Ein außergewöhnlicher Hexensabbat
Ich gab dir Augen, und du blicktest in die FinsternisEin außergewöhnlicher Hexensabbat
Es gibt zu diesem Buch so viel zu sagen und doch fehlen mir die Worte. Mich haben das Cover und der Klappentext sehr angesprochen. Ich bin von einem Roman ausgegangen, ...
Ein außergewöhnlicher Hexensabbat
Es gibt zu diesem Buch so viel zu sagen und doch fehlen mir die Worte. Mich haben das Cover und der Klappentext sehr angesprochen. Ich bin von einem Roman ausgegangen, der eine Geschichte rund um Hexen, deren Leben und Märchen rund um sie. Doch das war es nicht wirklich. Zumindest nicht so, wie gedacht.
Ja, wir begleiten einen Hexensabbat. Allerdings auf eine sehr wilde Art. Inklusive vieler Rückblicke und Lebensgeschichten. Denn am Todestag der uralten Bernadeta versammeln sich alle Frauen - lebendig oder tot -, die jemals in diesem Haus gelebt haben, zu einem wilden Totentanz.
Die Autorin benutzt katalanische Märchen, Mythen, Erzählungen aus dem Bürgerkrieg und andere Überlieferung, um das Buch mit Leben zu füllen. Doch war es für mich schon fast ein bisschen zu viel davon. Ich musste manche Seiten öfter lesen, um zu wissen, um was es geht. Manchmal dachte ich auch, etwas überlesen zu haben, da ich nicht wusste, an welcher Stelle wir uns gerade befinden. Und das hat es für mich leider zu keinem guten Leseerlebnis gemacht.
Die Sätze sind oft kurz, fast schon Aufzählungen. Zwischen dem jetzt gibt es immer wieder Rückblicke. Rückblicke zu Frauen, die hier in diesem Haus gelebt haben.
Die Handlung spielt sich innerhalb eines einzigen Tages ab, doch spannt sie sich eigentlich über einige Jahrhunderte. Denn das Buch ist in sechs Kapitel von “Morgen” bis “Nacht” gegliedert. Doch in diesen geht es oft um viele Jahre und Generationen zurück.
Das Buch findet sicher seine Liebhaber, für mich war es jedoch leider nichts. Was wirklich schade ist, denn ich hatte mir viel davon versprochen.
ISBN: 978-3103976038
Autor: Irene Sola
Verlag: Fischer
Veröffentlicht. 27.08.25
Umfang: 256 Seiten