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Veröffentlicht am 18.07.2025

Ich liebe diese Reihe, ich liebe die Protagonisten, ABER 670 Seiten!?

Twisted Lies
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ENDLICH habe ich die TWISTED Reihe abgeschlossen und ich habe sie wirklich sehr geliebt, wenn auch die einzelnen Bände alles in allem zu umfangreich sind bzw. zu viele Seiten haben.

Vor allem hier, im ...

ENDLICH habe ich die TWISTED Reihe abgeschlossen und ich habe sie wirklich sehr geliebt, wenn auch die einzelnen Bände alles in allem zu umfangreich sind bzw. zu viele Seiten haben.

Vor allem hier, im 4. Teil, hat es mich doch etwas gestört, die Geschichte so dermaßen in die Länge zu ziehen, weshalb ich sie auch am schwächsten von allen fand. 670 Seiten?! Sorry, nein. Ich habe das nur deshalb an 2 Tagen geschafft, weil ich aufs Hörbuch mit Geschwindigkeit 2 ausgewichen bin.

Nichtsdestotrotz habe ich aber auch diese beiden Charaktere sehr geliebt, was ja u. a. Ana Huangs Stärke ist, neben den tollen spicy Szenen, die hier im 4. Teil aber erst zum Ende, ab Kapitel 31 (!) überhaupt erst begonnen haben. Mehr Slow-Burn geht nicht und irgendwann geht einem dann auch mal die Geduld aus.

Vom Plot her war es für mich auch der „uninteressanteste“. Es geht um Stella Alonso, die ihr Geld als Bloggerin/Influencerin verdient, sehr zum Leidwesen ihrer karrieregeilen Eltern. Außerdem träumt sie davon, ein eigenes Modelabel zu gründen.

Stella wird seit Jahren von einem Stalker belästigt, der plötzlich wieder in ihrem Leben auftaucht. Ihr Vermieter Christian Harper bietet ihr Schutz an, denn in den letzten Wochen sind sie sich emotional näher gekommen.

Sie hatten folgendes Arrangement: eine Beziehung vortäuschen, damit Stella als vergebene Influencerin mehr Follower und Aufmerksamkeit bekommt und Christian dafür auf seinen Events eine vorzeigbare Modelfreundin hat. Wie ich finde ziemlich banal und plump. Lediglich der Stalker hat es zum Ende hin spannend gemacht.

In Teil 4 kommt auch immer wieder Dante Russo, der KING OF WRATH vor, was die nächste Reihe von Ana Huang ist, die ich nun starten werde. FAZIT: Die TWISTED Reihe ist super, aber seitentechnisch zu lang. Band 2 gefiel mir am besten, dann Band 1, dann Band 3 und zuletzt Band 4.

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Veröffentlicht am 17.07.2025

Spannendes Kammerspiel, wirklich gut.

Don't Let Her Stay
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Dieser kurzweilige und spannende Psychothriller hat mir durchaus gut gefallen, auch wenn mich sowohl die Auflösung als auch die Plottwists als erfahrene Leserin nicht überrascht haben. So in der Art hatte ...

Dieser kurzweilige und spannende Psychothriller hat mir durchaus gut gefallen, auch wenn mich sowohl die Auflösung als auch die Plottwists als erfahrene Leserin nicht überrascht haben. So in der Art hatte ich es sogar vorausgesehen, was aber der Qualität der Geschichte natürlich keinen Abbruch tut.

Der Roman war wirklich gut geschrieben und die Autorin hat es geschafft, eine so fiese Protagonistin zu kreieren, dass man regelrechte Wutanfälle beim Lesen bekommen und ihr die Pest an den Hals gewünscht hat. Wir befinden uns zudem die ganze Zeit nur an einem Ort, nämlich in einem Haus, was ich ja immer sehr feiere, da ich Kammerspiele liebe. Es herrschte somit eine dem Szenario angemessen beklemmende Atmosphäre.

Um was geht es? Joanne und Richard führen eine wunderbare Ehe, sind gerade erst Eltern der kleinen Evie geworden und leben in einem riesigen, abgelegenen Luxusanwesen auf dem Land. Eines Tages kündigt sich Chloe, Richards Tochter aus erster Ehe, an und möchte ihre Halbschwester kennenlernen.

Für Joanne wird der Besuch, der eigentlich nur vorübergehend sein sollte, nach und nach zum Albtraum. Chloe schikaniert und erpresst Joanne, während sie gleichzeitig Richard manipuliert und die Eheleute gekonnt gegeneinander ausspielt.

Als Joanne völlig isoliert da bzw. vor den Trümmern ihrer Beziehung steht und die Angst, Chloe könnte Evie etwas tun, immer größer wird, bleibt nur noch eine Möglichkeit: Flucht. Aber Joanne merkt schnell, dass es nicht so einfach wird, das Anwesen zu verlassen.

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Veröffentlicht am 17.07.2025

Etwas schwächer als der 1. Band, aber dennoch sehr gelungen und spannend.

Vergessene Sterne (Die Lichter unter London 2)
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Den 2. Band der „Lichter unter London“ Reihe fand ich etwas schwächer als den 1., aber immer noch sehr kreativ, unterhaltsam, kurzweilig und besonders. Wieder begegnen wir gruseligen Insekten und einem ...

Den 2. Band der „Lichter unter London“ Reihe fand ich etwas schwächer als den 1., aber immer noch sehr kreativ, unterhaltsam, kurzweilig und besonders. Wieder begegnen wir gruseligen Insekten und einem neuen tierischen Freund, der die Gruppe auf dem Weg in die unterste Tiefenschicht begleitet.

