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Veröffentlicht am 13.07.2025

Tolle Reihe!

Schattenkind (Ewert Grens ermittelt 5)
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Nachdem der letzte Gefallen von Piet Hoffmann für den Kriminalkommissar Ewert Grens schief lief, sitzt dieser nun im Gefängnis. Dort trifft er auf einen alten Bekannten. Was er nicht ahnt, ist, dass dieser ...

Nachdem der letzte Gefallen von Piet Hoffmann für den Kriminalkommissar Ewert Grens schief lief, sitzt dieser nun im Gefängnis. Dort trifft er auf einen alten Bekannten. Was er nicht ahnt, ist, dass dieser sich für den Mord an seinem Bruder an ihm rächen will. Piets einzige Chance, seine Unschuld zu beweisen: das Verschwinden seines Kumpels vor 30 Jahren aufklären.

Der fünfte Teil der Reihe spielt etwa 1 Jahr nach dem letzten Band.
Um die Zusammenhänge zu verstehen, rate ich hier auf jeden Fall dazu, in Reihenfolge zu lesen, um überhaupt zu verstehen, wie es zu dieser Situation kam. Auch die Entwicklung der Protagonisten steht im Vordergrund.

Hauptthema dieses Buches sind die Verhältnisse heute und früher in Jugendgefängnissen, die einen betreten zurücklassen.
Die Story spielt hauptsächlich aus Piets und Ewerts Perspektive, geht aber in Piets Erzählungen rund 30 Jahre zurück, als er selbst im Jugendknast saß und sein bester Kumpel für immer verschwand.

Zitat S. 62:
"Die Zeit sitzt dir im Nacken, Piet. Vergiss das nicht. (...) Du hast einundzwanzig Tage. Um zu erklären, was damals passiert ist."

Piets Ausbruch und seine "Ermittlung" sind aufregend, wenn auch etwas unglaubwürdig - auf jeden Fall aber einfallsreich.

Die Spannung hält sich durch das komplette Buch oben und dieses hat auch emotional einiges zu bieten. Am Ende sorgt Roslund für abwechslungsreiche Wendungen und klärt die Story lückenlos auf.

Fazit: Ein spannender Abschluss der Reihe, den man als Fan unbedingt gelesen haben muss und der die Geschichte von Piet und Ewert zufriedenstellend zum Abschluss bringt.

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Veröffentlicht am 04.07.2025

Düsterer Familienthriller

The Mother – Sie hat den Mord nicht begangen. Doch wie soll sie es beweisen?
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Heather ist unschuldig. Dennoch wird sie für den Mord an ihrem Mann Liam zu achtzehn Jahren Haft verurteilt. Neun Jahre hat sie bereits abgesessen und wird nun auf Bewährung entlassen. Heather will ihre ...

Heather ist unschuldig. Dennoch wird sie für den Mord an ihrem Mann Liam zu achtzehn Jahren Haft verurteilt. Neun Jahre hat sie bereits abgesessen und wird nun auf Bewährung entlassen. Heather will ihre Unschuld beweisen und vor allem wieder Kontakt zu ihren Söhnen herstellen. Doch je mehr Heather in den Geschehnissen der Vergangenheit gräbt, umso mehr bringt sie sich selbst in Gefahr. Für sie ein weiterer Grund dranzubleiben, denn jetzt ist offensichtlich, dass der wahre Mörder ihres Mannes noch immer auf freiem Fuß ist. Und hinter ihr her ...

Heather ist eine wundervolle, starke und mutige Protagonistin. Was sie durchlebt hat, ist kaum in Worte zu fassen. Ich habe ihren Erzählungen zum Tatgeschehen gelauscht und mit ihr gefühlt. Vor allem ihre Sehnsucht nach ihren beiden Söhnen war deutlich spürbar, und generell ging mir ihre Geschichte ziemlich unter die Haut. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie schlimm es sein muss, unschuldig ins Gefängnis zu kommen. Dass Heather nach der Hälfte der Zeit eine Chance bekommt, hat mich für sie total gefreut. Auch wenn es das alles natürlich nicht wieder gut macht. Und obwohl keiner mit ihr was zu tun haben will, findet sie dennoch Verbündete, die ebenfalls an ihre Unschuld glauben.

»Es hat mich zerstört. Aber ich bin unschuldig. Es ist alleine der Gedanke an meine beiden Jungs, der mich weiterleben lässt.« (Zitat Kap. 23)

Der Schreibstil von Logan ist mitreißend und hochemotional. Bereits nach der ersten Seite war ich voll drin im Geschehen und habe mit Neugier die Ereignisse verfolgt. Von raffinierten Plottwists habe ich mich in die Irre führen lassen und mitunter auch den falschen Menschen vertraut. Deshalb war die Auflösung am Ende eine große Überraschung, mit der ich nie und nimmer gerechnet hätte. Sowas liebe ich einfach!

Fazit: Ein düsterer Familienthriller über Korruption und dunkle Geheimnisse. Logan weiß genau, wie er seine Leser packt und hat mich mit dieser raffiniert umgesetzten Story rundum begeistert.

