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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.01.2018

Mit hohem Gruselfaktor

Die Mühle
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Lana ist immer wieder umgezogen, war an vielen internationalen Schulen bis sie in L. ankommt. Die Fähigkeit Freundschaften zu schließen, ist bei ihr auf der Strecke geblieben und umso mehr bewundert sie ...

Lana ist immer wieder umgezogen, war an vielen internationalen Schulen bis sie in L. ankommt. Die Fähigkeit Freundschaften zu schließen, ist bei ihr auf der Strecke geblieben und umso mehr bewundert sie The Court, "den" Freundeskreis an der Schule. Alle zwei Jahre älter als sie. Dann trifft sie im Studium zufällig Johnny wieder und fährt an seiner Stelle nach Karlsbad, wo ein Unbekannter Gönner die Freunde zu einer Reunion eingeladen hat. Doch schnell wird klar, dass es sich hier um einen Horrortrip handelt und die ehemaligen Freunde und Lana um ihr Leben bangen müssen.
Ein Buch mit hohem Gruselfaktor, der Schreibstil konnte mich sehr überzeugen und ich habe mit Lana, aus deren Sicht die Geschichte geschrieben wird, gebangt und versucht zu entkommen.

Veröffentlicht am 08.01.2018

Faszinierend

Das Spielhaus
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Ein Buch, das wie ein Theaterstück beginnt, in dem der Erzähler den Leser direkt anspricht und mitnimmt auf eine Reise in die Vergangenheit und Gegenwart. In der ersten Novelle begleiten wir Thene, die ...

Ein Buch, das wie ein Theaterstück beginnt, in dem der Erzähler den Leser direkt anspricht und mitnimmt auf eine Reise in die Vergangenheit und Gegenwart. In der ersten Novelle begleiten wir Thene, die zu Beginn des 17. Jahrhunderts in Venedig lebt. In der zweiten Novelle sind wir mit Remy Burke in Siam zu Beginn des 20. Jahrhunderts und die letzte Novelle spielt schließlich in der Gegenwart. Verbindendes Element ist das Spielhaus, das überall auf der Welt auftauchen und wieder verschwinden kann. Hier gibt es zwei Ebenen; um auf der zweiten Ebene spielen zu können, muss man sich bewähren und hier sind die Einsätze viel höher; hier kann man um Lebensjahre, die Gesundheit, Macht, Geld und vieles mehr spielen. Jeder Einsatz ist möglich, wenn sie ein Spielpartner bzw. -gegner findet.
Für mich ist dieses Buch etwas ganz Besonderes. Der Schreibstil erinnert an Theatersprache oder an Märchen und ist dem jeweiligen Zeitalter angepasst, in dem die Novelle spielt. Der Leser ist immer dabei, wird jedoch – je weiter man mit der Lektüre fortschreitet – auch zum Spielball und es wird nicht immer mit offenen Karten gespielt – und fair schon mal gar nicht. Das Spielfeld wird immer größer und zur Erklärung werden (historische) Ereignisse herangezogen.
Eine faszinierende Reise für jeden Leser, der sich darauf einlässt und ein ganz besonderes Leseereignis.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Atmosphäre
  • Fantasie
  • Thema
  • Geschichte
Veröffentlicht am 01.01.2018

Bauen wir uns eine Rakete!

Rocket Boys. Roman einer Jugend.
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Sonny Hickam lebt mit seinen Eltern und seinem älteren Bruder Jim in Coalwood, einer Bergarbeitersiedlung. Sein Vater arbeitet für die Bergarbeitergesellschaft und seine Mutter möchte verhindern, dass ...

Sonny Hickam lebt mit seinen Eltern und seinem älteren Bruder Jim in Coalwood, einer Bergarbeitersiedlung. Sein Vater arbeitet für die Bergarbeitergesellschaft und seine Mutter möchte verhindern, dass ihre Söhne dort auch arbeiten werden, denn die gesundheitlichen Schäden sind nicht zu unterschätzen. Jim ist ein eitler Gock, der ständig neue Mädchen verführt und ein Star des Footballteams. Er versteht sich gar nicht mit Sonny, der eigentlich nichts Besonderes kann. Bis sein Interesse an Raketen geweckt wird und er einen Raketenclub gründet.

