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Veröffentlicht am 02.11.2025

durchwachsen

The Academy
0

Ich hatte noch kein Buch von Elin Hilderbrand gelesen und dachte, das müsste ich mit THE ACADEMY endlich mal nachholen. Vor allem, da es sich um ein eher jungendliches Thema handelt, nämlich eine EliteSchule ...

Ich hatte noch kein Buch von Elin Hilderbrand gelesen und dachte, das müsste ich mit THE ACADEMY endlich mal nachholen. Vor allem, da es sich um ein eher jungendliches Thema handelt, nämlich eine EliteSchule hier genannt Tiffin-Academy.

Es geht - wie schon in den Hotel-Büchern der Autorin - zentral darum, dass die Schule im Ranking, welche Academy wohl die beste wäre, möglichst weit oben stehen soll. Als endlich der zweite Platz erreicht ist, gilt es, diesen zu verteidigen aber das wird ziemlich schwer, denn ausgerechnet jetzt kommt eine App daher, in der nach und nach Skandale und Skandälchen offenbart werden, die die Schule in schlechtem Licht stehen lassen.

Ich fand, dass viele der wichtigen, sicherlich aus der Realität übernommenen Themen, etwas zu schnell und oberflächlich behandelt wurden. Das liest sich schnell und spannend aber mir fehlte etwas der Tiefgang. Auch der Schreibstil war nicht ganz, wie in den anderen Büchern. Ich denke, das ist der Tatsache geschuldet, dass hier zwei Autorinnen am Werke waren. Mich konnte das Buch nicht ganz überzeugen.

Das Cover ist trotzdem megaschön.

Veröffentlicht am 16.09.2025

Das Leid mit den Erwartungen

Katabasis
3

Kennt ihr das? Das Leid mit den Erwartungen? Das habe ich immer wieder und vor allem bei Fantasy. Denn Fantasy hat ein paar ganz eigene Grundsätze, die für andere Genres nicht greifen. Also ein Krimi bleibt ...

Kennt ihr das? Das Leid mit den Erwartungen? Das habe ich immer wieder und vor allem bei Fantasy. Denn Fantasy hat ein paar ganz eigene Grundsätze, die für andere Genres nicht greifen. Also ein Krimi bleibt ein Krimi, mit einem Toten und Ermittlungen und einer Auflösung. Ein Liebesroman bleibt ein Liebesroman mit Liebenden, die sich finden oder auch nicht, die sich lieben und vielleicht trennen oder auch nicht, mit Happy End oder nicht. Liebesroman halt. Aber Fantasy kann alles sein. Eine Wundertüte oder wirres Zeug, ein Abenteuer oder langweilige Wiederholungen, etwas Neues oder aufgewärmtes Altes.

Und dann die Erwartungen. Ich kenne die Autorin Rebecca F. Kuang. Ihr Roman "Babel" war ein herausragendes Fantasybuch für mich. Yellowface eine interessante Gesellschaftssatire im Literaturmillieu. Und dann nun Katabasis, das mutmaßlich in der schon bekannten Babelwelt spielen könnte, denn es ist ein fiktives Cambridge und die Sprache gehört als wichtiger Eckpfeiler zur Formung von Magie dazu. Also habe ich mit Ähnlichem gerechnet, wie in "Babel".

Langer Rede kurzer Sinn. Meine Erwartungen wurden leider nicht erfüllt. Die magische Welt gefällt von Cambridge gefällt mir nach wie vor. Die Hauptdarsteller haben eine ähnliche Charakterstruktur wie die in Babel und sind mit vielen Schattierungen beschrieben. Das fand ich auch gut. Aber der Plot an sich war teilweise etwas verworren und scheinbar unausgegoren und der Handlung fehlte an einige Stellen die nötige Zugkraft und der Spannungsbogen. Statt dessen versuchte Kuang andere Dinge in den Mittelpunkt zu stellen und zum Nachdenken anzuregen. Z.B. das Thema Sexismus und Machtmissbrauch an einer Universität. Sicherlich ein wichtiges Thema und prinzipiell mag ich solche realistischen Ansatzpunkte in Fantasy sehr gerne. Aber hier erschien es mir oft das Mittel zum Zweck und der Mittelpunkt der Handlung und das hat mich etwas ermüdet.

