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Veröffentlicht am 07.09.2025

Toll gestaltete Graphic Novel

Kiss Me Once: Die Graphic Novel (Kiss the Bodygard, 1)
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Ich mag die äußere Gestaltung des Buches richtig gerne. Es gefällt mir wirklich gut, dass es eine große Ähnlichkeit zu dem ursprünglichen Buch gibt, aber durch die Abbildung von Ivy und Ryan auf dem Cover ...

Ich mag die äußere Gestaltung des Buches richtig gerne. Es gefällt mir wirklich gut, dass es eine große Ähnlichkeit zu dem ursprünglichen Buch gibt, aber durch die Abbildung von Ivy und Ryan auf dem Cover wird direkt deutlich, dass es sich hierbei um die Graphic Novel handelt.

Die Geschichte gefiel mir direkt gut: Ivy will auf der Universität of Florida endlich das Leben einer normalen Studentin führen, ohne dass ihre Kommilitonen wissen, wie viel Geld sie hat oder wer ihr Vater ist. Gleich nach ihrer Ankunft lernt sie Ryan kennen, der sie mit seinen frechen Art und seinen beeindruckenden Tattoos direkt aus der Bahn wirft. Schnell kommen sie sich näher, doch dann erkennt Ivy, dass es sich bei Ryan keineswegs um einen normalen Studenten handelt, sondern um ihren Bodyguard, der sie im Auftrag ihres Vaters im Auge behalten soll. Genervt versucht Ivy soweit wie möglich Abstand von Ryan zu halten, doch das ist schwierig, wenn er auf sie aufpassen soll und sie dummerweise immer noch diese Anziehung fühlt.

Ich habe das Buch von Stella Tack schon seit Ewigkeiten in meinem Regal stehen und habe es dennoch nie gelesen. Umso mehr habe ich mich über die Graphic Novel gefreut, weil ich die Geschichte so auf eine andere Art erleben zu können. Ich mochte die graphische Gestaltung wirklich gerne, weil mir zum einen die Darstellung der Charaktere wirklich gefiel und ich zum anderen die Farben in Schwarz, Weiß und Pink extrem passend fand. Mein einziges Problem war, dass manche Bilder und vor allem die Gedanken von Ryan und Ivy wirklich extrem klein waren und ich mich oft echt anstrengen musste, um alles lesen zu können. Zumal ich die Reihenfolge der Panels nicht immer logisch fand und manchmal eine Seite dann nochmal in der richtigen Reihenfolge lesen musste. Dennoch passte die fast schon chaotischen Bilder mit vielen Infos perfekt zu Ivys leicht verpeilten Art.

Die Story mochte ich ebenfalls recht gerne, was vor allem an Ivy und Ryan selbst lag. Man merkt ihre Verbindung direkt, vor allem als sie noch nicht wissen, wer der jeweils andere ist. Ich mochte Ivys Wille, sich endlich alleine und ohne das Geld ihres Dads zu behaupten, auch wenn er es leider nicht zulässt. Aber wahrscheinlich ist das sogar nachvollziehbar, schließlich gibt es eine tatsächliche Gefahr, dass sie wegen des Geldes und ihres Namens entführt wird. Auch Ryan habe ich direkt ins Herz geschlossen. Er ist einfach ein guter Kerl, der sich für die Menschen einsetzt, die ihm etwas bedeuten, in dem Fall vor allem Ivy. Sie passen einfach gut zusammen und ich mochte, dass sie einander immer wieder herausfordern, sich aber auch dabei unterstützen, sie selbst zu sein. Allerdings hatte ich manchmal ein wenig das Gefühl, dass mir Einzelheiten der Geschichte fehlen, als ich die Geschichte gelesen habe, aber das ist vermutlich nachvollziehbar, schließlich ist es schwierig, eine recht lange Geschichte in wenigen Bildern und Worten wiederzugeben.

Alles in allem mochte ich die Graphic Novel wirklich gerne. Ich habe sie an einem Tag durchgelesen und mochte die Charaktere wirklich gerne, allerdings hatte ich manchmal das Gefühle, die Geschichte nicht in seiner Gänze erfassen zu können, weil mir ein paar Einzelheiten fehlten, wahrscheinlich werde ich das Buch noch einmal komplett lesen, damit ich auch die ganze Geschichte von Ivy und Ryan erleben kann.

