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Veröffentlicht am 12.01.2026

Mitreißende Urban-Fantasy

Velvet Falls, but the Gods forgot to die (Velvet-Dilogie 1)
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Die Gestaltung des Buches ist wirklich gelungen. Nicht nur der Schutzumschlag und der Farbschnitt, sondern auch die Innengestaltung des Buches sind wirklich wunderschön. Ich mochte, wie perfekt jede Gestaltung ...

Die Gestaltung des Buches ist wirklich gelungen. Nicht nur der Schutzumschlag und der Farbschnitt, sondern auch die Innengestaltung des Buches sind wirklich wunderschön. Ich mochte, wie perfekt jede Gestaltung zum Inhalt passt, aber erst während des Lesens merkt, wie genau das der Fall ist.

Die Story hat mich ebenfalls direkt gereizt: Als die Magie und die Götter in die Welt zurückgekehrt ist, konnte sich Velvet nichts Besseres vorstellen, als an der Arkanen Akademie zu studieren. Doch es läuft nicht so wie erwartet und sie muss sich fortan als Dämonenreiterin durchschlagen. Doch als sie plötzlich von Visionen einer brennenden Stadt und sterbenden Göttern gequält wird, muss sie sich einem Mann zuwenden, der eigentlich Teil ihrer Vergangenheit sein sollte. Kashmere Sinclaire ist einer von sieben Göttersöhnen, deren Blut das einzige sein könnte, das die Götter vor einem sicheren Tod retten kann. Für Kash ist Velvet die Frau, die er nie wiedersehen wollte und für Velvet steht er für alles, was sie verloren hat. Doch die beiden müssen widerwillig zusammenarbeiten, wenn sie wollen, dass die Welt, die sie kennen, überlebt, doch setzt Velvet mehr aufs Spiel als nur ihr Herz.

Ich habe bisher noch kein Buch von Julia Dippel gelesen, nach diesem Buch werde ich das aber vermutlich noch nachholen. Das liegt auch an dem extrem mitreißenden Schreibstil. Ich habe nahezu keine Anlaufzeit gebraucht, um in die Geschichte einzutauchen. Das liegt auch daran, dass man direkt in die Geschichte geworfen wird ohne eine große Einleitung in die Welt. Bei vielen anderen Büchern hat das dazu geführt, dass ich erstmal verwirrt gewesen wäre, wie die Regeln der Welt gewesen wären. Aber in diesem Buch hat mich das erstaunlich wenig gestört, weil man dennoch relativ schnell einen guten Überblick darüber hat, wie die Welt funktioniert. Natürlich erfährt man im Laufe des Buches noch deutlich mehr darüber, wie die Regeln der Welt sind und zum Teil muss man seine anfänglichen Vorstellungen dann auch noch einmal anpassen. Diese Art des Schreibens hat für mich aber in diesem Buch hervorragend funktioniert und ich bin nur so durch die Seiten geflogen.

Das liegt auch daran, dass ich vor allem Velvet direkt ins Herz geschlossen habe. Sie ist wirklich taff, was schon auf den ersten Seiten deutlich wird. Ich fand es so bewundernswert, wie sie alleine mehrere Dämonen besiegen kann und sich dafür gefühlt nicht mal besonders anstrengen muss. Bei Kash habe ich länger gebraucht, weil er sehr lange eher kalt und abweisend war. Man hat deutlich gemerkt, wie sehr ihn Vel vor fünf Jahren verletzt hat und dass er auf keinen Fall darüber hinweg ist. Das hat ein bisschen dazu geführt, dass ich nie so richtig wusste, was er empfindet und wie er wirklich zu Velvet steht, auch wenn deutlich ist, dass sie ihm nicht egal ist. Als er sich dann aber endlich mehr öffnet, mochte ich ihn dann doch ziemlich gerne, aber das hat ein bisschen gedauert.

Die Story hat mich das ganze Buch über wirklich gefesselt, auch wenn es manchmal ein bisschen in den gleichen Mustern ablief. Das ist sehr nachvollziehbar, weil Velvet jedes Mal, wenn sie ihre Kräfte benutzt, danach ihren Hunger stillen muss und durch die verschiedenen Umstände nutzt sie ihre Kräfte immer wieder für bis zur Erschöpfung. Das hat mich nicht so sehr gestört, aber ab einem gewissen Zeitpunkt war es ein bisschen repetitiv. Gleichzeitig haben sich die Ereignisse zum Ende hin so sehr überschlagen, dass ich kaum hinterher gekommen bin. Es wäre gut gewesen, wenn das ein bisschen ausgeglichener gewesen wäre, weil ich so zum Schluss manchmal kurze Pausen beim Lesen machen musste und selbst dann nicht das Gefühl hatte, alles begreifen zu können, was gerade passiert.

