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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.07.2025

Spannend, Unterhaltsam und Humorvoll!

Eifelbande
1

Ende Juni 2025 hat Rudolf Jagusch den Regionalkrimi „Eifelbande“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Das Cover ist schon mal ´ne Wucht. Es passt hervorragend in die Reihe und zur Geschichte. ...

Ende Juni 2025 hat Rudolf Jagusch den Regionalkrimi „Eifelbande“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Das Cover ist schon mal ´ne Wucht. Es passt hervorragend in die Reihe und zur Geschichte. Es handelt sich um 7. Band der Reihe mit dem liebenswert kauzigem Ermittler Hotte Fischbach. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
Auf die Tochter von Hotte Fischbach wird ein Mordanschlag verübt. Hauptkommissar Hotte Fischbach hat sie gerade erst kennengelernt. An ihre Mutter erinnert er sich nicht. Hotte und sein Kollege machen sich auf die Suche nach dem Verursacher. Sie stoßen auf ein Netz von Lügen, Neid und Missgunst. Und auf Beziehungsgeflechte, die kompliziert sind.
Rudolf Jagusch ist ein Krimiautor, den ich noch nicht kenne. Da ich neugierig auf neue Autoren bin, greife ich zu „Eifelbande“ und beginne zu lesen. Es dauert nur ein paar Sätze und schon bin ich gedanklich in der Eifel. Mitten im Nirgendwo. Die bildhafte Beschreibung der Landschaft trifft den Kern Region und ich konzentriere mich auf die Erzählung.
Vom ersten bis zum letzten Satz empfinde ich den Krimi als spannend. Ich folge Hotte Fischbach bei seinen Ermittlungen. Der Autor macht es ihm nicht gerade leicht. An gut ausgesuchten Stellen präsentiert er von mir unerwartete Wendungen und löst seinen Fall sauber auf.
Alles in allem hat Rudolf Jagusch mit „Eifelbande“ einen Regionalkrimi auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Hotte Fischbach ermittelt mit Herz und Humor in einem verworrenen Fall. Von mir bekommt der Autor vier verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung für alle die Leser, die Lust auf ein paar unterhaltsame Lesestunden in der Eifel haben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.07.2025

Erfrischen fies, gut erzählt!

Nordseerätsel
1

Von Heike Denzau habe ich bereits den Regionalkrimi „Nordseegeheimnis“ und den Mystery-Krimi „Dämonen der Speicherstadt“ gelesen. Da liegt es für mich nahe, einen genaueren Blick auf ihr neues Werk zu ...

Von Heike Denzau habe ich bereits den Regionalkrimi „Nordseegeheimnis“ und den Mystery-Krimi „Dämonen der Speicherstadt“ gelesen. Da liegt es für mich nahe, einen genaueren Blick auf ihr neues Werk zu werfen, das die Autorin im Juni 2025 gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht hat.

Inhaltlich beschäftigt Heike Denzau mich mit einem Rätsel. Ich rätsele sehr gerne und mein Ehrgeiz ist erst dann richtig geweckt, wenn es kniffelig wird. Der Inseldetektiv Raphael Freersen bekommt einen Auftrag von Hermann Suhrkamp. Suhrkamp behauptet, ein Familienmitglied wünscht ihm dem Tod und möchte diesen vorzeitig herbeiführen. Um den Täter zu entlarven hat Suhrkamp ein Ratespiel á la Agathe Christie entworfen. Dem Sieger winkt 100.000€ Preisgeld. Raphael soll mitspielen und die Familienmitglieder beobachten. Das verspricht Spannung, denn die lieben Familienmitglieder versuchen alles, um sich gegenseitig auszutricksen. Während des Spiels häufen sich dann die mysteriösen Begebenheiten und der Tod spielt mit.

Raphael Freersen kenne ich als absoluten Anti-Helden. Er trinkt zu viel, er raucht zu viel, Frauen dienen seiner Abwechslung und das Wort Rücksicht ist im fremd. In diesem Teil wirkt er zahm. In „Nordseegeheimnis“ hat er sich zum ersten Mal ernsthaft verliebt und seine charakterliche Veränderung lese ich in „Nordseerätsel“ mit Vergnügen. Ich drücke ihm mit seiner Ava die Daumen.

Mit großer Freude lese ich als Piepmatz-Liebhaber von seiner Nymphensittichdame Waltraud. Es ist mir ein Rätsel, wie Waltraud ihr Herrchen überlebt, doch irgendwie sind die beiden putzig miteinander. Den Hinweis, dass es sich bei Waltraud um eine Nymphensittichdame handelt, hätte ich mir frühzeitig bei ihrer Erwähnung gewünscht. Das macht ihre Zuordnung dem neu einsteigenden Leser leichter.