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Fantastische Geschichte mit wichtiger Thematik

Secret Forest Academy. Avas Bestimmung
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Das Cover des Buches gefällt mir wirklich gut. Mir gefällt die Darstellung von Ava und Urs in einem Wald, weil sie direkt ein gutes Gefühl für die Stimmung des Buches vermittelt.

Die Story fand ich direkt ...

Das Cover des Buches gefällt mir wirklich gut. Mir gefällt die Darstellung von Ava und Urs in einem Wald, weil sie direkt ein gutes Gefühl für die Stimmung des Buches vermittelt.

Die Story fand ich direkt spannend: Seit dem Brand ihres Zuhauses und dem Verschwinden ihrer Eltern wacht Ava jede Nacht im Wald auf und kann sich nicht erklären, wie sie dorthin gekommen ist. Eines Tages taucht ein unheimlicher Fremder auf, der ihr verspricht, sie zu ihren Eltern bringen zu können, doch als sie zögert, greift er sie an. Zum Glück bekommt sie unerwartete Hilfe von einem sprechenden Bären. Urs kennt Avas Eltern noch von früher und soll sie in eine geheime Akademie bringen, die ihr alle ihre Fragen beantworten kann. In der Secret Forest Academy trifft sie auf magische Wesen, tolle Mitschüler und lernt alles über die Welt, in die sie hineingeworfen wurde. Doch dann bemerkt sie, dass ihre Mitschüler etwas vor ihr verbergen und dass die Akademie vielleicht doch nicht so sicher ist, wie Ava gedacht hat.

Ich fand die Idee der Geschichte wirklich spannend und wollte wissen, wie das Akademie-Setting gestaltet war, komplett überzeugen konnte mich die Story aber leider nicht. Das liegt auch ein bisschen am Schreibstil. Ich musste mich erst daran gewöhnen, dass er manchmal ein bisschen holprig war, sodass ich ein wenig gebraucht habe, um in die Geschichte zu finden. Als ich mich aber erst einmal daran gewöhnt hatte, konnte ich das Buch dennoch recht schnell durchlesen.

Bei der Story bin ich ebenfalls etwas zwiegespalten, einerseits mochte ich das Akademie-Setting richtig gerne, andererseits hatte ich manchmal ein wenig Probleme, die Regeln der Welt richtig zu verstehen. Ich fand nicht alle Dinge immer ganz logisch und habe mich vor allem immer wieder gefragt, warum die Erwachsenen in der Schule nicht mehr tun, um herauszufinden, was mit Avas Eltern passiert ist und dass Ava es scheinbar nach einer Zeit auch fast ein bisschen verdrängt. Auch die Rolle der Putoren, die versuchen, für ihren Meister etwas über Avas Eltern herauszufinden, habe ich nicht immer so ganz verstanden. Mir fehlte allgemein so ein bisschen der Überblick über die Regeln, die in der Welt herrschen und die auch Ava erst nach und nach erklärt werden. Allerdings kann es bei diesem Buch sehr gut sein, dass ich deutlich mehr hinterfrage, als das die Leser, die eigentlich zur Zielgruppe gehören, tun würden. Was mir allerdings unglaublich gut gefällt, ist, dass man wirklich viel über verschiedene Pflanzen und Tiere erfährt. Diese Informationen spielen für die Geschichte eine große Rolle und werden dennoch nebenbei vermittelt. Dadurch wird den Lesern direkt ein Verständnis für die Wichtigkeit des Umweltschutzes vermittelt, ohne dies in einer belehrenden Art zu tun.

Die Charaktere mochte ich ebenfalls zumeist recht gerne, auch wenn ich bis auf Ava nicht bei allen das Gefühl hatte, sie richtig kennenlernen zu können, dafür bleibt einfach zu wenig Zeit, weil auf den recht wenigen Seiten doch sehr viel passiert. Mir gefiel aber, dass die Kinder an der Akademie aus verschiedenen Ländern kamen und man dadurch ein bisschen was darüber erfährt.

