Nanny Caitlin
Eine falsche Lüge – Wird es ihre letzte sein?Caitlin, die Nanny, heißt garnicht Caitlin, sondern Sloane. Krankenschwester ist sie übrigens auch nicht. Sloane war als Kind nicht so beliebt und sie hat gemerkt, wenn sie ein wenig flunkert, mehr zu ...
Caitlin, die Nanny, heißt garnicht Caitlin, sondern Sloane. Krankenschwester ist sie übrigens auch nicht. Sloane war als Kind nicht so beliebt und sie hat gemerkt, wenn sie ein wenig flunkert, mehr zu sein scheint als sie ist. Als sie der knapp fünfjährigen Harper helfen kann, wirkt es so als würde sich ihre Welt zum Guten ändern. Jay, der Vater der Kleinen ist dankbar. Kurz darauf lernt die vermeintliche Krankenschwester auch Violet des Kindes kennen. Bald macht Violet das Angebot, dass Caitlin als Harpers Nanny anfangen kann. Caitlin ist begeistert. Besonders auch, da sie Jay sehr sympathisch findet.
Wer erzählt hier was und warum? Hauptsächlich Sloane/Caitlin, Violet und Jay bilden eine Art Dreieck. Sloane mit ihrer nicht ganz glücklichen Vergangenheit, die sie geprägt hat und die auch zu Schwierigkeiten geführt hat, wenn sie erwischt wurde. Violet und Jay, das reiche, glücklich wirkende Paar, dessen heile Welt doch Risse zu haben scheint. Die kleine Harper, ein liebenswertes Kind, dessen Zukunft gesichert werden muss. Zunächst hat Sloane das Gefühl, es ist Fügung und es könnte kaum besser laufen. Doch langsam beginnt sie sich zu fragen, wie glücklich Jay und Violet wirklich sind. Eine Chance für sie oder ein Hinweis auf die nächsten Schwierigkeiten, in die sie sich selbst bringt.
In diesem Spannungsroman wird tatsächlich viel gelogen. Und der Leser und die Leserinnen wissen davon. Sloane beginnt ihre Geschichte zu erzählen und sie gibt auch zu, dass sie lügt. Manchmal rutscht es ihr einfach so raus und ihre dann doch wieder ehrliche Art den Lesenden gegenüber, macht sie sympathisch. Nach und nach erklärt sie das wieso und weshalb, macht ihr Handeln nachvollziehbar. Ob man die Hoffnungen, die sie sich Jay gegenüber macht, gut findet, ist so eine Sache. Im weiteren Verlauf stellt man überrascht fest, dass immer mehr Lügen auftauchen, die ein ganz anderes Bild ergeben. Dadurch werden die eigenen Gedankenspiele angeregt, man ist neugierig wo die Reise hingehen wird. Langsam fügt sich einiges, aber nicht so wie man gedacht hat. Das macht diesen Roman sehr fesselnd und auch unvorhersehbar.