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CynthiaM94

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.07.2025

Das Geld muss weg

Alle meine Träume
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Man stelle sich vor: ein riesiger Geldgewinn, die Erfüllung aller Träume zum Greifen nah und doch ist man nicht glücklich. Nein viel mehr noch, der unerwartete Geldsegen ruiniert das Leben. Entwickelt ...

Man stelle sich vor: ein riesiger Geldgewinn, die Erfüllung aller Träume zum Greifen nah und doch ist man nicht glücklich. Nein viel mehr noch, der unerwartete Geldsegen ruiniert das Leben. Entwickelt sich zum Fluch, den es zu überwinden gilt. Und das gestaltet sich schwerer als gedacht.

So ungefähr startet der Roman in dessen Zentrum Jo steht. Das Geld hat ihr bisher wenig Gutes beschert und so beschließt sie, alles zu verschenken. Aber wo starten?
Ich mochte Jos zarte Anfänge, klein loslegen, erstmal sehen wies läuft. Und noch unterhaltsamer, weil wenig überraschend, waren die Reaktionen auf ihr Handeln: schamloses Ausnutzen, Neid und Missgunst, Beschimpfung, Unverständnis und sich abwenden. Nicht zu vergessen die bürokratischen Hürden, die es zu überwinden gilt. Damit ist die Geschichte nicht nur durchaus unterhaltsam, weil die Situationen teilweise nicht einer gewissen Komik entbehren, sie bringt auch einiges an ernsten Gedanken und Überlegungen mit sich.

Jo hat damit zu kämpfen, wie ihr Umfeld reagiert, wem kann sie trauen? Aber sie schafft sich eine Basis und trotz Rückschlägen nimmt ihr Vorhaben Fahrt auf, teilweise muss sie aber auch feststellen, dass es gar nicht so leicht ist, Gutes zu tun. Und nebenher werden mal die Beziehungen zu den verschiedenen Menschen in Jos Umfeld beleuchtet, was der Handlung auch eine sentimentale Komponente verleiht.

Ich mochte diese unterhaltsame und doch auch nachdenkliche Erzählung. Was bleibt ist der Gedanke, dass Geld alleine nicht glücklich macht, es einem aber viele Möglichkeiten eröffnet.

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Veröffentlicht am 11.07.2025

Richtig cool

Die Elite von Ashriver - Broken Lies
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Mir hat ja bereits Band 1 rund um die Ashriver Academy und die Intrigen dahinter richtig gut gefallen und ich fand Band 2 greift das ganz wunderbar und spielt die äußere Rahmenstory noch weiter. Dieses ...

Mir hat ja bereits Band 1 rund um die Ashriver Academy und die Intrigen dahinter richtig gut gefallen und ich fand Band 2 greift das ganz wunderbar und spielt die äußere Rahmenstory noch weiter. Dieses Konstrukt, dass zwar die Protas wechseln, der größere Rahmen sich aber kontinuierlich weiterentwickelt ist richtig stark.

An Rileys Geschichte haben mir besonders ihr persönliches Wachstum und die Storyline rund um die Prüfungen der Gemeinschaft der Schatten gefallen. Es wird hier wieder super düster und gleichzeitig sehr spannend. Vor allem weil es auch da einiges an verborgenen Ränkespielen gibt.

Da einiges innerhalb der der Handlung auch zum Ende noch sehr undurchsichtig ist, wird dies wohl alles erst im letzten Band zusammengeführt werden. Der Plot ist auf jeden Fall super durchdacht, es gibt grade genug Drama und schockierende Enthüllungen, dass man unbedingt dranbleiben will, ohne dass die Story überladen wird.

