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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.07.2025

Poetisch, tief, authentisch

Himmel ohne Ende
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Das ist das erste Buch der Autorin, an dem sie mehrere Jahre lang gearbeitet hat - und ganz große Coverliebe 💗

In dem Coming of Age Roman geht es um die 15jährige Charlie, die versucht, ihren Platz zu ...

Das ist das erste Buch der Autorin, an dem sie mehrere Jahre lang gearbeitet hat - und ganz große Coverliebe 💗

In dem Coming of Age Roman geht es um die 15jährige Charlie, die versucht, ihren Platz zu finden - mein Teenie-Ich konnte sich in so vielen Situationen mit ihr identifizieren. Ich hab das Buch geliebt. Es geht um Freundschaft, Trauer, Liebe, Ablehnung, Einsamkeit, Erwachsenwerden.

Charlie empfindet sich selbst als zu still in einer lauten Welt. Sie fragt nach dem Sinn des Lebens, hinterfragt so viel mehr als ihre Gleichaltrigen, verliert sich in ihrer Gedankenwelt. Bis sie Pommes trifft und offener wird, selbstbewusster - die Charakterentwicklung macht einen Großteil des Romans aus und ist so authentisch und gut ausgearbeit, dass es sich vollkommen natürlich und mühelos liest.

Charlie begegnet so vielen Höhen und Tiefen - die Autorin begleitet die Protagonistin, nimmt sie an die Hand während ihres Gefühls-Auf-und-Abs, des T0ds ihrer Hauptansprechperson, dem neuen Freund ihrer Mutter, Alltagsfragen, die jungen Menschen den Boden unter den Füßen wegreißen können.
Sie ist das, was wir uns als Teenie alle gewünscht haben :)
Der poetischen Sprache merkt man den Poetry Slam und Lyric Hintergrund der Autorin an.
Das Debut ist philosophisch-deep, einfühlsam, authentisch und eine große Leseempfehlung für Teens in dem Alter, aber auch für Erwachsene etwas Besonderes ♡

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Veröffentlicht am 16.07.2025

Spannender Einstieg mit magischem Setting

The Wren in the Holly Library – Der Kuss des Zaunkönigs
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Das Buch ist ein absoluter Blickfang 💗
Die Kombi aus der Diebin Kierse und dem "Monster" Grave hat mich sofort angesprochen, wobei mit Monstern Vampire, Druiden, Gestaltwandler & co. gemeint sind, die ...

Das Buch ist ein absoluter Blickfang 💗
Die Kombi aus der Diebin Kierse und dem "Monster" Grave hat mich sofort angesprochen, wobei mit Monstern Vampire, Druiden, Gestaltwandler & co. gemeint sind, die die Stadt an sich gerissen haben. Wir haben hier zeitgenössische Urban Fantasy mit einem spannenden Einstieg, man ist sofort in der Geschichte drin. Die Mischung aus den üblichen NY Hotspots, Fantasy-Settings wir dem mysteriösen Monstermarket und die an das Trinity College erinnernde Stechpalmenbibliothek machten das Worldbuilding richtig interessant, vor allem Graves Bibliothek hat es mir angetan.

Die Figuren sind morally grey, weder richtig gut noch schlecht, mit Ecken und Kanten. Die Story ist düster, zT brutal, abwechselungsreich. Manches habe ich kommen sehen, anderes überhaupt nicht, und für das Ende [SPOILER] zwischen den Protas hätte ich mir dann doch ein Happy End oder eine größere Hürde als Cliffhanger gewünscht, weil sie sich fast schon im Guten getrennt haben und diese Miskommunikation für mich dadurch die große Fantasy-Liebe irgendwie geschmälert hat.
Im Laufe der Erzählung hingegen hat mir die Lovestory wirklich gut gefallen und auch wie sie bei den Partys und Quests zusammengearbeitet haben. Kierse hatte einfach diese erfrischend positive Grundeinstellung und Grave war ein prima morally grey bookboyfriend.

Insgesamt hatte das Buch mMn ein paar Längen, aber das Magische eines düsteren Märchens mit Beauty & the Beast Vibe konnte mich insgesamt abholen.

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Veröffentlicht am 07.07.2025

Spannendes Retell mit subtiler queeren Lovestory

Das holdeste aller Ungeheuer
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Die Geschichte spielt auf Zakynthos, einer griechischen Insel, die gegenüber meinem Urlaubsort liegt 💗
Ich liebe das antike Setting und den mythologischen Vibe. Die Ausgangssituation ist direkt richtig ...

Die Geschichte spielt auf Zakynthos, einer griechischen Insel, die gegenüber meinem Urlaubsort liegt 💗
Ich liebe das antike Setting und den mythologischen Vibe. Die Ausgangssituation ist direkt richtig spannend. Leandros, der Nachfahre des Liebesgottes Eros, sucht eine neue Frau, nachdem die letzte im Prolog auf mysteriöse Weise ums Leben kam. Um ihre Schwester zu beschützen, geht Eirene an ihrer Stelle und stellt sich den vier Aufgaben der Psyche, die man auch schon aus dem Original kennt.