Alles in allem habe ich das Buch wirklich genossen, weil es ein bisschen anders war als andere Bücher, die ich vorher gelesen habe. Ich mochte vor allem Velvet als Hauptperson unglaublich gerne, weil sie sich selbst verteidigen kann und auch mehr als einmal Kash rettet. Ich fand das Ende ein bisschen stressig und es ist so viel passiert, was ich erst einmal verarbeiten muss. Ich will aber unbedingt den nächsten Teil lesen, weil der Cliffhanger echt fies ist, vielleicht vertreibe ich mir die Zeit bis dahin mit einem anderen Buch von Julia Dippel, weil ich ihren Schreibstil wirklich mitreißend finde.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Toll gestaltete Graphic Novel

Warrior Cats - Die Prophezeiungen beginnen
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Ich mag das Cover richtig gerne, weil es an die ursprünglichen Büchern angelehnt ist, aber den Zeichenstil der Graphic Novel perfekt einfängt, sodass man den klaren Unterschied erkennen kann.

Die Story ...

Ich mag das Cover richtig gerne, weil es an die ursprünglichen Büchern angelehnt ist, aber den Zeichenstil der Graphic Novel perfekt einfängt, sodass man den klaren Unterschied erkennen kann.

Die Story ist ebenfalls wirklich spannend gestaltet: Die Hauskatze Sammy trifft im Wald vor dem Haus seiner Menschen auf den Donner-Clan, eine Gemeinschaft von Wildkatzen. Er entscheidet sich, sich ihnen anzuschließen und wird als Schüler angenommen. Fortan heißt er Feuerpfote und beginnt sich in der Gemeinschaft einzufügen. Fortan jagt er mit den anderen zusammen, verteidigt die Territorien des Clans und findet neue Freunde. Dann wird deutlich, dass den Wildkatzen Gefahr droht und ausgerechnet Feuerpfote ist derjenige, der die anderen retten kann.

Ich wollte die Warrior Cats-Reihe schon lange lesen und habe mich deswegen gefreut, sie als Graphic Novel lesen zu können. Ich mag den Zeichenstil auch wirklich gerne. Er ist eine wirklich gute Mischung aus ausdrucksstarken Zeichnungen und Erzählung. Ich hatte zwar nicht immer das Gefühl, alle Einzelheiten verstehen zu können, aber das ist bei recht umfangreichen Büchern, die vorher abseits einer Graphic Novel existiert haben, auch zumeist gar nicht möglich. Ich habe die drei Geschichten der ersten Staffel dennoch gerne gelesen.
Das liegt auch an den Charakteren. Vor allem Feuerpfote oder später Feuerherz mochte ich richtig gerne, weil er sich immer für seine Freunde einsetzt, aber dabei auch Fehler macht. Er wirkt dadurch einfach viel nahbarer und man kann viele seiner Handlungen wirklich gut verstehen. Größere Probleme hatte ich mit den Nebencharakteren. Dadurch, dass es bestimmte Regeln bei den Namen der Katzen gibt, haben sie zum Teil sehr ähnliche und haben dann auch noch ähnliche Farben oder Narben. Das hat mich beim Lesen immer wieder irritiert und ich musste darüber nachdenken, wer jetzt nochmal zu welchem Clan gehört und wie die Beziehungen der Katzen untereinander sind. Das ist vermutlich ebenso leichter nachzuvollziehen, wenn man die Geschichte liest, wie die verschiedenen Regeln, die in unterschiedlichen Clans herrschen. Diese habe ich nicht immer so ganz verstehen können, weil sie oft nur am Rande erwähnt, aber nicht genauer erklärt werden.

Alles in allem mochte ich die Gestaltung der Graphic Novel wirklich gerne und habe die erste Staffel wirklich schnell durchgelesen. Ich mag auch Feuerherz als Charakter ziemlich gerne, vielleicht werde ich die Bücher auch anschließend mal lesen, damit ich auch alle Regeln der Welt richtig verstehen kann.

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Toll gestaltete Graphic Novel

Kiss Me Once: Die Graphic Novel (Kiss the Bodygard, 1)
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Ich mag die äußere Gestaltung des Buches richtig gerne. Es gefällt mir wirklich gut, dass es eine große Ähnlichkeit zu dem ursprünglichen Buch gibt, aber durch die Abbildung von Ivy und Ryan auf dem Cover ...