Wir tauchen noch mehr in Blaise‘ Familiengeschichte ein und es kommt zu unerwarteten Begegnungen. Die Mudlarks tun alles, um die gesamte Unterwelt inkl. Sternenkristalle an sich zu reißen und Maeve versucht nicht nur dies zu verhindern, sondern auch endlich den Fluch des Wächters loszuwerden.

Angekommen im Seventh Drop kann die Geschichte für meinen Geschmack die Qualität des Ideenreichtums nicht mehr so richtig aufrechterhalten, weil ich die zu bestreitende Aufgabe relativ unspektakulär und deshalb irgendwie ein bisschen unbefriedigend finde. Ich hätte etwas Großes bzw. irgendeinen besonderen Paukenschlag erwartet. Alles in allem konnte ich aber dennoch ganz gut damit leben.

Die Gendersprache mit dey/demm und deren war wieder unfassbar störend und dieser ganze innere Konflikt, bloß nicht als Frau bezeichnet werden zu wollen, irgendwann einfach nur noch nervig. Aber davon abgesehen ist die Reihe trotzdem empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 30.06.2025

Gelungener Spannungsroman mit unerwarteten Wendungen, der erst zum Ende hin richtig anzieht.

Die unsichtbare Hand
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Ein interessanter und gut geschriebener Spannungsroman mit einer unerwarteten Auflösung. Jedoch nimmt der Roman erst zum Schluss so richtig Fahrt auf. Bis dahin gibt es einige Längen und ich hatte das ...

Ein interessanter und gut geschriebener Spannungsroman mit einer unerwarteten Auflösung. Jedoch nimmt der Roman erst zum Schluss so richtig Fahrt auf. Bis dahin gibt es einige Längen und ich hatte das Gefühl, dass man sich vom Storytelling her so ein bisschen im Kreis dreht. Es fehlten dynamische Komponenten, die die Geschichte jetzt mal so richtig voranbringen.

Wir sind Zeuge eines Familiendramas, das auf zwei Zeitebenen erzählt wird. 1975 werden in der kalifornischen Kleinstadt Ojai die Geschwister Poppy und Danny ermordet von ihrem Bruder Vincent aufgefunden. Da es so einige Streitereien und Anfeindungen zwischen ihnen gab, wird Vincent hinter vorgehaltener Hand schnell zum Täter erklärt. Jedoch kann man ihm nichts nachweisen und die Suche nach dem Täter bleibt erfolglos.

2024 ist Vincent ein gefeierter Autor und bittet ausgerechnet seine Tochter Olivia, die als Ghostwriter arbeitet, für ihn ein Buch zu schreiben. Obwohl sie keinen Kontakt mehr und ein zerrüttetes Verhältnis haben, lässt sich Olivia darauf ein, denn es soll um nichts anderes gehen, was damals wirklich passiert ist. Aber wie sehr kann man Vincents Aussagen trauen, nachdem sie seine Diagnose erfahren hat?

Sie fängt an, richtig tief zu graben, Zeugen zu befragen und Beweismaterial zu sichten. Geheimnisse werden aufgedeckt und nichts ist, wie es scheint.

Die Idee des Romans war echt nicht schlecht und es wird viel mit Intrigen, Verschwiegenheit, Scham und Eifersucht gespielt, sodass am Ende jeder ein Motiv hätte, die Tat zu begehen. Wie es dann ausgegangen ist, damit hätte ich nun tatsächlich nicht gerechnet.

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Veröffentlicht am 23.06.2025

Road-Trip im Stil von Thelma & Louise, teilweise aber etwas langweilig.

Killer Potential
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Ein durchaus unterhaltsamer Road-Trip im Stil von Thelma & Louise, der zwar einen echt guten Twist beinhaltet, mich aber teilweise auch mit den Zwischensequenzen, wenn die beiden mal nicht weglaufen oder ...

Ein durchaus unterhaltsamer Road-Trip im Stil von Thelma & Louise, der zwar einen echt guten Twist beinhaltet, mich aber teilweise auch mit den Zwischensequenzen, wenn die beiden mal nicht weglaufen oder sich verstecken müssen, etwas gelangweilt hat.

Der Roman ist m. E. unter seinen Möglichkeiten geblieben. Er hätte viel rasanter, dramatischer und brutaler ausgeschmückt werden können und ich persönlich hätte es auch besser gefunden, wenn es bei einer Freundschaft zwischen Evie und dem Opfer bzw. der Gefangenen geblieben wäre, anstatt lesbische Sexszenen mit einzubauen. Ich hätte z. B. gerne viel mehr über die Victors erfahren.

Evie Gordon gibt der Tochter der vermögenden Familie Victor Nachhilfe. Als sie deren Haus betritt, scheint es leer zu sein. Sie geht in den Garten und macht eine schockierende Entdeckung. Auf dem Weg zurück ins Haus hört sie ein Wimmern und findet versteckt unter einer Treppe eine abgemagerte, verwahrloste, gefesselte Frau, die kein Wort spricht.

Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände, sind beide Frauen gezwungen, sofort aufzubrechen bzw. zu fliegen und schon bald sind ihre Gesichter in allen Fernsehsendungen zu sehen. Sie müssen sich fortan unerkannt durchschlagen, auf der ständigen Suche nach Essen, Benzin und einem sicheren Schlafplatz. Sobald sie auf Zeugen treffen, die sie der Polizei melden wollen, eskaliert es.

Der Schreibstil der Autorin ist echt gut und sie hat authentische, außergewöhnliche Charaktere erschaffen. Ich würde noch mehr von ihr lesen.

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