Auch die Lovestory ist eigentlich super bodenständig, was mir gut gefallen hat. Und die Freundschafts-Vibes sind wieder erstklassig.
Hat mir richtig gut gefallen und ich freu mich jetzt schon aufs Finale

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Veröffentlicht am 11.07.2025

Atmosphärisch, aber auch ausufernd

Die Rettung
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Bücher von Charlotte McConaghy überzeugen meist mit einem starken, bildhaften Schreibstil und einer super eindrücklichen Atmosphäre. So auch hier: die Stimmung die bereits auf den ersten Seiten erzeugt ...

Bücher von Charlotte McConaghy überzeugen meist mit einem starken, bildhaften Schreibstil und einer super eindrücklichen Atmosphäre. So auch hier: die Stimmung die bereits auf den ersten Seiten erzeugt ist absoluter Wahnsinn und es werden eindrucksvolle Bilder einer unwegsamen, in der Zerstörung inbegriffenen Insel geschaffen; einem Ort, der seine Bewohner auf eine harte Probe stellt. Gleichzeitig gibt es innerhalb der Geschichte immer wieder kleine Ruhepole, Fluchten vor der grausamen Realität, die den Leser zu Atem kommen lassen und wie Balsam für die aufgewühlte Seele sind. Soweit, so fantastisch.

Was mich aber immer wieder so ein bisschen rausgeworfen hat, dass war die Überladung der Geschichte mit Hinweisen, Anspielungen und Andeutungen auf eine potentielle Katastrophe, eine lauernde Gefahr und drohenden Untergang. Die Insel umgibt eine Art mythische Aura der Gefahr und Bedrohlichkeit und relativ früh in der Geschichte werden erste Suspense-Momente eingebaut. Mochte ich total gern, aber irgendwann fühlte es sich an, als würde von allen Seiten mit dem sprichwörtlichen Zaunpfahl gewunken werden und trotzdem verhielten sich die Figuren absolut irrational. Ich hatte beim Lesen immer super viele Fragen im Kopf.

Bis ungefähr zur Mitte des Buches war ich sehr begeistert, dann kippte das bei mir ein bisschen, weil es von allem ein Ticken zu viel war, nicht mehr ganz glaubwürdig und dadurch irgendwie fast schon anstrengend. Weiß nicht, ob die Autorin hier nicht einfach zu viel wollte und sich dadurch übernommen hat? Der drohende Untergang, die geisterhaften Existenzen, die die Familie umgeben, der Eindringling, der zu einem essentiellen Teil des ganzen wird, eine sich anbahnende Liebesgeschichte vor dem Hintergrund von Schuld und Verlust- kann man alles machen, aber hat dann für mich einfach nicht 100% funktioniert.

Insgesamt fand ich schon, dass sich das Buch fantastisch liest, auch wenn man sich an die vielen schnellen Perspektivenwechsel mit teilweise völlig unterschiedlichem Fokus erstmal gewöhnen musste. Aber der starke, bildhafte Schreibstil ist absolut on point und die geschaffene Atmosphäre super mitreißend. Gegen Ende hat mich dann halt einfach verloren. Trotzdem ein Buch, über das ich viel nachgedacht habe und das mich einfach nicht loslassen wollte.

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Veröffentlicht am 11.07.2025

Klassischer, aber etwas zäher mittlerer Band

Four Ruined Realms
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Band 1 der Trilogie war in meinen Augen eine echte Wucht und für mich ein Fantasy-Highlight, vor allem auch der Knall mit dem dieser Band endete hat ich schon total heiß auf diesen Folgeband gemacht. Schön ...

Band 1 der Trilogie war in meinen Augen eine echte Wucht und für mich ein Fantasy-Highlight, vor allem auch der Knall mit dem dieser Band endete hat ich schon total heiß auf diesen Folgeband gemacht. Schön finde ich, dass es ein „was bisher geschah gab“, ansonsten schließt die Story quasi unmittelbar an, sodass man Band 1 schon gelesen haben sollte. Für mich ist dies ein klassischer „Übergangsband“, der das große Finale im letzten Teil der Trilogie vorbereiten soll und vor allem die Entwicklung der Charaktere und ihrer Beziehungen vorantreibt. Spannungstechnisch blieb er dadurch etwas auf der Strecke.