Alles in allem mochte ich das Buch vor allem deswegen gerne, weil man viel über Naturdiversität in verschiedenen Ländern erfährt, auch weil man ein tolles Glossar zum Ende hat, in dem man noch einmal verschiedenes nachlesen zu können. Allerdings endet die Geschichte wirklich sehr offen, was ich bei Kinder- und Jugendromanen mit mehreren Teilen immer etwas schwierig finde, da hätte ich es besser gefunden, die Story früher enden zu lassen, damit man nicht einfach an der spannendsten Stelle hängen gelassen wird.

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Unterhaltsame Sommer-Romance mit kleineren Schwächen

Problematic Summer Romance – Die hitzige Unzulässigkeit der Liebe
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Die Gestaltung des Buches gefällt mir richtig gut. Ich mag die leuchtenden Farben, die Darstellung der Protagonisten, die Raum für eigene Vorstellungen lässt und die Sommer-Bucket-List, die gleichzeitig ...

Die Gestaltung des Buches gefällt mir richtig gut. Ich mag die leuchtenden Farben, die Darstellung der Protagonisten, die Raum für eigene Vorstellungen lässt und die Sommer-Bucket-List, die gleichzeitig der Titel des Romans ist, ergänzen einander perfekt und sorgen für ein stimmiges Cover.

Die Story klang zunächst einmal sehr reizvoll: Maya Kilgore ist 23 Jahre alt und versucht, sich noch in ihrem Leben einzufinden. Bei einem ist sie sich aber sicher ist: Sie will Connor Harkness. Der versucht aber alles, um Maya nicht an sich heranzulassen, schließlich ist er 15 Jahre älter als sie, erfolgreicher Biotech-Unternehmer und der beste Freund ihres älteren Bruders. Als dieser sich nun entscheidet, im sizilianischen Taormina zu heiraten, treffen die beiden unweigerlich aufeinander und Connor fällt es zunehmend schwer, den Abstand zu wahren. Dabei ist ihm klar, dass eine Sommerromanze zwischen ihnen schon aufgrund des offensichtlichen Machtgefälles zwischen ihnen nur zu Problemen führen wird. Doch in der romantischen Atmosphäre der Villa am ionischen Meer scheint plötzlich alles möglich, bis Ereignisse die Hochzeit zu überschatten drohen und Maya feststellt, dass Connor etwas vor ihr verbirgt.

Ich wollte dieses Buch unbedingt lieben, schon alleine weil ich es mag, wie Ali Hazelwood Geschichten erzählt, aber komplett überzeugen konnte es mich leider nicht. Das liegt allerdings nicht am Schreibstil. Dieser ist gewohnt leicht, fließend und vor allem unglaublich unterhaltsam. Ich musste immer wieder laut lachen über komplett absurde Situationen oder Verhaltensweisen der Personen und als ich erst einmal in der Geschichte drin war, bin ich auch nur so durch die Seiten geflogen.

Aber an diesen Punkt musste ich erst einmal kommen, weil es mir die Charaktere ein bisschen schwer gemacht haben. Dabei mochte ich sowohl Maya als auch Connor eigentlich richtig gerne und konnte auch verstehen, warum er solche Probleme damit hatte, sich einzugestehen, dass er etwas für Maya empfindet. Aber zu Beginn der Geschichte gab es mir mich persönlich einfach viel zu viele verschiedene Personen, bei denen ich erst einmal verstehen musste, wer wer ist und welche Beziehungen sie zueinander haben, weil diese nicht immer direkt klar sind. Ich habe erstaunlich lange gebraucht, um damit klarzukommen, weil ich bei einigen der Charaktere Potenzial gesehen habe, sie dann aber kaum eine Rolle gespielt habe. Das fand ich ziemlich schade, weil ich das Gefühl hatte, dass einige sehr blass blieben und mir dadurch auch ein bisschen die Bindung zu den beiden Protagonisten schwerfiel. Dennoch gefiel mir, dass Maya, auch durch ihre Vergangenheit und den frühen Tod ihrer Eltern, deutlich älter wirkte als Anfang 20. Viele der Freunde ihres Bruders sehen sie immer noch als dessen deutlich jüngere Schwester, aber ich mochte, wie sie immer wieder beweist, dass sie schon lange mehr als das ist. Deswegen hatte ich auch ein bisschen meine Probleme damit, dass Connor ihr Alter immer wieder als Grund dafür anführt, dass es überhaupt nicht in Frage kommt, dass sie einander näher kommen. Zu Beginn habe ich das sogar noch verstehen können, aber je mehr man darüber erfährt, wie sie sich in den letzten Jahren näher gekommen sind, desto weniger konnte ich seine Bedenken verstehen und wusste, warum es Maya so schwer fiel, ihn aufzugeben. Obwohl ich mochte, dass sich die Beziehung zwischen ihnen vergleichsweise langsam entwickelt (zumindest wenn man die letzten Jahre mit einbezieht), fehlte mir doch manchmal die Tiefe. Es werden Probleme angesprochen, die später keine oder nur noch eine minimale Rolle spielen, gleichzeitig aber auch nicht richtig aufgearbeitet werden.

