Rotkäppchen ermittelt
Es war einmal ein Verbrechen 01Mit "Es war einmal ein Verbrechen" hält man nicht einfach nur eine Manga-Adaption eines japanischen Krimis in den Händen – sondern eine wunderbar schräge Mischung aus Märchen, Mystery und Detektivgeschichte, ...
Mit "Es war einmal ein Verbrechen" hält man nicht einfach nur eine Manga-Adaption eines japanischen Krimis in den Händen – sondern eine wunderbar schräge Mischung aus Märchen, Mystery und Detektivgeschichte, die auf ganz eigene Weise begeistert.
Basierend auf dem gefeierten Roman von Aito Aoyagi, entführt uns dieser Manga in eine Welt, in der klassische Märchenfiguren plötzlich in düstere Kriminalfälle verwickelt sind – und mittendrin: Rotkäppchen als scharfsinnige Detektivin.
Schon der Einstieg ist kreativ und lädt zum schmunzeln ein.: Auf einer ihrer Reisen entdeckt Rotkäppchen eine Leiche – und was wie ein simples Whodunit beginnt, entpuppt sich schnell als clever konstruiertes Spiel mit bekannten Märchenmotiven. Die Geschichte verwebt Elemente aus Aschenputtel, Hänsel und Gretel und weiteren Klassikern, aber eben nicht als Nacherzählung, sondern als raffinierte Kriminalfälle mit doppeltem Boden.
Die Atmosphäre ist eine spannende Mischung aus verspieltem Märchencharme und düsterem Krimi-Flair – mit Wendungen, die selbst geübte Leser*innen überraschen dürften.
Rotkäppchen als Meisterdetektivin ist herrlich unkonventionell: klug, mutig und mit trockenem Humor. Die bekannten Märchenfiguren erhalten neue, oft ironische Rollen, was für viele lustige Momente sorgt.
Die Zeichnungen sind detailreich und elegant, mit einem Hauch von Gothic-Stil, der perfekt zur märchenhaften Krimiwelt passt. Besonders gelungen: die Visualisierung von Rückblenden, Indizien und Täuschungen – sie unterstützen die Deduktion und laden zum Miträtseln ein.
„Es war einmal ein Verbrechen“ ist ein Muss für alle, die Märchen neu entdecken wollen und auf Spannung, Rätsel und psychologischen Tiefgang nicht verzichten wollen.