Der nächste Einsatz für das Ermittlerduo Käthe & Hinnerk
Die eiskalte Strohwitwe von SyltNachdem der erste Küstenkrimi „Der tote Kurschatten von Sylt“ so ein großer Erfolg wurde, hat Dany R. Wood nun sein neustes Werk „Die eiskalte Strohwitwe von Sylt“, dass im Juni 2025 im Arturo – Verlag ...
Nachdem der erste Küstenkrimi „Der tote Kurschatten von Sylt“ so ein großer Erfolg wurde, hat Dany R. Wood nun sein neustes Werk „Die eiskalte Strohwitwe von Sylt“, dass im Juni 2025 im Arturo – Verlag erschienen ist, vorgelegt. Bei diesem Buch handelt es sich um den zweiten Fall für Oma Käthe, die mit ihrem Lebensgefährten und Ex- Inselkommissar Hinnerk auf eigener Faust, ermittelt. Seit Jahren bin ich ein riesengroßer Fan von Familie Backes, aber genauso liebe ich es, wenn Oma Käthe als Miss Marpel unterwegs ist und so zog es mich erneut auf die schöne Insel Sylt.
Tipp: Zwar kann man die Bücher unabhängig voneinander lesen, aber dabei gehen wichtige Hintergrundinformationen verloren. Besser ist es, wenn man bei den Dorfkrimis um Familie Backes anfängt. Die Reise ins Saarland lohnt sich definitiv!
Wer schon einmal das eine oder andere Buch des Autors gelesen hat, weiß den leichten und humorvollen Schreibstil zu schätzen. Ganz egal, wie viele Jahre bereits vergangen sind, ich liebe ihn immer noch. Dieser Humor, denn Dany R. Wood immer wieder zu Papier bringt, ist einfach einzigartig und ich kann einfach nie genug davon bekommen. Keine Ahnung, woher er immer wieder seine Pointen herholt, aber eines weiß ich: diese Quelle darf nie versiegen! Zudem dürfen seine authentischen und lebensnahen Charaktere den Humor in vollen Zügen ausleben wodurch eine wundervolle und brillante Situationskomik entstehen kann, die einem die Lachtränen in die Augen schießenlassen.
Oma Käthe verweilt mal wieder bei ihrem Lebensgefährten Hinnerk auf Sylt, aber eine richtige Urlaubsstimmung will sich einfach nicht einstellen. Der Stimmungskiller ist auch rasch gefunden und hat sogar einen Namen: Ellen, die Schwester von Hinnerk, die normalerweis in Amerika lebt. Für ein paar Wochen hat sie sich jetzt bei Hinnerk und Käthe eingenistet und das sorgt für Zündstoff. Permanent geraten sie und Käthe aneinander und genau in diesem Moment kommt Käthes Chance um die Ecke. Anstatt sich nur an zu zicken ergreift sie die Flucht und nimmt den Job als Haushaltsdame bei den Lindholms an. Das bisschen Putzen wird wohl zu schaffen sein, wäre da nicht die hübsche Brasilianerin Fernanda. Eine ziemlich temperamentvolle junge Frau, die ebenfalls gerne aneckt. Das erste Opfer ist ausgerechnet Oma Käthe, aber die verweist sie sofort in ihre Schranken. Am nächsten Morgen liegt Fernanda ermordet und im Sand verbuddelt am Strand. Der Mörder ist auch schnell gefunden: ihr Stalker! Soll es wirklich so einfach sein? Oma Käthe will dies nicht glauben und ermittelt in der Villa Lindholm. Was sie allerdings sehr stutzig macht, dass keiner Fernanda eine Träne nachtrauert. Eher im Gegenteil! Dies ist aber nicht das Einzige, was Käthe auffällt: das gesamte Verhalten unter den Lindholms ist recht eigenartig. Käthes und Hinnerks Neugierde ist mehr als nur geweckt und das Ermittlerduo will der Ursache auf den Grund gehen.
„Die eiskalte Strohwitwe von Sylt“ ist erneut ein Meisterwerk von Dany R. Wood. Sein Cosy Crime Krimi hat wieder alles, was ein guter Krimi ausmacht: ein unschlagbares Ermittlerteam, eine gute Prise Humor, ein gut durchdachter spannender Fall, mehrere Verdächtige und die entsprechenden Wendungen, die jedem Leser die Tätersuche erschwert. Während des Lesens versuche ich, auf den oder die Täter zu kommen, aber leider muss jedes Mal passen. Erst im letzten Drittel löst sich der Fall nach und nach auf und genau dies liebe ich. Spannung bis zum Schluss!
5 von 5 Sternen und ich hoffe und wünsche mir, dass Ermittlerin Oma Käthe noch lange nicht in Rente geschickt wird. Sie ist definitiv zu jung für die Rente!