Das Rätsel ist gut gemacht und hat nicht nur Raphael sondern auch mich intensiv beschäftigt. Alleine hätte ich es nicht gelöst, denn dafür ist Vorortrecherche nötig. Heike Denzau hat sich mächtig ins Zeug gelegt und führt gekonnt durch ihren Krimi. Den Schreibstil empfinde ich als leicht und locker. Den Krimi zu jeder Zeit als spannend. Es ist ein fesselndes Leseerlebnis und die ca. 335 Seiten vergehen wie im Flug.

Alles in allem hat Heike Denzau mit „Nordseerätsel“ einen Küstenkrimi auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Sie beschäftigt den Leser mit einem Rätsel, einem Geheimnis und einer Familie, die mir wirklich nicht sympathisch ist. Hercule Poirot wäre stolz auf den Inseldetektiv Raphael Freersen und jeder, der Agatha Christie kennt, wird seinen Spaß mit „Nordseerätsel“ haben. Von mir bekommt die Autorin verdiente 4 Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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  • Cover
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Veröffentlicht am 08.07.2025

Spannend, Unterhaltsam, Erzgebirge!

Glutrotes Erzgebirge
1

In der Hitzewelle habe ich Ablenkung gesucht und mein Blick fiel auf den Kriminalroman „Glutrotes Erzgebirge“ von Danielle Zinn. Die Autorin hat ihr Werk am 22. Mai 2025 gemeinsam mit dem Verlag emons: ...

In der Hitzewelle habe ich Ablenkung gesucht und mein Blick fiel auf den Kriminalroman „Glutrotes Erzgebirge“ von Danielle Zinn. Die Autorin hat ihr Werk am 22. Mai 2025 gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Das Cover und der Titel passen gut zur Geschichte. Der Titel und der Name der Autorin sind gut lesbar.
Ich lese sehr gerne Krimis, Danielle Zinn kenne ich noch nicht und so mache ich mich gespannt an die Geschichte. Gedanklich mache ich mich auf den Weg in das Erzgebirge und begebe mich nach Crottendorf. Ein Ort, von dem ich noch niemals etwas gehört habe. Ausgerechnet hier taucht ein Brief mit folgendem Inhalt auf: „Ich weiß, was damals wirklich passiert ist!“. Mich erinnert das an eine Horror-Serie aus meiner Jugendzeit, in der es hieß „Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast!“. Da ging es um Mord. Und hier wohl auch, denn ich befinde mich in einem Kriminalroman. Auch wenn der Ort klein und unscheinbar ist.
Hauptkommissar Alexander Berghaus, seine Kollegin Anne Heller und der übereifrige Praktikant Deon ermitteln mit aller Kraft. Die Hinweise sind widersprüchlich und es scheint, als würde sich das Team verzetteln. Schnell ist klar, die beiden Opfer sind Geschwister und das führt zu vielen weiteren Fragen.
Vom ersten bis zum letzten Buchstaben empfinde ich diese Erzählung als spannend. Ebenso wie das Team bin ich lange ahnungslos, was den Täter angeht. Erst kurz vor Schluss ist auf einmal alles klar. Da ist es fast zu spät und ein mega spannender Countdown startet.
Alles in allem hat Danielle Zinn mit „Glutrotes Erzgebirge“ einen spannend und unterhaltsamen Regionalkrimi auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf ein paar Lesestunden im Erzgebirge hat und gerne rätselt, der ist hier gut aufgehoben. Von mir bekommt die Autorin verdiente 4 Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 01.07.2025

Spannend, Atmosphärisch, Fesselnd!

Liestaler Wut
1

Gemeinsam mit dem Verlag emons: hat Ina Haller den Regionalkrimi „Liestaler Wut“ Ende Mai 2025 auf den Büchermarkt gebracht. Von Ina Haller habe ich schon einige Krimis gelesen und so stand „Liestaler ...

Gemeinsam mit dem Verlag emons: hat Ina Haller den Regionalkrimi „Liestaler Wut“ Ende Mai 2025 auf den Büchermarkt gebracht. Von Ina Haller habe ich schon einige Krimis gelesen und so stand „Liestaler Wut“ oben auf meiner Wunschliste. Das traumhaft schöne Cover täuscht den Leser. Es geht weder beschaulich noch romantisch zu. Der Titel des Buches und der Name der Autorin sind gut lesbar. Es handelt sich um den 7. Band der Reihe mit Samantha Kälin. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Mit Vorkenntnissen macht es mehr Spaß.