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Veröffentlicht am 04.07.2025

Raffiniert, bedrückend, genial!

Home Is Where The Bodies Are
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Die Story wird abwechselnd aus der Sicht der drei Geschwister Beth, Nicole und Michael erzählt. Während Beth ihre Mutter bis zum Schluss gepflegt hat, ist Nicole in die Drogenszene abgerutscht und Michael ...

Die Story wird abwechselnd aus der Sicht der drei Geschwister Beth, Nicole und Michael erzählt. Während Beth ihre Mutter bis zum Schluss gepflegt hat, ist Nicole in die Drogenszene abgerutscht und Michael hat sich früh von der Familie abgenabelt, um seinen eigenen Weg zu gehen. Nach dem Tod von Mutter Laura, die hin und wieder auch zu Wort kommt, um die Geschehnisse von 1999 zu erzählen, treffen die drei wieder zusammen und stöbern durch die Habseligkeiten. Dabei stoßen sie auf ein VHS Video, das ihren Vater mit der Leiche der damals vermissten Emma Harper zeigt. Wie ist das möglich? Wurden sie etwa ihr Leben lang von ihren Eltern belogen? Von Mutter Laura können sie keine Aufklärung mehr erwarten, doch was ist mit ihrem Vater? Wo ist er damals untergetaucht und vor allem warum?

Der Einstieg in die Story fiel mir super leicht, und ich hatte direkt einen Draht zu Beth. Sie ist nicht nur die Erstgeborene, sondern auch die Einzige, die sich um ihre Mutter kümmert. Es hat mein Herz berührt, wie liebevoll sie Laura bis zum Ende zur Seite stand. Ihre Schwester Nicole hat vor vielen Jahren das gemeinsame Elternhaus verlassen und ist durch falsche Kontakte den Drogen zum Opfer gefallen. Wenn sie auftaucht, ist meist Ärger im Anmarsch. Ganz anders bei Bruder Michael, der den Kontakt zu allen abbrach, um sich ein eigenes Leben aufzubauen. Mit Erfolg, denn er ist mittlerweile recht wohlhabend. Ich mochte die drei zusammen sehr und obwohl sie in den letzten Jahren kaum miteinander gesprochen haben, so stehen sie doch füreinander ein und unterstützen sich, wo sie nur können.

Jeneva Rose ist für mich eine Meisterin des Psychothrills! Sie konnte mich zuletzt mit „The Perfect Marriage“ und der Fortsetzung überzeugen und ist seither eine meine Lieblingsautorinnen. Ihr Schreibstil ist unglaublich bildgewaltig und fesselnd. Ich habe mich von der Story mitreißen lassen und wurde immer wieder in die Irre geführt. Die zerrütteten Familiengeheimnisse haben mich ebenso fasziniert wie die Vermisstenfälle der 90er Jahre. Die bedrückende und angespannte Atmosphäre hat Rose perfekt eingefangen und in das Setting integriert. In einem Rutsch habe ich das Buch verschlungen und dabei allerlei Emotionen durchlebt. Vor allem zum Ende hin hat es mir wortwörtlich die Socken ausgezogen. Genial umgesetzt!

Fazit: Ein raffinierter Familienthriller, der mit unerwarteten Plottwists und jeder Menge Nervenkitzel für allerbeste Unterhaltung sorgt. Diese Autorin solltet ihr euch unbedingt merken und auch ihre anderen Bücher lesen!

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Veröffentlicht am 04.07.2025

Spannend, verstörend und gut aufgebaut

Der Bräutigam
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„Hiermit verkünde ich, ein glücklicher Bräutigam, meine baldige Vermählung mit meiner innig geliebten Braut Sofie Siegel. Voller Freude sehen wir dem Tag entgegen, an dem wir unsere ewige Bindung eingehen.“ ...

„Hiermit verkünde ich, ein glücklicher Bräutigam, meine baldige Vermählung mit meiner innig geliebten Braut Sofie Siegel. Voller Freude sehen wir dem Tag entgegen, an dem wir unsere ewige Bindung eingehen.“

Als Nora diese Worte in der örtlichen Tageszeitung liest, stockt ihr der Atem. Sie starrt auf diese zwei Sätze und weiß, dass ihre Schwester Sofie in den Fängen des Bräutigams und somit in größter Gefahr ist. Um den Entführer aufzuspüren, schaltet Nora eine Gegenanzeige in derselben Zeitung und bittet um Einladung zur Hochzeit. Diese kommt prompt, und plötzlich findet sich Nora auf einem Anwesen wieder, als Gast des Bräutigams. Doch der wahre Albtraum steht ihr erst noch bevor, denn die Zeit arbeitet unerbittlich gegen sie. Und ihre Schwester scheint nicht mehr dieselbe zu sein …

