Möchte man einen Ferienhof betreiben, muss man einen solchen erst einmal haben!
In diesem ersten Band der Reihe "Der Ferienhof im Schwarzwald" werden die Haupt-und Nebencharaktere sowie das Setting einfühlsam ...
Möchte man einen Ferienhof betreiben, muss man einen solchen erst einmal haben!
In diesem ersten Band der Reihe "Der Ferienhof im Schwarzwald" werden die Haupt-und Nebencharaktere sowie das Setting einfühlsam vorgestellt. Dass der Neubeginn nicht nur für die Hauptprotagonistin Elli einige Überraschungen bereit hält, wird von der Autorin Sandra Poppe stimmungsvoll erzählt.
Das Cover ist gelungen und spiegelt den Grundinhalt des Buches gut wieder.
Dass der Schwarzwaldhof im mittleren Schwarzwald und nicht im Südschwarzwald liegt, ist eine willkommene Abwechslung zu anderen Büchern. Denn nicht nur landschaftlich, auch mit ihren Bewohnern und deren Besonderheiten, braucht sich diese Region nicht zu verstecken.
Schade finde ich, dass am Ende Ellis Entscheidung sehr schnell erzählt wird. Nach vielen Irrungen und Wirrungen die die Spannung hoch halten, wird in den letzten Seiten des Buches für mein Empfinden ein zu schneller "Rundumschlag" geführt, um alle sorgfältig vorbereiteten Erzählstränge abzuschließen. Sei es der Streit von Jürgen und Rosi, die Feindschaft mit Tina oder die Freundschaften der Kinder.
Auch wenn das Ende für mein Empfinden zu abrupt kommt, so sind die Beschreibungen der Landschaft, der Tiere, des Umbaus und der einzelnen Personen durchaus gelungen und machen neugierig auf den zweiten Band der Reihe rund um den Wolkenhof.
„Einatmen. Ausatmen.“ ist der neue Roman des Spiegel-Bestsellerautors Maxim Leo.
Die erfolgreiche und fachlich mehr als kompetente Managerin Marlene Buchholz soll die neue Vorstandvorsitzende eines großen ...
„Einatmen. Ausatmen.“ ist der neue Roman des Spiegel-Bestsellerautors Maxim Leo.
Die erfolgreiche und fachlich mehr als kompetente Managerin Marlene Buchholz soll die neue Vorstandvorsitzende eines großen Konzerns werden. Einziger Hinderungsgrund: die Beschwerden ihrer Kollegen, die sie als gefühllos und hart, kurz, als menschliche Katastrophe, bezeichnen. Abhilfe soll ein Achtsamkeitstraining schaffen, das Marlene auf Anweisung ihres Chefs beim bekannten Seelenflüsterer und Coach Alex Grow belegen muss. Allerdings steckt dieser selbst gerade in einer tiefen Sinnkrise. Doch ein eigentlich harmloser Waldspaziergang, ein zurückhaltender Hausmeister und ein plötzlich auftauchendes junges Mädchen verändern sowohl für Marlene als auch Alex so einiges.
Das Cover, das wie ein Gemälde wirkt, scheint auf den ersten Blick mit den dargestellten Blumen nicht richtig zum Buch zu passen. Jedoch ist anzunehmen, dass die Blumen im metamorphischen Sinn zu sehen sind.
Marlene und Alex, die beiden Hauptcharaktere des Buches, könnten unterschiedlicher nicht sein. Jedoch gelingt es Autor Maxim Leo gut, den Leser in die jeweilige Gefühls- und Gedankenwelt mitzunehmen. Man spürt die Zerrissenheit Alex‘ zwischen Profit und Sein. Auch Marlenes Weg zu sich selbst und ihren Bedürfnissen war in vielen Bereichen authentisch und gut nachvollziehbar dargestellt. Es war schön zu erleben, dass Menschen ihre Einstellung zum und im Leben ändern können.