Alles in allem mochte ich den Schreibstil des Buches unglaublich gerne und bin ab einem gewissen Punkt nur so durch die Geschichte geflogen. Auch den Ansatz der Geschichte, die Diskussion über mögliche problematische Beziehungen und Machtverhältnisse fand ich gelungen, aber leider haben die Personen nicht die benötigte Tiefe, die dieses Buch gebraucht hätte. Ich mochte Maya und Connor, hatte aber bei ihnen nicht immer das Gefühl, sie wirklich zu kennen, was ich noch extremer bei den Freunden und der Familie der beiden gemerkt habe, was dafür gesorgt hat, dass ich zum Ende hin ein bisschen genervt war.

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Spannende Thematik, der es leider an Tiefe fehlt

Hello Baby
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Ich bin mir sehr unsicher, was ich von dem Cover des Buches halten soll. Es passt natürlich hervorragend zu der Geschichte, allerdings ist der Embryo in den übertriebenen, künstlichen Farben, der eher ...

Ich bin mir sehr unsicher, was ich von dem Cover des Buches halten soll. Es passt natürlich hervorragend zu der Geschichte, allerdings ist der Embryo in den übertriebenen, künstlichen Farben, der eher Ähnlichkeit mit einem Ballon hat, auch ein bisschen unheimlich. Ich kann aber dennoch verstehen, warum man ein solches Cover gewählt hat und wahrscheinlich hätte ich es in der Buchhandlung schon aus Neugier in die Hand genommen.

Die Story fand ich ebenfalls vielversprechend: Munjeong und fünf andere Frauen lernen sich kennen, weil sie alle den gleichen Wunsch haben: Ein Baby. Doch bei allen sechs gibt es Probleme, auf natürlichem Weg schwanger zu werden, sodass sie sich in der berühmten Angel Klinik zur künstlichen Befruchtung anmelden. Um sich gegenseitig zu unterstützen, gründet Munjeong eine Gruppe, in der sich die Frauen austauschen und bei Misserfolgen auffangen können. Doch dann berichtet ausgerechnet Jeonghyo, die älteste Frau der Gruppe, die sich ein Jahr gar nicht mehr gemeldet hat, dass sie ein Kind zur Welt gebracht hat. Die anderen Frauen freuen sich für sie, aber als sie mehr erfahren, werden sie stutzig.
Ich habe schon ein paar feministische, koreanische Bücher gelesen und sie haben mich jedes Mal aufs Neue mit ihren Aussagen, das ist bei diesem Buch leider nur mit Abstrichen der Fall. Das liegt zum Teil auch an dem Schreibstil. Dieser war nicht schlecht und hat mich durch seine ruhige, unaufgeregte Art zu Beginn in das Buch gezogen, aber obwohl es gar nicht so viele Seiten hatte, hat es sich manchmal ein wenig gezogen und wiederholt.

