählung langsam, Kapitel für Kapitel gelesen und mit immer wieder die Zeit genommen über das Gelesene nach zu sinnen. Auch wenn das Buch vorrangig „Eine Erzählung für Männer“ sein soll, so habe ich als Leserin doch so manche Anregung für mein Leben gefunden und vieles klingt in mir nach. Gern empfehle ich das Buch weiter.

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Veröffentlicht am 05.07.2025

Wo ist Brigitte?

Ich verspreche, dich zu finden
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Moseltal, 1940: Der 13-jährige Dietmar und die 10-jährige Brigitte spielen Ritter und Prinzessin als sie aus der Ferne mitansehen müssen, dass ihre Eltern von der Gestapo abgeholt werden. Gemeinsam fliehen ...

Moseltal, 1940: Der 13-jährige Dietmar und die 10-jährige Brigitte spielen Ritter und Prinzessin als sie aus der Ferne mitansehen müssen, dass ihre Eltern von der Gestapo abgeholt werden. Gemeinsam fliehen die Kinder über Belgien nach England, wo Dietmar eine Tante hat. Doch dann werden die Kinder kurz nach der Ankunft in England getrennt. Seitdem ist Dietmar auf der Suche nach Brigitte...
London, 2017: Eines Tages erhält die Journalistin Quenby Vaughn einen ungewöhnlichen Anruf von Lucas Hough. Der Anwalt eines reichen Amerikaners, bittet sie, für seinen Mandanten eine seit 75 Jahren vermisste Person zu finden. Quenby lässt sich nur zögernd darauf ein, denn eigentlich recherchiert sie gerade einen spannenden Spionagefall aus dem 2. Weltkrieg. Doch dann ergeben sich unerwartet Verbindungen zwischen Brigitte und dem Spionagefall und Quenby ist mittendrin in der Suche und findet auch Teile ihrer eigenen Vergangenheit.

„Ich verspreche, dich zu finden“ ist der 2. Roman von Melanie Dobson, den ich las und er gefiel mir gut. Die Erzählung ist von Beginn an spannend. Besonders die Geschichte von Brigitte und Dietmar hat mich gefesselt und ich habe mit den Kindern gehofft, dass die Flucht gelingt. Was Brigitte danach durchlebt ist schon beim Lesen schwer zu ertragen und ich habe mitgelitten. Dietmars Geschichte kommt daneben fast zu kurz. Mit Quenby musste ich erst „warm“ werden. Im Laufe des Romans konnte ich mich aber immer besser in die hinein versetzen. Lucas war mir recht sympathisch. Er und Quenby wurden mit der Zeit ein sehr gutes Team.
Die Geschichte wird abwechselnd in zwei Zeitsträngen erzählt und wie bei einem Puzzle fügen sich die Teile erst nach und nach aneinander. So bleibt der Spannungsbogen hoch.
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen und die einzelnen Charaktere wirken sehr authentisch. Mir gefällt gut, dass den Protagonisten ihr Glauben an Gott wichtig ist und sie daraus Kraft schöpfen.
Ich habe „Ich verspreche, dich zu finden“ sehr gern gelesen und kann den Roman weiterempfehlen.

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