Vor allem zu Beginn des Romans sorgte der herrlich pointierte Schreibstil für Heiterkeit trotz der schweren Thematik. Jedoch verlor sich diese Leichtigkeit mit Fortschreiten der Handlung und driftete in eine allgemein unterhaltsame, flüssig zu lesende, Erzählweise.
Alles in allem hatte der Roman wahnsinnig starke Stellen, leider jedoch ebenso schwache. So war es für mich ein Auf und Ab, ein Schwanken zwischen Realität und Absurdität. Auch das Ende des Romans wirkte in Teilen eher märchenhaft auf mich und bediente zu viele Klischees. Insgesamt schade um einiges an verschenktem Potential.
Der Roman regt auf jeden Fall zum Nachdenken an und bekommt angesichts der teils wirklich extrem starken Momente 3,5 Sterne, was aufgerundet 4 Sterne bedeutet.
Mit „A Killer Crush“ legt Autorin Shailee Thompson ein Buch mit einer ungewöhnlichen Mischung zweier Genres vor. Die Kombination aus Liebesroman und Horror klingt ungewöhnlich, funktioniert aber überraschend ...
Mit „A Killer Crush“ legt Autorin Shailee Thompson ein Buch mit einer ungewöhnlichen Mischung zweier Genres vor. Die Kombination aus Liebesroman und Horror klingt ungewöhnlich, funktioniert aber überraschend gut.
Jamie Prescott ist Filmexpertin und schreibt an ihrer Doktorarbeit. Zur Unterhaltung und Abwechslung nimmt sie mit ihrer besten Freundin und Mitbewohnerin Laurie an einem Speed-Dating teil. Doch dort läuft alles anders als geplant, als plötzlich eines von Jamies Dates tot vom Stuhl kippt. Und als die verbliebenen Teilnehmer dann noch feststellen, dass es aus der Location kein entkommen gibt, der Killer aber einer von ihnen sein muss, beginnt ein Wettlauf ums Überleben. Dabei findet sich Jamie zusätzlich in der unerwarteten Situation eines Liebesdreiecks wieder. Dass einer der beiden Männer der Killer sein könnte, macht die Sache nicht einfacher.
Das Cover ist mit seinen kräftigen Farben ein echter Blickfang. Vor rot-pinkem Hintergrund steht eine schwarze männliche Silhouette mit einer Rose in der Hand. Knallig präsentiert sich der pinke Farbschnitt, dessen Bedeutung im Verlauf des Buches eine zusätzliche tiefere Bedeutung erhält.
An vielen Stellen fasziniert und gefesselt bin ich dem Verlauf dieser Kombination aus Liebesroman und Horror gefolgt. Leider wies das Geschehen an einigen Stellen Längen auf und das Lesen macht vermutlich noch mehr Freude, wenn man die gängigen Horrorfilme der letzten Jahrzehnte kennt. Auch die Tiefe der Charaktere fehlte mir etwas. Allerdings war es spannend und überraschend, wie gut die Mischung aus Herzklopfen und Horror funktioniert. Lässt man sich auf das überwiegend temporeiche Geschehen ein und unterzieht das Ganze keiner Realitätsprüfung, so kann man sich in rascher Abfolge gruseln, lachen, mitfiebern und schmachten.
Jamie als Hauptprotagonistin ist sehr sympathisch und die Freundschaft, die sie mit Laurie verbindet, einfach toll. Der Plot war für mich recht vorhersehbar, jedoch hielt die endgültige Auflösung doch noch eine Überraschung bereit. Für zarter besaitete Nerven sind einige Szenen eher ungeeignet und man muss sich auf eklige und gruselige Momente einstellen. Dabei kommt der Humor jedoch nicht zu kurz, so dass das Geschehen immer wieder aufgelockert wird.
Insgesamt eine interessante und abwechslungsreiche Lesezeit, die einige Überraschungen bereit hielt, mich jedoch nicht vollumfänglich überzeugen konnte.
