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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.07.2025

Ein schönes Märchen!

Alles Glück beginnt auf Capri (Via dell'Amore 2)
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Letizia kümmert sich um ihre kranke Schwester und lebt zusammen mit ihr in ihrem Elternhaus auf Capri. Sie ist eine gefragte Sängerin in der Region, singt für Werbeclips, auf Hochzeiten und Festen. Die ...

Letizia kümmert sich um ihre kranke Schwester und lebt zusammen mit ihr in ihrem Elternhaus auf Capri. Sie ist eine gefragte Sängerin in der Region, singt für Werbeclips, auf Hochzeiten und Festen. Die Via dell amore ist eine spezielle Gasse in Neapel.

Die dort ansässigen Geschäfte wollen den Umsatz ankurbeln und suchen Letizia als Sängerin aus. Und nicht nur das, sie soll auch als Brautmodel fungieren zusammen mit einem sehr charmanten, jungen Mann. Damit fängt ein wunderschönes Märchen an. Es ist zwar ein Liebes-Wohlfühlroman, aber wirklich verfasst als wäre es ein Märchen. Frau taucht ab und lässt sich berieseln: Capri, Duft von Amalfi-Zitronen, Mittelmeer und die Via dell amore mit ihren teils kauzigen Bewohnenden und einer Intrigantin. Dieser Roman hat alles, was es für eine leichte, seichte Unterhaltung braucht. Wenn die Gedanken mal abschweifen, macht es nichts, frau findet immer wieder hinein, problemlos 😉

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Veröffentlicht am 16.07.2025

Roman mit Tiefgang

Mit Aussicht auf Sommerregen
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usanne hat keine Ausbildung, hat zwei erwachsene Söhne, einen gut verdienenden Mann, ist eine Kümmerin und 53 Jahre alt. Als Lars ein Haus in seiner Heimatregion kauft, streikt sie. Es ist ein Roman mit ...

usanne hat keine Ausbildung, hat zwei erwachsene Söhne, einen gut verdienenden Mann, ist eine Kümmerin und 53 Jahre alt. Als Lars ein Haus in seiner Heimatregion kauft, streikt sie. Es ist ein Roman mit Tiefe.

Susanne ging mir anfänglich ein wenig auf die Nerven, ebenso wie ihr Mann Lars. Sie wirkt sehr naiv. Aber mit dem Tod ihrer Mutter, um die und jetzt um deren Nachlass sie sich kümmerte, merkt sie etwas. Noch nichts Konkretes. Susanne erbt eine alte Blockhütte an einem der nahen Seen. Und alle Welt um sie herum will, dass sie sie verkauft. Nur Susanne nicht, sie zieht dort für einen Sommer hin, um ihre Gedanken zu klären. Und findet in der Nachbarhütte Carl vor. Einen Stockholmer Businessmann, der Ruhe finden will und viel redet.

Lotta geht einem anfangs ziemlich auf die Nerven, weiß alles, kennt jeden, kümmert sich enervierend um alles und jeden, ob man will oder nicht. Aber auch Lotta ist nicht so, wie die Kleinstadtbewohnenden denken. Die Gerüchteküche kocht über, aber Susanne genießt ihre Hütte. Als dann noch ihre Schwester kommt, die sie selten sieht und der der Tod der Mutter, die sie selten sah, bricht etwas auf. Denn Tove bringt die nötige Unruhe auf, die Susanne für ihre Klarheit braucht: was will sie ändern?

Es ist ein Roman mit Tiefgang, wobei man das anfangs nicht bemerkt. Aber es lohnt sich dranzubleiben. Sehr sogar!

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Hervorragend

Aschetod
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Der Beginn ist nichts für schwache Nerven, der Titel ist für den Prolog und das erste Kapitel Programm. Danach beginnt Kate Burkholder zu ermitteln.

Es ist ein Thriller, den man kaum aus der Hand legen ...

Der Beginn ist nichts für schwache Nerven, der Titel ist für den Prolog und das erste Kapitel Programm. Danach beginnt Kate Burkholder zu ermitteln.

