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Veröffentlicht am 16.09.2025

Das Leid mit den Erwartungen

Katabasis
3

Kennt ihr das? Das Leid mit den Erwartungen? Das habe ich immer wieder und vor allem bei Fantasy. Denn Fantasy hat ein paar ganz eigene Grundsätze, die für andere Genres nicht greifen. Also ein Krimi bleibt ...

Kennt ihr das? Das Leid mit den Erwartungen? Das habe ich immer wieder und vor allem bei Fantasy. Denn Fantasy hat ein paar ganz eigene Grundsätze, die für andere Genres nicht greifen. Also ein Krimi bleibt ein Krimi, mit einem Toten und Ermittlungen und einer Auflösung. Ein Liebesroman bleibt ein Liebesroman mit Liebenden, die sich finden oder auch nicht, die sich lieben und vielleicht trennen oder auch nicht, mit Happy End oder nicht. Liebesroman halt. Aber Fantasy kann alles sein. Eine Wundertüte oder wirres Zeug, ein Abenteuer oder langweilige Wiederholungen, etwas Neues oder aufgewärmtes Altes.

Und dann die Erwartungen. Ich kenne die Autorin Rebecca F. Kuang. Ihr Roman "Babel" war ein herausragendes Fantasybuch für mich. Yellowface eine interessante Gesellschaftssatire im Literaturmillieu. Und dann nun Katabasis, das mutmaßlich in der schon bekannten Babelwelt spielen könnte, denn es ist ein fiktives Cambridge und die Sprache gehört als wichtiger Eckpfeiler zur Formung von Magie dazu. Also habe ich mit Ähnlichem gerechnet, wie in "Babel".

Langer Rede kurzer Sinn. Meine Erwartungen wurden leider nicht erfüllt. Die magische Welt gefällt von Cambridge gefällt mir nach wie vor. Die Hauptdarsteller haben eine ähnliche Charakterstruktur wie die in Babel und sind mit vielen Schattierungen beschrieben. Das fand ich auch gut. Aber der Plot an sich war teilweise etwas verworren und scheinbar unausgegoren und der Handlung fehlte an einige Stellen die nötige Zugkraft und der Spannungsbogen. Statt dessen versuchte Kuang andere Dinge in den Mittelpunkt zu stellen und zum Nachdenken anzuregen. Z.B. das Thema Sexismus und Machtmissbrauch an einer Universität. Sicherlich ein wichtiges Thema und prinzipiell mag ich solche realistischen Ansatzpunkte in Fantasy sehr gerne. Aber hier erschien es mir oft das Mittel zum Zweck und der Mittelpunkt der Handlung und das hat mich etwas ermüdet.

Katabasis kann man lesen, muss man aber nicht. Babel MUSS man lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasy
Veröffentlicht am 08.07.2025

durchwachsen

Im Finsterwald
0

Irgendwie hatte mich der Klappentext angesprochen, also habe ich zugegriffen. Auch, dass die Geschichte 1926 in Schweden spielt, fand ich spannend. Kann mich nicht erinnern, aus dieser Zeit an diesem Ort ...

Irgendwie hatte mich der Klappentext angesprochen, also habe ich zugegriffen. Auch, dass die Geschichte 1926 in Schweden spielt, fand ich spannend. Kann mich nicht erinnern, aus dieser Zeit an diesem Ort so einen Krimi schon mal gelesen zu haben.

Ich denke, wer "Mord im Orient-Express" mag, dem könnte dieses Buch auch gefallen. Es spielt in großen Teilen im Naturhistorischen Museum in Göteborg. Das Museum ist ganz neu und als dort ein Mädchen verschwindet, scheint das mehr als seltsam. Es scheint nichts Geheimnisvolles zu geben an diesem Ort. Aber es sind auch vor allem die Geheimnisse der Darsteller, die das Finden des Mädchens und die Aufklärung des Falles erschweren. Es ist also mehr eine Studie der Menschen als ein richtiger Krimi für mich gewesen.

Ich kann mir das Buch hervorragend als Theaterstück vorstellen. Für mich hat es an Spannung gefehlt und zog sich. So richtig konnte mich der Roman leider nicht überzeugen.

Veröffentlicht am 08.07.2025

ohne Thrill

Der Stau
0

Es gab ja schon mal einen Tatort-Krimi, der in einem Stau spielte. Den fand ich damals gut, deshalb hab ich zu "Der Stau" als Buch gegriffen.