Dabei mochte ich eigentlich die Art, wie die Geschichte oder vielmehr die verschiedenen Geschichten erzählt werden. Jede Frau kann, nachdem sie erfahren hat, dass Jeonghyo ein Kind bekommen hat, ihre eigene Geschichte zu erzählen. Ich mochte, dass nicht über sie berichtet wird, sondern man sie durch die verschiedenen Perspektiven auch kennenlernen kann. Allerdings hatte ich das Problem, dass ich sie nicht immer unterscheiden konnte, weil sich die Geschichten so sehr ähneln. Natürlich unterscheiden sie sich in Beruf oder auch in der Beziehung zu ihren Partnern, aber fast alle der Frauen sind recht erfolgreich in ihrem Job, sind seit Jahren (mit einem Mann) verheiratet und haben zumindest eine angespannte Beziehung zu der Schwiegerfamilie. Ich fand das nicht schlimm, aber die Perspektiven haben sich dadurch nicht immer sehr unterschieden. Die einzige Ausnahme ist Sora, die eine der jüngsten in der Gruppe ist und sich ihre Eizellen einfrieren lässt, weil sie momentan keine festen Partner hat, aber später die Chance auf Kinder haben möchte. Ich kann verstehen, dass das so gemacht wird, um die durchschnittliche koreanische Familie zu zeigen, die sich in den letzten Jahren verändert hat, weil Frauen ihre Karriere zunehmend wichtiger wird und sie weniger Kinder bekommen. Allerdings hatte ich manchmal das Gefühl eine Geschichte mehrfach zu lesen, weil sich ihre Leben zwar in Kleinigkeiten unterscheiden, aber nicht so sehr, dass jede einzelne Geschichte gebraucht hätte. Es wäre vielleicht gut gewesen, wenn sie sich an manchen Stellen mehr unterschieden hätte, auch um eine größere Vielfalt in der koreanischen Gesellschaft aufzuzeigen, allerdings bin ich hier nicht informiert genug, um zu sagen, wie realistisch beispielsweise ein homosexuelles Paar mit Kinderwunsch in einer so prominenten Kinderwunschklinik gewesen wäre.

Alles in allem habe ich das Buch zwar in kürzester Zeit durchgelesen, aber so richtig begeistern konnte es mich leider trotzdem nicht. Das liegt vor allem daran, dass die Geschichten der Frauen sich so gleichen. Ich verstehe, dass genau das die Aussage des Buches sein soll, dass eben die ganz ‚normalen‘ Menschen Probleme damit haben, Kinder zu bekommen, aber ich hätte ein bisschen Vielfalt der Aussage tatsächlich sogar zuträglich gefunden. Deswegen hatte ich ein bisschen Probleme, mich so richtig für die Geschichte zu begeistern, zumal das Ende ab einem gewissen sehr absehbar war.

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Veröffentlicht am 10.05.2025

Würdiger Abschluss der Reihe

Eternal Ending
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Die Gestaltung des Buches gefällt mir ausgesprochen gut. Ich mag, dass alle Bücher der Reihe unmissverständlich zusammengehören und die Darstellung gleichzeitig auch immer zu den jeweiligen Geschichten ...

Die Gestaltung des Buches gefällt mir ausgesprochen gut. Ich mag, dass alle Bücher der Reihe unmissverständlich zusammengehören und die Darstellung gleichzeitig auch immer zu den jeweiligen Geschichten passen. Außerdem sieht es einfach hervorragend im Regal aus, besonders in Kombination mit den anderen Teilen der Reihe.

Auf diese Geschichte habe ich mich zudem spätestens seit dem Ende des zweiten Bandes gefreut: Keaton Evergreen möchte nichts lieber, als das Familie-Empire endlich hinter sich zu lassen, doch dann würde seine Geschwister alles verlieren für das sie so hart gearbeitet haben. Also sucht er nach einem Ausweg und scheint ihn gefunden zu haben, als er auf ein Geheimnis stößt, das ihn direkt zu Kenndrea Reading führt. Diese ist eines der angesagtesten It-Girls Großbritanniens, sodass er sie kurzerhand für eine Kampagne für das neueste Evergreen-Parfüm bucht. Während der Shootings erkennt er, dass sich hinter dem berühmten Model eine verletzliche, junge Frau versteckt, die ihm mit jedem Aufeinandertreffen mehr unter die Haut geht. Doch Keatons Plan könnte nicht nur seine eigene Familie für immer verändern, sondern auch Kennas und damit alles zerstören, was sich zwischen ihnen entwickelt hat.

