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Venice

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.09.2025

sensibles Thema

Eden
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Alles fängt so gut an, Sofie, behütete Tochter von Markus und Kerstin, bekommt von ihren Eltern eine Konzertkarte für ein großes Konzert. Doch bei dem Konzert wird sie Opfer eines islamistischen Selbstmord ...

Alles fängt so gut an, Sofie, behütete Tochter von Markus und Kerstin, bekommt von ihren Eltern eine Konzertkarte für ein großes Konzert. Doch bei dem Konzert wird sie Opfer eines islamistischen Selbstmord Anschlags. Wie sollen die Eltern mit dem Verlust klarkommen? Der Schmerz der Eltern ist fast körperlich greifbar. Während die Mutter den Halt verliert, beschäftigt sich der Vater sehr intensiv mit dem Täter und möchte alles über den Hintergrund wissen und wie es zu dessen Radikalisierung kam.

Eindrucksvoll wird der Schmerz der Eltern dargestellt was das Buch traurig macht. Der Schreibstil ist sensibel. Das Thema Tod und Trauer werden gut aufgearbeitet. Allerdings nehmen die vielen Monologe und die politischen Überlegungen einen großen Raum ein was das Lesen nicht einfach macht. Auf alle Fälle kein Buch für sensible Menschen.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Schwarzwaldidyll

Schattengrünes Tal
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Das in die Jahre gekommene Hotel 'Zum alten Forsthaus' kämpft um jeden Gast. Umso erstaunter sind Lisa und ihr Vater als eine alleinstehende Frau nach einem Zimmer fragt und länger bleiben möchte. Was ...

Das in die Jahre gekommene Hotel 'Zum alten Forsthaus' kämpft um jeden Gast. Umso erstaunter sind Lisa und ihr Vater als eine alleinstehende Frau nach einem Zimmer fragt und länger bleiben möchte. Was führt Daniela in das abgelegene Nest, was hat sie vor? Lisa, wie immer besorgt um das Wohlergehen der Gäste, gelingt der Kontakt zu Daniela und merkt nicht, wie sie von dieser manipuliert wird. Sie fügt sich nahtlos in das Dorfgeschehen ein und hilft bald mit im Hotelalltag.
Dagegen steht es mit der Ehe von Lisa und Simon, einem Förster, nicht zum besten. Simon ist wortkarg und hat nur wenig Sinn für die Aufopferung von Lisa.
So nimmt Daniela immer mehr Platz ein im Leben von Lisa und bald wird klar was sie wirklich hierher geführt hat.

Der Schreibstil ist ruhig mit einer subtilen Grundspannung. Leider gibt es doch einige Längen in der immer wieder kehrenden Beschreibung der Situationen und wirkt stellenweise recht konstruiert. Die Personen werden psychologisch gut dargestellt. Das Ende ist allerdings recht aprupt und hat mich etwas verwundert zurückgelassen.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Verwirrend

Himmelerdenblau
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Zum 20 Jahrestag des Verschwindens von Julie Novak wollen die Podcaster Liv und Phil den Fall wieder aufleben lassen nachdem alle Spuren im Sande verlaufen sind. Vor allem der 74 jährige Vater Theo glaubt ...

Zum 20 Jahrestag des Verschwindens von Julie Novak wollen die Podcaster Liv und Phil den Fall wieder aufleben lassen nachdem alle Spuren im Sande verlaufen sind. Vor allem der 74 jährige Vater Theo glaubt noch immer daran das die Tochter noch lebt. Inzwischen ist er an Demenz erkrankt und bevor er gänzlich ins Vergessen taucht macht er mit obwohl Sophia die andere Tochter nicht viel davon hält. Und wirklich entdecken die Podcaster beim Einbruch in das ehemalige Haus der ehemals wohlhabenden Familie Novak erschreckendes.
Geschildert wird das Buch abwechselnd aus Sicht der Protagonisten. Insbesondere die Abschnitte aus Sicht von Theo zeigen deutlich seinen verwirrten Geist.

Das Buch hat viele Wendungen die einen fast zwingen am Ball zu bleiben. Auch wird kontinuierlich die Spannung gesteigert. Leider hat das Buch etliche Längen und das Thema Demenz nimmt einen großen Raum ein. Das Ende fand ich etwas sehr verwirrend. Der Schreibstil ist lebendig, die Personen werden gut dargestellt. Für mich kommt das Buch allerdings nicht an Liebes Kind heran.

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Veröffentlicht am 13.07.2025

Brandheiß

Devil's Kitchen
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Die New Yorker Feuerwache 'Engine 99' wird für ihre Einsätze wie Helden gefeiert. Was keiner ahnt, die Crew legt die Brände selbst um in dem entstandenen Chaos Einbrüche und Diebstähle zu begehen. Andy ...

Die New Yorker Feuerwache 'Engine 99' wird für ihre Einsätze wie Helden gefeiert. Was keiner ahnt, die Crew legt die Brände selbst um in dem entstandenen Chaos Einbrüche und Diebstähle zu begehen. Andy Nearland, eine freiberufliche Ermittlerin wird undercover eingeschleußt um den Machenschaften auf die Schliche zu kommen.
In der Männerwelt ist das nicht leicht, es gibt auch nur ein Mitglied zu dem sie Sympathie empfindet. Doch für ihre Ermittlungen ist das Spiel brandgefährlich.

Ein typisches Buch für die australische Schriftstellerin Candice Fox mit ihren außergewöhnlich, schrägen Protagonisten. Leider konnte ich dieses Mal keine große Sympathie für Andy und Ben empfinden. Auch wirkt die Handlung etwas unglaubwürdig.
Der Schreibstil ist wie gehabt gut wirkt aber irgendwie nicht so lebendig und richtige Spannung kommt auch nicht auf. Schade, die anderen Bücher der Autorin haben mir mit ihren schrägen Charakteren eindeutig besser gefallen.

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Wenn Mauern sprechen könnten

Treppe aus Papier
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In ungewöhnlicher Erzählweise wird hier die Lebensgeschichte eines 100 jährigen Mietshauses und deren Bewohner erzählt. Vom Eigentümer, einem jüdischen Uhrmachers der 1941 gezwungen wird das Geschäft einem ...

In ungewöhnlicher Erzählweise wird hier die Lebensgeschichte eines 100 jährigen Mietshauses und deren Bewohner erzählt. Vom Eigentümer, einem jüdischen Uhrmachers der 1941 gezwungen wird das Geschäft einem windigen Arier zu verkaufen bis hin zur inzwischen 16jährigen Nele die mit ihrer Familie nun in dessen Wohnung wohnt und die Geschichtshausarbeit durch die Erzählung der 98jährigen Irma aufwertet.

Hier trifft man auf die Vergangenheit und der Familie von Irma als klassisch deutsches Kind entsprechend streng erzogen wird und Ruth, Kind der jüdischen Eigentümer Familie die sich nicht mit Irma anfreunden darf. In der Gegenwart versucht Nele mit ihren Eltern über die Zeit der eigenen Großeltern im 3. Reich zu sprechen was kein leichtes Unterfangen ist.

Der Wechsel der Zeiten ist fließend was nicht immer leicht einzuordnen ist. Der Schreibstil aus Sicht des Hauses ist eigentümlich und wirkt seltsam distanziert. Hier gibt es keinen lebendigen Wortwechsel was den Einstieg nicht leicht macht. Wenn man sich darauf eingelassen hat, findet ein nachdenklich machendes Buch.

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