„Der schwimmende Blumenladen von Amsterdam“ ist der Auftakt zu einer neuen Reihe von Annabel French, in deren Mittelpunkt romantische Neuanfänge in den schönsten europäischen Destinationen am Wasser stehen.
Das ...
„Der schwimmende Blumenladen von Amsterdam“ ist der Auftakt zu einer neuen Reihe von Annabel French, in deren Mittelpunkt romantische Neuanfänge in den schönsten europäischen Destinationen am Wasser stehen.
Das Cover des Buches strahlt in zauberhaftem Gelb Fröhlichkeit aus. Die romantisch anmutende Schrift ist ebenso ein Blickfang, wie das kleine Schiff, aus dem herrliche leuchtende Blumen sprießen. So sind Titel wie Klappentext wunderbar eingefangen.
Mutig und entschlossen packt Rosie in London die Koffer. Ihr Weg führt sie nach Amsterdam, wo sie einen eigenen Stand auf dem berühmten schwimmenden Bloemenmarkt eröffnen möchte. Ihren Traum, ihre Leidenschaft als Floristin auch in Erinnerung an ihre verstorbene Mutter ausleben zu können, verfolgt sie zielstrebig. Doch nicht nur ihr künstlerischer Hausboot-Nachbar bringt sie gehörig ins Wanken.
Die Karte von Amsterdam zu Beginn des Buches ist schön gestaltet und erleichtert Amsterdam-Neulingen die Orientierung. Das Buch liest sich flüssig und leicht, die bildhaften Beschreibungen lassen den Leser in Rosies Welt eintauchen und das Flair Amsterdams spüren. Besonders der Blumenmarkt selbst ist durch die detaillierten Schilderungen in der Vorstellung ein wahrer Augenschmaus. Gut gefallen hat mir, dass einiges Wissenswertes über Blumen und Kräuter vermittelt wurde, ohne dass dies belehrend erfolgt ist.
Insgesamt war die Handlung sehr vorhersehbar und manche Entwicklungen etwas zu konstruiert und realitätsfern. Das Buch ist dadurch ein leichter Wohlfühlroman für entspannte Lesestunden ohne wirkliche Überraschungen. Doch manchmal sind es eben genau diese Romane, die man gerade lesen möchte, die einen gedanklich in eine andere Stadt entschwinden lassen und einen mit einem guten Gefühl zurück lassen.
Ein Teil des Charmes des Buches machen sicher die Themen Freundschaft und Zusammenhalt aus. Diese werden durch die sympathische Hauptprotagonistin Rosie unterstrichen. Auch wenn sie an mancher Stelle durchaus naiv wirkt, so sind ihre Lebensfreude, Menschlichkeit und Authentizität klare Pluspunkte des Romans. Hierzu sind auch die Nebencharaktere wie Emma zu zählen.
Mit diesem leichten Wohlfühlroman lassen sich entspannte Lesestunden ohne große Überraschungen verbringen. Sehr passend und schön verarbeitet ist das Thema rund um die Blumen zum bevorstehenden Frühlingsanfang.
„Agatha Raisin und die tote Therapeutin“ ist bereits der 26. Band der Autorin M. C. Beaton rund um die exzentrische wie liebenswerte Detektivin Agatha Raisin, die in den Cotswolds lebt, arbeitet und ermittelt.
Die ...
„Agatha Raisin und die tote Therapeutin“ ist bereits der 26. Band der Autorin M. C. Beaton rund um die exzentrische wie liebenswerte Detektivin Agatha Raisin, die in den Cotswolds lebt, arbeitet und ermittelt.