Was ich besonders schade fand: die Gruppe wird ziemlich aufgespalten, dadurch bekommt man natürlich viele verschiedene Blickwinkel auf die Geschichte und ihre Akteure, aber ich fands einfach schade, dass die Handlung dadurch so auseinandergerissen und an vielen Baustellen gleichzeitig gearbeitet wird. Ich fand vor allem wieder Aeri und Sora sehr interessant, beide haben super interessante Geschichten/Lebenswege, die hier noch weiter ausgeschmückt werden.

Teilweise zog sich die Handlung für meinen Geschmack etwas in die Länge während die Spieler auf dem Brett der Intrigen und Allianzen platziert werden. Klar gab es auch ein paar Konfrontationen und kleiner Schlachten-Momente, aber man merkt hier schon, dass dieser band eher der Vorbereitung des Finales dient. Im letzten Teil des Buches kommt nochmal etwas mehr Tempo und Spannung auf und insgesamt bin ich schon neugierig, wie die Geschichte im dritten band ausgeht.

Ich mag das Worldbuilding und die Figuren nach wie vor sehr und fand auch, dass auch dieser band wieder toll geschrieben und gut durchdacht ist. Der Handlungsverlauf wirkt durchaus stimmig und vor allem auf persönlicher und zwischenmenschlicher Ebene passiert hier viel, wodurch einem die Charaktere noch ein bisschen mehr ans Herz wachsen.

Kommt für mich nicht an das Suchtpotential von band 1 ran, aber durchaus solider Aufbauband.

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Veröffentlicht am 11.07.2025

überraschend großartig

Shatter Me
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Shatter me ist eins dieser Bücher, um die ich mich aufgrund des großen Internethypes lange Zeit gedrückt habe. Denn meistens enttäuschen mich diese Bücher dann. Aber weil ich ja trotzdem neugierig war, ...

Shatter me ist eins dieser Bücher, um die ich mich aufgrund des großen Internethypes lange Zeit gedrückt habe. Denn meistens enttäuschen mich diese Bücher dann. Aber weil ich ja trotzdem neugierig war, hab ichs dann eben doch gelesen. Und ich fands überraschenderweise total genial. Verstehe den Hype um diese Reihe.

An den ungewöhnlichen Erzählstil mit den Durchstreichungen muss man sich vllt am Anfang gewöhnen, aber das trägt massiv zur Stimmung bei. Die innere Zerrissenheit der Protagonistin, ihr Kampf mit sich selbst und ihren Gedanken wird da sehr anschaulich rübergebracht. Besonders bevor man sie näher kennenlernt wirkt sie destruktiv, verängstigt, teilweise manisch.
Ich fands total interessant, wie durch den ungewöhnlichen Einstieg eine völlig andere Storyline von mir erwartet wurde, als sie sich letztendlich entfaltet hat.

Das Thema selbst fand ich ansprechend und stimmig aufgebaut, hatte so ein bisschen X-Men Feeling für mich. Die dystopischen Züge der Geschichte sind auf jeden Fall spürbar, auch wenn man vom Worldbuilding selbst noch nicht unbedingt viel mitbekommt. Das was geschildert wird betrifft hauptsächlich Juliettes eigene Lebensumstände, von der Außenwelt hat sie wenig mitbekommen. dadurch sieht man als Leser aber zusammen mit der Protagonistin alles zum ersten Mal, was gut gemacht ist.

Es werden verschiedene Bindungen in diesem Band aufgebaut und gibt erstmal eine sehr stereotypische Unterteilung der Figuren in "gut" und "Böse", ich nehme mal an hier gibt es für den Verlauf der Handlung innerhalb der Reihe das meiste Potential.

Mir hats auf jeden Fall gut gefallen

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