„Bis dass der Tod uns scheidet“

Die Geschichte wird aus Sicht von Nora in der dritten Person erzählt. Sie hat mich direkt zu Beginn als Protagonistin fasziniert und ich war unglaublich beeindruckt von ihrem Mut. Ihre Schwester zu retten, hat sie sich zur Lebensaufgabe gemacht, und es ist ihr dabei völlig egal, ob sie sich dabei selbst in Lebensgefahr bringt. Sofie hingegen scheint sich ihrem Schicksal bereits gefügt zu haben, was ich einerseits nachvollziehen konnte, andererseits hätte ich sie dafür am liebsten geohrfeigt. Es scheint so, als hätte der Bräutigam sie bereits nach wenigen Tagen in seiner Gewalt psychisch gebrochen. In ihr ist kein Lebensmut mehr vorhanden und sie führt aus, was ihr befohlen wird. Bekommt ihr da nicht auch eine Gänsehaut? Wie viel kann ein Mensch einstecken, bis er sich selbst aufgibt? Schlimme Vorstellung.

Benjamin Wiater hat 'ne coole Schreibe: klar, bildgewaltig, prägnant. Dass er passend zum Ort des Geschehens auch etwas Plattdeutsch mit eingebaut hat, hat die Story zusätzlich aufgelockert und interessant gemacht. Die angespannte und bedrückende Atmosphäre überträgt er unvermittelt auf seine Leser und lässt diese ganz schön ins Schwitzen kommen. Zumindest hatte ich keine Minute Pause zum Durchatmen, denn ich habe mit den Schwestern ohne Ende mitgelitten (habe selbst eine kleine Schwester) und hätte sie am liebsten persönlich aus den Fängen dieses Psychopathen befreit. Bei jedem noch so kleinen Fluchtversuch habe ich die Luft angehalten und innerlich gebetet, dass es den beiden endlich gelingt. Was für eine emotionale Achterbahnfahrt!

Der Plot kommt ganz ohne Foreshadowing aus, strotzt dafür nur so vor kreativen Ideen, ein Ereignis jagt das nächste, und man wird immer wieder von überraschenden Twists überrumpelt. Ich habs geliebt! Absolut alles!

Fazit: Spannend, verstörend und gut aufgebaut. Wiater ist ein großartiger Erzähler und lässt seine Leser nicht zur Ruhe kommen. Atemaussetzer beim Lesen sind vorprogrammiert. Für mich zählt dieses Buch zu meinen Jahreshighlights 2025!

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Veröffentlicht am 25.06.2025

Brisant, aktuell, stimmt nachdenklich

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Stellt euch vor, die gesamte digitale Welt bricht plötzlich zusammen – nichts funktioniert mehr wie gewohnt: Kein Internet, keine Kommunikation, kein digitales Geld und keine Information, der man noch ...

Stellt euch vor, die gesamte digitale Welt bricht plötzlich zusammen – nichts funktioniert mehr wie gewohnt: Kein Internet, keine Kommunikation, kein digitales Geld und keine Information, der man noch trauen kann. Genau dieses Horror-Szenario greift Peter Grandl in seinem spannenden Roman auf.

In einer Welt, in der Fake News täuschend echt wirken und sogar Kriege auslösen können, zeigt der Autor auf erschreckend realistische Weise, wie abhängig wir inzwischen vom Digitalen geworden sind. Geld verliert seinen Wert, Chaos bricht aus – und die Frage steht im Raum: Kann das wirklich passieren?

Zitat S. 146:
»Ich will nicht lange um den heißen Brei herumreden. Weltweit
häufen sich die Meldungen von Deepfakes."

Grandl beleuchtet die Auswirkungen dieser digitalen Katastrophe aus verschiedenen Perspektiven und an Schauplätzen auf der ganzen Welt. Das sorgt für Tempo, Abwechslung und Tiefe. Besonders spannend ist die Rolle eines Expertenteams, das mit viel Know-how und Kreativität versucht, das Schlimmste zu verhindern und herauszufinden, wer hinter diesem Cyber-Angriff steckt. Auch an anderer Stelle zeigen sich Menschen einfallsreich – doch ob es reicht, um die Welt zu retten, bleibt bis zuletzt offen.

Der Spannungsbogen zieht sich dabei konsequent durch das gesamte Buch. Immer wieder sorgt Grandl mit neuen Wendungen, Perspektivwechseln und dramatischen Entwicklungen dafür, dass man als Leser regelrecht durch die Seiten getrieben wird. Die Bedrohung ist greifbar, die Atmosphäre stellenweise beklemmend – man möchte am liebsten die Augen verschließen und doch wissen, wie es weitergeht.

Besonders hervorzuheben ist Grandls Schreibstil: klar, flüssig und atmosphärisch dicht. Er erklärt komplexe digitale Themen so verständlich, dass auch Leser ohne Technik-Vorkenntnisse dem Inhalt folgen können.

Fazit: Ein aktuelles und bedrückend realistisches Buch, das nicht nur unterhält, sondern aufgrund der Brisanz zum Nachdenken anregt. Sehr lesenswert – gerade in unserer vernetzten Zeit.

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