Das Mysterium um Leandros, dessen Magie und Tochter Lamia fand ich am spannendsten - zwar wusste man, dass er etwas im Schilde führt, aber mit der Aufklärung habe ich nicht gerechnet. Etwas schade fand ich, dass Eirene nichts ohne Lamia lösen konnte, dadurch wirkte es fast zu einfach.
Dafür hat mich die subtile Lovestory zwischen den beiden durch ihre Authentizität wirklich berührt und abgeholt, ich mochte die beiden jungen Frauen unheimlich gern :)

Da auf der Insel viele Frauen zur Zwangsehe unter Drogen gesetzt wurden, fehlte mir hier eine Prise Moral, denn nicht nur der "Dealer" hat Schuld, sondern natürlich auch jeder einzelne Täter, die Frauen wurden dem Pulver jeden Tag aufs Neue ausgesetzt, um gefügig zu werden. Die Quest um die Rettung der Schwester wurde deshalb zur Rettung aller Frauen auf der Insel, wobei ich es nicht so realistisch finde, nach Zwangsehe dann wieder einfach zurück zur Familie zu dürfen, wenn man nicht mehr will.

Insgesamt hat der Roman mich wirklich gut unterhalten, das große Rätseln um die Identität des Monsters, das eigene gar nicht das richtige Monster des Romans war, die an das Original angelehnten Aufgaben, die unheimliche Atmosphäre auf Leonadros' Anwesen, die Liebesgeschichte.

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Veröffentlicht am 27.05.2025

wunderschöne Gestaltung

Die Geschichtensammlerin
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Nebeneinander sind die beiden unabhängig voneinander lesbaren Bände ein einziger Traum im Bücherregal 💗

Auch hier gibt es zwei weibliche Perspektiven in zwei Zeitebenen, die atmosphärisch ineinander laufen:
Anna, ...

Nebeneinander sind die beiden unabhängig voneinander lesbaren Bände ein einziger Traum im Bücherregal 💗

Auch hier gibt es zwei weibliche Perspektiven in zwei Zeitebenen, die atmosphärisch ineinander laufen:
Anna, ein für ihre Zeit selbstbewusstes, neugieriges, liebenswertiges Bauernmädchen, das mit dem Amerikaner Harold in ihrem Dorf nach Feengeschichten forscht. Diese sind magisch, teils unheimlich, furchterregend und stets spannend. Ich hätte sogar gern mehr und längere Auszüge davon gelesen :) Realität verschwimmt mit Aberglaube und augenscheinlichen Zeugenaussagen über Generationen hinweg. Das Ende hat mir so sehr das Herz gebrochen 💔

Auf der anderen Seite steht Sarah, die einen Neuanfang in Irland sucht und dabei auf Annas Tagebuch und sich selbst stößt. Mich hat zugegebenermaßen etwas gestört, dass sie bei jedem schlechten Gefühl direkt zum Alkohol gegriffen hat, aber am Ende hat sie die Kurve bekommen. Da ihre Trennung in den USA relativ glatt verlief, habe ich mit ihr nicht ganz so mitgefiebert wie mit Anna. Dennoch war ich letztlich so stolz auf sie, dass sie ihren Weg gefunden hat.

Die Erzählung war atmosphärisch und magisch, aber nicht ganz so spannend wie der Vorgänger, bei dem es einfach mehr unerwarteten Twists gab. Die Figuren waren glaubhaft und ich habe so sehr mit ihnen gehofft und gebangt. Die Geschichten waren bis auf das physische Tagebuch nicht wirklich verwoben.
Trotzdem hatte das Verschwimmen von Realität und Fantastik wieder einen für die Autorin typischen magischen Charme. Die irische Folklore habe ich geliebt 💗

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Veröffentlicht am 17.04.2025

berührend, fesselnd, etwas kurz

BRIDGERTON - Violet
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Wie schön kann ein Buch/Reihe bitte sein 🥺
Die Schmuckausgaben sind eine der schönsten HCs, die man sich ins Regal stellen kann & sind wohl einzeln wie auch in der Summe wundervoll 🥰 Auch die Innengestaltung ...

Wie schön kann ein Buch/Reihe bitte sein 🥺
Die Schmuckausgaben sind eine der schönsten HCs, die man sich ins Regal stellen kann & sind wohl einzeln wie auch in der Summe wundervoll 🥰 Auch die Innengestaltung ist atemberaubend.

In diesem Band geht es um Violet. Wer die Serie kennt, kennt auch den Großteil des Plots, wenn auch nicht Anfang und Ende.
Die Autorin beginnt nämlich schon in Violets Kindheit. Es gibt ein Kapitel pro Epoche, wobei jedes davon primär die Begegnung zwischen der Protagonist und ihrem späteren Mann Edmund umfasst.
Deshalb sind die Sprünge ziemlich heftig zwischen dem Kind und den letzten Lebensjahren.
Jedes Kapitel hat mir richtig gut gefallen, ich liebe den Schreibstil, den Plot und natürlich ganz besonders diese gleichermaßen starke wie liebevolle Frau.

Knappe 90 Seiten fand ich deshalb schon etwas kurz, da das Potenzial für einen "richtigen" Roman auf jeden Fall da ist und ich gern mehr über Violet erfahren hätte als die kurzen, angerissenen Zeitsprünge.
Dennoch haben mich diese emotional kalt erwischt und das, obwohl ich wusste, was passieren wird. Man wünscht ihr so sehr, dass der Bienenunfall nicht geschehen wäre 💔

Auch fand ich es toll, dass die Kinder wieder mit einbezogen wurden und hinten ein Stammbaum abgebildet ist - wenn man die Familie nicht in und auswendig kennt, tut man sich mit den Namen sonst ggf etwas schwer. Ich persönlich habe aber alles daran geliebt.
Mein einziger Kritikpunkt bleibt somit die arge Straffung des Plots.

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