Wie genau es dazu kommt, welche Schritte Sonny und seine Freunde durchlaufen, ob sie Erfolg haben und wie es - vielleicht - das Leben in Coalwood ein wenig verändert wird hier sehr gut beschrieben. Das Buch ist auch verfilmt worden - und zwar schon vor vielen Jahren. Auf englisch ist das Buch auch schon lange erschienen und ich frage mich, warum es erst jetzt in deutscher Übersetzung erschienen ist. Eine toller autobiografischer Roman zum Mitfiebern, Nachdenken,... und ein Stück Raketengeschichte.

Veröffentlicht am 29.12.2017

Percy erklärt...

Percy Jackson erzählt: Griechische Göttersagen
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Wer könnte uns die griechische Götterwelt besser näher bringen als Percy Jackson, Sohn des Poseidon, Halbgott und Held so mancher Abenteuer? Denn immerhin hat er die meisten Götter und Titanen schon getroffen. ...

Wer könnte uns die griechische Götterwelt besser näher bringen als Percy Jackson, Sohn des Poseidon, Halbgott und Held so mancher Abenteuer? Denn immerhin hat er die meisten Götter und Titanen schon getroffen. Erzählt wird die Geschichte der Entstehung der olympischen Götter und auch Erdmutter Gaia spielt eine Rolle. Wie auch in den Büchern aus Sicht von Percy und Co ist der Stil gewohnt witzig und ein wenig flapsig. Aber so bleiben die Geschichten besser hängen und ich habe mich wieder mehr an die griechischen Göttersagen von Gustav Schwab erinnert, die ich vor Jahren gelesen habe. Marius Clarén trägt die Geschichten sehr gut vor und variiert dabei seine Stimme, so dass es ein wahrer Hörgenuss war.

Die Vorstellung der Götterwelt ist gut strukturiert und immer wieder gibt es Querverweise. Nicht nur für Kinder und Jugendliche, auch für Erwachsene lehrreich - und nicht immer ernst zu nehmen.

Veröffentlicht am 14.12.2017

Spannender Auftakt

Die Henry Frei-Thriller / Böses Kind
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Auch der Auftakt der neuen Reihe von Martin Krist ist ein Garant für Hochspannung. Protagonist ist hier Kriminalkommissar Henry Frei. Eine Mutter meldet das Verschwinden ihrer 14jährigen Tochter. Als dann ...

Auch der Auftakt der neuen Reihe von Martin Krist ist ein Garant für Hochspannung. Protagonist ist hier Kriminalkommissar Henry Frei. Eine Mutter meldet das Verschwinden ihrer 14jährigen Tochter. Als dann neben einer grausam zugerichteten Leiche der Rucksack des Mädchens gefunden wird, wird die Mutter ernst genommen. Was hat Jacqueline mit den Verbrechen zu tun? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Und wer ist die gequälte Frau, von der der Leser immer wieder in kleinen Schnipseln liest?
Kommissar Henry Frei und auch seine Kollegin Louisa Albers lernen wir neben den Fall auch gut kennen. Der Kommissar sorgt sich um seinen Sohn, der das Asperger Syndrom hat, seine Kollegin bekommt nicht genug Schlaf, weil ihr Baby sie nicht schlafen lässt.
Doch die Hintergrundgeschichten nehmen nicht zu viel Raum ein, gerade das richtige Maß, um gespannt zu sein, wie es im nächsten Band weitergehen wird.
Der Leser wird hier so manches Mal auf eine falsche Fährte gelockt und rätselt mit. Der Spannungsbogen wird bis zum Ende aufrecht erhalten. Die Chronologie trägt zur Verwirrung bei, aber am Ende wird alles schlüssig aufgeklärt.
Ich freue mich schon auf weitere Teile dieser Reihe.