ein unverschämter Ermittler und rätselhafte Morde
Alex BrandtInhalt:
Alexander Brandt und sein Team stehen vor einem Rätsel. Fünf Menschen wurden grausam ermordet, ihrer Herzen beraubt und doch tragen sie alle ein seliges Lächeln im Gesicht. Die Ermittler stoßen ...
Inhalt:
Alexander Brandt und sein Team stehen vor einem Rätsel. Fünf Menschen wurden grausam ermordet, ihrer Herzen beraubt und doch tragen sie alle ein seliges Lächeln im Gesicht. Die Ermittler stoßen auf eine Mordserie, die ihren Anfang vor langer, langer Zeit hatte.
Cover und Titel:
Schon das Cover macht echt was her, schlicht und wie man es in dem Genre erwartet doch düster: Ein menschliches Herz auf rot-schwarzem Hintergrund, passend zum Titel „Blutige Herzen“. Sowohl Cover als auch Titel passen prima zum Inhalt und haben mich neugierig auf den Thriller gemacht.
Meine Meinung:
Alexander Brandt ist sicher nicht der typische Sympathieträger, eher ein echtes Ekelpaket. Doch ein Ermittler muss meiner Meinung nach beileibe nicht immer nett sein, um interessant zu wirken, im Gegenteil. Die arrogante, sarkastische Art von Alex finde ich spitze. Das ist mal was ganz anderes. Nicht selten musste ich über seine doofen Sprüche und den unmöglichen Umgang seinen Mitmenschen gegenüber grinsen. Begegnen würde ich ihm im realen Leben nicht wollen, aber gelesen habe ich gern über ihn. Auch die anderen Teammitglieder sind keine Null-Acht-Fünfzehn-Charaktere, sondern gut ausgearbeitete, spannende Figuren.
Der Prolog beginnt schon mal sehr ungewöhnlich, anders als erwartet und lässt den Leser mit Fragen zurück. Auch die Geschichte an sich ist spannend, voller Rätsel und endet schließlich mit einem fulminanten Finale. Die historischen Bezüge sind eine Besonderheit und gut in die Story eingebettet. Die Mordschauplätze sind zum Teil recht ausführlich und grausam beschrieben. Nichts für schwache Nerven, also auch nichts für meine Nerven. Aber solche Passagen überfliege ich dann eben, von dem her hat es mich auch nicht gestört.
Das Buch liest sich zunächst wie ein „normaler“ Thriller. Erst nach über der Hälfte macht er seinem Namen Mystery-Thriller alle Ehre, denn ab hier kommen stimmungsvolle, mystische Elemente hinzu, die mir auch den einen oder anderen Gänsehautmoment beschert haben.
Der Schreibstil ist sehr detailliert wie ich finde und erzeugt damit zwar auf jeden Fall Atmosphäre. Mir war er jedoch etwas zu ausführlich, fast langatmig, und teilweise auch zu schwülstig.
Der Thriller spielt zum großen Teil in Frankfurt. Gegen Ende werden ein paar Orte dort erwähnt. Da ich selbst noch nie in Frankfurt war, hatte das für mich jetzt nicht unbedingt einen Mehrwert. Für diejenigen, die Stadt schon einmal besucht haben, wird das aber durchaus ein kleiner Bonus sein, denke ich.