Ich mag die äußere Gestaltung des Buches richtig gerne. Es gefällt mir wirklich gut, dass es eine große Ähnlichkeit zu dem ursprünglichen Buch gibt, aber durch die Abbildung von Ivy und Ryan auf dem Cover wird direkt deutlich, dass es sich hierbei um die Graphic Novel handelt.

Die Geschichte gefiel mir direkt gut: Ivy will auf der Universität of Florida endlich das Leben einer normalen Studentin führen, ohne dass ihre Kommilitonen wissen, wie viel Geld sie hat oder wer ihr Vater ist. Gleich nach ihrer Ankunft lernt sie Ryan kennen, der sie mit seinen frechen Art und seinen beeindruckenden Tattoos direkt aus der Bahn wirft. Schnell kommen sie sich näher, doch dann erkennt Ivy, dass es sich bei Ryan keineswegs um einen normalen Studenten handelt, sondern um ihren Bodyguard, der sie im Auftrag ihres Vaters im Auge behalten soll. Genervt versucht Ivy soweit wie möglich Abstand von Ryan zu halten, doch das ist schwierig, wenn er auf sie aufpassen soll und sie dummerweise immer noch diese Anziehung fühlt.

Ich habe das Buch von Stella Tack schon seit Ewigkeiten in meinem Regal stehen und habe es dennoch nie gelesen. Umso mehr habe ich mich über die Graphic Novel gefreut, weil ich die Geschichte so auf eine andere Art erleben zu können. Ich mochte die graphische Gestaltung wirklich gerne, weil mir zum einen die Darstellung der Charaktere wirklich gefiel und ich zum anderen die Farben in Schwarz, Weiß und Pink extrem passend fand. Mein einziges Problem war, dass manche Bilder und vor allem die Gedanken von Ryan und Ivy wirklich extrem klein waren und ich mich oft echt anstrengen musste, um alles lesen zu können. Zumal ich die Reihenfolge der Panels nicht immer logisch fand und manchmal eine Seite dann nochmal in der richtigen Reihenfolge lesen musste. Dennoch passte die fast schon chaotischen Bilder mit vielen Infos perfekt zu Ivys leicht verpeilten Art.

Die Story mochte ich ebenfalls recht gerne, was vor allem an Ivy und Ryan selbst lag. Man merkt ihre Verbindung direkt, vor allem als sie noch nicht wissen, wer der jeweils andere ist. Ich mochte Ivys Wille, sich endlich alleine und ohne das Geld ihres Dads zu behaupten, auch wenn er es leider nicht zulässt. Aber wahrscheinlich ist das sogar nachvollziehbar, schließlich gibt es eine tatsächliche Gefahr, dass sie wegen des Geldes und ihres Namens entführt wird. Auch Ryan habe ich direkt ins Herz geschlossen. Er ist einfach ein guter Kerl, der sich für die Menschen einsetzt, die ihm etwas bedeuten, in dem Fall vor allem Ivy. Sie passen einfach gut zusammen und ich mochte, dass sie einander immer wieder herausfordern, sich aber auch dabei unterstützen, sie selbst zu sein. Allerdings hatte ich manchmal ein wenig das Gefühl, dass mir Einzelheiten der Geschichte fehlen, als ich die Geschichte gelesen habe, aber das ist vermutlich nachvollziehbar, schließlich ist es schwierig, eine recht lange Geschichte in wenigen Bildern und Worten wiederzugeben.

Alles in allem mochte ich die Graphic Novel wirklich gerne. Ich habe sie an einem Tag durchgelesen und mochte die Charaktere wirklich gerne, allerdings hatte ich manchmal das Gefühle, die Geschichte nicht in seiner Gänze erfassen zu können, weil mir ein paar Einzelheiten fehlten, wahrscheinlich werde ich das Buch noch einmal komplett lesen, damit ich auch die ganze Geschichte von Ivy und Ryan erleben kann.

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Fantastische Geschichte mit wichtiger Thematik

Secret Forest Academy. Avas Bestimmung
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Das Cover des Buches gefällt mir wirklich gut. Mir gefällt die Darstellung von Ava und Urs in einem Wald, weil sie direkt ein gutes Gefühl für die Stimmung des Buches vermittelt.

Die Story fand ich direkt ...

Das Cover des Buches gefällt mir wirklich gut. Mir gefällt die Darstellung von Ava und Urs in einem Wald, weil sie direkt ein gutes Gefühl für die Stimmung des Buches vermittelt.

