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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.07.2025

Tausch der Lebensweisen

Neuanfang in Notting Hill
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Nachdem Jess von ihrem Freund um ihr gesamtes Geld gebracht wurde, lebt sie bei ihrer besten Freundin. Nachdem deren Familie aber bald um ein Mitglied wächst, wird es Zeit wieder auf die Füße zu kommen. ...

Nachdem Jess von ihrem Freund um ihr gesamtes Geld gebracht wurde, lebt sie bei ihrer besten Freundin. Nachdem deren Familie aber bald um ein Mitglied wächst, wird es Zeit wieder auf die Füße zu kommen. In einer Zeitungsannonce sucht Joan, eine ältere Dame, nach einer Untermieterin, um der Einsamkeit ein wenig zu entfliehen.

Nach ihrem Einzug, starten Jess und Joan ein Experiment. Jess geht offline und Joan online. Durch dieses Experiment rücken die beiden enger zusammen und helfen sich gegenseitig durchs Leben. Und am Ende auch zu einem Neuanfang.

Ich mochte das Buch sehr gerne. Jess fällt es extrem schwer, ihr Handy nicht mehr nutzen zu können. Und merkt dann aber, dass es ihr gut tut. Und Joan kommt tatsächlich wieder mehr in der Welt an, aus der sie sich seit Jahren zurück gezogen hat. Die Perspektive wechselt immer zwischen den beiden hin und her, beide erzählen aus der Ich-Perspektive. Dadurch lernt man die jeweils andere auch noch einmal durch die Sicht der anderen kennen, was ich sehr spannend fand, da man hier deutlich merkt wie Innen- und Außenperspektive unterschiedlich ausfallen.

Die Geschichte lies sich schön lesen und auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Ich mochte auch die Nebenfiguren wie Debs und Edward gerne und auch die Crew im Kino, dass Jess leitet und versucht gegen dessen Verkauf zu kämpfen.

Ich kann das Buch empfehlen. Es ist eine schöne Lektüre mit sympathischen Charakteren und deren Lebensgeschichten.

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Veröffentlicht am 06.07.2025

toller zweiter Band

Die Spurenfinder und das Drachenzepter
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Ein neuer Fall für Elos von Bergen und seine Zwillinge Ada und Naru. Das königliche Drachenzepter von König Fredlaff ist kurz vor der Unabhängigkeitsfeier verschwunden. Elos gelingt es relativ schnell ...

Ein neuer Fall für Elos von Bergen und seine Zwillinge Ada und Naru. Das königliche Drachenzepter von König Fredlaff ist kurz vor der Unabhängigkeitsfeier verschwunden. Elos gelingt es relativ schnell das Verschwinden zu klären, doch es stellt sich heraus, dass mehr dahinter steckt. Elos Freund Silas steckt in mitten einer politischen Intrige fest, mit seiner Tochter als Geisel. Und so beginnt für Elos, seine Kinder, Silas und Minna Talheim ein Wettlauf gegen die Zeit.

In diesem zweiten Band über den Spurenfinder Elos von Bergen und seine Kinder wirken die drei schon wie ein eingespieltes Team. Ada und Naru tragen einiges zur Lösung des Falls bei und beide geraten wieder in heikle Situationen. Mir hat das richtig gut gefallen, wie Elos mit seinen Kindern umgeht.

Der Humor kommt wieder nicht zu kurz und schräge Charaktere lockern so manche Situation auf. Ich habe mich sehr amüsiert und zwischendrin ist es auch sehr spannend geworden, so daß man das Buch gar nicht aus der Hand legen wollte. Für mich war dieses Buch stimmiger als der erste Band, vermutlich einfach weil das Team aus Elos und den Zwillingen so gut harmoniert hat.

Ich mochte das buch sehr und würde mir wünschen, dass der Autor mit seinen Töchtern noch weitere Bücher mit diesen Charakteren schreibt. Stoff gibt es sicher genug, die politische Bedrohung ist ja nicht gebannt.

Von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 06.07.2025

kulinarisch

A Taste of Cornwall: Eine Prise Liebe
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Sophie Wilde ist Restaurantkritikerin und soll das neue Lokal des Modells Annabelle Scott bei der Eröffnung bewerten. Als sie erfährt, dass Annabelle Kontakt zu ihrem Vater hatte, der sie jahrelang ignoriert ...

Sophie Wilde ist Restaurantkritikerin und soll das neue Lokal des Modells Annabelle Scott bei der Eröffnung bewerten. Als sie erfährt, dass Annabelle Kontakt zu ihrem Vater hatte, der sie jahrelang ignoriert hat, reagiert sie über und schreibt einen Verriss, der es in sich hat. Als der Shitstorm überhand nimmt, wird Sophie von ihrem Chefredakteur gebeten abzutauchen. Und damit sie etwas zu tun hat ein Sterne-Restaurant in einem kleinen Dorf an der Küste in Cornwall aufzubauen. Schließlich hatte sie behauptet das zu können.

So landet Sophie mit ihrer etwas exzentrischen Mutter und ihrer Tochter in Cornwall, hoch motiviert etwas aus dem Smugglers‘ Inn zu machen, das bisher eher ein in die Jahre gekommenes Pub kurz vor der Pleite war. Doch ihre hohen Ansprüche kommen bei der Belegschaft, die sie mit übernehmen musste, nicht gut an.

