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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.08.2025

Spannung light in der Südsee

The Castaways
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Ich hatte mir von „The Castaways“ deutlich mehr Thrill erhofft. Für mich fühlt sich das Buch eher wie ein Spannungsroman mit viel Drama an, weniger wie ein richtiger Thriller. Die Idee, abwechselnd aus ...

Ich hatte mir von „The Castaways“ deutlich mehr Thrill erhofft. Für mich fühlt sich das Buch eher wie ein Spannungsroman mit viel Drama an, weniger wie ein richtiger Thriller. Die Idee, abwechselnd aus der Sicht von Erin in der Gegenwart und Lori in der Vergangenheit zu erzählen, hat mir gut gefallen, und das Setting auf den Fidschi-Inseln bringt definitiv Urlaubsatmosphäre mit. Auch der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, sodass man schnell durch die Kapitel kommt.
Trotzdem konnte mich die Geschichte nicht so packen, wie ich gehofft hatte. Die Figuren blieben für mich oft blass oder unsympathisch, und mit den beiden Schwestern bin ich nicht richtig warm geworden. Vor allem Loris Fürsorge um Sonny nahm für meinen Geschmack zu viel Raum ein. Außerdem hatte ich bei einigen Entwicklungen schon früh eine Ahnung, wohin es geht, und die Auflösung kam wenig überraschend.
Das Thema Flugzeugabsturz mit Überlebenden auf einer einsamen Insel ist inzwischen oft erzählt worden, und hier fehlten mir neue Ideen oder spannende Wendungen, die das Ganze frisch wirken lassen. Unterm Strich ist „The Castaways“ eine nette Lektüre für zwischendurch, die sich leicht weglesen lässt, aber für mich viel Luft nach oben hat.

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Veröffentlicht am 06.08.2025

Ein Ratgeber über das Loslassen

Sag zum Abschied leise … yippie!
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Mit „Sag zum Abschied leise … yippie!“ widmet sich Nathalie Klüver einer Lebensphase, die viele Eltern betrifft, über die aber selten offen gesprochen wird: dem Übergang, wenn Kinder selbstständiger werden ...

Mit „Sag zum Abschied leise … yippie!“ widmet sich Nathalie Klüver einer Lebensphase, die viele Eltern betrifft, über die aber selten offen gesprochen wird: dem Übergang, wenn Kinder selbstständiger werden und sich zunehmend abnabeln. Kuscheln und Nähe werden seltener; stattdessen prägen verschlossene Türen und das Gefühl, nicht mehr ständig gebraucht zu werden, den Alltag.
Das Buch verbindet persönliche Erfahrungen mit Interviews, Informationen und praktischen Tipps. Es macht Mut, diese Zeit nicht nur als Abschied zu sehen, sondern auch als Chance: für neue Perspektiven, mehr Raum für sich selbst und für die Partnerschaft. Klüver schreibt ehrlich, emotional und mit einer Prise Humor, ohne dabei ins Kitschige abzurutschen.
Einige Inhalte wiederholen sich, und an manchen Stellen hätte man noch tiefer einsteigen müssen. Insgesamt bietet der Ratgeber jedoch einige hilfreiche Impulse und schafft ein Gefühl von Verständnis und Gemeinschaft.
Ein lesenswertes Buch für Eltern, deren Kinder langsam flügge werden. Es ist informativ, tröstlich und ermutigend zugleich, ist allerdings doch eher oberflächlich gehalten. Preis-Leistungsverhältnis mittelmäßig.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Leichte Lektüre mit Charme und Küstenflair

A Taste of Cornwall: Eine Prise Liebe
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Ich hatte Lust auf eine leichte, unterhaltsame Geschichte – und A Taste of Cornwall – Eine Prise Liebe war dafür genau richtig. Die Geschichte beginnt mit einem Skandal: Restaurantkritikerin Sophie verliert ...