In der Liestaler Altstadt findet Samantha einen bewusstlosen Mann, der später im Spital stirbt. Es stellt sich heraus, dass eine Pilzvergiftung die Ursache ist. Es dauert nicht lange, da wird seine Freundin mit einer Überdosis Schlafmittel entdeckt. Der Fall scheint gelöst, doch in Samanthas Umfeld passieren merkwürdige Dinge und sie glaubt, dass da noch etwas ganz anderes dahinter steckt.

Neugierig beginne ich mit der Lektüre. Schnell hat mich der bildhafte und leicht zu lesende Schreibstil von Ina Haller ins beschauliche Stedtli geführt. Vom ersten Moment an habe ich die Erzählung als spannend empfunden. Immer bin ich neugierig, wie sich die Geschichte weiterentwickelt und so lese ich die ca. 263 Seiten in nur 2 Abenden. Neben einem sauberen Krimistrang, bei dem ich fleißig am rätseln bin, beschäftigt die Autorin mich mit einem Mord in Afrika, der eine neue Richtung in den Kriminalroman bringt.

Samantha hat es auch in diesem Fall nicht leicht. Die Autorin mutet ihr einiges zu und so muss sie nicht nur ordentlich einstecken, sie muss auch um ihr Leben fürchten. Da wird mir beim Lesen Angst und Bange und ich erinnere mich daran, dass ich mich nur in einer Geschichte befinde.

Alles in allem hat Ina Haller mit „Liestaler Wut“ einen Regionalkrimi auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Spannend und atmosphärisch erzählt sie den 7. Teil aus ihrer Samantha-Reihe gekonnt souverän und das macht Lust auf mehr. Von mir bekommt die Autorin verdiente 4 Lesesterne und eine Leseempfehlung für alle, die es gerne kriminell spannend mögen.

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Veröffentlicht am 24.05.2025

Macht nachdenklich!

Heute alles und morgen vielleicht
1

Im April 2025 hat Suza Summer den Roman „Heute alles und morgen vielleicht“ gemeinsam mit dem Verlag Kampenwand herausgebracht. Der Titel und das Cover passen gut in das Genre und zur Geschichte.
Die lebenshungrige ...

Im April 2025 hat Suza Summer den Roman „Heute alles und morgen vielleicht“ gemeinsam mit dem Verlag Kampenwand herausgebracht. Der Titel und das Cover passen gut in das Genre und zur Geschichte.
Die lebenshungrige und erfolgsverwöhnte Camille liebt ihr Leben in der Upperclass. Nichts ist ihr gut genug. Immer geht es besser, höher und/oder weiter. Dann trifft sie ein Schicksalsschlag. Sie hat Krebs. Eine fürchterliche Diagnose, die ihr Leben von jetzt auf gleich entscheiden verändert. Sie wird sterben.
Die Palliativkrankenschwester Sanna ist sehr bodenständig. Sie kümmert sich rührend um ihre Patienten und kennt so ziemlich jedes Geheimnis. Mit einer ungeschickten Aktion spielt sie sich beruflich ins Aus. Da kommt ihr das Angebot von Camille und ihrem Mann Aiden gelegen, die beiden auf ein Chalet in den Schweizer Bergen zu begleiten und sich um Camille zu kümmern.
Schnell habe ich mich in die Geschichte eingelesen. Suza Summer nutzt die modernen Worte. Das Buch ist in verschiedene und nicht nummerierte Kapitel aufgeteilt. Jedes einzelne hat eine Überschrift, die mich nachdenklich macht. Die Autorin beschäftigt mich beim Lesen in erster Linie mit ihren Protagonistinnen, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Camille, die mir am Anfang wenig sympathisch erscheint, zeigt sich nach und nach menschlicher. Unter ihrer spröden Schale versteckt sich ein sehr weicher Kern, den sie mit aller Kraft verteidigen will. Sanna, die ihre Altlasten mit sich trägt und sich in ihrer Arbeit versteckt, muss sich ihren Ängsten stellen und macht im Laufe der Seiten eine charakterliche Wandlung durch, die sich sehen lassen kann. Und dann ist da noch die Sache mit der Liebe. Sanna und Aiden verlieben sich ineinander. Aiden ist jedoch der Ehemann der todkranken Camille. Kann diese Liebe eine Zukunft?
Alles in allem hat die Autorin Suza Summer mit ihrem Roman „Heute alles und morgen vielleicht“ einen Roman auf den Büchermarkt gebracht, der nachdenklich macht. Ich empfehle ein paar ruhige und konzentrierte Lesestunden, damit die Geschichte wirken kann. Von mir bekommt die Autorin vier verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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