Die Story fand ich direkt spannend: Seit dem Brand ihres Zuhauses und dem Verschwinden ihrer Eltern wacht Ava jede Nacht im Wald auf und kann sich nicht erklären, wie sie dorthin gekommen ist. Eines Tages taucht ein unheimlicher Fremder auf, der ihr verspricht, sie zu ihren Eltern bringen zu können, doch als sie zögert, greift er sie an. Zum Glück bekommt sie unerwartete Hilfe von einem sprechenden Bären. Urs kennt Avas Eltern noch von früher und soll sie in eine geheime Akademie bringen, die ihr alle ihre Fragen beantworten kann. In der Secret Forest Academy trifft sie auf magische Wesen, tolle Mitschüler und lernt alles über die Welt, in die sie hineingeworfen wurde. Doch dann bemerkt sie, dass ihre Mitschüler etwas vor ihr verbergen und dass die Akademie vielleicht doch nicht so sicher ist, wie Ava gedacht hat.

Ich fand die Idee der Geschichte wirklich spannend und wollte wissen, wie das Akademie-Setting gestaltet war, komplett überzeugen konnte mich die Story aber leider nicht. Das liegt auch ein bisschen am Schreibstil. Ich musste mich erst daran gewöhnen, dass er manchmal ein bisschen holprig war, sodass ich ein wenig gebraucht habe, um in die Geschichte zu finden. Als ich mich aber erst einmal daran gewöhnt hatte, konnte ich das Buch dennoch recht schnell durchlesen.

Bei der Story bin ich ebenfalls etwas zwiegespalten, einerseits mochte ich das Akademie-Setting richtig gerne, andererseits hatte ich manchmal ein wenig Probleme, die Regeln der Welt richtig zu verstehen. Ich fand nicht alle Dinge immer ganz logisch und habe mich vor allem immer wieder gefragt, warum die Erwachsenen in der Schule nicht mehr tun, um herauszufinden, was mit Avas Eltern passiert ist und dass Ava es scheinbar nach einer Zeit auch fast ein bisschen verdrängt. Auch die Rolle der Putoren, die versuchen, für ihren Meister etwas über Avas Eltern herauszufinden, habe ich nicht immer so ganz verstanden. Mir fehlte allgemein so ein bisschen der Überblick über die Regeln, die in der Welt herrschen und die auch Ava erst nach und nach erklärt werden. Allerdings kann es bei diesem Buch sehr gut sein, dass ich deutlich mehr hinterfrage, als das die Leser, die eigentlich zur Zielgruppe gehören, tun würden. Was mir allerdings unglaublich gut gefällt, ist, dass man wirklich viel über verschiedene Pflanzen und Tiere erfährt. Diese Informationen spielen für die Geschichte eine große Rolle und werden dennoch nebenbei vermittelt. Dadurch wird den Lesern direkt ein Verständnis für die Wichtigkeit des Umweltschutzes vermittelt, ohne dies in einer belehrenden Art zu tun.

Die Charaktere mochte ich ebenfalls zumeist recht gerne, auch wenn ich bis auf Ava nicht bei allen das Gefühl hatte, sie richtig kennenlernen zu können, dafür bleibt einfach zu wenig Zeit, weil auf den recht wenigen Seiten doch sehr viel passiert. Mir gefiel aber, dass die Kinder an der Akademie aus verschiedenen Ländern kamen und man dadurch ein bisschen was darüber erfährt.

Alles in allem mochte ich das Buch vor allem deswegen gerne, weil man viel über Naturdiversität in verschiedenen Ländern erfährt, auch weil man ein tolles Glossar zum Ende hat, in dem man noch einmal verschiedenes nachlesen zu können. Allerdings endet die Geschichte wirklich sehr offen, was ich bei Kinder- und Jugendromanen mit mehreren Teilen immer etwas schwierig finde, da hätte ich es besser gefunden, die Story früher enden zu lassen, damit man nicht einfach an der spannendsten Stelle hängen gelassen wird.

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Unterhaltsame Sommer-Romance mit kleineren Schwächen

Problematic Summer Romance – Die hitzige Unzulässigkeit der Liebe
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Die Gestaltung des Buches gefällt mir richtig gut. Ich mag die leuchtenden Farben, die Darstellung der Protagonisten, die Raum für eigene Vorstellungen lässt und die Sommer-Bucket-List, die gleichzeitig ...

Die Gestaltung des Buches gefällt mir richtig gut. Ich mag die leuchtenden Farben, die Darstellung der Protagonisten, die Raum für eigene Vorstellungen lässt und die Sommer-Bucket-List, die gleichzeitig der Titel des Romans ist, ergänzen einander perfekt und sorgen für ein stimmiges Cover.