Ich hatte Lust auf eine leichte, unterhaltsame Geschichte – und A Taste of Cornwall – Eine Prise Liebe war dafür genau richtig. Die Geschichte beginnt mit einem Skandal: Restaurantkritikerin Sophie verliert durch eine negative Kritik ihren Job und soll in Cornwall beweisen, dass sie selbst ein Spitzenrestaurant aufbauen kann. Gemeinsam mit ihrer esoterischen Mutter, ihrer pubertierenden Tochter und einem wortkargen Koch übernimmt sie das heruntergekommene „Smugglers’ Inn“.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig, die Figuren sind lebendig gezeichnet und das Setting in einem kleinen Küstenort sorgt für stimmungsvolles Kopfkino. Besonders gefallen hat mir die Dynamik zwischen den Charakteren und Sophies persönliche Entwicklung. Die Geschichte ist stellenweise vorhersehbar, aber das gehört für mich bei einem Wohlfühlroman dazu und hat meinen Lesegenuss nicht beeinträchtigt.
Ich mochte die Mischung aus Familie, Neuanfang, ein wenig Romantik und dem kulinarischen Flair. Ein unterhaltsames Buch, das leicht zu lesen ist und für ein paar schöne Lesestunden sorgt. Wer Cornwall liebt, wird sich hier schnell wohlfühlen.

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Veröffentlicht am 12.07.2025

Nicht Georges stärkster Band, aber solide für Fans der Reihe

Asche zu Asche
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Ich lese gerade alle Inspektor-Lynley-Romane in Reihenfolge und war bei Asche zu Asche etwas enttäuscht. Die Grundidee des Falls ist spannend und ungewöhnlich, es gibt viele falsche Fährten und interessante ...

Ich lese gerade alle Inspektor-Lynley-Romane in Reihenfolge und war bei Asche zu Asche etwas enttäuscht. Die Grundidee des Falls ist spannend und ungewöhnlich, es gibt viele falsche Fährten und interessante Charaktere. Auch Elizabeth Georges typische, detailreiche Sprache und die psychologische Tiefe ihrer Figuren sind wie gewohnt stark.
Trotzdem zieht sich die Handlung über weite Strecken, die Spannung kommt erst im letzten Drittel richtig auf. Einige Passagen wirkten selbst für mich als langjähriger Fan zu lang und ausschweifend. Das private Drama rund um Lynleys Liebesleben war mir diesmal etwas zu viel.
Als Fan der Reihe und besonders der unkonventionellen Barbara Havers habe ich natürlich bis zum Ende gelesen – auch wenn es sich in meinem Fall um einen Re-Read handelte. Insgesamt kein Highlight, aber solide. Ich weiß: Bessere Bände folgen.

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Veröffentlicht am 08.06.2025

Netter Inselkrimi mit Luft nach oben

Tod im Friesenhaus
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„Tod im Friesenhaus“ von Eric Weißmann ist ein gemütlicher Inselkrimi mit viel Sylt-Flair und einer sympathischen Hauptfigur. Kristan Dennermann soll ein Antiquitätengeschäft übernehmen, doch statt einer ...

„Tod im Friesenhaus“ von Eric Weißmann ist ein gemütlicher Inselkrimi mit viel Sylt-Flair und einer sympathischen Hauptfigur. Kristan Dennermann soll ein Antiquitätengeschäft übernehmen, doch statt einer leeren Immobilie findet er die ermordete Inhaberin. Zusammen mit dem Inselkommissar deckt er dunkle Geheimnisse auf und muss sich seinen eigenen Ängsten stellen. Sylt wird sehr atmosphärisch beschrieben, und Kristan ist ein vielschichtiger Charakter. Der Humor und die kleinen Alltagsszenen machen das Lesen leicht, aber die Spannung entwickelt sich nur langsam, und die Handlung wirkt manchmal etwas konstruiert. Außerdem nimmt das Thema mit den Ängsten des Protagonisten für mich zu viel Raum ein. Der Name des Hundes hat mich genervt, und das Ende war nicht wirklich überraschend. Ohne den Sylt-Bezug hätte ich das Buch wohl nicht gelesen, insgesamt war es für mich eher ein okayes Buch für zwischendurch.

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