Ich habe mich seit dem ersten Teil auf die Geschichte von Keaton gefreut, weil ich unbedingt wissen wollte, was hinter seiner abwesenden Maske steckt, die er oft noch nicht einmal seinen Geschwistern gegenüber ablegt. Zum Glück konnte mich seine Geschichte ebenso überzeugen wie die von Odell (mit Abstrichen) und Mari. Das liegt auch wieder einmal an dem tollen Schreibstil von Merit Niemeitz, die es jedes Mal wieder schafft, eine besondere Atmosphäre in ihren Büchern zu kreieren. Das liegt auch ihrer ruhigen Art, eine Geschichte zu erzählen, die sich Zeit nimmt, die Charaktere in den Mittelpunkt zu stellen und ihnen Raum für Entfaltung gibt. Obwohl es mir unglaublich gut gefällt, wie sie schreibt, führt es leider dazu, dass ich eine ganze Zeit gebraucht habe, um so richtig in die Geschichte zu finden. Es fehlte vor allem zu Beginn ein wenig der Sog, der dafür gesorgt hat, dass ich komplett in die Story eintauchen konnte.

Die Charaktere sorgen allerdings nach und nach dafür, dass man schließlich doch einen Punkt erreicht, an dem man unbedingt wissen will, wie es weitergeht und ob sie es schaffen, sich einander zu öffnen. Genau das ist nämlich das größte Problem von beiden, dass sie nie ganz sie selbst sein können. Bei Kenna liegt das vor allem daran, dass sie selbst nicht so richtig weiß, wer sie ist und vielleicht sogar ein bisschen Angst hat, es herauszufinden. Sie will auf keinen Fall, Konflikte mit ihrer Umwelt heraufbeschwören, sondern passt sich immer so an, dass sie auf keinen Fall negativ auffällt. Sie tat mir vor allem zu Beginn wirklich leid, weil es so anstrengend wirkt, für andere immer perfekt sein zu müssen und selbst innerhalb ihrer Familie nicht so richtig man selbst zu sein. Ich habe sie dennoch sehr schnell in mein Herz geschlossen, weil ich verstehen konnte, warum sie sich so verhält und sie vor allem, wenn sie die Mauer um sich herum dann doch ein wenig durchlässig werden lässt, eine unglaublich spannende Protagonistin ist. Bei Keaton fiel mir das nicht ganz so leicht, auch bei ihm konnte ich verstehen, warum er sich so verhält, aber ich heiße es trotzdem nicht gut, dass er nicht ehrlich zu Kenna ist. Er fordert sie immer wieder in seiner unverblümten Art dazu auf, ehrlich zu sich und zu anderen zu sein, während er das nicht ist, sodass es unvermeidlich ist, dass er sie damit am Ende verletzen wird. Das mitzuerleben fand ich manchmal etwas schwierig, auch wenn deutlich war, dass es ihm nicht gefällt, sie belügen zu müssen und es ihm wirklich wichtig ist, dass Kenna sich selbst findet.

Die Story und das Setting mochte ich ebenfalls. Ich habe mich sehr gefreut, Mari und Ben und Emmeline und Odell wiederzutreffen und zu sehen, dass sie sich sowohl als eigenständige Personen als auch als Paare weiterentwickelt haben. Zudem fand ich es super spannend, durch den Werbedreh Keaton und Kenna an zentrale Orte der Duftgeschichte begleiten zu können. Hier fehlte mir aber ein bisschen die Tiefe. Ich wäre gerne wirklich mit am Set gewesen, anstatt manche Orte erst im Nachhinein durch Erzählungen kennenzulernen, weil ich dadurch manchmal ein wenig das Gefühl hatte, etwas zu verpassen, selbst wenn dem nicht so ist.

Alles in allem mochte ich das Buch wirklich gerne, auch wenn es etwas gedauert hat, bis ich vollkommen in die Geschichte eintauchen konnte. Obwohl dieser Band einen tollen Abschluss der Reihe bildet, bin ich dennoch traurig ,dass die Reihe nun beendet ist, weil ich es wirklich genossen habe, in die Welt der Düfte einzutauchen.

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