Die neue wie neugierige Therapeutin im Dorf, Jill Davent, bandelt nicht nur mit Agathas Ex-Mann James an, sie schnüffelt darüber hinaus in ihrer Vergangenheit. Dies widerstrebt Agatha über alle Maßen, was sie Jill Davent sehr deutlich sagt. Nur leider wird die Therapeutin kurz darauf umgebracht und Agatha wird des Mordes an ihr verdächtigt. Um die Detectives von diesem Verdacht abzubringen, ermittelt Agatha zusammen mit ihren Freunden und Angestellten auf eigene Faust. Dabei stellt sich heraus, dass sehr viele Menschen ein Motiv gehabt hätten Jill loszuwerden. Je weiter Agatha gräbt, desto mehr Leichen tauchen auf. Und das nicht nur im übertragenen Sinne.
Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet und farblich harmonisch. Es nimmt die wichtigsten Informationen aus dem Klappentext gekonnt auf und macht neugierig auf den Inhalt des Buches. Insgesamt wirkt es idyllisch und heimelig, wobei durch den am Boden liegenden Schal schnell deutlich wird, dass der Schein trügt.
Bisher kannte ich Agatha Raisin noch nicht. Doch es war interessant, sie kennen zu lernen. Auch ohne Vorkenntnisse bin ich gut ins Buch gekommen und hatte keine Probleme mit den Figuren. Sie wurden alle kurz vorgestellt und ich finde, die Autorin hat eine gute Balance gefunden, um Kenner der Serie nicht zu langweilen, aber gleichzeitig Neulesern einen problemlosen Einstieg zu ermöglichen.
Der Schreibstil an sich war „gewöhnungsbedürftig“. Das klingt vermutlich auf den ersten Blick negativer als es gemeint ist. M.C. Beaton hat einfach eine ganz eigene Art zu schreiben. Ich würde sie fast als „typisch britisch“ bezeichnen. Für mich ist es eine Art Berichterstattung, eher kurz und abgehackt, nüchtern, wenige Gefühlsbeschreibungen.
Dass sich Agatha im Verlauf der Ermittlungen ständig in jemanden anders verliebt ist irgendwie charmant, wirkt aber gleichzeitig auch etwas hilflos. Als würde sie etwas nachjagen, das sie bisher noch nicht gefunden hat.
Als Ermittlerin gefällt sie mir auf jeden Fall gut. Sie hat am Ende den richtigen Riecher, ein Auge für Details. Sicher ist, dass sie ihren ganz eigenen Charme hat und mit ihren Eigenarten nicht in eine Schablone passt. Eine eher untypische und exzentrische Detektivin, die einen jedoch immer wieder zum Schmunzeln bringt und auf eine ihr eigene Art liebenswert ist.
Richtig nahe bin ich Agatha als Figur allerdings nicht gekommen. Dies liegt meiner Meinung nach jedoch nur zum Teil daran, dass ich die Vorgängerbände nicht kenne.
Was ich etwas schwierig fand, ist die häufige Erwähnung einer Person aus einem vorhergehenden Fall. Agatha scheint sehr auf sie fixiert zu sein. Da wäre es gut gewesen, den entsprechenden Band der Reihe zu kennen. Denn so kommt es einem vor, als hätte sich eine ungesunde Obsession bei Agatha entwickelt.
Darüber hinaus passt die große Anzahl an Opfern für mich nicht ganz zu einem Cosy Crime.
Wen ich sehr gerne mochte ist Mrs. Bloxby. Eine starke Frau, die fest im Leben steht und weiß was sie will. Gleichzeitig scheint sie für alle da zu sein und jeden – auf eine positive Art – im Blick zu haben.
Die Auflösung des Falles ist originell sowie unterhaltsam und zu Beginn nicht abzusehen. Allerdings wirkte die Geschichte in sich nicht ganz rund. Viele Morde, viele Mordmethoden und leider auch ein paar logische Ungereimtheiten, die mich zu dem Schluss bringen: weniger ist manchmal mehr.
Zusammenfassend kann ich sagen: Da war ganz schön was los! Für Neulinge im Agatha-Raisin-Kosmos ein ungeeigneter Band zum Reiheneinstieg.