Nachdem ich die Geschichten aus dem Bücherdorf richtig gerne gelesen habe, habe ich mich sehr gefreut, dass es wieder ein Buch von Katharina Herzog gibt. Diesmal sind wir in Cornwall, wo Sophie ein neues Leben anfangen muss. Die Landschaft dort ist toll beschrieben und ich hatte das Smugglers‘ Inn und den Strand direkt vor Augen. Die Belegschaft ist wild zusammengewürfelt aus Menschen, die es sonst schwer hätten einen Job zu finden. Und im Pachtvertrag steht auch, dass nichts verändert werden darf, weder das Pub noch die Belegschaft. Nicht gerade die beste Voraussetzung um aus einem Pub ein Sterne Restaurant zu machen. Doch nach und nach raufen sich die Charaktere zusammen und es entsteht etwas ganz einzigartiges und die Crew wächst zu einer Familie zusammen.

Ich mochte dieses Buch sehr. Die Charaktere entwickeln sich auf eine schöne Art und Weise und Band 2 kündigt sich sozusagen hier bereits an. Ich freue mich schon auf den zweiten Band, der allerdings erst im Januar nächsten Jahres erscheinen wird.

Von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung, auch dieses Buch aus der Feder von Katharina Herzog hat ich wieder überzeugt.

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Veröffentlicht am 05.07.2025

wichtig

Wenn die letzte Frau den Raum verlässt
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Was passiert, wenn sich nur noch Männer in einem Raum befinden? Das ist die eine Sache, die Frauen sich nur von Männern erzählen lassen können. Die beiden Autoren tun das in diesem Buch, sie erzählen aus ...

Was passiert, wenn sich nur noch Männer in einem Raum befinden? Das ist die eine Sache, die Frauen sich nur von Männern erzählen lassen können. Die beiden Autoren tun das in diesem Buch, sie erzählen aus dem was sie in ihren Seminaren und auch privaten Leben zu hören bekommen.

Als Frau bekommt man Sexismus ja eigentlich täglich zu spüren. Es wird viel darüber gesprochen, es werden Programme zu Förderung von Frauen aufgesetzt (und aktuell wieder abgeschafft) und vor allem Frauen engagieren sich für Frauenrechte. Von Männern kommt da gerne mal ein lapidares: Ihr seid doch schon gleichberechtigt, was wollt ihr denn noch. Mal mehr und mal weniger offen.

Die Autoren beschreiben im Buch die unterschiedlichen Männertypen, die mehr oder weniger aktiv Gleichstellungsthemen bekämpfen, aber auch unterstützen. Dabei wird auch klar, dass Männer sich viel leichter von anderen Männern überzeugen lassen, dass Gleichstellung eine Win-Win Situation für alle Beteiligten ist. Es ist also an der Zeit, dass mehr Männer sich an die Seite der Frauen stellen und sie dabei aktiv unterstützen.

Ich finde das Buch gut und wichtig, auch wenn es mich teilweise sehr wütend gemacht hat. Ich habe für mich nicht das Gefühl, dass ich häufig Sexismus begegne, aber nach dieser Lektüre habe ich erkannt, dass ich wahrscheinlich gelernt habe, damit umzugehen und mir ein dickes Fell zugelegt habe.

Aber am Ende ist es eben doch wichtig, dass man auch etwas dagegen tut und nicht nur damit zurecht kommt.

Daher kann ich nur hoffen, dass viele Männer dieses Buch lesen und wenigstens ein bisschen was daraus für sich mitnehmen und sich auch an die Seite der Frauen stellen.

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Veröffentlicht am 05.07.2025

Bewegend

Der Kindersuchdienst (Kindersuchdienst 1)
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Annegret arbeitet beim Kindersuchdienst. Sie hat viele Probleme dabei, aber sie braucht diese Arbeit. Allerdings darf niemand erfahren, dass sie einen Sohn hat, da unverheiratete Mütter nicht wohl gelitten ...

Annegret arbeitet beim Kindersuchdienst. Sie hat viele Probleme dabei, aber sie braucht diese Arbeit. Allerdings darf niemand erfahren, dass sie einen Sohn hat, da unverheiratete Mütter nicht wohl gelitten sind. Charlotte hat sich mit ihren Eltern überworfen und beginnt ebenfalls beim Kindersuchdienst und auch sie verbirgt ihre Herkunft. Anfangs ist der Job eben nur eine Möglichkeit Geld zu verdienen, doch mehr und mehr wächst ihr das Thema selbst ans Herz. Und als es um die Zukunft des Suchdienstes geht, halten alle fest zusammen.

Antonia Blum erzählt uns hier die Geschichte des Kindersuchdienstes der Bundesrepublik. Auch im Jahr 1955 sind viele noch auf der Suche nach ihren Angehörigen. Kinder suchen nach ihren Eltern und andersherum. Annegret und Charlotte stehen für die damaligen Mitarbeiter, die tausende Familien nach dem Krieg wieder miteinander vereint haben.

Die Geschichten der beiden Frauen haben mich sehr berührt. Annegret, die ihren Sohn verleugnen muss um die Arbeit zu behalten, mit der sie ihn und sich ernährt. Die Vorurteile, gegen die Frauen in der damaligen Zeit ankämpfen mussten waren schon sehr heftig. Ohne zu lügen oder Dinge zu verschweigen ging es da manchmal einfach nicht. Charlotte hingegen kommt aus betuchtem Haus und soll mehr oder weniger zwangsverheiratet werden, um die elterliche Firma zu retten. Die Art und Weise, wie ihr jegliche Selbstbestimmung verweigert wird, hat mich wirklich wütend gemacht. Hier sieht man sehr deutlich wie die damalige Gesellschaft mit dem Thema Gleichberechtigung umgegangen ist.

Alles in allem habe ich dieses Buch sehr gerne gelesen. Es hat mich mitgenommen und ich habe mit den beiden Protagonistinnen mitgelitten und mich mit ihnen über ihre Erfolge freuen können. Daher freue ich mich auch schon auf den zweiten Band, in dem wir beiden wieder begegnen werden, diesmal aber im Jahr 1962.

Von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

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