Im Mittelpunkt steht Police Sergant Belinda Kidd. Die gerät ...

Es gab ja schon mal einen Tatort-Krimi, der in einem Stau spielte. Den fand ich damals gut, deshalb hab ich zu "Der Stau" als Buch gegriffen.

Im Mittelpunkt steht Police Sergant Belinda Kidd. Die gerät unversehens in einen Stau. Expolisonen in einem Tunnel auf der Straße vor ihr machen die Weiterfahrt für sie und viele andere unmöglich. Während sie sich die Beine vertritt und nach einer Toilette Ausschau hält, bemerkt sie, dass einer der Autofahrer tot in seinem Wagen sitzt. Offensichtlich gerade ermordet. Sie versucht nun, den Täter unter den Wartenden ausfindig zu machen, bevor der Stau sich auflöst und der Mörder flüchten könnte.

Leider kann das Buch nicht halten, was ich mir davon versprochen hatte. Ich fand die Story eher langweilig und ohne großen Thrill. Es gibt kaum Action und viel zu viele blass bleibende Charaktere. Am Ende habe ich nur noch quer gelesen um zu wissen, wie es ausgeht.

Veröffentlicht am 08.07.2025

etwas überzogen

Variation – Für immer oder nie
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Mit diesem Buch habe ich Rebecca Yarros noch eine Second Chance gegeben.

Die Balletttänzerin Allie fährt heim nach Cape Cod, um dort eine Verletzung auszukurieren. Dort trifft sie auf ihre Jugendliebe ...

Mit diesem Buch habe ich Rebecca Yarros noch eine Second Chance gegeben.

Die Balletttänzerin Allie fährt heim nach Cape Cod, um dort eine Verletzung auszukurieren. Dort trifft sie auf ihre Jugendliebe Hudson, der dort als Rettungsschwimmer arbeitet. Schnell wird klar, dass beide noch starke Gefühle füreinander hegen. Was kommt ist das erwartete Hin und Her der Anziehungskräfte, denen Ängste und Heimlichkeiten im Wege stehen. Als dritte im Bunde gibt es ein Mädchen namens Juniper, denen beide bei der Suche nach ihrer Mutter helfen wollen.

Mir war diese Lovestory zu überzogen und zu gewollt dramatisch. Ich mag es auch nicht, wenn die Sexszenen so in die Länge gezogen werden und alles so eine überhöhte Form hat. Für mich ist jetzt klar, dass diese Autorin nichts für mich ist. Ich halte mich lieber an andere Schreiberinnen dieses Genres.

Veröffentlicht am 30.03.2025

durchwachsen

Our Infinite Fates
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Ehrlich gesagt hab ich mich ein wenig schwer getan mit dem Buch. Das lag nicht am Plot, denn der war durchaus vielversprechend.
Zwei Charaktere gelangen durch eine Art Widergeburt immer wieder an den gleichen ...

Ehrlich gesagt hab ich mich ein wenig schwer getan mit dem Buch. Das lag nicht am Plot, denn der war durchaus vielversprechend.
Zwei Charaktere gelangen durch eine Art Widergeburt immer wieder an den gleichen Punkt in ihren Leben. Evelyn steht kurz vor ihrem 18. Geburtstag und Arden, den sie liebt, tötet sie. Man weiß nicht wieso und warum, man weiß nicht wie aber wann weiß Evelyn. In ihrem aktuellen Leben könnte sie durch eine Knochenmarkspende der aktuellen Schwester das Leben retten. So sie denn lange genug überlebt. Der Plot hüpft zwischen verschiedenen Vergangenheiten und der aktuellen Gegenwart hin und her. Man erlebt mehrmals den Tod von Evelyn und meist vorher, dass sie in Arden verliebt war.

Also eine durchaus interessante Idee. Aber schon bald hat mich der Erzählstil nicht mehr abgeholt. Es ist eine Mischung aus "Um-die-Themen" herumreden - seit Jahrhunderten - und Erklärungen mit dem sogenannten Zaunpfahl, die keinen Freiraum für Interpretationen lassen. Der Leser wird also einerseits im Dunklen gehalten - was die Spannung nur eine begrenzte Zeit aufrecht erhält, dann wurde es mir langweilig - und es gibt kaum Möglichkeiten Dingen selber auf den Grund zu kommen, etwas zu erahnen oder erspüren.

Mich konnte die Story nicht ganz überzeugen und ich einige Male eher quergelesen.