Katabasis kann man lesen, muss man aber nicht. Babel MUSS man lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasy
Veröffentlicht am 08.07.2025

durchwachsen

Im Finsterwald
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Irgendwie hatte mich der Klappentext angesprochen, also habe ich zugegriffen. Auch, dass die Geschichte 1926 in Schweden spielt, fand ich spannend. Kann mich nicht erinnern, aus dieser Zeit an diesem Ort ...

Irgendwie hatte mich der Klappentext angesprochen, also habe ich zugegriffen. Auch, dass die Geschichte 1926 in Schweden spielt, fand ich spannend. Kann mich nicht erinnern, aus dieser Zeit an diesem Ort so einen Krimi schon mal gelesen zu haben.

Ich denke, wer "Mord im Orient-Express" mag, dem könnte dieses Buch auch gefallen. Es spielt in großen Teilen im Naturhistorischen Museum in Göteborg. Das Museum ist ganz neu und als dort ein Mädchen verschwindet, scheint das mehr als seltsam. Es scheint nichts Geheimnisvolles zu geben an diesem Ort. Aber es sind auch vor allem die Geheimnisse der Darsteller, die das Finden des Mädchens und die Aufklärung des Falles erschweren. Es ist also mehr eine Studie der Menschen als ein richtiger Krimi für mich gewesen.

Ich kann mir das Buch hervorragend als Theaterstück vorstellen. Für mich hat es an Spannung gefehlt und zog sich. So richtig konnte mich der Roman leider nicht überzeugen.

Veröffentlicht am 08.07.2025

ohne Thrill

Der Stau
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Es gab ja schon mal einen Tatort-Krimi, der in einem Stau spielte. Den fand ich damals gut, deshalb hab ich zu "Der Stau" als Buch gegriffen.

Im Mittelpunkt steht Police Sergant Belinda Kidd. Die gerät ...

Es gab ja schon mal einen Tatort-Krimi, der in einem Stau spielte. Den fand ich damals gut, deshalb hab ich zu "Der Stau" als Buch gegriffen.

Im Mittelpunkt steht Police Sergant Belinda Kidd. Die gerät unversehens in einen Stau. Expolisonen in einem Tunnel auf der Straße vor ihr machen die Weiterfahrt für sie und viele andere unmöglich. Während sie sich die Beine vertritt und nach einer Toilette Ausschau hält, bemerkt sie, dass einer der Autofahrer tot in seinem Wagen sitzt. Offensichtlich gerade ermordet. Sie versucht nun, den Täter unter den Wartenden ausfindig zu machen, bevor der Stau sich auflöst und der Mörder flüchten könnte.

Leider kann das Buch nicht halten, was ich mir davon versprochen hatte. Ich fand die Story eher langweilig und ohne großen Thrill. Es gibt kaum Action und viel zu viele blass bleibende Charaktere. Am Ende habe ich nur noch quer gelesen um zu wissen, wie es ausgeht.

Veröffentlicht am 08.07.2025

etwas überzogen

Variation – Für immer oder nie
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Mit diesem Buch habe ich Rebecca Yarros noch eine Second Chance gegeben.

Die Balletttänzerin Allie fährt heim nach Cape Cod, um dort eine Verletzung auszukurieren. Dort trifft sie auf ihre Jugendliebe ...

Mit diesem Buch habe ich Rebecca Yarros noch eine Second Chance gegeben.

Die Balletttänzerin Allie fährt heim nach Cape Cod, um dort eine Verletzung auszukurieren. Dort trifft sie auf ihre Jugendliebe Hudson, der dort als Rettungsschwimmer arbeitet. Schnell wird klar, dass beide noch starke Gefühle füreinander hegen. Was kommt ist das erwartete Hin und Her der Anziehungskräfte, denen Ängste und Heimlichkeiten im Wege stehen. Als dritte im Bunde gibt es ein Mädchen namens Juniper, denen beide bei der Suche nach ihrer Mutter helfen wollen.

Mir war diese Lovestory zu überzogen und zu gewollt dramatisch. Ich mag es auch nicht, wenn die Sexszenen so in die Länge gezogen werden und alles so eine überhöhte Form hat. Für mich ist jetzt klar, dass diese Autorin nichts für mich ist. Ich halte mich lieber an andere Schreiberinnen dieses Genres.