Es ist ein Thriller, den man kaum aus der Hand legen mag und der sich von anderen der Reihe ein bisschen unterscheidet. Kate und Tommasini sind endlich verheiratet und arbeiten immer noch zusammen. Zwei weitere Kollegen sind ineinander verguckt. Und der Bürgermeister der Gemeinde hält im Grunde zu ihr, das war nicht immer so. Ansonsten jedoch ist es ein fabelhafter Krimi, der unterhält, zum Mitraten einlädt, der fesselt und einen Einblick in die Welt der Amischen gibt. Dazu kommen noch historische Bedeutsamkeiten, die hier eine Rolle spielen. Auch Kate bekommt einen Widersacher aus den eigenen Reihen und soll außer Gefecht gesetzt werden, aber sie ermittelt auf eigene Faust weiter. Weil die Amish mit ihr, einem ehemaligen Gemeindemitglied reden und gegenüber den normalen Englischen mauern.
Ich habe bisher alle Krimis rund um Kate Burkholder verschlungen. Dies ist der 16. und mindestens so gut seine Vorgänger! Castillo wird eher besser. Super Schmöker!

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Krimi-Schmöker: kurz, aber saftig!

Im Nebel liegt der Tod
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John Benthien hat gerade mit seiner Kollegin Lilly zusammen einen Mord auf Sylt aufgeklärt als sie auf der Rückfahrt von Niebüll in dichten Nebel geraten. So dicht, dass er auf der Nebenstraße an der nächstbesten ...

John Benthien hat gerade mit seiner Kollegin Lilly zusammen einen Mord auf Sylt aufgeklärt als sie auf der Rückfahrt von Niebüll in dichten Nebel geraten. So dicht, dass er auf der Nebenstraße an der nächstbesten Pension anhält. Und bereits beim Einchecken merkt man, dass etwas nicht stimmt. Im Grunde passiert erst Mal nix, außer das man merkt, dass einige Personen etwas zu verbergen haben. Leicht spitzt sich die Geschichte zu. Bleibt unterhaltsam, liefert eine Tote im Nebel und mehrere Merkwürdigkeiten. Wielpütz baut die Landschaft, den Nebel und die Nähe zur dänischen Grenze ebenso ein wie die wortkargen Nordfriesen. Und so hatte ich als Leserin viel Vergnügen mit diesem sehr kurzen, auf den Punkt gebrachten Krimi, der mich bestens unterhielt. Lohnt sich!

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Veröffentlicht am 23.06.2025

Eigenwillig und gut

Kleine Wunder in der Mitternachtskonditorei
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Es ist ein aus dem Koreanischen übersetzter Roman, der ziemlich eigenwillige Kurzgeschichten in die Rahmenhandlung integriert. Yeonhwa erbt von ihrer Oma eine kleine Konditorei, die eigentlich viele Schulden ...

Es ist ein aus dem Koreanischen übersetzter Roman, der ziemlich eigenwillige Kurzgeschichten in die Rahmenhandlung integriert. Yeonhwa erbt von ihrer Oma eine kleine Konditorei, die eigentlich viele Schulden hat und sie sollte das Erbe am besten nicht annehmen. Das ist zumindest die Meinung des Notars. Sie tut es dennoch, weil sie ihrer Oma immer schon vertraut hat und diese ihr schrieb, dass sie nach einem Monat alle diese Sorgen los wäre. Ein Wagnis! Dabei kennt Yeonhwa noch nicht mal Omas Rezepte... Doch die lernt sie schnell, denn die liegen unterm Tresen. Die Öffnungszeiten muss sie allerdings einhalten und die sind speziell.
Auch ihre Kundschaft ist speziell und jeder Kunde erzählt eine eigene, kurze Geschichte, warum diese Konditorei für sie oder ihn wichtig ist.

Sehr gut verfasst und trotz der ungewohnten Namen und Bezeichnungen für die unterschiedlichen Backwaren angenehm zu lesen. Es geschehen wirklich kleine Wunder, der Titel bildet den Roten Faden gut ab. Und es ist schwierig nicht zu viel zu verraten. Wer die Titel von Michiko Aoyama mag, wird diesen Titel auch mögen!

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