Die Story klang zunächst einmal sehr reizvoll: Maya Kilgore ist 23 Jahre alt und versucht, sich noch in ihrem Leben einzufinden. Bei einem ist sie sich aber sicher ist: Sie will Connor Harkness. Der versucht aber alles, um Maya nicht an sich heranzulassen, schließlich ist er 15 Jahre älter als sie, erfolgreicher Biotech-Unternehmer und der beste Freund ihres älteren Bruders. Als dieser sich nun entscheidet, im sizilianischen Taormina zu heiraten, treffen die beiden unweigerlich aufeinander und Connor fällt es zunehmend schwer, den Abstand zu wahren. Dabei ist ihm klar, dass eine Sommerromanze zwischen ihnen schon aufgrund des offensichtlichen Machtgefälles zwischen ihnen nur zu Problemen führen wird. Doch in der romantischen Atmosphäre der Villa am ionischen Meer scheint plötzlich alles möglich, bis Ereignisse die Hochzeit zu überschatten drohen und Maya feststellt, dass Connor etwas vor ihr verbirgt.

Ich wollte dieses Buch unbedingt lieben, schon alleine weil ich es mag, wie Ali Hazelwood Geschichten erzählt, aber komplett überzeugen konnte es mich leider nicht. Das liegt allerdings nicht am Schreibstil. Dieser ist gewohnt leicht, fließend und vor allem unglaublich unterhaltsam. Ich musste immer wieder laut lachen über komplett absurde Situationen oder Verhaltensweisen der Personen und als ich erst einmal in der Geschichte drin war, bin ich auch nur so durch die Seiten geflogen.

Aber an diesen Punkt musste ich erst einmal kommen, weil es mir die Charaktere ein bisschen schwer gemacht haben. Dabei mochte ich sowohl Maya als auch Connor eigentlich richtig gerne und konnte auch verstehen, warum er solche Probleme damit hatte, sich einzugestehen, dass er etwas für Maya empfindet. Aber zu Beginn der Geschichte gab es mir mich persönlich einfach viel zu viele verschiedene Personen, bei denen ich erst einmal verstehen musste, wer wer ist und welche Beziehungen sie zueinander haben, weil diese nicht immer direkt klar sind. Ich habe erstaunlich lange gebraucht, um damit klarzukommen, weil ich bei einigen der Charaktere Potenzial gesehen habe, sie dann aber kaum eine Rolle gespielt habe. Das fand ich ziemlich schade, weil ich das Gefühl hatte, dass einige sehr blass blieben und mir dadurch auch ein bisschen die Bindung zu den beiden Protagonisten schwerfiel. Dennoch gefiel mir, dass Maya, auch durch ihre Vergangenheit und den frühen Tod ihrer Eltern, deutlich älter wirkte als Anfang 20. Viele der Freunde ihres Bruders sehen sie immer noch als dessen deutlich jüngere Schwester, aber ich mochte, wie sie immer wieder beweist, dass sie schon lange mehr als das ist. Deswegen hatte ich auch ein bisschen meine Probleme damit, dass Connor ihr Alter immer wieder als Grund dafür anführt, dass es überhaupt nicht in Frage kommt, dass sie einander näher kommen. Zu Beginn habe ich das sogar noch verstehen können, aber je mehr man darüber erfährt, wie sie sich in den letzten Jahren näher gekommen sind, desto weniger konnte ich seine Bedenken verstehen und wusste, warum es Maya so schwer fiel, ihn aufzugeben. Obwohl ich mochte, dass sich die Beziehung zwischen ihnen vergleichsweise langsam entwickelt (zumindest wenn man die letzten Jahre mit einbezieht), fehlte mir doch manchmal die Tiefe. Es werden Probleme angesprochen, die später keine oder nur noch eine minimale Rolle spielen, gleichzeitig aber auch nicht richtig aufgearbeitet werden.

Alles in allem mochte ich den Schreibstil des Buches unglaublich gerne und bin ab einem gewissen Punkt nur so durch die Geschichte geflogen. Auch den Ansatz der Geschichte, die Diskussion über mögliche problematische Beziehungen und Machtverhältnisse fand ich gelungen, aber leider haben die Personen nicht die benötigte Tiefe, die dieses Buch gebraucht hätte. Ich mochte Maya und Connor, hatte aber bei ihnen nicht immer das Gefühl, sie wirklich zu kennen, was ich noch extremer bei den Freunden und der Familie der beiden gemerkt habe, was dafür gesorgt hat, dass ich zum Ende hin ein bisschen genervt war.

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