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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.07.2025

Reihenauftakt

Der Sommer, in dem Einstein verschwand
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Nur durch Zufall habe ich herausgefunden, dass dieses Buch zusammen mit zwei anderen von Marie Hermanson eine Reihe bildet. Leider ist es weder als Reihentitel gekennzeichnet, noch passt es optisch zu ...

Nur durch Zufall habe ich herausgefunden, dass dieses Buch zusammen mit zwei anderen von Marie Hermanson eine Reihe bildet. Leider ist es weder als Reihentitel gekennzeichnet, noch passt es optisch zu den beiden anderen Büchern. Wobei ich sagen muss, dass ich diesen ersten Teil als durchaus verzichtbar empfinde. Er ist im Unterschied zu den beiden Folgebänden leider ziemlich langatmig und verwirrend aufgebaut. Hier passt auch die Kennzeichnung Roman etwas besser als Krimi, obwohl es später eine Krimireihe wird.

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Interessanter Einblick

Beeren pflücken
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"Beeren pflücken" ist ein interessanter Einblick in das Leben einer indigenen Familie - und gleichzeitig eine gesellschaftskritische Gegenüberstellung mit dem Leben einer weißen Familie.
Erzählt wird abwechselnd ...

"Beeren pflücken" ist ein interessanter Einblick in das Leben einer indigenen Familie - und gleichzeitig eine gesellschaftskritische Gegenüberstellung mit dem Leben einer weißen Familie.
Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Joe und Norma, wobei allerdings schon durch die Lektüre des Klappentextes vorweggenommen wird, dass und wie beide Geschichten schlussendlich zusammengehören. Das fand ich sehr schade, weil durch die Vorhersehbarkeit ein bisschen die Spannung fehlte und lediglich ein sehr ruhiger Roman übrigblieb. Man fiebert zwar mit, ob die verlorene Tochter zurück zur Familie findet, aber man hat nichtmal den Hauch eines Zweifels, dass sie dazugehört. Da hätte man erzählerisch mehr rausholen können, ohne die Lesenden in jedem Absatz mit der Nase draufzustoßen, dass Norma Ruthie ist.
Außerdem fand ich schade, wie klischeehaft die Probleme der jeweiligen Familien dargestellt sind. Da die Autorin selbst Mi'kmaq- und Siedlerabstammung hat, gehe ich davon aus, dass sie eigene Erfahrungen eingebracht hat und hätte es gut gefunden, wenn sie nicht nur die Schiene "Indianer = Alkoholproblem" gefahren wäre.

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Gute Grundidee, aber ...

Wo wir uns treffen
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Die Idee von Anna Hopes Roman "Wo wir uns treffen" gefällt mir richtig gut. Ich liebe das Setting, ein altes englisches Herrenhaus samt riesigem Landbesitz, der in den letzten Jahren einer Renaturierung ...

Die Idee von Anna Hopes Roman "Wo wir uns treffen" gefällt mir richtig gut. Ich liebe das Setting, ein altes englisches Herrenhaus samt riesigem Landbesitz, der in den letzten Jahren einer Renaturierung unterzogen wurde.
Auch die Figuren sind interessant gestaltet und bieten viel Potential für Drama.
Leider neigt die Autorin zu erzählerischen Ausschweifungen. Der Schreibstil ist nicht schlecht, aber die über 440 Seiten sind einfach zu langatmig und ausufernd in den Nebenhandlungen. Für meinen persönlichen Geschmack hätte kürzer und knackiger einen besseren Spannungsbogen erzeugt. So hätte man z.B. die vielen Wiederholungen um Neds Musikgeschmack weglassen können. Oder auch Rowans begeisterte Nachforschungen zur Verwesung erwähnen können, aber sie nicht seitenweise darüber referieren lassen müssen.
Dann wäre der Plottwist vermutlich auch etwas mehr eingeschlagen. So wurde der Skandal vom Drumherum überlagert.
Ich habe relativ schnell damit begonnen, neben dem Lesen auch das Hörbuch zu hören, um in der Geschichte voranzukommen. Hätte ich das Buch nur gelesen, hätte ich es vermutlich abgebrochen, was schade gewesen wäre, denn der eigentliche Skandal, um den es ging, der war schon interessant. Aber dass man sich dazu durchbeißen muss, schmälert den Lesegenuß schon.

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Veröffentlicht am 07.07.2025

Spannend, aber anders als erwartet

Midwatch – Schule der unerwünschten Mädchen
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"Midwatch" klang für mich nach einer schönen Detektivgeschichte ab 10 Jahren. An sich ist es das auch, wobei man relativ schnell merkt, dass es nicht in der echten Welt spielt. Auf mich machte es zuerst ...

"Midwatch" klang für mich nach einer schönen Detektivgeschichte ab 10 Jahren. An sich ist es das auch, wobei man relativ schnell merkt, dass es nicht in der echten Welt spielt. Auf mich machte es zuerst den Eindruck von Steampunk, was cool ist. Allerdings kommt später noch eine übernatürliche Note dazu, die es meiner Meinung nach nicht gebraucht hätte. Fantasybücher für das Alter gibt es eh schon massig, aber der Markt für Kinderkrimis ohne Fantasy ist rar. Und hier hätte man den Fantasyanteil ganz leicht weglassen können...
Außerdem finde ich es schade, dass es wieder ein Buch für eine rein weibliche Zielgruppe ist. Das Thema legt sich sehr auf Mädchen (siehe den Untertitel Schule für unerwünschte Mädchen) fest, dabei wäre es sicher auch für Jungs spannend. Leider haben diese keine einzige Identifikationsfigur im Buch. Auch das hätte man leicht ändern können und damit eine wesentlich größere Zielgruppe erreicht. Internatsgeschichten haben ja oft Mädchen und Jungen als Protagonisten.
Ich fand es insgesamt nicht schlecht, aber durch die genannten Kritikpunkte hat es mich doch auch ein bisschen enttäuscht.

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Veröffentlicht am 13.06.2025

Ist ein typisches Buch

Das Leben fing im Sommer an
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"Das Leben fing im Sommer an" ist so ein typischer Sommer-Coming-of-Age-Roman, wie es mittlerweile viele am Markt gibt. Den Hype um gerade dieses Buch kann man nur mit dem prominenten Autor erklären, denn ...

"Das Leben fing im Sommer an" ist so ein typischer Sommer-Coming-of-Age-Roman, wie es mittlerweile viele am Markt gibt. Den Hype um gerade dieses Buch kann man nur mit dem prominenten Autor erklären, denn sowohl inhaltlich als auch stilistisch gibt es bessere Bücher in dem Genre. Man sollte es nicht direkt mit Benedict Wells "Hard Land" oder gar Ewald Arenz "Der große Sommer" vergleichen, denn dann wird man in jedem Fall enttäuscht.
Man muss halt darüber hinwegsehen, dass es a) doch viel mehr um Fussball geht als man denkt und b) ein Fussballer dieses Buch geschrieben hat. Es gibt einige Wiederholungen und Längen, z.B. hat mich persönlich die Phrase, wie der Protagonist Erleuchtung heischend nach seiner Kreuzkette fasst, irgendwann nur noch hart genervt.
Wer aber ein leichtes Buch mit Sommerfeeling und erster Liebe sucht, das einen schön berieselt, aber nicht anstrengt, der kann gerne zugreifen.
Fazit: Ein Buch, das man lesen kann, aber nicht muss, auch wenn der Gruppenzwang einem etwas anderes einreden will.

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